Stalingrad Podcast

Primero Verlag

Christoph Fromm, Autor des Historienromans ”Stalingrad - Die Einsamkeit vor dem Sterben” spricht in diesem wöchentlichen Podcast über Themen rund um das Dritte Reich: Idealismus, Fanatismus und bedeutende Persönlichkeiten des Dritten Reiches, sowie die schrecklichen Folgen des Krieges, die teils bis heute spürbar sind. Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns gerne auf Instagram (@primero_verlag) oder per Mail an primero@primeroverlag.de. Helft uns, den Podcast weiterhin für euch zu produzieren! https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=XFVPLBVWM4FTE Falls auf eurer Lieblingsplattform die ersten Stalingrad Podcast Folgen nicht mehr verfügbar sind, hört sie auf PodBean, völlig kostenlos und ohne Anmeldung: https://stalingradpodcast.podbean.com/page/14/

  1. vor 5 Tagen

    Folge 319: Schweden im Zweiten Weltkrieg

    Europa steht in Flammen, Bomben fallen auf London und deutsche Truppen marschieren durch Skandinavien – doch mitten in diesem weltweiten Chaos klammert sich ein Land an seine Neutralität: Schweden. Aber war Schweden in den 1940er-Jahren wirklich ein unbeteiligter Beobachter, oder war diese Neutralität nur ein hauchdünner Balanceakt zwischen moralischer Verantwortung und dem blanken Kampf ums politische Überleben? In dieser Folge reisen wir zurück in eine Grauzone voller Widersprüche. Wir beleuchten die unbequemen Wahrheiten der schwedischen Kriegsgeschichte: von den kriegswichtigen Eisenerzlieferungen an Adolf Hitlers Rüstungsindustrie über die höchst umstrittene Durchreise deutscher Soldaten durch schwedisches Gebiet bis hin zu der ständigen, lähmenden Angst vor einer deutschen Invasion. Doch Schweden zeigte auch ein anderes Gesicht. Gegen Kriegsende wurde das Land zum rettenden Zufluchtsort für tausende Verfolgte. Wir sprechen über den Mut des Diplomaten Raoul Wallenberg, der ungarische Juden vor dem Holocaust rettete , und über die dramatische Mission der „Weißen Busse“, die in den letzten Kriegstagen tausende Menschen aus den Konzentrationslagern befreite. Außerdem wagen wir den Blick über den Tellerrand und vergleichen Schwedens pragmatischen Kurs mit der strikten Neutralität der Schweiz. Wie weit darf ein kleines Land gehen, um die eigene Haut zu retten, wenn ringsherum die Welt untergeht?

    27 Min.
  2. 5. Juni

    Folge 318: Albert Camus – Zwischen Pfosten und Ländern

    Anmeldung zur kostenfreien Online-Lesung mit Christoph Fromm am 11. Juni um 19 Uhr   In dieser Folge tauchen wir ein in das bewegte Leben und das zeitlose Werk von Albert Camus, einem der bedeutendsten und faszinierendsten französischen Autoren des 20. Jahrhunderts. Aufgewachsen in Algier in bitteren, armen Verhältnissen , ebnete ihm erst die Unterstützung seines Lehrers den Weg zu höherer Bildung und einer lebenslangen Leidenschaft für Philosophie, Literatur und das Theater. Doch Camus war weit mehr als ein Intellektueller am Schreibtisch: Er war ein leidenschaftlicher Fußballtorwart beim Club RUA , dem er nach eigenen Worten alles verdankte, was er über Moral und menschliche Verpflichtungen gelernt hat. Als eine Tuberkulose-Diagnose seine Sportkarriere und seine Pläne, Lehrer zu werden, jäh beendete , fand er durch diesen und viele weitere Schicksalsschläge einen ganz eigenen Zugang zur Welt. Geprägt von persönlichen Enttäuschungen und dem Ersten sowie Zweiten Weltkrieg , entwickelte Camus seine berühmte „Philosophie des Absurden“. Am Beispiel des Mythos von Sisyphos zeigt er uns, dass das menschliche Dasein zwar fundamental sinnlos sein mag, wir das Leben aber gerade deshalb mit maximaler Intensität und Freude leben sollten. Wir beleuchten in dieser Episode seine literarischen Meilensteine wie „Der Fremde“ – dessen Neuverfilmung dieses Jahr, 2026, die Kinos erobert – und den Pandemie-Klassiker „Die Pest“. Erfahrt außerdem, warum Camus als mutiger Journalist im Pariser Widerstand schrieb , wie er sich trotz des Nobelpreises im Jahr 1957 stets als Außenseiter fühlte und warum er bis heute ein absolut allgegenwärtiger und relevanter Denker globaler Zeiten bleibt. Hört rein und entdeckt den Menschen Camus zwischen dem Fußballstadion, der Theaterbühne und den ganz großen Fragen des Lebens!

    24 Min.
  3. 29. Mai

    Folge 317: Operation „Cowboy“ – aus Liebe zu den Pferden

    Anmeldung zur kostenfreien Online-Lesung mit Christoph Fromm am 11. Juni um 19 Uhr   Der Zweite Weltkrieg neigt sich im Frühjahr 1945 dem Ende zu, doch inmitten des Untergangs des Dritten Reiches spielt sich im Geheimen eine der faszinierendsten und außergewöhnlichsten Rettungsaktionen der Geschichte ab. Im tschechoslowakischen Gestüt Hostau bangen Pferdeliebhaber um das Überleben von Hunderten der weltweit wertvollsten Lipizzaner-Pferde, die dort zuvor für nationalsozialistische Zuchtexperimente zusammengetrieben wurden. Da sich von Osten unaufhaltsam die Rote Armee nähert und Berichte über geschlachtete Tiere die Runde machen, treffen deutsche Soldaten eine folgenschwere Entscheidung : Sie riskieren ihr Leben als Überläufer, überwinden die tödliche Angst vor der SS und suchen den Kontakt zum Feind aus dem Westen. Es folgt ein historisches Novum, bei dem die amerikanische Armee und die deutsche Wehrmacht die Waffen niederlegen, um auf derselben Seite für das Leben der edlen weißen Hengste zu kämpfen. Unter dem legendären Befehl von US-General George Patton – „Holen Sie sie! Machen Sie es schnell!“ – formiert sich die Task Force Andrews zu einer dramatischen Evakuierung im echten „Cowboy“-Stil. Diese Folge nimmt dich mit auf eine hochemotionale Reise über blockierte Grenzen, durch gefährliche SS-Linien und hinein in ein filmreifes Abenteuer voller Mut, Menschlichkeit und Empathie, dessen Erbe bis heute tief in der europäischen Kultur verwurzelt ist

    31 Min.
  4. 15. Mai

    Folge 315: Bulgarien – ein kleines Land mit großem Beitrag im Zweiten Weltkrieg

    In dieser Folge werfen wir einen detaillierten Blick auf ein oft übersehenes, aber entscheidendes Kapitel der europäischen Geschichte: Bulgarien im Zweiten Weltkrieg. Wir beleuchten den schwierigen Weg eines Landes, das nach dem Trauma des Ersten Weltkriegs und dem „Diktat von Neuilly“ nach nationaler Identität und Wiedervereinigung strebt. Zwischen den Fronten von Hitler und Stalin stehend, versucht Bulgarien zunächst verzweifelt, seine Neutralität zu wahren. Doch der massive Druck der Großmächte und die Verlockung, verlorene Gebiete wie Mazedonien und Thrakien zurückzugewinnen, führen schließlich zum Beitritt zum Dreimächtepakt. Wir untersuchen die komplexe Beziehung zum Dritten Reich: eine Partnerschaft, die von wirtschaftlichen Vorteilen, aber auch von tiefem Misstrauen geprägt war. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem außergewöhnlichen Akt des Humanismus: Trotz der repressiven Gesetzgebung gelang es mutigen Bürgern wie Dimitar Peschev, Vertretern der Kirche und dem bulgarischen Volk, rund 50.000 jüdische Mitbürger vor der Deportation zu retten. Abschließend besprechen wir den dramatischen Seitenwechsel im Jahr 1944, den plötzlichen Tod von König Boris III. und die harten Kämpfe der bulgarischen Armee gegen die Wehrmacht in den letzten Kriegsmonaten. Erfahre, wie dieses „kleine Land mit großem Beitrag“ trotz Zerstörung und dem Verlust territorialer Hoffnungen seine kulturelle Würde bewahrte und den Grundstein für seine komplexe Nachkriegsgeschichte legte.

    30 Min.
  5. 8. Mai

    Folge 314: Entstehung von Antisemitismus

    Deutschlands grausame Vergangenheit im Bezug auf den Antisemitismus ist uns allen bewusst, doch die Wurzeln dieses Hasses reichen weit über die Zeit des Nationalsozialismus hinaus. In dieser Folge begeben wir uns auf eine historische Spurensuche: Wie konnte es dazu kommen, dass Jüdinnen und Juden über Jahrhunderte hinweg dämonisiert wurden? Wir beleuchten die Anfänge in der hellenistischen Antike, als religiöse Unterschiede erstmals zu massiven Spannungen führten , und untersuchen den folgenschweren Wandel zum christlichen Antijudaismus. Wir diskutieren, wie aus theologischen Konflikten die gefährliche „Gottesmordlegende“ entstand und warum Konzepte wie „Othering“ bereits im Mittelalter genutzt wurden, um jüdische Gemeinden systematisch auszugrenzen. Von grausamen Verschwörungserzählungen wie der „Blutlüge“ und der Brunnenvergiftung während der Pest bis hin zur wirtschaftlichen Stigmatisierung und den antijüdischen Schriften Martin Luthers: wir zeigen auf, wie sich Vorurteile über die Jahrhunderte verfestigten. Den tragischen und industriell organisierten Höhepunkt findet diese Entwicklung im Holocaust, in dem sechs Millionen Menschen der systematischen Entmenschlichung und staatlichen Gewalt zum Opfer fielen. Diese Folge ist mehr als nur ein Blick in die Geschichtsbücher, sie ist auch ein Appell für die Gegenwart. Denn wer versteht, wie antisemitische Denkmuster entstehen und funktionieren, kann ihnen heute entschlossener entgegentreten.

    28 Min.
  6. 24. Apr.

    Folge 312: Stimmen der Macht ‒ Wie das Radio das Denken formte

    Das leise Knistern eines Radios und das Suchen nach einer klaren Frequenz markierten in den 1930er Jahren für viele Menschen den Zugang zu einer völlig neuen Welt. Doch was als faszinierender technischer Fortschritt begann, entwickelte sich mit dem Aufstieg des Nationalsozialismus schnell von einem Instrument der Information zu einem strategischen Werkzeug der Macht. Diese Folge von „Stimmen der Macht“ beleuchtet, wie das Radio durch seine Unmittelbarkeit und emotionale Direktheit tief in den Alltag der Menschen eindrang und dort ein oft ungeprüftes Vertrauen schuf. Wir untersuchen die Rolle des Volksempfängers, der als erschwingliches Massengerät die Reichweite maximierte, während er gleichzeitig den Zugang zu alternativen, ausländischen Stimmen technisch einschränkte. Dabei wurde Propaganda selten nur laut, sondern oft als subtile Klangkulisse aus Musik, Nachrichten und ritualisierten Sendungen verbreitet, die das Weltbild der Zuhörer nachhaltig formte. Von der gezielten Inszenierung politischer Stimmen bis hin zum heimlichen Hören verbotener Frequenzen im Schatten des Äthers zeigt diese Analyse, wie eng Technik und Ideologie verwoben sein können. Abschließend schlagen wir die Brücke in die Gegenwart: Denn auch wenn die Kontrolle heute durch Algorithmen und digitale Plattformen fragmentierter wirkt, bleiben die grundlegenden Mechanismen der Auswahl, Wiederholung und emotionalen Lenkung bestehen. Erfahren Sie, warum das Verständnis dieser Geschichte entscheidend für unseren heutigen, bewussten Umgang mit Medien ist – denn jede Stimme, die wir hören, gestaltet unsere Wahrnehmung der Wirklichkeit.

    41 Min.
4,2
von 5
22 Bewertungen

Info

Christoph Fromm, Autor des Historienromans ”Stalingrad - Die Einsamkeit vor dem Sterben” spricht in diesem wöchentlichen Podcast über Themen rund um das Dritte Reich: Idealismus, Fanatismus und bedeutende Persönlichkeiten des Dritten Reiches, sowie die schrecklichen Folgen des Krieges, die teils bis heute spürbar sind. Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns gerne auf Instagram (@primero_verlag) oder per Mail an primero@primeroverlag.de. Helft uns, den Podcast weiterhin für euch zu produzieren! https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=XFVPLBVWM4FTE Falls auf eurer Lieblingsplattform die ersten Stalingrad Podcast Folgen nicht mehr verfügbar sind, hört sie auf PodBean, völlig kostenlos und ohne Anmeldung: https://stalingradpodcast.podbean.com/page/14/

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