BLECH - Podcast über Heavy Metal

Metal1.info

Viel wurde schon über Heavy Metal geredet - und dennoch nicht genug: Der Metal-Podcast BLECH stellt endlich die großen Fragen an Musik und Subkultur. Wir sind Martina und Justus und wir reden BLECH als Teil des Metal1.info-Universums.

  1. 6. Aug.

    Metal und Nostalgie – war früher alles besser?

    Wenn man sich die Jubiläums-Touren und die seit 30 Jahren gleichen Headliner auf den großen Festivals anguckt, kommt uns der Gedanke: Ist Metal eine Subkultur mit eingebauter Nostalgiemaschine?  Nach 60 Folgen BLECH fragen wir uns also, ob früher alles besser war. Oder sind wir einfach unfähig, Musik jemals wieder so abzufeiern wie in unserer Teenagerzeit oder unseren Zwanzigern? Wir klären, wo der Begriff der Nostalgie eigentlich herkommt (Achtung, Barock-Exkurs!), worin der Unterschied zu Sentimentalität besteht und warum Nostalgie nicht immer etwas Schlechtes sein muss. Nicht nur im Metal, auch überall sonst in der Popkultur begegnen uns Remakes, Reboots und Reunions – als Marketing-Tool für die eingebaute Zielgruppe. Und während anderswo die 50er Jahre, die Y2K-Ära oder die Ostalgie gefeiert werden, kennt Metal vor allem ein großes Goldenes Zeitalter: die 80er Jahre. Wir diskutieren, was die Dekade so besonders macht und ob es nicht auch Dinge gibt, die in der Szene heute besser laufen. Wie verhält es sich mit Nostalgie in anderen Musikrichtungen? Warum gibt es bei aller Rückwärtsgewandtheit so wenig Metalsongs, in denen die Vergangenheit lyrisch verklärt wird? Und sind die ersten drei Alben und die Vorkriegsdemos immer das Beste, was eine Band je gemacht hat? Ihr erfahrt außerdem, warum Martina beim Geschmack von Vanilla Coke an Manowar denken muss und warum Justus den Geruch von Regen auf warmem Asphalt hasst. Und dann geht es noch um Freibadpommes, Los Wochos, Coke and Burger bei Johnny Cash und Kai Hansen, der heimlich auf dem Judas-Priest-Konzert raucht.

    Metal und Nostalgie – war früher alles besser?
  2. 9. Juli

    Metal und Kinder – mit Christof Leim aka Riffi Raffi von Heavysaurus

    Metal für Kinder? In Dinokostümen? Vor ein paar Jahren hätte man das noch belächelt. Heute spielen Heavysaurus auf der großen Wacken-Bühne und werden auch vom erwachsenen Publikum abgefeiert. Zeit für einen Schnack mit Christof Leim, dem “besten Freund” von Gitarren-Drache Riffi Raffi. Wir sprechen über die besonderen logistischen und textlichen Herausforderungen, harte Gitarrenmusik für das ganz kleine Publikum zu machen, aber auch über Kinder im Metal und in der Metalszene allgemein. Was unterscheidet das in Finnland entstandene Dino-Projekt Heavysaurus von einer traditionellen Band? Wie entsteht das Songmaterial? Welche Botschaften wollen Heavysaurus den Kindern vermitteln? Ist das alles nur Kommerz, wenn man Kindern im Handyzeitalter die Liebe zur Livemusik vermittelt? Wie performt man im Dino-Kostüm bei Hitze und wie fühlt es sich an, mit so einem Projekt plötzlich vor Zehntausenden auf den größten Festivalbühnen zu performen? Abseits vom Heavysaurus-Kosmos diskutieren wir, was genau Kinder an Heavy Metal anspricht und ob sie die Musik überhaupt als rebellisch verstehen. Über welche Einflugschneisen versuchen Eltern ihren Nachwuchs zu „metallisieren”? Welche anderen Bands mit Kinderpublikum gibt es noch? Ist Metal mit seiner „Never grow up, never grow old“-Attitüde nicht in sich ziemlich kindisch – und ist das nicht sogar gut so? Außerdem verrät Christof, auf welche Paläontologiefehler Heavysaurus von ihrem Publikum (und von Justus!) hingewiesen wurden, warum neben den vier Dinos auch ein Drache in der Band ist und was sich Riffi Raffi von James Hetfield abgeguckt hat. Und schließlich geht es noch darum, welches Tier Punkrock wäre, was für Dinosaurier-Storys sich Martina mit sechs Jahren ausgedacht hat, und welche Rolf-Zuckowski-Songs uns fürs Leben geprägt haben.

  3. 7. Mai

    Gimmick-Bands im Metal – was soll das eigentlich?

    Gimmick-Bands wie Ghost, Powerwolf, Sleep Token, Wind Rose, Gloryhammer, Kanonenfieber & Co. stehen wie wohl kaum etwas anderes für die Social-Media-Verwertung unserer Subkultur. Zeit, sich dem Phänomen, das wir schon oft am Rande gestreift haben, mit einem Deep Dive zu widmen, inspiriert von der “Kostümfieber”-Kolumne unseres Metal1.info-Kollegen Moritz. Wir versuchen nicht zu lästern – versprochen! Was meinen wir eigentlich, wenn wir von einer Band mit Gimmick sprechen? Was ist der Unterschied zu Image, Konzept und Markenzeichen? Ist das alles nur Marketing und Content für Social Media? Oder liegen die Wurzeln des Trends viel tiefer? Auf der Suche nach den Ursprüngen des Gimmick-Wahn holt Martina ihr 90er-Jahre-Wrestling-Halbwissen heraus und buddelt sich ins Rabbit Hole der Novelty Songs, während Justus der KISS-Story frönt und das Goldene Zeitalter der Gimmicks im Eurodance verortet. Nutzt sich ein starres Konzept nicht irgendwann ab? In welchen Fällen hat die Musik auch ohne das Gimmick Bestand? Was ist mit plakativen Ästhetiken – ist Corpsepaint auch ein Gimmick? Wir sprechen nicht nur über die Bands auf den großen Bühnen, sondern diskutieren auch Acts wie Perchta, Castle Rat, Cult of Fire, Witch Club Satan oder Antrisch. Und dann geht es noch um die Scorpions-Pyramide, binomische Formeln, Landsknecht-Metal, die Pipeline von GWAR über Lordi zu Heavysaurus und die Frage, ob Iron Maiden, wenn sie sich heute gründen würden, nicht auch als gimmicky bezeichnet würden. Außerdem verraten wir, welche Gimmick-Bands wir persönlich eigentlich gar nicht so doof finden.

Bewertungen und Rezensionen

4,9
von 5
14 Bewertungen

Info

Viel wurde schon über Heavy Metal geredet - und dennoch nicht genug: Der Metal-Podcast BLECH stellt endlich die großen Fragen an Musik und Subkultur. Wir sind Martina und Justus und wir reden BLECH als Teil des Metal1.info-Universums.

Das gefällt dir vielleicht auch