Joiii by Johanniii

Johanna Dürr

Der Podcast von Johanna Dürr

  1. vor 2 Tagen

    "Ich war abends einfach zu müde": genau dann wird der Kopf frei

    Sonja ist 50, führt ein Team im Einzelhandel und konnte sich lange nicht dazu aufraffen, etwas an ihrem Gewicht zu ändern. Heute trainiert sie dreimal die Woche zu Hause, und das Wichtigste daranpassiert bei ihr im Kopf.Im Juli 2024 haben wir angefangen. Bei uns getrackt waren es 88 Kilo, davor war sie schon mal fast über 90. Sie sagt selbst, dass sie skeptisch war, weil sie generell eher skeptisch ist. Gekommen ist sie über die Empfehlung einer Freundin, und sie wusste vorher nicht, was auf sie zukommt.Das erste, was sie geändert hat, waren die Getränke. Vorher hatte sie eigentlich immer etwas im Glas, Orangensaft, Traubensaft. Heute trinkt sie viel mehr Wasser. In den ersten drei bis vier Monaten, also bis etwa Dezember, ist das Gewicht dann deutlich runtergegangen.Beim Essen sagt sie einen Satz, den ich in fast jedem Erstgespräch höre. Sie hat keine Unmengen gegessen. Es waren die falschen Sachen zur falschen Zeit. Und bevor jetzt jemand denkt, dass es beiihr nur noch Reis und Brokkoli gibt: Eis isst sie weiterhin, und ihre Nudeln mit der Lieblingssoße auch.Der Teil, über den ich mich am meisten freue, ist der Sport. Sie geht in kein Fitnessstudio. Sie hat sich zu Hause Hanteln geholt, hat ihre festen Tage, einen freien Tag, und macht das dreimal die Woche. Bei einer Übung hat sie am Anfang gesagt, das schafft sie überhaupt nicht. Heute macht sie sie gern.Und dann kommt der Satz, um den es in dieser Folge eigentlich geht. Sie sagt, das Krafttraining macht ihren Kopf klarer und freier, gerade an den Tagen, an denen sie müde ist. Dass Sport im Kop etwas verändert, hätte sie vorher nie gedacht.Diese Folge ist für dich, wenn du gerade alles für alle am Laufen hältst, abends leer bist und dir ziemlich sicher bist, dass für Sport sowieso keine Kraft mehr übrig ist.Wir sprechen über:- warum sie skeptisch war und es trotzdem gemacht hat- was das Umstellen der Getränke bei ihr ausgelöst hat- warum "ich esse doch gar nicht so viel" stimmen kann und das Gewicht trotzdem bleibt- wie ihr Krafttraining zu Hause aussieht, ganz ohne Fitnessstudio- was Krafttraining mit dem Kopf macht, wenn der Arbeitstag lang war- woran sie gemerkt hat, dass sich etwas verändert, bevor die Waage etwas sagt- was jetzt kommt, wenn die Waage nicht mehr der Hauptparameter istDu hältst gerade auch alles für alle am Laufen und für dich bleibt nichts übrig?Beantworte ein paar kurze Fragen und ich melde mich persönlich bei dir:https://joiiibyjohanniii.de/pod

  2. 26. Aug.

    Ich sehe im Spiegel nur, was fehlt: heute steht da eine Triathletin

    Sie hat zehn Jahre lang hart trainiert, bis ans Muskelversagen, und trotzdem jeden Tag gegen sich selbst gekämpft. Was sich als Erstes verändert hat, war nicht ihr Körper.Sabine ist 43, hat zwei Kinder und einen Führungsjob. Von außen hat bei ihr immer alles funktioniert. Innen lief etwas anderes: ein Dauergespräch über das Essen. Was esse ich, was darfich dann noch, was rechne ich gegen was auf. Sie nennt es ein Rechenspiel und eine gedankliche Dauerschleife, und sie hat sie den ganzen Tag mitgetragen, neben Job und Familie.Was mich an diesem Gespräch am meisten berührt hat, ist ein Satz, den sie ganz nebenbei sagt:"Essen war nie mein Freund, mein Körper war auch nie meine Freundin. Ich habe beides immer bekämpft."In dieser Folge erzählt sie, wie dieser Kampf aufgehört hat. Nicht durch mehr Disziplin, davon hatte sie immer genug. Sie beschreibt den Moment, in dem der Ernährungsplan sich angefühlt hat wie eine Tonne, die aus ihrem Gehirn genommen wurde. Sie erzählt auch von dem einen Mal, an dem sie gekippt ist, und was sie dabei über sich herausgefunden hat.Und dann ist da noch der Traum, den sie viele Jahre lang immer wieder verworfen hat. Heute trainiert sie für ihren ersten Triathlon.Diese Folge ist für dich, wenn du von außen längst funktionierst und innen trotzdem jeden Tag verhandelst.Wir sprechen über:- warum zehn Jahre hartes Training das eigentliche Thema nicht gelöst haben- was passiert, wenn Essen aufhört, eine Rechenaufgabe zu sein- die Mängelliste im Spiegel, und was heute an ihrer Stelle steht- warum ein Plan sich wie Freiheit anfühlen kann und nicht wie Verzicht- was sie an dem einen Tag gelernt hat, an dem sie rückfällig wurde- wie aus einem verworfenen Traum ein Trainingsplan wurdeDu kennst dieses Dauergespräch im Kopf?Auf joiiibyjohanniii.de beantwortest du ein paar kurze Fragen und ich melde mich persönlich bei dir.Sabine auf Instagram: @beratung_vom_werther

  3. 21. Aug.

    Ich habe nur noch funktioniert: 14 Kilo weg, ohne dass es das Ziel war

    Er hat als Kleinkind gehört, dass er nie laufen wird. Heute ist er 42, läuft, und sagt genau den Satz, den ich von so vielen Frauen höre: "Ich habe nur noch funktioniert."Martin kam 1984 anderthalb Monate zu früh auf die Welt, in der DDR. Er ist zweimal blau angelaufen, die Ärzte haben gesagt, es sieht nicht gut aus. Seine Eltern haben das "wird nie laufen können" nicht hingenommen. Sie haben fünf oder sechs Ausreiseanträge gestellt und sind mit zwei Koffern gegangen, weil seine Mutter als Krankenschwester genau wusste, was in der DDR mit behindertenKindern passiert. Danach jahrelang drei Stunden Übungen am Tag. Mit sechseinhalb konnte er stehen.Was mich an diesem Gespräch am meisten getroffen hat, ist das, was danach kam. Martin hat Karriere gemacht. Unkündbar, gutes Gehalt, alles richtig gemacht. Und saß irgendwann in seiner Mittagspauseauf einem Parkplatz im Kofferraum seines Autos und dachte: Ich bin im offenen Vollzug.Mit 40 ist er auf das Laufband gestiegen, gegen den ausdrücklichen Rat seiner Ärzte. Er hat mit 0,8 km/h angefangen. Zehn Minuten, und das T-Shirt war durch. Am nächsten Tag taten Stellen am Fuß weh, von denen er nicht wusste, dass sie wehtun können. Heute läuft er 4,5. Vierzehn Kilo sind nebenbei verschwunden, ohne dass sie je das Ziel waren.Diese Folge ist für dich, wenn du gerade alles für alle am Laufen hältst und dir irgendwann aufgefallen ist, dass niemand mehr eine Stunde für dich macht.Wir sprechen über:- warum seine Eltern lieber alles zurückgelassen haben, als ihn im Heim zu lassen- was es mit einem Kind macht, immer wieder umgeschubst zu werden, bevor es laufen darf- warum er heute dankbar für seine Behinderung ist- wie sich Sicherheit anfühlt, wenn sie zum Käfig wird- den einen Kniff, mit dem er Sport seit Jahren durchzieht, und der nichts mit Motivation zu tun hat- warum es mit 45 nicht zu spät ist, und was du dir stattdessen erzählstDu hältst gerade auch alles am Laufen und merkst, dass für dich nichts mehr übrig bleibt?Auf joiiibyjohanniii.de beantwortest du ein paar kurze Fragen und ich melde mich persönlich bei dir.Martin auf Instagram: https://www.instagram.com/dein_immomentor

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