MicrobeThingsMacro - Mikroben ganz groß!

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MicrobeThingsMacro - Mikroben ganz groß! ist ein Podcast, in dem wir in die Welt der Mikroben eintauchen und uns von ihr begeistern lassen wollen. Folge für Folge nehmen wir uns einen Mikroorganismus vor, der durch einen besonderen Namen, eine lustige Geschichte oder eine spannende Fähigkeit hervorsticht und schauen uns an, was ihn so faszinierend macht! Kommt mit auf eine Reise in eine Welt, die für das bloße Auge unsichtbar und doch omnipräsent ist.

  1. 21. Juli

    Saccharomyces carlsbergensis

    Ohne sie gäbe es kein Pils, kein Helles und kein Märzen: Saccharomyces pastorianus – auch bekannt unter ihrem historischen Namen Saccharomyces carlsbergensis – ist die wohl bedeutendste Bierhefe der Welt. In dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! geht es um die Geschichte ihrer Entdeckung und die Entstehung des Lagerbiers. Und wer sich schon immer mal gefragt hat, was eigentlich obergärige und untergärige Biere sind, wie alkoholfreie Biere hergestellt werden oder was der Unterschied zwischen alkoholfrei und 0,0% auf dem Etikett bedeutet, findet hier die Antwort! Kapitel 00:00 – Intro 02:54 – Eine kurze Geschichte der Braukultur 07:15 – Obergärige vs. untergärige Biere 09:45 – S. carlsbergensis – ein ungewöhnliches Hybrid 11:16 – Carlsberg Original 1883 Rebrew 12:22 – Herstellung alkoholfreier Biere 17:06 – Zusammenfassung und Fazit Was ihr in dieser Folge lernen konntet… S. carlsbergensis ist eine der bedeutendsten Bierhefen der modernen Braukultur. Als Hybrid aus S. cerevisiae und der in Patagonien gefunden S. eubayanus, ist diese Hefeart für die Fermentation untergäriger Biere verantwortlich. Erstmals isoliert wurde die Hefe 1883 durch Emil Christian Hansen im Labor der Carlsberg Brauerei in Kopenhagen. Er nannte die Mikrobe 1908 S. carlsbergensis, eigentlich trug sie aber bereits den Namen S. pastorianus, der heute noch die offiziell anerkannte Bezeichnung ist. Obergärige Hefen bleiben in Sprossverbänden zusammen und erhalten durch die Kohlensäure Auftrieb, schwimmen im Brauansatz also oben, während untergärige Hefen eher zur Sedimentation neigen. Durch unterschiedliche Fermentationstemperaturen unterscheiden sich die Geschmacksprofile teils deutlich. Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier. Links & weitere Infos Historischer Rückblick Barnett, J.A. und Barnett, L. (2011) Yeast research: a historical overview. ASM press. Allgemeines zu Brauhefen Boulton, C. und Quain, D. (2013) Brewing Yeast and Fermentation. John Wiley & Sons. Gibson, B.R. a. (2013), Yeast, 30(7), S. 255–266. Entwicklung und Genetik von S. carlsbergensis Gallone, B. a. (2018), Current Opinion in Biotechnology, 49, S. 148–155. Hutzler, M. a. (2023), FEMS Yeast Research, 23, S. foad023. Libkind, D. a. (2011), Proceedings of the National Academy of Sciences, 108(35), S. 14539–14544. Nakao, Y. a. (2009), DNA Research, 16(2), S. 115–129. Historisches Re-Brew-Projekt Newsroom » Carlsberg Research Lab Rebrews the Father of Quality Beers « Carlsberg Group Alkoholarme und alkoholfreie Biere Brányik, T. a. (2012), Journal of Food Engineering, 108(4), S. 493–506.

  2. 7. Juli

    Noctiluca scintillans

    Sommerzeit ist Ferienzeit! Und nach ein paar warmen Tagen am Meer, kann es durchaus sein, dass man in das Vergnügen kommt, Meeresleuchten beobachten zu können. Wie dieses besondere Phänomen entsteht und welche Geheimnisse eine der verantwortlichen Mikroben, Noctiluca scintillans, noch so birgt – das erfahrt ihr in dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! Kapitel 00:00 – Intro 02:02 – Noctiluca scintillans – ein ungewöhnlicher Dinoflagellat 03:09 – Die Entstehung des Leuchtens und wie es vor Fressfeinden schützt 06:31 – N. scintillans, die Planktonangel und grüne Endosymbionten 09:51 – Red Tides, Gefahr durch N. scintillans 10:33 – Fazit und Verabschiedung Was ihr in dieser Folge lernen konntet… Noctiluca scintillans ist mitverantwortlich für die Entstehung des Meeresleuchtens. Zur Verteidigung gegen Fressfeinde besitzt der Dinoflagellat Scintillons, Organellen, in denen Luciferin oxidiert wird. Dabei wird Licht frei, dass Fressfeinde abschrecken, deren Fressfeinde anlocken oder eben durch Menschen als Meeresleuchten wahrgenommen werden kann. Noctiluca scintillans gehört zu den Dinoflagellaten und schwimmt als Plankton relativ passiv im Meer herum. Seine Nahrung, ebenfalls Plankton, fischt es mithilfe klebriger Mucusfäden aus dem Wasser. Einige Zellen von Noctiluca scintillans gehen auch eine Symbiose mit photosynthesefähige Pedinomonas noctiluca ein. Dann werden die eigentlich rot pigmentierten Zellen grün. Grüne und rote Noctiluca scintillans unterscheiden sich in ihrer globalen Verteilung. In hohen Konzentrationen lösen sie nicht nur Meeresleuchten auch, sondern auch „rote Tiden“, die durch erhöhte Ammonium- und niedrige Sauerstoffkonzentrationen zu Fisch- und Korallensterben führen. Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier. Links & weitere Infos Taxonomie, Morphologie und Verbreitung Harrison, P.J. et al. (2011), Chinese Journal of Oceanology and Limnology, 29(4), pp. 807–831. Ollevier, A. et al. (2021), Frontiers in Marine Science, 8. Ernährung und Endosymbiose Kiϕrboe, T. and Titelman, J. (1998), Journal of Plankton Research, 20(8), pp. 1615–1636. Saito, H., Furuya, K. and Lirdwitayaprasit, T. (2006), Plankton and Benthos Research, 1(2), pp. 97–101.  Biolumineszenz Valiadi, M. and Iglesias-Rodriguez, D. (2013), Microorganisms, 1(1), pp. 3–25. Ökologische Bedeutung Fonda Umani, S. et al. (2004), Journal of Plankton Research, 26(5), pp. 545–561. Hat dir diese Folge gefallen? Abonniere MicrobeThingsMacro, um keine Episode zu verpassen. Merch gibt es in meinem Spreadshop! Hinterlasse gerne eine Bewertung – das hilft, mehr Menschen für die Welt der Mikroben zu begeistern.

  3. 23. Juni

    Nostoc commune

    Es sieht aus, als hätte ein Regenschauer grüne Gallerte vom Himmel fallen lassen. Kein Wunder also, dass Nostoc commune über Jahrhunderte Namen wie „Sternenrotz“ oder „Hexenspei“ erhielt. In dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß!  erkunden wir die Facetten dieses außergewöhnlichen Cyanobakteriums, von seinen spezialisierten Zelltypen, seinen Fähigkeiten zur interzellulären Kommunikation und seiner Zusammenarbeit mit Pflanzen bis hin zu seiner Rolle in der Evolution des Lebens und modernen biotechnologischen Anwendungen. Kapitel 00:00 – Intro 01:02 – Nostoc commune – der rätselhafte Sternenrotz 04:17 – Exkurs: Cyanobakterien und ihre Bedeutung in der Erdgeschichte 08:36 – Arbeitsteilung bei Nostoc commune 13:19 – Nostoc als Symbiont für Pflanzen 15:02 – Die Teichpflaume und Nostoc als Delikatesse 16:58 – Nostoc in Forschung und Biotechnologie 18:18 – Zusammenfassung und Fazit Was ihr in dieser Folge lernen konntet… Nostoc commune wirkt wie ein geheimnisvoller Schleimklumpen, ist aber tatsächlich ein Cyanobakterium, das bereits vor dem Regen auf dem Boden lebt. Erst wenn seine wasserbindende Schleimschicht aufquillt, wird die Kolonie als gallertartige Masse sichtbar. Nostoc commune zeigt komplexe Formen der Zusammenarbeit. Innerhalb langer Zellketten übernehmen verschiedene Zelltypen unterschiedliche Aufgaben wie Photosynthese, Stickstofffixierung oder das Überdauern extremer Umweltbedingungen. Cyanobakterien gehören zu den wichtigsten Organismen der Erdgeschichte. Sie trugen zur Anreicherung von Sauerstoff in der Atmosphäre bei, stehen vermutlich am Ursprung der Chloroplasten in Pflanzen und sind bis heute wichtige Akteure in vielen Ökosystemen. Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier. Links & weitere Infos Allgemeines und Pressemitteilung der VAAM Mikrobe des Jahres 2014 / VAAM - Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie e.V. Dersch, P. et al. (2022) Allgemeine Mikrobiologie. 11., vollständig überarbeitete Auflage. Edited by G. Fuchs, M. Bramkamp, and H.G. Schlegel. Stuttgart New York: Georg Thieme Verlag (Thieme eRef). Engelhardt, H. (2014), BIOspektrum, 20(2), pp. 234–235. Potts, M. (1997) , International Journal of Systematic and Evolutionary Microbiology, 47(2), pp. 584–584. Ausdifferenzierung verschiedener Zelltypen Flores, E. and Herrero, A. (2010), Nature Reviews Microbiology, 8(1), pp. 39–50. Symbiose mit Pflanzen Álvarez, C. et al. (2023), Journal of Experimental Botany, 74(19), pp. 6145–6157. Biotechnologie und Zukunftsaussichten Onyeaka, H. et al. (2025), Sustainable Microbiology, 2(4), p. qvaf025. Kimura, Y. et al. (2016), Eco-Engineering, 28(2), pp. 43–51.

  4. 9. Juni

    Caballeronia insecticola

    Eine Mikrobe, die Käfer befällt und ihnen dadurch nicht schadet, sondern sie stärker, größer und ausdernder macht? Was nach Katastrophenfilm klingt, ist tatsächlich Wirklichkeit. Caballeronia insecticola lebt ihm Darm des Bohnenkäfers Riptortus pedestris und hilft diesem bei der Vermehrung und Ausbreitung. Um das zu bewerkstelligen, wendet das Bakterium eine ungewöhnliche Fortbewegungsmethode an. Die Flagellen eng um den Leib geschlungen, dreht sich das Bakterium wie ein kleiner Bohrkopf durch enge Passagen im Darm des Käfers. Wie genau das funktioniert und was die Beziehung zwischen Bakterium und Käfer noch so bereithält, erfahrt ihr in der heutigen Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! Kapitel 00:00 – Intro 02:06 – R. pedestris, der Bohnenkäfer und die Auswirkungen von C. insecticola 05:29 – Wie C. insecticola seinen Wirt besiedelt 08:07 – C. insecticola und seine ungewöhnliche Fortbewegung 10:47 – Zusammenfassung und Fazit Was ihr in dieser Folge lernen konntet… · Caballeronia insecticola lebt in einer symbiontischen Beziehung mit dem Bohnenkäfer Riptortus pedestris. Die Käfer profitieren durch eine bessere Ausbreitung und Vermehrung. · C. insecticola besidelt den Darm des Käfers. Um in die spezialiserten Darmkrypten vordingen zu können, muss die Mikrobe eine enge Passage überwinden. Dafür wickelt sich das Bakterium die Flagellen um den Leib und dreht sich wie ein Bohrkopf durch den engen Durchgang. Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier. Links & weitere Infos Erstbeschreibung und Reklassifizierung Takeshita, K. et al. (2018), Int. J. Syst. Evol. Microbiol., 68(7), pp. 2370–2374. Dobritsa, A.P. and Samadpour, M. (2019), Int. J. Syst. Evol. Microbiol., 69(7), pp. 2057–2063. Auswirkungen von C. insecticola auf R. pedestris Jung, M. and Lee, D.-H. (2023), J. Asia-Pac. Entomol., 26(2), p. 102085. Kho, J.-W., Jung, M. and Lee, D.-H. (2024), J. Insect Sci., 24(5), p. 5. Entwicklung der Darmkrypten Kikuchi, Y. et al. (2020), The ISME J., 14(7), pp. 1627–1638. Flagellare Umwicklung zur Fortbewegung Yoshioka, A. et al. (2026), Nat. Commun., 17(1), p. 713.

  5. 26. Mai

    Escherichia coli

    Es ist wohl einer der bekanntesten und wichtigsten Mikroorganismen der Wissenschaftsgeschichte: Escherichia coli. Millionen dieser Bakterien leben in unserem Darm und spielen dort eine wichtige Rolle für das mikrobielle Gleichgewicht. Gleichzeitig ist E. coli ein absolutes Arbeitspferd der modernen Molekularbiologie und prägt bis heute Forschung, Gentechnik und Biotechnologie. In dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! sprechen wir über die Entdeckung des Bakteriums, seinen Weg zum Modellorganismus und seine vielfältige Anwendung. Kapitel 00:00 – Intro 01:19 – Erstbeschreibung von Escherichia coli 03:32 – E. coli und Homo sapiens – eine lebenslange Beziehung 04:41 – E. coli als Krankheitserreger 08:11 – Der Weg E. colis zum Star der Molekularbiologie 15:18 – Zusammenfassung und Fazit Was ihr in dieser Folge lernen konntet… E. coli ist eines der bedeutendsten Bakterien in der Forschungslandschaft. Seine Verfügbarkeit, leichte Kultivierbarkeit und Fähigkeit Fremd-DNA aufzunehmen und zu nutzen, machten das Bakterium in den vergangenen 100 Jahren zu einem wahren Arbeitspferd der Molekularbiologie und Biotechnologie. Insgesamt gibt es mehrere hundert verschiedene Stämme, die in der Spezies E. coli zusammengefasst sind. Als Darmbakterium ist E. coli ein bedeutender Bestandteil der Darmflora, hilft vermutlich bei der Erstkolonisierung von Neugeborenen und beeinflusst unseren Alltag. Gelangt es auf Nahrungsmittel oder Gewässer, kann das Bakterium schwere Erkrankungen auslösen. Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier. Links & weitere Infos Erstbeschreibung und Benennung Escherich, T. (1886). Enke. Castellani, A., & Chalmers, A. J. (1920). W. Wood. Migula, W. (1895). W. Engelmann. Bielaszewska, M. et al. (2011), The Lancet Infectious Diseases, 11(9), pp. 671–676. Mikrobiologischer Überblick und historischer Rückblick Eitinger, T. (2014) Allgemeine Mikrobiologie. 9. Edited by G. Fuchs and H.G. Schlegel. Georg Thieme Verlag. Blount, Z.D. (2015), eLife, 4, p. e05826. Ruiz, N. and Silhavy, T.J. (2022), Journal of Bacteriology, 204(9), pp. e00230-22. Genomsequenzierung Blattner, F.R. et al. (1997), Science, 277(5331), pp. 1453–1462. Rolle als Darmbakterium Eckburg, P.B. et al. (2005), Science, 308(5728), pp. 1635–1638. Foster-Nyarko, E. and Pallen, M.J. (2022), FEMS Microbiology Reviews, 46(3).  E. coli auf Münzgeld Angelakis, E. et al. (2014), Future Microbiology, 9(2), pp. 249–261.   Hat dir diese Folge gefallen? Abonniere MicrobeThingsMacro! Merch gibt es in meinem Spreadshop! Hinterlasse gerne eine Bewertung – das hilft, mehr Menschen für die Welt der Mikroben zu begeistern.

  6. 12. Mai

    Methanocaldococcus jannaschii

    Welches ist das schnellste Lebewesen der Welt? Der Gepard, der mit bis zu 120 km/h sprinten kann? Der Wanderfalke, der im Sturzflug bis zu 350 km/h erreicht? Oder liegt die Antwort vielleicht doch in der Welt der Mikroben? In der heutigen Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! lernen wir Methanocaldococcus jannaschii kennen, eine Archaee, die alle Geschwindigkeitsrekorde knackt. Mit bis zu 500 Körperlängen pro Sekunde schießt sie durch die Welt der hydrothermalen Quellen am Meeresgrund. Wie das geht und warum die Archaee das braucht? Hört rein und findet es heraus! Kapitel 00:00 – Intro 00:36 – Das schnellste Lebewesen der Welt – eine Mikrobe? 04:33 – Hydrothermale Quellen als Lebensraum 06:34 – Wie und warum Methanocaldococcus jannaschii so schnell ist 09:16 – Hydrothermale Quellen als Ursprung des Lebens 11:17 – Fazit & Verabschiedung Was ihr in dieser Folge lernen konntet… Das schnellste Lebewesen der Welt ist die Archaee M. jannaschii. Mit 500 Körperlängen pro Sekunde erreicht es Rekordgeschwindigkeiten, zumindest wenn man die Geschwindigkeit auf die Größe des Lebewesens skaliert. Methanocaldococcus lebt in hydrothermalen Quellen. Seine Geißeln können die Archaee in den Mineraltürmen verankern, aber auch helfen, sollte die Mikrobe ins umgebende Meer gespült werden. Dann kann sie schnell wieder zu einem Ort mit heißerem Wasser zurückschwimmen. Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier. Links & weitere Infos Pressemeldung der Uni Regensburg ‘Die schnellsten Lebewesen der Welt’ Erste Beschreibung und Genom von M. jannaschii Jones, W.J. et al. (1983), Archives of Microbiology, 136(4), pp. 254–261. Thennarasu, S. et al. (2013), Genome Announc, 1(4), pp. e00481-13. Schwimmverhalten von M. jannaschii Herzog, B. and Wirth, R. (2012), Appl. Environ. Microbiol., 78(6), pp. 1670–1674. M. jannaschii am Ursprung des Lebens Helmbrecht, V. et al. (2025), Nat Ecol Evol, 9(5), pp. 769–778.   Hat dir diese Folge gefallen? Abonniere MicrobeThingsMacro, um keine Episode zu verpassen. Merch gibt es in meinem Spreadshop! Hinterlasse gerne eine Bewertung – das hilft, mehr Menschen für die Welt der Mikroben zu begeistern.

  7. 27. Apr.

    Magnetospirillum gryphiswaldense

    Bakterien, die sich am Erdmagnetfeld orientieren? Ja, die gibt es wirklich. In der heutigen Folge von MicrobeThingsMacro beschäftigen wir uns mit Magnetospirillum gryphiswaldense. Hört gerne rein und lernt, wie das Bakterium entdeckt wurde, warum es magnetisch ist und was das alles mit Leben auf dem Mars und der Medizintechnologie der Zukunft zu tun hat. Dieser Beitrag nimmt am Wettbewerb Fast Forward Science 2026 teil. #AudioAward #BestesDebutAudio Kapitel 00:00 – Intro 01:27 – Erste Beschreibungen von Magnetospirillum 03:56 – Die Entdeckung von M. gryphiswaldense 05:00 – Magnetosomen – Wie der Magnetsinn in Bakterien funktioniert 08:07 – Magnetosomen als Zeichen von Leben im All? 09:26 – Magnetospirillum in der aktuellen Forschung 11:02 – Fazit & Verabschiedung Was ihr in dieser Folge lernen konntet… M. gryphiswaldense ist ein Bakterium, dass sich entlang des Erdmagnetfelds ausrichtet. Die korkenzieherförmige Mikrobe nutzt dafür eisenhaltige Magnetitkristalle, die in sogenannten Magnetosomen zu Stabmagneten werden. Entlang der Feldlinien kann sich Magnetospirillum in Gewässern in weniger sauerstoffhaltige Schichten bewegen. Hier findet es ideale Wachstumsbedingungen. Magnetosomen finden vielseitige Anwendung in der medizinischen Forschung - ob als Kontrastmittel, zur Steuerung von Mikrorobotern, oder in der Tumortherapie. Sogar im Gestein eines Marsmeteoriten wurden schon Magnetosomen-ähnliche Strukturen gefunden. Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier. Links & weitere Infos Mikrobe des Jahres 2019 / VAAM - Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie e.V. Video von Magnetospirillen unter dem Mikroskop Entdeckung und Erstbeschreibung von Magnetospirillum Bellini, S. (2009), Chinese J. Oceanol. Limnol., 27(1), pp. 3–5. Blakemore, R. (1975), Science, 190(4212), pp. 377–379. Maratea, D. and Blakemore, R.P. (1981), Int. J. Syst. Evol. Microbiol., 31(4), pp. 452–455. Schleifer, K.H. et al. (1991), Syst. Appl. Microbiol., 14(4), pp. 379–385. Bildung und Funktionsweise der Magnetosomen Schüler, D. (1999), J. Mol. Microb. Biotech., 1(1), pp. 79–86. Blakemore, R.P. and Frankel, R.B. (1981), Sci. Am., 245(6), pp. 58–65. Magnetosomen in Marsgestein Friedmann, E.I. et al. (2001), Proc. Natl. Acad. Sci. U. S. A., 98(5), pp. 2176–2181. Magnetospirillum in der Bioremediation Krawczyk-Bärsch, E. et al. (2022), J. Hazard. Mater., 437, p. 129376. Hat dir diese Folge gefallen? Abonniere MicrobeThingsMacro, um keine Episode zu verpassen und hinterlasse gerne eine Bewertung. Merch gibt es in meinem Spreadshop!

  8. 14. Apr.

    Halomonas titanicae

    Am 14. April 1912 um 23.40 Uhr kollidiert die RMS Titanic mit einem Eisberg. Wenige Stunden später wird das als unsinkbar geltende Schiff untergehen. Fast 75 Jahre liegt das Wrack am Grunde des Meeres und verwittert. In Folge seiner Entdeckung wird deutlich: eisenfressende Mikroben setzten dem Wrack stark zu. Halomonas titanicae könnte dafür verantwortlich sein, dass von der sagenumwobenen RMS Titanic bald nichts mehr übrig ist. In dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! tauchen wir in die Geschichte der Titanic ein und erkunden, wie H. titanicae auch die robustesten Stahlstrukturen dem Meeresgrund gleichmacht. Kapitel 00:00 – Intro 01:38 – Die RMS Titanic 04:40 – Die Entdeckung des Wracks 06:25 – Der Wrackfresser H. titanicae 07:51 – Wie H. titanicae das Wrack der Titanic verschwinden lässt 09:37 – Was wir von H. titanicae lernen können 11:02 – Fazit & Verabschiedung Was ihr in dieser Folge lernen konntet… Am 14. April 1912 stieß die RMS Titanic im Nordatlantik mit einem Eisberg zusammen, was zu ihrem Untergang in den frühen Morgenstunden des 15. April 1912 führte. Fast 75 Jahre lang lag das Wrack dann unentdeckt am Meeresgrund. An den Rostbärten der Titanic wurde das Bakterium Halomonas titanicae gefunden. Es nutzt das Eisen aus dem Stahl der Titanic zur Energiegewinnung und sorgt somit dafür, dass der Stahlkoloss Stück für Stück verschwindet. Durch seine Fähigkeit, solide Stahlstrukturen abzubauen, könnte Halomonas titanicae auch genutzt werden, um den Rückbau mariner Altlasten zu beschleunigen. Erkenntnisse über den Prozess der Biokorrosion helfen, Materialien der Zukunft widerstandsfähiger zu machen. Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier. Links & weitere Infos Allgemeines zur Titanic  Datenblatt Titanic, Deutscher Titanic-Verein von 1997 e.V. (Aufgerufen: 13 April 2026). ‘History of RMS Titanic - Woods Hole Oceanographic Institution’ (Aufgerufen: 13 April 2026). Ballard, R.D. and Archbold, R. (1988) The discovery of the Titanic.  Entdeckung von H. titanicae Sánchez-Porro, C. et al. (2010), Int. J. Syst. Evol. Microbiol., 60(12), pp. 2768–2774. Salazar, M. and Little, B. (2017), J. Marit. Archaeol., 12(1), pp. 25–32. Biokorrosion der Titanic Johnston, R.C.& L. (2003) ‘Biodeterioration of the RMS Titanic’, Encyclopedia Titanica (Aufgerufen: 13 April 2026). Lu, S. et al. (2025), J. Mater. Sci. Technol., 224, pp. 257–266. Hat dir diese Folge gefallen? Abonniere MicrobeThingsMacro, um keine Episode zu verpassen. Merch gibt es in meinem Spreadshop! Hinterlasse gerne eine Bewertung – das hilft, mehr Menschen für die Welt der Mikroben zu begeistern.

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MicrobeThingsMacro - Mikroben ganz groß! ist ein Podcast, in dem wir in die Welt der Mikroben eintauchen und uns von ihr begeistern lassen wollen. Folge für Folge nehmen wir uns einen Mikroorganismus vor, der durch einen besonderen Namen, eine lustige Geschichte oder eine spannende Fähigkeit hervorsticht und schauen uns an, was ihn so faszinierend macht! Kommt mit auf eine Reise in eine Welt, die für das bloße Auge unsichtbar und doch omnipräsent ist.

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