7 Tage 1 Song

Christoph Borries

Schenk einem Song mehrere Verabredungen mit Dir in einer Woche. Es gibt so viele Songs die Kraft schenken, die Hoffnung wachsen lassen oder die etwas Kaputtes reparieren. Dafür muss ich den Songs Zeit und Aufmerksamkeit schenken. Hier gibt es jede Woche einen Song und drei Gedanken dazu. ___ 7 Tage 1 Song auf Facebook: facebook.com/7tage1song 7 Tage 1 Song auf Instagram https://www.instagram.com/7tage1song/ https://7tage1song.de Playlist mit allen Songs auf Spotify:https://open.spotify.com/user/christophborries/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=iV2BpbM-Riqkxh3BZjuKTw

  1. #329 Kettcar – Glaube ohne Gott

    vor 1 Tag

    #329 Kettcar – Glaube ohne Gott

    Vielleicht habt ihr es schon gemerkt, es gibt keinen Song „Glaube ohne Gott“ von Kettcar, aber es gibt zwei Songs in denen das vorkommt – „Mit der Stimme eines Irren“ und „Zurück“ außerdem interessant die Bücher von Dorothee Sölle und Hartmut von Sass, die sich mit atheistisch glauben beschäftigen und auch das Buch von Martin Buber Ich und Du. Das Buch von Hartmut Sass – mit dem Titel „Atheistisch glauben“ und die beiden Kettcar Songs „Mit der Stimme eines Irren“ und Zurück“– beschreiben was mir theologisch wichtig ist – aber wie bekomme ich das zu fassen – als Pfarrer habe ich manchmal das Gefühl mit der Stimme eines Irren in einer noch bekloppteren Welt zu leben und gegen diesen Irrsinn anzureden, anzuhoffen und anzureden – in all der Verzweiflung ist es dann gut sichere Orte zu haben an die ich mich zurückziehen kann – zurück um mich selbst zu finden –  „Ein Glauben ohne Gott“ – so singen Kettcar, und zunächst klingt das wie eine Absage an Religion. Aber je länger du hinhörst, desto deutlicher tritt eine andere Gestalt hervor: Glaube nicht als Bekenntnis zu einem entfernten Himmelswesen, sondern als Weise, das Leben zu führen; nicht als Flucht, sondern als Blick, der in diese Welt anderes reinschaut. Genau hier treffen sich Kettcar mit einer Theologie, die von Dorothee Sölle bis Hartmut von Sass reicht – oder den Evangelien, wo der Glaube eben Zwischen den Menschen passiert, im Dialog in der Zuwendung. Martin Buber hätte es so gesagt: Alles Wesentliche spielt sich im „Zwischen“ ab, nämlich zwischen Ich‑Du. Ich finde, Kettcars „Glaube ohne Gott“ ist im besten Sinn christlich: Ich denke Jesus würde da mitsingen. Hört euch beide Lieder mal an und überlegt von das eigentlich gesungen wird. Es geht um Kontakt zu den Mitmenschen, im Du wird Bereicherung entdeckt, in derselben Wirklichkeit tauchen auf einmal Möglichkeiten auf. Um es mit Martin Buber zu sagen es ist ein Glaube im Zwischen: Kein Besitz, sondern Begegnung; kein System, sondern Stimme; keine Flucht, sondern Nähe.  Darauf kommt es an. Wir müssen keinen Gott vorschieben, um das zu tun, was Gottes Sache ist. Wir sollten anderen den Himmel nicht erklären, sondern ihn runter auf die Erde leben. Glaube ist etwas, dass ich nur – mit blinden Händen, mit zitternder Stimme –zeigen kann – und eben nicht mit ausgestrecktem Zeigefinger.  Auf was es ankommt, das was uns unbedingt angeht ist da wo jemand sagt „Ich bin mehr, wenn ich hier bei dir bin“  Anke liest die Textstellen der Kettcar Songs. Ich freue mich sehr, dass Hartmut von Sass am Ende der Folge auch etwas zu Kettcar und Glaube ohne Gott sagt. Mehr dazu: https://www.swr.de/swr1/leute/theologe-hartmut-von-sass-ueber-glaube-und-kirche-100.html Foto: ©Borries Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://open.spotify.com/intl-de/track/6jAxNXtrtI7ydWb5ypmC1J?si=3ae3933aeee14313 Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

    15 Min.
  2. #328 Rage Against The Machine – Killing in The Name

    22. Juni

    #328 Rage Against The Machine – Killing in The Name

    In dieser Folge ist Marie Knaepper mit dabei, sie ist im Vorstand der Kölner Künstlerinnen und Künstler Initiative A***h huh. Marie spricht in dieser Folge von einem Song, der ihr Kraft gibt Haltung zu zeigen und für Mitmenschlichkeit aufzustehen. Im Refrain dieses Songs kommt sehr oft „I won´t do, what you tell me“ vor. Marie ist und war viel auf Demonstrationen und sie glaubt, dass dieser Song ein wahnsinnig guter Protestsong ist, weil er eine klare Grenze zieht, der Song sagt genau hier ist keine Grauzone mehr, sondern macht deutlich was nicht mehr akzeptabel ist. Dabei versprüht der Song eine greifbare Wut, die aber nicht ohnmächtig ist, sondern diese Wut hat etwas Verwandelndes – sie fordert mich auf etwas zu tun – sie aktiviert mich.  Dafür ist es wichtig eine Haltung zu haben - sich hinzustellen und keinen Platz zu machen, wenn sich da etwas in Richtung Ungerechtigkeit bewegt. In der nächsten Zeit wird es wichtig sein, gerade für die in der Gesellschaft einzustehen, die nicht im Blick sind, die nicht gesehen und gehört werden – laute Musik, klare Slogans können da helfen. Marie sagt dazu: „das wird kein einfacher Weg, da gibt es viel zu tun aber ich glaube für ein Leben in Frieden und Freiheit sollten wir ganz laut sein und ganz klare Kante zeigen und uns weiterhin in der Gesellschaft einbringen, denn wir sind ein Teil davon. Nicht aufgeben, nicht resignieren, sondern weiter mit Haltung nach vorne gehen. https://www.arschhuh.de Hört auch mal den A***h huh Podcast: „Zäng Ussenander“ Foto © Scott Penner Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://open.spotify.com/intl-de/track/59WN2psjkt1tyaxjspN8fp?si=672157b2a9be489b Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

    12 Min.
  3. #327 Harry Styles – Carla´s Song

    15. Juni

    #327 Harry Styles – Carla´s Song

    In Carlas Song spielt der Song „Bridge Over Troubled Water“ eine Rolle. In seiner 2026 Liveshow stellt Harry Styles unserem Song seinen Song „Satellite“ dazu. Beide werden vermischt und fliegen in der gleichen Umlaufbahn.  „Carla’s Song“ ist hier der intime Anfang: Ich zeige dir die Karte, auf der ich mich nicht verlaufe. Diese Lieder helfen und heilen -„It’s all waiting there for you.“ Die Nachricht trifft ein. Dann kippt die Perspektive zu „Satellite“. Auch da: waiting for ya“. Aufeinander warten – zusammenbleiben – aushalten – treu sein. Wir sind verbunden, auch wenn wir Distanz halten müssen. Wir bleiben in Reichweite, auch wenn wir nicht greifen können. Das gibt uns Halt und Sicherheit.  Warum funktioniert das mit diesen Songs? Nicht nur wegen Tonarten, sondern wegen Erzählung. Erst „Ich trage dich über Wasser“, dann „Ich bleibe in deiner Umlaufbahn, bis du landen kannst.“ Aneinander bleiben, und zusammen sein – selbst wenn weite Kreise gezogen werden müssen. Und genau das ist die Situation von „Carla’s Song“. Da sitzen zwei Menschen. Einer spielt vor, was Musik ihm gegeben hat, eben Paul Simons Melodie - „Bridge Over Troubled Water“. Und plötzlich ist es nicht nur Musik, es ist eine persönliche Beichte ohne peinliches Geständnis: Hör zu, das hat mich getragen, als meine Knie weich wurden. Das war meine Brücke. Und ich baue sie dir rüber, wenn du willst. Du musst nicht springen. Geh einfach Schritt für Schritt. It's all waiting there for you – Musik als sowas wie himmlische Rettung „It’s all waiting there for you.“ Als wollte die Musik sagen: Die Nachricht ist angekommen. Du bist nicht allein. Du musst nicht Heldin oder Held spielen. Nenn es „Ignorance or innocence“ – egal, wenn du das noch nicht kennt. Jetzt kennst du es. Jetzt kannst du es auch hören und dich darauf einlassen. Foto ©Borries privat Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://open.spotify.com/intl-de/track/3QuRLv8zkIYH31O5VgEpmo?si=329d27e8c3984a7c Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

    10 Min.
  4. #326 - Sarah Lesch - Heute

    8. Juni

    #326 - Sarah Lesch - Heute

    Tut mir leid, ich hab keine Hoffnung für dich, das ist ein ganz schön harter Anfang für einen Song – Sarah nimmt uns mit auf eine Reise und zeigt uns wie aus diesem Anfang eine Hoffnung entstehen kann. Wir begegnen dabei unserer Sehnsucht, wir merken, dass wir uns gegenseitig brauchen und wir stellen fest das der Krieg der größte Betrug an der Menschlichkeit ist. Damit aus der Hoffnungslosigkeit vom Anfang Hoffnung wird, dürfen wir nicht stundelang über Lösungen debattieren, sondern „endlich die Werte und Würden und Worte in liebende Taten verwandeln“   Ich bin jemand die oder der jemand braucht. Ich schaffe es nicht allein – manchmal kann ich nur sagen „tut mir leid ich bin leer, ich habe keine Hoffnung für dich“ – wenn ich nicht mehr kann, dann brauche ich jemand. Und alles, was wir von uns glauben zu seinmuss zerfallen und niederregnenDenn dann können wir uns dort und hiernochmal ganz von vorne begegnen Ich merke, dass ich jemanden brauche, aber zur Hilfe kann das nur werden, wenn ich so weich werde, dass die andere Person auch in mich reinkommt – wo ich zu hart bin und auf meinem Recht bestehe – wo ich glaube erstmal selbst jemand zu sein, dann erkenne ich die anderen nicht, die mir helfen können. Sie erreichen nicht mein Herz, denn das ist aus Stein – es ist eine Festung meiner Positionen. Musik kann der Anfang sein, sie kann uns zeigen Veränderungen sind möglich, sie kann uns helfen ein weiches, zärtliches Herz zu bekommen - auch dieser Song, kann uns verwandeln – hört ihn mal in dieser Woche ganz oft, das ist was ganz anderes, als ihn nur einmal zu hören. Es ist eine große Freude, dass Sarah Lesch in dieser Folge dabei ist. https://www.sarahlesch.de Foto © Sandra Ludewig Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://open.spotify.com/intl-de/track/5n42KWM6oMAPtUD780vBSf?si=82a9707741794de1 Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

    13 Min.
  5. #325 -Public Enemy – Fight The Power

    1. Juni

    #325 -Public Enemy – Fight The Power

    Diese Folge erscheint, weil am 3.Juni Muhammad Ali seinen 10. Todestag hat – er wird The Greatest genannt und das nicht nur weil er so ein großer Boxer war, sondern auch ein großer Mensch – sein Kampf für Gleichberechtigung und der gleichen Würde für alle Menschen sollte bis heute Inspiration für uns alle sein   In "Fight The Power" von Public Enemy wird dieser Widerstand gegen Unterdrückung und Ungerechtigkeit thematisiert. Der Song fordert die Menschen auf, sich gegen die Mächtigen zu erheben, die ihre Stimme und ihre Rechte unterdrücken. In einer Zeit, in der wir erneut mit autoritären Tendenzen konfrontiert sind, ist es wichtig, Alis Vermächtnis zu ehren und für Gerechtigkeit einzutreten. Die Parallelen zwischen Alis Kampf und den heutigen Kämpfen für soziale Gerechtigkeit sind unübersehbar. Der Mut, den Ali zeigte, ist eine Inspiration für die heutige Generation, die sich gegen Ungerechtigkeiten und Diskriminierung zur Wehr setzen will. In Gedanke 1 beantworten Sarzeh und Elgün vom BBZ-GV einige Fragen von mir, damit ihr merkt, wie unser Song und Muhammad Ali zusammenhängen. "Fight The Power" ermutigt uns, gegen Vorurteile und Stereotypen anzukämpfen. Der Song fordert die Zuhörer auf, die Machtstrukturen zu hinterfragen, die oft von Vorurteilen und Ignoranz geprägt sind. Indem wir Alis Menschlichkeit und seine Botschaft des Friedens in den Vordergrund stellen, können wir dazu beitragen, ein differenzierteres Verständnis des Islams zu fördern und Vorurteile abzubauen. Die Werte, für die Ali einstand – Respekt, Gerechtigkeit und Frieden – sind universell und können uns alle inspirieren. Es ist wichtig, dass wir diese Werte in unserem täglichen Leben umsetzen und uns für eine gerechtere Gesellschaft einsetzen. Indem wir Alis Beispiel folgen, können wir aktiv gegen Ungerechtigkeiten kämpfen und ein positives Bild des Islams fördern, das die Menschlichkeit und den Frieden in den Vordergrund stellt. Foto © Universal Music Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://open.spotify.com/intl-de/track/1yo16b3u0lptm6Cs7lx4AD?si=ac1e031c8dd24454 Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

    10 Min.
  6. #324 Metallica – Nothing Else Matters

    25. Mai

    #324 Metallica – Nothing Else Matters

    Im vierten Jahr ihrer M72-Tour ist Metallica aktuell auf Europa-Tournee. Am Mittwoch 27. Mai machen sie auch Halt für ein Open-Air-Konzert im Stadion Letzigrund in Zürich in der Schweiz. Wir hören deshalb diese Woche im Podcast Samuel Hug aus der Schweiz. Er ist Pfarrer der Metalchurch, einer evangelisch-reformierten Kirchgemeinde für Metalfans. Wir haben deswegen Metallicas erfolgreichsten Song für diese Folge ausgewählt. Er beschreibt eine Beziehung zu einem Gegenüber, die so sicher ist, dass sie keine Geheimnisse mehr kennt. Diese Offenheit bringt im Anderen das ganz Eigene zum Vorschein. Sicher ist neben der Musik auch dieser Inhalt ein Teil des Erfolges dieses Songs. Vertrauen suche ich  und finde es in dir - Nichts anderes zählt  Mir ist es egal, was sie sagen / Mir ist es egal, welche Spielchen sie spielen / Mir ist es egal, was sie tun / Mir ist es egal, was sie wissen / Denn ich weiss, ja, ich weiss Samuel erzählt davon, wie wichtig es ist, sich von Gott gesehen und gekannt zu fühlen. Der Song kann mir helfen zu verstehen, wie gut es ist sich verstanden und geliebt zu fühlen auch dort, wo ich mir selbst ein Rätsel bin. Wo ich das empfinde, da kann ich mich sogar anderen Menschen gegenüber öffnen, bevor ich weiss, dass sie es gut meinen. Ich kann mich dann schon öffnen, bevor ich eine Sicherheit habe, dass ich nicht enttäuscht und verletzt werde. Weil da jemand ist, der mich trägt. Jemand, der mit mir auch den Schmerz des Verletzt-Werdens trägt. Weil da jemand ist, der mich erlöst und heilt. Und so wird am Ende die Vision von echten, tiefen, verlässlichen zwischenmenschlichen Beziehungen aus NOTHING ELSE MATTERS doch Realität!  Nichts anderes zählt https://metalchurch.ch Foto © Universal Music Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://open.spotify.com/intl-de/track/6QAsrXPnMSXIbV0yEJHlEX?si=acd0dfc3194047d2 Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

    10 Min.
  7. #323 Apache 207 – Roller

    18. Mai

    #323 Apache 207 – Roller

    Wenn ihr denkt heute geht es wie sonst immer hauptsächlich um den Song, dann liegt ihr diese Woche falsch. Es geht vor allem um das Buch „Die Assistentin“ von Caroline Wahl – und auch da geht es hier jetzt nicht um die Haupthandlung, die Assistentin wird von einem Verleger mies behandelt, er zeigt übergriffiges Verhalten und er beutet die Assistentin aus. Also um die Sachen, die auf den ersten Blick zu sehen sind, geht es nicht. Ich möchte euch mal ganz persönlich erzählen, was das Buch mit mir gemacht hat, und vielleicht kann ja jemand damit was anfangen – das geht ohne Buch aber sicher besser, wenn du durch die Folge Interesse bekommen hast das Buch selbst zu lesen. Also los: natürlich ist Ausbeutung ein Thema des Buches – was mich gepackt hat ist – mal bei mir selbst zu fragen, was sind eigentlich die Strukturen, dass ich in bestimmten Situationen weiterlebe, oder weiterarbeite, obwohl ich selbst merke, es tut mir nicht gut. Markier den harten Bro, wenn man aber der Sache auf den Grund geht,  merkt man, das ist in der Tat nicht so. So ist das eben oft – wir trauen uns nicht Grenzen zu ziehen, wo es um eigene Begrenzungen geht, wo wir sagen müssen, ich schaffe das jetzt nicht, das klappt nicht, so kann ich das nicht – da markieren wir lieber den Harten – auf den Grund, in unser Herz lassen wir uns nicht schauen. Roller ist eine Selbstbehauptungshymne eines Underdogs, der den Angebern keine Chance gibt, ihn klein zu machen, nur weil er einen Roller fährt, der gerade mal 70km/h schafft Ich würde gerne mal mit Apache darüber reden – der ja inzwischen von Autos singt die 28 Liter brauchen – macht das wirklich glücklicher, kaufe ich mir so eine Karre wirklich für mich, oder eben nur um einen „Harten“ zu markieren – ich finde jedenfalls „Roller“ besser und der Song gibt mir auch mehr, lieber 10 ehrliche PS als in der Leistungsangeberei drauf gehen – in diesem Sinn. Foto © FourMusic Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://open.spotify.com/intl-de/track/6hw1Sy9wZ8UCxYGdpKrU6M?si=3831425584b741eb Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

    7 Min.
  8. #322 Pizzera & Jaus – eine ins Leben

    11. Mai

    #322 Pizzera & Jaus – eine ins Leben

    Niemand bekommt eine Generalprobe für das eigene Leben – wir stehen alle mitten auf der Bühne, ohne den Text perfekt zu kennen. Gerade darin liegt aber auch die Chance: Wir dürfen ausprobieren, Fehler machen und unseren eigenen Weg erst im Gehen entdecken. Im Podcast sagt Sophia, dass wir das manchmal vergessen, dass wir unser Leben eben nur einmal leben und jeder Moment ist eben zum ersten Mal – daher sollten wir misstrauisch bei allen Menschen sein, die meinen, alles im Griff zu haben. Es lebt sich entspannter, wenn ich offen bin für Fehler. Im Leben prasseln viele Erwartungen und Meinungen von außen auf uns ein, doch am Ende tragen wir selbst die Verantwortung für unsere Entscheidungen. Sich selbst ernst zu nehmen, bedeutet auch, Grenzen zu setzen und den Mut zu haben, sich nicht fremdbestimmen zu lassen. Echte Begegnungen mit anderen Menschen bringen uns weiter, auch wenn sie nicht immer harmonisch verlaufen. Gerade in Spannungen und Reibung steckt oft die größte Energie. Das ist ein Ort, wo wir uns besonders stark spüren können. Sophia erklärt euch, warum es gut ist immer wieder mal zu sagen: „einen Scheiß muss ich“ – so wie es im Song heißt. Es lohnt sich darüber nachzudenken, wer hilft mir eigentlich weiter, mit wem kann ich so reden, dass ich das Gefühl habe mit diesen Gesprächen finde ich raus, was mir guttut. Also: Wo foah ma hin?  Mia foahn eine ins Leben Foto © Ingo Pertramer Homepage: https://7tage1song.de Playlist Podcast und Song: https://open.spotify.com/playlist/20KHRuuW0YqS7ZyHUdlKO4?si=b6ea0b237af041ec Instagram: https://www.instagram.com/7tage1song/ Facebook: https://www.facebook.com/pg/7tage1song/ Kontakt: post@7tage1song.de Link zum Song: https://open.spotify.com/intl-de/track/3Z6IT963w7KQ0jIibiqKO8?si=6329839713324885 Spotify Playlist: https://open.spotify.com/playlist/0M5tOXTC0lM8RVycUBQnjy?si=idKC-CFaRp2ZD992gvWvsQ

    8 Min.
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