Matthias Zehnders Wochenkommentar

Matthias Zehnder

Matthias Zehnder gibt Ihnen hier jede Woche zu denken. Das Thema: Medien und die Digitalisierung. Das Angebot: Konstruktive Kritik.

  1. vor 5 Std.

    #Vertrauen statt Aufmerksamkeit 2: Die Aufmerksamkeitsfalle

    Am letzten Dienstag haben mehrere Hundert Menschen vor dem Hauptsitz von Tamedia protestiert: Sie wehrten sich gegen den Abbau von 34 Stellen auf den Redaktionen in Zürich, Basel, Bern, Lausanne und Genf. Das Management von Tamedia liess sich davon nicht beeindrucken und will an den Abbauplänen festhalten. Begründung: Das Werbegeld fliesse nicht mehr in die Medien, sondern zu den grossen Tech-Plattformen. Das stimmt. Aber warum ist das so? Warum funktionieren Zeitungen im Internet nicht mehr so gut wie auf Papier? Was ist da schiefgegangen? Vor bald zehn Jahren habe ich diese Entwicklung in meinem Buch «Die Aufmerksamkeitsfalle» beschrieben. Jetzt müssen wir feststellen: Es ist noch schlimmer gekommen als befürchtet. Schuld daran ist ein Geschäftsmodell, das auf unsere Aufmerksamkeit setzt. In der 1. Folge meiner Serie habe ich letzte Woche gezeigt, dass unser Aufmerken evolutionär geprägt ist: Wir reagieren unwillentlich stark auf alles, was mit Gefahren, Fortpflanzung und Nachwuchspflege zu tun hat. Alle Frühmenschen, die den Löwen nicht haben kommen sehen oder sich nicht um ihre Jungen kümmerten, konnten ihre Gene nicht weitergeben. Mit den entsprechenden Reizen können Medien deshalb relativ leicht unser aller Aufmerksamkeit auf sich lenken. Schon vor fast 200 Jahren begannen die Medien, das zu nutzen. Entstanden ist die Aufmerksamkeitsökonomie. Doch heute funktioniert das Geschäftsmodell nicht mehr. Warum das so ist und welche Folgen das für unsere Medien hat, das sage ich Ihnen in dieser zweiten Folge meiner Serie. Damit Sie Ihre Reaktionen auf Schlagzeilen selbst testen können, habe ich Ihnen diese Woche ein kleines Spiel gebaut: Im «Schlagzeilen-Duell» finden Sie heraus, wie Ihre eigene Aufmerksamkeit funktioniert. Matthias Zehnder ist Autor und Medienwissenschaftler in Basel. Er ist bekannt für inspirierende Texte, Vorträge und Seminare über Medien, die Digitalisierung und KI. Website: https://www.matthiaszehnder.ch/ Newsletter abonnieren: https://www.matthiaszehnder.ch/abo/ Unterstützen: https://www.matthiaszehnder.ch/unterstuetzen/ Biografie und Publikationen: https://www.matthiaszehnder.ch/about/

  2. 16. Okt.

    Vertrauen statt Aufmerksamkeit 1: Warum wir schlechte Nachrichten lieben

    Der Co-Pilot in einem Flugzeug der Vereinigten Arabischen Emirate plante einen Selbstmordanschlag. Die Schauspielerin Selma Blair griff auf einem Flug nach New York Flugbegleiter an und versuchte, eine Tür zu öffnen. Und schliesslich: Bettwanzen legen einen Qantas-Flug lahm. Man könnte meinen, es vergehe kaum ein Flug ohne Zwischenfall. Die Realität freilich sieht ganz anders aus: Auf fast 39 Millionen Flüge kamen 2025 laut IATA gerade einmal 51 Unfälle. Das entspricht 1,32 Unfällen pro einer Million Flüge. Wer am Flughafen aus dem Taxi ausgestiegen ist, hat den gefährlichsten Teil der Reise bereits hinter sich. Warum berichten die Medien trotzdem nur über Flüge, auf denen etwas schief gegangen ist? Weil wir schlechte Nachrichten zwar nicht lieben, aber auch nicht ignorieren können. Schuld ist unser Gehirn: Es kann nicht anders, als auf schlechte Nachrichten anzuspringen. Die Folgen davon sind verheerend, gerade heute: Die Medien schaden sich damit selbst, uns allen und damit der ganzen Welt. Ich bin deshalb überzeugt, dass wir uns von der Aufmerksamkeitsökonomie verabschieden müssen. Künftig wird nicht mehr die Aufmerksamkeit, sondern das Vertrauen im Zentrum stehen. In der ersten Folge meiner neuen Serie geht es um unser verflixtes Gehirn und die Frage, warum es auf schlechte Nachrichten so zuverlässig anspringt. Matthias Zehnder ist Autor und Medienwissenschaftler in Basel. Er ist bekannt für inspirierende Texte, Vorträge und Seminare über Medien, die Digitalisierung und KI. Website: https://www.matthiaszehnder.ch/ Newsletter abonnieren: https://www.matthiaszehnder.ch/abo/ Unterstützen: https://www.matthiaszehnder.ch/unterstuetzen/ Biografie und Publikationen: https://www.matthiaszehnder.ch/about/

  3. 9. Okt.

    #Herbstklassiker 2: Friedrich Dürrenmatt und der grosse Preis

    In den letzten Wochen habe ich immer wieder an zwei Theaterstücke aus der Schweizer Literatur gedacht: an «Biedermann und die Brandstifter» von Max Frisch und an «Der Besuch der alten Dame» von Friedrich Dürrenmatt. Es sind zwei Klassiker der Schweizer Literatur. Die Gefahr besteht, dass wir sie deshalb musealisieren und nicht mehr für voll nehmen. Gerade diese beiden Stücke haben uns heute aber viel zu sagen. Für meine kleine Herbstserie habe ich die beiden Stücke neu gelesen. Letzte Woche habe ich mich dem so schweizerischen Biedermann gewidmet, der sich aus Angst und Eitelkeit mit den Brandstiftern in seinem Haus verbrüdert und dabei zuschaut, wie sie den Brand legen. Diese Woche nehme ich mir Claire Zachanassian und die Bürger von Güllen aus dem Stück von Dürrenmatt vor. Er schildert damit den zweiten wichtigen Mechanismus, warum Menschen plötzlich gegen ihre eigene Moral handeln. Auch hier geschieht nichts im Verborgenen. So, wie die Brandstifter offen sagen, was sie tun, sagt die Milliardärin offen, was sie will. Wo Biedermann sich Freundschaft einbildet, schwadronieren die Bürger von Güllen von Gerechtigkeit. Doch sie alle haben ihren Preis. In der zweiten Folge meiner kleinen Herbstklassiker-Serie fragen wir deshalb: Was macht uns alle zu Güllenern? Matthias Zehnder ist Autor und Medienwissenschaftler in Basel. Er ist bekannt für inspirierende Texte, Vorträge und Seminare über Medien, die Digitalisierung und KI. Website: https://www.matthiaszehnder.ch/ Newsletter abonnieren: https://www.matthiaszehnder.ch/abo/ Unterstützen: https://www.matthiaszehnder.ch/unterstuetzen/ Biografie und Publikationen: https://www.matthiaszehnder.ch/about/

  4. 2. Okt.

    #Herbstklassiker 1: Max Frisch und die Brandstifter

    In Europa feiern extrem rechte Parteien Wahlerfolge. In den USA verbannt der Präsident unliebsame Medien aus dem Weissen Haus. Tech-Firmen «spenden» Millionen an Politiker. Und wir alle sitzen in der warmen Stube und … ja, und was? In den letzten Wochen habe ich immer wieder an zwei Theaterstücke aus der Schweizer Literatur gedacht: an «Biedermann und die Brandstifter» von Max Frisch und «Der Besuch der alten Dame» von Friedrich Dürrenmatt. Es sind zwei Klassiker der Schweizer Literatur. Die Gefahr besteht, dass wir sie deshalb musealisieren und nicht mehr für voll nehmen. Gerade diese beiden Stücke haben uns heute aber viel zu sagen. Für meine kleine Herbstserie habe ich die beiden Stücke neu gelesen. Diese Woche widme ich mich dem so schweizerischen Biedermann, der im Theaterstück von Max Frisch die Brandstifter in sein Haus lässt. Spannend an dem Stück ist, dass Max Frisch die Frage verschiebt. Nach einem Brand lautet normalerweise die erste Frage: «Wer sind die Brandstifter?» Max Frisch stellt aber den Biedermann ins Zentrum. Sein Stück stellt uns die Frage: «Was macht mich zu Biedermann?» Max Frisch interessiert sich also nicht für die Täter, sondern für alle, die sie gewähren lassen. Das scheint mir vor dem Hintergrund der Wahlerfolge der AfD die richtige Frage. Im ersten Teil meiner kleinen Herbstklassiker-Serie fragen wir also: Was macht uns alle zu Biedermännern? Matthias Zehnder ist Autor und Medienwissenschaftler in Basel. Er ist bekannt für inspirierende Texte, Vorträge und Seminare über Medien, die Digitalisierung und KI. Website: https://www.matthiaszehnder.ch/ Newsletter abonnieren: https://www.matthiaszehnder.ch/abo/ Unterstützen: https://www.matthiaszehnder.ch/unterstuetzen/ Biografie und Publikationen: https://www.matthiaszehnder.ch/about/

  5. 25. Sept.

    #Verantwortungslücke 7: Was jetzt, liebe Anwenderin?

    In den letzten Wochen haben wir hier gemeinsam über die Verantwortungslücken nachgedacht, die sich auf Seiten der grossen KI-Firmen öffnen. Sie geben vor, nichts zu wissen, wenn ihre KI-Agenten in fremde Server einbrechen, sie distanzieren sich von ihren Maschinen, indem sie ihnen Bewusstsein oder gar einen Willen zuschreiben und weil so viele Stellen involviert sind, zerbröselt die Verantwortung in viele Tausend Fragmente. An einem Ort kommt das alles zusammen: bei Ihnen, bei mir, bei uns Nutzerinnen und Nutzern. Deshalb zum Schluss meiner Serie über KI und Verantwortung die Frage: Welche Verantwortung tragen wir? Die Gefahr ist gross, jetzt mit erhobenem Zeigefinger moralisierend von Medienkompetenz und Eigenverantwortung zu reden, davon, dass wir Chancen packen müssen, keine Maschinenstürmer sein wollen und dennoch Sorgfalt an den Tag legen müssten. Doch das hilft niemandem weiter. Sie sitzen dann an Ihrem Gerät, sind so klug als wie zuvor und fragen sich, ob Sie diese App und jenen Dienst nutzen sollen oder nicht. Denn die Nutzung von KI-Diensten steigt: Je nach Studie nutzen in der Schweiz bereits zwischen 57 und 80 Prozent der Menschen KI-Anwendungen – fast doppelt so viele wie vor einem Jahr. Ich habe mir deshalb gedacht, dass ich diese Woche ganz konkret sage, welche Nutzung von KI ich Ihnen heute empfehlen und wo ich eher die Finger davon lassen würde. Damit Sie die Unterscheidung gleich selbst testen können, habe ich Ihnen dazu ein kleines Denkwerkzeug gebaut. Matthias Zehnder ist Autor und Medienwissenschaftler in Basel. Er ist bekannt für inspirierende Texte, Vorträge und Seminare über Medien, die Digitalisierung und KI. Website: https://www.matthiaszehnder.ch/ Newsletter abonnieren: https://www.matthiaszehnder.ch/abo/ Unterstützen: https://www.matthiaszehnder.ch/unterstuetzen/ Biografie und Publikationen: https://www.matthiaszehnder.ch/about/

  6. 18. Sept.

    #Verantwortungslücke 6: Was jetzt, Geoffrey Hinton?

    Dario Amodei möchte auf die Bremse treten. Oder zumindest vom Gas gehen: Der CEO der amerikanischen KI-Firma Anthropic hat diese Woche eine koordinierte Verlangsamung und ein temporäres Moratorium für das Training von KI-Modellen der nächsten Generation gefordert. Er erhielt dabei öffentlich Unterstützung von führenden Köpfen anderer Spitzenlabore, darunter OpenAI-Chef Sam Altman und Elon Musk. Das ist erstaunlich, weil sich die drei nicht wirklich mögen. Anlass für den Griff zum Bremspedal ist eine ganze Reihe von Sicherheitsproblemen, die in den letzten Tagen ans Licht gekommen sind. Dario Amodei warnte deshalb vor Systemen, die in der Lage sind, eigenständig Nachfolgemodelle zu entwerfen und zu optimieren. Das könne dazu führen, dass der Mensch die Kontrolle verliere. Verschiedene KI-Systeme haben in den letzten Wochen derart ausgefeilte Angriffe ausgeführt, dass die KI-Experten fürchten, die Systeme könnten innerhalb eines Jahres schon selbstständig komplexe Angriffe auf wichtige Infrastrukturen ausführen. Also tastet Dario Amodei nach dem Stopp-Knopf. Doch die Stopp-Taste zu drücken ist gar nicht so einfach. Der erste, der sich lautstark dagegen wehrte, in Sachen KI den Fuss vom Gas zu nehmen, war Präsident Donald Trump. Aber auch die KI könnte den Bremsern einen Strich durch die Rechnung machen. Nobelpreisträger Geoffrey Hinton sagt, die KI sei längst so intelligent, dass sie die Menschen überreden werde, nicht auf die Bremse zu treten. Was jetzt, Geoffrey Hinton? Matthias Zehnder ist Autor und Medienwissenschaftler in Basel. Er ist bekannt für inspirierende Texte, Vorträge und Seminare über Medien, die Digitalisierung und KI. Website: https://www.matthiaszehnder.ch/ Newsletter abonnieren: https://www.matthiaszehnder.ch/abo/ Unterstützen: https://www.matthiaszehnder.ch/unterstuetzen/ Biografie und Publikationen: https://www.matthiaszehnder.ch/about/

  7. 11. Sept.

    #Verantwortungslücke 5: Ted Chiang und der Frankenstein-Moment

    Im Sommer 1816 ereignete sich in der Nähe von Genf Unerhörtes: In der Villa Diodati in Cologny erblickte ein Monster das Licht der Welt. Oder zumindest das Papier: Frankenstein. Die Umstände seiner Erfindung sind fast so spektakulär wie der Untote selbst: Ein Jahr zuvor war der Vulkan Tambora auf Java ausgebrochen. Es war einer der heftigsten Vulkanausbrüche aller Zeiten. Der Ausbruch beförderte so viel Material in die Atmosphäre, dass das Jahr 1816 in Europa und Nordamerika zum «Jahr ohne Sommer» wurde: Es war kalt und regnete ständig. Die 18-jährige Engländerin Mary Shelley verbrachte diese düsteren Sommertage zusammen mit ihrem späteren Ehemann Percy Bysshe Shelley, Lord Byron und John Polidori in der Villa Diodati in Cologny. Wegen des schlechten Wetters lasen sie sich Gespenstergeschichten vor. Lord Byron schlug schliesslich vor, dass jeder eine eigene Schauergeschichte schreiben sollte. Mary hatte nach Tagen voller wissenschaftlicher Diskussionen über Reanimation und Elektrizität die Idee von einem Wissenschaftler, der ein künstliches Wesen zum Leben erweckte. Diesen Albtraum verarbeitete sie zu ihrer Geschichte über den Schweizer Wissenschaftler Victor Frankenstein, der entdeckt, wie sich unbelebter Materie Leben einhauchen lässt. Aus Leichenteilen erschafft er eine menschenähnliche Kreatur. Als das Wesen erwacht, packt Victor der Ekel über sein eigenes Werk und er flieht. Was derzeit in der KI-Welt passiert, erinnert mich sehr an diese Geschichte. Allerdings aus einem anderen Grund, als Sie jetzt vermutlich denken. Der zentrale Punkt der Geschichte ist nämlich nicht, dass Frankenstein ein aus Leichenteilen zusammengestückeltes Wesen zum Leben erweckte, sondern dass er sich dadurch der Verantwortung entzog. Genau da stehen wir heute. Was tun? Matthias Zehnder ist Autor und Medienwissenschaftler in Basel. Er ist bekannt für inspirierende Texte, Vorträge und Seminare über Medien, die Digitalisierung und KI. Website: https://www.matthiaszehnder.ch/ Newsletter abonnieren: https://www.matthiaszehnder.ch/abo/ Unterstützen: https://www.matthiaszehnder.ch/unterstuetzen/ Biografie und Publikationen: https://www.matthiaszehnder.ch/about/

  8. 4. Sept.

    #Verantwortungslücke 4: Wovor fürchtet sich Jeff Bezos?

    Ich liebe diese klaren Nächte im Frühherbst. Es ist noch nicht kalt, der Himmel ist von diesem durchscheinenden Blau. Etwa um 22 Uhr steht im Nordwesten der Grosse Wagen. Verlängert man seine Hinterachse nach oben, kommt man zum Polarstern, der Jägern und Seeleuten über Jahrtausende den Weg gewiesen hat. Und dann, dann zieht, wie auf einer Perlenkette aufgereiht, ein Lichterzug aus vielen kleinen Sternen über den Himmel. Die Dutzenden von Lichtpunkten folgen derselben Spur hintereinander. Sie leuchten gleichmässig, etwa so hell wie Sterne und bewegen sich viel schneller als jedes Flugzeug, aber langsamer als Sternschnuppen. Es sind Satelliten. In den unendlichen Weiten über unseren Köpfen wird es in den nächsten Jahren ein ziemliches Gedränge geben. Die Rede ist von über einer Million Satelliten, die bald die Erde umkreisen sollen. Sie stören nicht nur den Grossen Wagen, sondern auch die Erd-Atmosphäre: In einigen Jahren, Jahrzehnten oder Jahrhunderten verglüht jeder dieser Satelliten. Schon 2022 brachten verglühende Satelliten fast 30 Prozent mehr Aluminiumoxid in die obere Atmosphäre als alle Meteoriten zusammen. Einer, der dort oben mitmischen will, ist Jeff Bezos. Der Gründer von Amazon hat mit seiner Firma Blue Origin längst in den Weltraum expandiert. Da will er die rund um die Uhr verfügbare Solarenergie ausnutzen und damit Rechenzentren betreiben. Er ist nicht der einzige. Die grosse Frage, die sich dabei stellt: Was richten die Herren der Satelliten im Weltraum an? Welche Probleme hinterlassen sie unseren Kindern und Kindeskindern? Wer übernimmt die Verantwortung für Schäden in der Zukunft? Matthias Zehnder ist Autor und Medienwissenschaftler in Basel. Er ist bekannt für inspirierende Texte, Vorträge und Seminare über Medien, die Digitalisierung und KI. Website: https://www.matthiaszehnder.ch/ Newsletter abonnieren: https://www.matthiaszehnder.ch/abo/ Unterstützen: https://www.matthiaszehnder.ch/unterstuetzen/ Biografie und Publikationen: https://www.matthiaszehnder.ch/about/

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