DER WILDE STOIKER – Stoizismus, Gelassenheit und Selbstkontrolle

Guido Bellberg

Der wilde Stoiker ist der Podcast für stoische Klarheit, Gelassenheit und Selbstkontrolle in einer chaotischen Welt. Hier erfährst du, wie du im Alltag, im Beruf, in Konflikten oder in persönlichen Beziehungen Haltung bewahrst, wenn andere hysterisch werden. Keine Selbsthilfe. Keine Therapie. Keine Weichspül-Philosophie. Stoische Philosophie wird hier praktisch, direkt und umsetzbar vermittelt: Selbstkontrolle statt Gesinnung, Würde statt Erregung, Gelassenheit statt Reaktion, innere Freiheit statt Anpassung. Der Podcast verbindet antike Weisheit mit modernen Herausforderungen, Hörerfragen und persönlichen Erfahrungen, um dich zu stärken und auf dem stoischen Weg zu begleiten. Neue Folgen erscheinen alle zwei Wochen. Exklusive Bonus-Folgen für Supporter auf Patreon.com/bellberg. Gelassenheit ist Widerstand. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  1. Warum Gesellschaften brennen

    14.11.2025

    Warum Gesellschaften brennen

    Angeregt von einer Hörerzuschrift gehe ich (noch einmal, aber anders) auf die Theorien des antiken Philosophen Polybios (Polybius) ein. Eine seiner Theorien beschäftigt sich mit dem Aufstieg und Fall von Zivilisationen und besagt, dass alle Zivilisationen einen Kreislauf von Regierungssystemen/politischen Systemen durchlaufen, und am Ende wieder an den Anfang zurückkehren. Der Zyklus selbst sieht so aus: Monarchie – Ein einzelner tugendhafter Herrscher führt gerecht. → Doch Macht korrumpiert; Nachfolger werden selbstherrlich. Tyrannei – Die Menschen stürzen den Tyrannen. → Sie schaffen ein System, in dem mehrere „Gute“ regieren. Aristokratie – Eine Elite regiert zum Wohl aller. → Doch mit der Zeit degeneriert sie zur Selbstbereicherung. Oligarchie – Die Reichen herrschen nur für sich selbst. → Das Volk empört sich, will Freiheit. Demokratie – Das Volk regiert (idealistisch, gerecht). → Doch Übermaß an Freiheit führt zu Verantwortungslosigkeit. Ochlokratie (Pöbelherrschaft) – Die Masse folgt Demagogen. → Chaos, Gewalt, Macht des Lautesten. Rückkehr zur Monarchie – Ein starker Mann „ordnet“ wieder alles – und der Zyklus beginnt von Neuem. Polybios nennt diesen Kreislauf anakyklosis (ἀνακύκλωσις = Umwälzung, Wiederkehr). Polybios’ Lösung: Die gemischte Verfassung Er sah in Rom den „Ausweg“ aus diesem ewigen Kreislauf: Rom kombinierte Monarchie (Konsuln), Aristokratie (Senat) und Demokratie (Volksversammlungen) in einem System, das sich gegenseitig ausbalanciert. Das war für Polybios der Grund, warum Rom stabil und erfolgreich war – ein System von Checks and Balances – und das bereits 200 v. Chr. Das erinnert stark an Montesquieu und später die US-Verfassung – Polybios ist in gewisser Weise ihr Urvater. Der Zyklus entsteht also, weil jede Herrschaftsform durch ihre eigenen inneren Fehler (die am Ende natürloch menschliche Fehler sind) zerfällt. Wir schauen auf die Theorie selbst, Polybios’ Menschenbild dahinter und überlegen, wie stoisches Denken dazu passt. Vor allem gehen wir auf den Begriff „natürlich“ und seine stoische Bedeutung ein, die sich von der umgangsprachlichen heutigen unterscheidet. Imm im Wechsel mit dem öffentlichen Stoizismus Podcast auf Spotify, Apple, Amazon und Co. erscheint der exklusive stoische Podcast nur für Supporter auf https://www.patreon.com/c/bellberg Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    35 Min.
  2. Warum sind nur alle so wütend?

    30.10.2025

    Warum sind nur alle so wütend?

    DER WILDE STOIKER #217 stellt die Frage: „Warum sind nur alle so wütend?“ Der Untertitel könnte lauten: „Wenn zwei Welten zerbrechen“. Viele Menschen glauben, die Gesellschaft werde jedes Jahr aggressiver, feindseliger gegenüber anderen Meinungen, diktatorischer. Sie könnten gut recht haben, aber woran liegt das genau? Wir sprechen über die stoische Sicht auf Wut, Hass und Aggression und über die – meiner Meinung nach – recht simple Erklärung hinter diesem Phänomen. Simpel, aber sehr gefährlich. Social Media, Talkshows, Freundeskreise – jeder scheint wütend zu sein. Frage: Wann genau ist Wut zum Grundrauschen geworden? Aus stoischer Sicht ist Wut ein (abzulehnender) Affekt und vor allem ein Zeichen der Ohnmacht – der wütende Mensch hat seine ratio und damit seine Urteilskraft (temporär) verloren. Aber warum? Die Antwort: Wir erleben gerade, wie zwei komplette Welten zusammenbrechen. Die Folge: kognitive Dissonanz in ungekanntem Ausmaß. Die beiden führenden Weltbilder in westlichen Gesellschaften – nennen wir sie „Welt A“ (Konservative, klassische Liberale) und „Welt B“ (linke und rechte Kollektivisten) – brechen gleichzeitig zusammen. Folge: Wut ersetzt Denken. Diese Situation ist brandgefährlich und sorgte in der Vergangenheit eigentlich immer für großes Leid. Wie muss eine stoische Antwort darauf aussehen? Danke für deinen Support auf Patreon.com/bellberg Imm im Wechsel mit dem öffentlichen Stoizismus Podcast auf Spotify, Apple, Amazon und Co. erscheint der exklusive stoische Podcast nur für Supporter auf https://www.patreon.com/c/bellberg Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    38 Min.
  3. Teile und herrsche – aber richtig

    17.10.2025

    Teile und herrsche – aber richtig

    Teile und herrsche – aber richtig Die stoische Antwort auf alle Bestrebungen, die Gesellschaft zu spalten „Teile und herrsche“ – das älteste Machtprinzip der Welt. Heute erleben wir seine Neuauflage in Ideologie, Medien und Moral. Epictetus (dt.: Epiktet) liefert uns ein äußerst wirksames, stoisches Gegenmittel: eine innere Teilung, die nicht trennt, sondern befreit. Seit Ende der 1960er, spätestens mit dem Siegeszug des Kulturmarxismus und der „Neuen Linken“, erleben wir eine systematische Fragmentierung der Gesellschaft: Mann gegen Frau, Kind gegen Eltern, Schwarz gegen Weiß, Alt gegen Jung, Arm gegen Reich, sogar: Mensch gegen Maschine. Das Prinzip, dass Kollektivisten von links wie rechts so gerne einsetzen, ist immer dasselbe: Wenn Menschen in kleine, gegeneinander misstrauische Gruppen zerfallen, lassen sie sich leichter verwalten und lenken. Diese moderne Spaltung hat ihren Ursprung in Marx’ veralteter Klassenidee — Bourgeoisie gegen Arbeiterklasse —, die im Westen einfach nicht mehr zog. Also hat man das Muster ausgeweitet: Neue Gegensätze, neue Feindbilder, neue Opfergruppen. Die Stoiker, explizit Epictetus, aber sagen: Der einzige Ort, an dem „Teilen und Herrschen“ wirklich Sinn ergibt, ist in uns selbst. Wie und warum verrate ich dir in dieser Episode, dazu zitiere ich aus meiner eigenen, bislang unveröffentlichten Übersetzung.  Komm doch einfach rüber zu https://www.patreon.com/c/bellberg, genieße hunderte exklusive Bonusinhalte und supporte mich ganz nebenbei. Lässig. Imm im Wechsel mit dem öffentlichen Stoizismus Podcast auf Spotify, Apple, Amazon und Co. erscheint der exklusive stoische Podcast nur für Supporter auf https://www.patreon.com/c/bellberg Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    30 Min.
4,3
von 5
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