Gemeinsam durch die Galaxis

Planetarium Bochum

 „Gemeinsam durch die Galaxis“ heißt der astronomische Plauder-Podcast mit Bochumer Planetariumsleiterin und Astronomin Prof. Dr. Susanne Hüttemeister und ihren galaktischen Mitreisen, darunter der stimmgewaltig-wortgewandte Kabarettist und Hobby-Astronom Jochen Malmsheimer in Staffel eins bis zweieinhalb, Astrophysiker Michael Büker bis in Staffel drei und Susannes langjähriger Freund und Astronomiekenner Paul Hombach ab Staffel vier. 

  1. vor 21 Std.

    Episode 92: Planet 9 - Jenseits von Neptun

    Am Rand unseres Sonnensystems wird es unübersichtlich – und genau dorthin führt es unsere beiden Himmelspaziergänger Planetariumsleiterin Prof. Dr. Susanne Hüttemeister und Astronomiejournalist Paul Hombach in der zweiten Folge der Jubiläumsstaffel. Jenseits der Neptunbahn erstreckt sich ein Reich aus Eis und Fels: der Kuipergürtel, bevölkert von Zwergplaneten wie Pluto, Eris, Haumea und Makemake und vielleicht, ganz weit draußen im Dunkel, von noch etwas sehr viel Größerem. Susanne und Paul schlendern durch die Indizien: Warum legen die Bahnen einiger extremer Transneptun-Objekte die Vermutung nahe, dass dort ein unentdeckter Planet mit mehrfacher Erdmasse seine einsamen Runden dreht? Und was spricht dagegen? Die Geschichte des Sonnensystems, die Wanderung der großen Planeten in der Frühzeit und die Entdeckungsgeschichte des Neptun selbst liefern dabei überraschende Parallelen. Ob das Vera-Rubin-Teleskop mit seiner gewaltigen Himmels-Durchmusterung bald Klarheit schafft? Die Antwort könnte nur noch Jahre entfernt sein. In Hinter der Schlagzeile rückt der Saturn ins Zentrum: An seinem Südpol formt sich ein mysteriöses Zehneck aus Wolkenwirbeln, ein Gegenstück zum lange bekannten Nordpol-Sechseck. Und wer gerade ein Teleskop zur Hand hat, sollte die Ringe nicht verpassen: Geisterhafte Speichen aus elektrisch aufgeladenen Staubteilchen schweben über den Eisringen – ein Phänomen, das nur in diesem kurzen Zeitfenster nach der Kantenstellung zu beobachten ist.

  2. 8. Okt.

    Episode 91: Lichtgeschwindigkeit

    Willkommen zur Jubiläumsstaffel! Zum Auftakt der 10. Staffel von Gemeinsam durch die Galaxis schlagen unsere beiden Himmelspaziergänger Prof. Dr. Susanne Hüttemeister und Astronomiejournalist Paul Hombach einen Weg ein, der so rasant ist wie kein anderer: Sie flanieren entlang der kosmischen Höchstgeschwindigkeit – 299.792.458 Meter pro Sekunde, festgezurrt als Naturkonstante und gleichzeitig der Maßstab, an dem das Universum selbst hängt. Wie kam die Menschheit überhaupt auf die Idee, Licht zu messen? Von Galileis Laternenversuch über Ole Rømers geniale Beobachtung der Jupitermonde bis zu James Bradleys Aberrationsmessung im 18. Jahrhundert – Susanne und Paul wandern durch die Geschichte einer der kühnsten Entdeckungen der Physik. Und dann die entscheidende Frage, die Science-Fiction-Fans aufhorchen lässt: Ist Lichtgeschwindigkeit wirklich unschlagbar? Die beiden streifen durch Zeitdilatation und Längenkontraktion, durch scheinbare Überlichtgeschwindigkeit in kosmischen Jets, durch die rasende Ausdehnung des frühen Universums und landen schließlich bei den hypothetischen Tachyonen, die noch niemand je gesehen hat. In Hinter der Schlagzeile ist der Mond selbst die Hauptfigur: Der Lunar Reconnaissance Orbiter hat einen frischen Einschlagkrater entdeckt: 200 Meter groß, ausgeworfen aus dem dunklen Mondbasalt, erzeugt von einem vielleicht 30 Meter großen Brocken, wie er statistisch auch alle etwa 100 bis 200 Jahre auf der Erde einschlagen kann. Ein kosmischer Weckruf, der auch die Frage aufwirft, wie gut unsere Suchprogramme für erdnahe Objekte wirklich sind. Kopfhörer auf und auf zu dieser neuen Staffel Gemeinsam durch die Galaxis!

  3. 16. Juli

    Episode 90: Sonnenfinsternis

    Am 12. August ist es soweit. Eine Sonnenfinsternis zieht über Europa. Total in Spanien, hochprozentig bei uns. Deshalb begeben sich Susanne und Paul zum Staffelfinale auf eine Wanderung, die direkt vor die Haustür führt: Wie entsteht eine Sonnenfinsternis, was erwartet uns an diesem Abend und wo kann ich dieses besondere Himmelspektakel am besten beobachten? Was hat die Neigung der Mondbahn damit zu tun und warum nennt sich die scheinbare Sonnenbahn am Himmel eigentlich Ekliptik? Susanne und Paul erklären die Geometrie dahinter so, dass man sie sich mit zwei Gymnastikreifen vorstellen kann, und räumen nebenbei auf mit dem Irrtum, eine totale Finsternis sei ein seltenes Ereignis: Global gesehen gibt es meistens eine davon pro Jahr. Dann wird es konkret. Die Zentrallinie der Augustfinsternis verläuft von der sibirischen Küste über Grönland, Island und den Atlantik und endet am Ballermann auf Mallorca. Wer in Deutschland bleibt, erlebt in Bochum 87 Prozent Bedeckung, Maximum um 20:11 Uhr, kurz vor Sonnenuntergang. Was bedeutet das für die Beobachtung? Warum ist der freie Horizont entscheidend? Wie funktioniert die Projektionsmethode mit dem Teleskop? Und wie verhält man sich, wenn bei tief stehender Sonne die Sonnenfinsternisbrille vielleicht zu viel dämpft, aber die Sonne noch zu viel zu hell für das bloße Auge ist? Susanne und Paul geben ehrliche, praktische Antworten und erzählen nebenbei von ihren eigenen Finsterniserfahrungen: 13 zu 9 steht es da zwischen unseren beiden Himmelsspaziergängern. Wer von beiden mehr „Sofis“ erlebt hat und wo sich Susanne und Paul am 12. August aufhalten werden, erfahrt ihr in dieser Podcastfolge. Also: Kopfhörer auf, Blick nach Westen und auf zu dieser letzten Folge der Staffel mit Susanne und Paul!

  4. 2. Juli

    Episode 89: Größte und kleinste Sterne

    Was ist eigentlich der größte Stern, den wir kennen? Und wie klein kann ein Stern überhaupt werden, bevor er aufhört, einer zu sein? In dieser Folge wandern Susanne und Paul durchs gesamte Größenspektrum der Sterne, von Monstern, in die unser halbes Sonnensystem passen würde, bis zu trüben, aber sehr häufigen, Funzelchen in der direkten galaktischen Nachbarschaft, deren Namen kaum jemand kennt. Den Einstieg macht Pauls Lieblingsgrafik aus Wikipedia: eine Bildfolge, in der immer das größte Objekt links das kleinste im nächsten Bild rechts ist – Planeten, dann Sterne, dann noch gewaltigere Sterne. Und immer, wenn man denkt, das muss doch die Grenze sein, kommt das nächste Bild. Am Ende dieser Strecke stehen rote Überriesen wie VX Sagittarii oder VY Canis Majoris, deren Radien um die 1400-mal so groß sind wie der unserer Sonne. Unsere beiden Himmelsspaziergänger erklären, warum diese Giganten ausgerechnet rot leuchten, obwohl rot im Alltag für Wärme steht und was Wasserhähne, Schmiedefeuer und Kerzenflammen mit Sternphysik zu tun haben. Außerdem: warum Beteigeuze vor einigen Jahren schwächer wurde, was der helle Stern im Orion dabei eigentlich getan hat und weshalb diese Ungetüme von Sternen nur wenige Millionen Jahre existieren, bevor sie in einer Supernova enden. In „Hinter der Schlagzeile" landet der Spaziergang bei einem besonders rätselhaften Objekt: einem Exoplaneten, der in Schlagzeilen als „pinker Planet" gehandelt wird. 5000 Lichtjahre entfernt, irgendwo auf der Grenze zwischen Planet und braunem Zwerg, mit einer Atmosphäre, in der möglicherweise salzhaltige Wolken für die ungewöhnliche Farbe sorgen. Eine vorletzte Folge der Staffel voller kosmischer Maßstabssprünge, überraschender Farbenlehre und der angenehmen Erkenntnis, dass unsere Sonne im galaktischen Vergleich eigentlich ganz ordentlich dasteht. Also: Kopfhörer auf, Blick auf die Sternkarte und mit Susanne und Paul weiter durch die Galaxis!

  5. 18. Juni

    Episode 88: Veränderliche Sterne

    Der Sternenhimmel gilt als Inbegriff des Unveränderlichen. Aber stimmt das wirklich? In dieser Folge schlendern Susanne und Paul durch ein Dickicht aus über 50 Typen von Sternen, die sich nicht an diese Regel halten – und von denen eine ganze Reihe mit bloßem Auge, Fernglas oder einfacher Kamera vom Garten aus zu beobachten sind. Den Einstieg macht ein alter Bekannter: Algol im Perseus, der „Teufelsstern", dessen arabischer Name möglicherweise verrät, dass Menschen schon in der Antike ahnten, dass mit diesem Stern etwas nicht stimmt. Unsere beiden Himmelsspaziergänger erklären, was wirklich hinter seinem regelmäßigen Helligkeitsabfall steckt – nämlich zwei Sterne, die sich gegenseitig bedecken – und weshalb ein dritter im Bunde das scheinbar präzise Uhrwerk gelegentlich aus dem Takt bringt. Dann führt der Weg zu Mira, der „Wunderbaren" im Sternbild Seeungeheuer: ein Stern, der alle 332 Tage fast verschwindet, weil er buchstäblich pulsiert wie ein Kochtopf, dessen Deckel immer wieder angehoben wird. Und schließlich zu den Cepheiden – jenen pulsierenden Sternen, deren Rhythmus direkt ihre Leuchtkraft verrät und die dank Henrietta Leavitt Anfang des 20. Jahrhunderts zum Schlüssel für die Vermessung des Universums wurden. In „Hinter der Schlagzeile" gibt es eine Entwarnung mit Nachgeschmack: Ein geplantes Industrieprojekt in der Atacama-Wüste, nur zehn Kilometer vom Paranal entfernt, hätte den Standort des Extremely Large Telescope und mehrerer anderer Observatorien durch Licht, Staub und Vibrationen dauerhaft gefährdet. Der Konzern hat sich zurückgezogen, warum, bleibt unklar. Aber der Himmel über der Atacama darf vorerst dunkel bleiben. Eine Folge voller kosmischer Unruhe, überraschender Muster und der Erkenntnis, dass mit dem, das wir für fest und ewig halten, oft ganz schön viel passiert. Also: Kopfhörer auf, Blick nach oben – und mit Susanne und Paul weiter durch die Galaxis!

  6. 4. Juni

    Episode 87: Jahreszeiten

    Der astronomische Sommeranfang rückt näher – am 21. Juni um 10:25 Uhr genau ist es soweit – und Susanne und Paul nehmen das zum Anlass für einen sommerlichen Spaziergang durch ein Phänomen, das alle kennen, aber wenige wirklich erklären können: Woher kommen eigentlich die Jahreszeiten? Die Antwort hat, Spoiler, nichts mit der elliptischen Erdbahn zu tun, ein weit verbreiteter Irrtum, den unsere beiden Himmelsspaziergänger gleich am Anfang freundlich, aber gründlich aus dem Weg räumen. Was die Jahreszeiten wirklich antreibt, ist die geneigte Erdachse: 23,5 Grad, die sich als Wendekreise und Polarkreise auf jedem Globus wiederfinden. Im Sommer sorgt diese Neigung für Dämmerungen, die in Bochum kaum enden. Warum der Sommer astronomisch genau dann beginnt, wenn die Tageslänge eigentlich schon wieder abnimmt, weshalb der Winter vier Tage kürzer ist als der Sommer und was das alles mit unserem Mond zu tun hat, erfahrt ihr in dieser Folge.  In „Hinter der Schlagzeile" geht der Schritt dann ins ganz Große: 4,4 Milliarden Lichtjahre entfernt, im Zentrum einer riesigen elliptischen Galaxie, lauern möglicherweise zwei schwarze Löcher mit zusammen 60 Milliarden Sonnenmassen und umkreisen einander. Was passiert, wenn sie kollidieren? Und würden wir das überhaupt messen können? Eine Folge, die vom längsten Tag des Jahres bis an den Rand des beobachtbaren Universums reicht – mit einem Apfel als Modell und einem Schwarzen Loch als Finale. Also: Kopfhörer auf und mit Susanne und Paul der Sonne entgegen!

4,9
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 „Gemeinsam durch die Galaxis“ heißt der astronomische Plauder-Podcast mit Bochumer Planetariumsleiterin und Astronomin Prof. Dr. Susanne Hüttemeister und ihren galaktischen Mitreisen, darunter der stimmgewaltig-wortgewandte Kabarettist und Hobby-Astronom Jochen Malmsheimer in Staffel eins bis zweieinhalb, Astrophysiker Michael Büker bis in Staffel drei und Susannes langjähriger Freund und Astronomiekenner Paul Hombach ab Staffel vier. 

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