Der Pragmaticus Podcast

Der Pragmaticus

Unabhängige Experten besprechen die großen Fragen unserer Zeit. Unverfälscht. Im Originalton.

  1. vor 3 Tagen

    ADHS: Was tun mit den Zappelphilipps?

    Ein durchgetaktetes Leben, überall Ablenkung und Smartphones ab dem Kindergartenalter. Warum ADHS eine Folge davon ist. Ein Podcast von Pragmaticus. Das Thema: Es gibt neuronormative Kinder und solche, die sich schwertun, sich mit den Anforderungen der Umwelt zu arrangieren. Sie haben kurze Aufmerksamkeitsspannen, sind sozial oft auffällig und vor allem schlecht in der Schule. Und je stärker der Druck auf diese Kinder ist, umso schlechter reagieren sie. Die Neurologie hat dieses Phänomen, das es in der einen oder anderen Form immer schon gab, erforscht und fasst diese Form von Problemen unter der Diagnose ADHS, also dem Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, zusammen. Wurde damit aus einem Charakterzug eine Krankheit? Nein, sagt Anna Mikula, die Kinder und Jugendliche in einer auf sie spezialisierten Bildungseinrichtung namens Kiprax unterrichtet. Aus ihrer Sicht ist die Zunahme von ADHS eine Kombination aus vielen gesellschaftlichen Entwicklungen des 21. Jahrhunderts. Kinder in Städten haben einen 40-Stunden-Alltag ohne Leerlaufzeiten, sie leben in einer Gesellschaft, die reizüberflutet ist – sogar im Supermarkt dudelt Musik. Und: Die Verführungen der digitalen Medien mit ihren Games, den Videos und Reels auf sozialen Medien verändern das kindliche Gehirn. Die Folgen sehen die Lehrkräfte in den Schulen. Die gute Nachricht: Es gibt Wege, Kinder und Jugendliche mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung trotzdem zum Schulabschluss zu bringen: Durch flexible Lerneinheiten, Bewegung im Alltag und individuelle Beziehungsarbeit schaffen Lehrkräfte in der Bildungseinrichtung Kiprax, die Voraussetzungen dafür, dass Kinder mit ADHS eine Eigenwahrnehmung für ihre Probleme entwickeln und lernen, damit umzugehen. Diese Fähigkeit bleibt auch für ihr ganzes weiteres Leben wichtig. Unser Gast in dieser Folge:  Anna Mikula ist Soziologin, ADHS-Trainerin und integrative Heilpädagogin. Sie arbeitet bei Kiprax, einem Verein der Kinder und Jugendliche mit ADHS, Autismus und Impulskontrollproblemen fördert. Sie nutzt Methoden von Neurofeedback und arbeitet auch mit traumatisierten Kindern. Neben Kiprax ist sie auch im Verein „Bewegtes Lernen“ engagiert.  Dies ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter).

    ADHS: Was tun mit den Zappelphilipps?
  2. 13. Okt.

    Wahl in Israel: Bibi oder Eisenkot?

    Am 27. Oktober wählt Israel. Alles dreht sich um die Frage: Bibi oder nicht Bibi. Die größten Chancen hat Ex-Militär Gadi Eisenkot. Ein Podcast von Pragmaticus. Das Thema: Seit drei Jahren ist Israel ist ein Land im Krieg an vielen Fronten. Viele Gefallene, multiple Traumata und Bombenalarm sind ein Teil des Alltags: Wie wirken sich diese Ereignisse auf das politische Klima aus? Welche Parteien stellen sich zur Wahl und mit welchen Programmen? Der Nahost-Experte Jan Busse von der Universität der deutschen Bundeswehr in München ist ein genauer Beobachter der Vorgänge rund um die Wahl in Israel. In diesem Podcast berichtet er von den innenpolitischen Debatten im Land und den Schwierigkeiten, die sich angesichts von Mehrheitsbildungen ergeben können. Fakt ist, dass das gesamte Land politisch betrachtet nach rechts gerutscht ist. Die linken Kräfte in Israel sind marginalisiert. Dafür bestimmen die kleinen Parteien am extrem rechten Rand die Politik. Es sind Hardliner, die die Siedlerbewegung im Westjordanland unterstützen, den arabischen Israelis das Wahlrecht abspenstig machen wollen und die Demokratie insgesamt herausfordern. Das, was die Wahl vor allem dominiert, ist die Frage: Bleibt Benjamin Netanjahu im Amt oder muss er gehen? Gelingt es Ex-General Gadi Eisenkot, dem Polit-Profi Netanjahu genügend Stimmen abzuringen? Laut Meinungsumfragen ist es ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit unbekanntem Ausgang, das auch darüber entscheidet, welche Koalitionen gebildet werden können. Der Historiker Jan Busse ist sich sicher: „Es wird eine richtungsweisende Wahl sein.“ Unser Gast in dieser Folge:  Jan Busse ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Internationale Politik und Konfliktforschung, Institut für Politikwissenschaft, Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften an der Universität der Bundeswehr München.  Dies ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter).

    Wahl in Israel: Bibi oder Eisenkot?
  3. 6. Okt.

    Neutralität zieht Spione an

    Die österreichische Neutralität ist Mythos und Sicherheitsrisiko in einem, sagt „Presse“-Geschäftsführer Rainer Nowak und wünscht sich eine öffentliche Debatte. Ein Podcast von Pragmaticus. Das Thema: In geopolitischen Umbruchsphasen, wie sie jetzt gerade stattfinden, werden die Karten neu gemischt. Neue Aggressionen, neue Allianzen und neue Strategien. Österreichs Neutralität ist, so sagt das Rainer Nowak, der Herausgeber der Tageszeitung „Die Presse“, keine Errungenschaft mehr, sondern im Gegenteil, Mythos und Sicherheitsrisiko. Warum das so ist, argumentiert er konzise in einem eben veröffentlichten Buch. „Nato statt Neutralität“ (Molden Verlag) so der Titel des schmalen Bandes, in dem Nowak die vermeintliche Unparteilichkeit Österreichs nach Strich und Faden demontiert. Historisch, weil die Neutralität nur scheinbar ein friedensstiftendes Werkzeug war und vor allem den Russen nutzte. Geopolitisch, weil sie spätestens seit dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Union ohnehin eine Illusion ist. Und strategisch fatal, denn wenn Russland sich entschließen würde, weiter nach Europa einzudringen, liegt Österreich an zentralen Routen. Schweden und Finnland, so Nowak, schätzen die geopolitische Lage richtig sein, weil sie bald nach Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine der NATO beigetreten sind, ein weiser Entschluss, den Österreich eindeutig verabsäumt habe. Doch noch interessanter als all das ist, dass die Neutralität ein maßgeblicher Grund ist, warum Wien seit dem Ende des 2. Weltkrieges bis heute die Stadt der Spione ist. Es sind die vielen internationalen Institutionen wie UNO, OPEC oder die Atomenergiebehörde, die Menschen aus allen Ländern nach Wien bringen und die Kaffeehäuser zum Umschlagplatz für Informationen aller Art machen.  Unser Gast in dieser Folge:  Rainer Nowak ist preisgekrönter Journalist, war von 2012 bis 2022 Chefredakteur der Tageszeitung „Die Presse“, seit 2014 auch deren Herausgeber und in diesen Funktionen bei sämtlichen wichtigen innenpolitischen Ereignissen dieser Periode berichterstattend dabei. Nach einem Intermezzo bei der Kronen Zeitung kehrte Nowak 2025 als Vorsitzender der Geschäftsführung zur „Presse“ zurück. Dies ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter).

    Neutralität zieht Spione an
  4. 29. Sept.

    Neustart für Österreich: Aus klein mach groß

    Auf der Suche nach Einsparungspotenzial ließe sich durch das Zusammenlegen von Gemeinden nicht nur Geld sparen, sondern auf Expertise bündeln, eine neue Folge aus der Reihe „Neustart für Österreich“. Ein Podcast von Pragmaticus. Das Thema: Der Staat ist schwerfällig, oft kommt er mit den gesellschaftlichen Veränderungen nicht mit. Die Demographie ist im Wandel, in Familien arbeiten beide Elternteile, Kinder müssen versorgt werden. Aus Engpässen werden oft Notlösungen gebaut, Notlösungen werden zu Dauereinrichtungen und Gemeinden müssen mit Provisorien umgehen, um auf die Bedürfnisse der Menschen reagieren zu können. Auf diese Weise ist ein unüberschaubares Flickwerk an Bestimmungen entstanden. Intransparenz ist das Stichwort, sagt der ehemalige Bürgermeister von Lustenau, der auch in der Zusammenlegung von Gemeinden einen Weg für Einsparungen sieht. Denn auf diese Weise würde nicht nur gespart werden, es ließen sich auch Expertisen bündeln. In Zeiten von komplexen legistischen Bestimmungen und Vorgaben wäre das sogar eine qualitative Verbesserung für all jene, die damit konfrontiert sind, Abläufe ließen sich effizienter gestalten.  Unser Gast in dieser Folge:  Kurt Fischer, geboren 1963 in Lustenau, war von 2010 bis 2025 Bürgermeister von Lustenau für die ÖVP. Er hat eine Karriere mit vielen unterschiedlichen Stationen hinter sich. Aufgewachsen in Lustenau, ging er in Dornbirn zur Schule und studierte danach Anglistik und Philosophie in Innsbruck. Von 1986 bis 2000 arbeitete er als Gymnasiallehrer, übernahm dann den väterlichen Betrieb und wurde Unternehmer im Digitaldruckbereich. 2010 stieg er aus und widmete sich seiner politischen Karriere. Kurt Fischer ist seit 2000 Gemeinderat in Lustenau für die ÖVP, war ab 2004 als Landtagsabgeordneter in vielen unterschiedlichen Ausschüssen tätig und war von 2008 bis 2014 Stv.-Klubobmann der ÖVP-Landtagsfraktion.   Dies ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter).

    Neustart für Österreich: Aus klein mach groß
  5. 22. Sept.

    Brennpunkt Klassenzimmer

    Kinder ohne Deutschkenntnisse, Familien mit anderem kulturellen Hintergrund und überfordertes Lehrpersonal. Ein Reality-Check aus einer österreichischen Schule. Ein Podcast von Pragmaticus. Das Thema:  Die Lehrerin Susanne Wiesinger ist seit 40 Jahren Lehrerin und hat viele Generationen von Schülern und Schülerinnen unterrichtet. Kinder mit Migrationshintergrund gab es immer, sagt sie, doch in die Volksschule, in der sie heute in Wien Favoriten arbeitet, gehen ausschließlich Kinder mit Migrationshintergrund. Das macht ihre Arbeit schwierig, sagt sie, weil Integration nur dann möglich ist, wenn sich Kulturen vermischen. Doch genau das ist nicht mehr der Fall und auf diesen Umstand will sie aufmerksam machen. Es entstehen Parallelwelten, sagt sie, die sie für gefährlich hält. Und sie kritisiert das österreichische Bildungssystem, das immer stärker mit sich selbst und seinen Ränken befasst ist, statt langfristig stabile Modelle für die Lösung der vielen Probleme auf den Weg bringt. Susanne Wiesinger hat dazu auch ein Buch geschrieben. „Gebt unseren Kindern eine Chance“ in der Edition Pragmaticus im Ecowing Verlag. Im Podcast spricht sie über ihren Alltag, die Missstände und den dringenden Reformbedarf.   Unser Gast in dieser Folge: Susanne Wiesinger ist Lehrerin und unterrichtet seit mehr als 30 Jahren sowohl an Volksschulen als auch an Mittelschulen. Sie war Personalvertreterin in der Gewerkschaft und hat 2018 mit ihrem Buch „Kulturkampf im Klassenzimmer“ auf die Integrationsprobleme in Österreichs Schulen aufmerksam gemacht. Anfang 2019 wurde sie als Ombudsfrau für Wertefragen und Kulturkonflikte ans Bildungsministerium berufen und kehrte danach als Lehrerin in eine Volksschule in Wien Favoriten zurück. Sie schreibt wöchentlich eine Kolumne mit dem Titel „Harte Schule“ in der „Kronen Zeitung“.   Dies ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter).

    Brennpunkt Klassenzimmer
  6. 15. Sept.

    Wie weiter, Prinz Michael?

    Die Medienplattform Pragmaticus feiert ihr fünfjähriges Bestehen. Herausgeber Prinz Michael von Liechtenstein über Sinn, Alleinstellungsmerkmal und Zukunft der Medienplattform. Ein Podcast von Pragmaticus. Das Thema:  Gut informiert zu sein, ist in Zeiten der überall einprasselnden Nachrichten gar nicht so einfach, fanden Dietrich Mateschitz und Prinz Michael von Liechtenstein und taten sich zusammen, um eine neue Medienplattform zu gründen. Sie wollten Experten und Expertinnen mit Erfahrung in der Praxis eine Plattform bieten, ihre Expertise einem breiten Publikum zur Verfügung zu stellen. 2021 wurde der Pragmaticus gegründet. Heute, fünf Jahre später, blickt Prinz Michael von Liechtenstein in diesem Podcast zurück, präzisiert noch einmal die Leitgedanken und grenzt die Stoßrichtung von anderen Medienprojekten am Markt ab. Wie sieht er die Medienlandschaft generell? Wie steht er zu Künstlicher Intelligenz und wie sieht sein Blick auf die geopolitische Lage der Welt aus? Hören Sie rein.   Unser Gast in dieser Folge:  Prinz Michael von und zu Liechtenstein hat an der Wirtschaftsuniversität Wien Sozial- und Wirtschaftswissenschaften studiert und noch während des Studiums bei Banken und Industrieunternehmen in Kanada, den USA und Belgien als Praktikant gearbeitet. Von 1978 bis 1987 arbeitete er für Nestlé SA in den Bereichen Controlling, Management und Marketing auf verschiedenen Märkten in Europa und Afrika. Seit 1987 ist er Geschäftsführer bei Industrie- und Finanzkontor Ets. in Liechtenstein, ein führendes Treuhandunternehmen mit Tradition und Expertise in der langfristigen und generationsübergreifenden Erhaltung von Vermögen, insbesondere von Familienvermögen. Heute ist Prinz Michael von und zu Liechtenstein Präsident von Industrie- und Finanzkontor Ets., Gründer und Präsident von Geopolitical Intelligence Services AG sowie Mitgründer und Herausgeber von „Der Pragmaticus“.  Dies ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter).

    Wie weiter, Prinz Michael?
  7. 8. Sept.

    machtHunger: Wenn der Hunger regiert

    Ein Podcast über Missernten, Not und Krieg: Gastrosoph Peter Peter über die Rolle des Hungers in der Geschichte. Ein Podcast von Der Pragmaticus. Das Thema: Essen ist ein menschliches Grundbedürfnis. Wer genug zu essen hat, ist zufrieden. Hunger hingegen ist nicht nur auf einer ganz individuellen Ebene unerfreulich, sondern bringt, kollektiv betrachtet, gesellschaftliche Systeme ins Wanken. In dieser Ausgabe des Podcasts machtHunger geht es um die Allgewalt des Hungers. Und folglich erst einmal um die großen Hungersnöte der Menschheitsgeschichte – etwa die große Hungersnot in Irland im 19. Jahrhundert, die Hunderttausende Iren dazu trieb, das Land zu verlassen. Hunger, das wird im Laufe dieser Folge klar, ist nicht nur eine naturgegebene Katastrophe, sondern auch eine Waffe der Mächtigen gegen die Unmächtigen – ein uraltes Kriegsmittel, wie die Blockade von Leningrad oder der Holodomor in der Ukraine in den Anfängen der Sowjetunion zeigen.  Hunger ist deshalb auch tief in der Kultur von Gesellschaften verankert – in Kinderliedern, Volkserzählungen und sogar in Tischsitten – etwa dann, wenn es ums Aufessen am Mittagstisch geht. Apropos: Auch die „Arme-Leute-Küche“ hat viele Facetten und kann – im Wandel der Zeit – sogar höchst populär werden.  Playlist der Folge: Das Hungerlied. Dieter Süverkrüp. ConträrMusikDie Wasserrüben und der Kohl nach Johann Sebastian Bach (Quodlibet). Interpretiert von Dominique Visse. AlphaWovon lebt der Mensch aus der Dreigroschenoper von Bertold Brecht. Interpretiert von Chor und Orchester des Senders Freies Berlin. Wolfgang Neuss.Hungriger Wolf (Kinderlied). Interpretiert von Kathrin Wurzer und Thomas Havlik. Produktion: Erwin Kiennast. Nitron MediaWir haben Hunger, Hunger, Hunger. Mini Mike und die Singenden Kids. 1979501 Records DKÜber Peter Peter Der Kulturwissenschaftler Peter Peter ist in der bayerischen Hauptstadt München aufgewachsen, hat in Klassischer Philologie promoviert und ist Autor zahlreicher Bücher über das Reisen und die Kochkulturen dieser Welt (unter anderem verfasste er auch eine Kulturgeschichte des Schnitzels bzw. der österreichischen Küche). Er lehrte an der von Slow Food gegründeten Università delle scienze gastronomiche in Pollenzo und Colorno. Seit 2009 lehrt er für den Masterstudiengang des Zentrums für Gastrosophie der Universität Salzburg das Modul „Weltküchen und Kochsysteme“ und ist Mitglied der Deutschen Akademie für Kulinaristik. Sein jüngstes Buch ist den Zitrusfrüchten und Italien gewidmet. Es heißt Blutorangen und ist im Verlag Klaus Wagenbach erschienen. Für den Pragmaticus hat er einen lesenswerten Einstieg in die Gastrodiplomacy verfasst. Über machtHunger In unserer Podcastreihe machtHunger geht es um die Kulturgeschichte des Essens und alle wirtschaftlichen Verstrickungen und politischen Machtspiele, die mit dem Essen und mit kulinarischen Traditionen verbunden sind. macht Hunger ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter). Staffel I  machtHunger I: Nationalgerichte machtHunger II: Frankreich machtHunger III: Italien machtHunger IV: Das Schnitzel machtHunger V: Globale Küche machtHunger VI: Zucker! machtHunger VII: Slawische Küche machtHunger VIII: Jenseits des Fleisches Staffel II machtHunger I: Die Geschichte der Muskatnuss machtHunger II: Der lange Weg zum Besteck machtHunger III: Weltenlenkerin Kartoffel machtHunger IV: Alkohol – Geschichte einer rosaroten Brille machtHunger V: Salz, Ursprung von fast Allem machtHunger VI: Ekel: Das Grauen bei Tisch machtHunger VII: Wie der Tee drei Mal nach Europa kam machtHunger VIII: Es trieft! Eine Geschichte vom Fett Staffel III  machtHunger I: Bittersüß: Die Geschichte der Zitrusfrüchte machtHunger II: Warum dieses Weihnachtsessen? machtHunger III: Klasse Wein  machtHunger IV: Gurken für die Ewigkeit machtHunger V: Gemästete Mäuse: Das Essen der Antike machtHunger VI: Die Freiheit der Donauküchen  Staffel IV:  machtHunger I: Reis, das harte Brot machtHunger II: Alles Käse, was Alpenküche kann machtHunger III: O'zapft is: Der Kult ums Bier machtHunger IV: Wer lesen kann, kann kochen machtHunger V: Gerichte mit Geschichten machtHunger VI: Von der Schnauze bis zum Schwanz Staffel V: machtHunger I: Unser Brot gib uns heute machtHunger II: Gehen wir ein Eis essen? machtHunger III: Was ist das Nationalgericht der USA?

    machtHunger: Wenn der Hunger regiert
  8. 1. Sept.

    Was vom Ostblock übrig blieb

    Der Eiserne Vorhang ist seit 1989 Geschichte. Wie lange wirkt sein Schatten nach? Osteuropa-Experte Walter Mayr über die ehemaligen Grenzen, Euphorie und Ernüchterung. Ein Podcast von Pragmaticus. Das Thema:  Vergangenheitsbewältigung ist im Grunde genommen niemals vorbei. Welche Wunde der Eiserne Vorhang zwischen dem Osten und dem Westen Europas schlug, ist das Thema eines bei Zsolnay erschienen Buches mit dem Titel „Grenzfälle“, das die Zeit des Kalten Krieges wieder ins Gedächtnis ruft. An den Grenzen zwischen dem Osten und dem Westen Europas wurden Zäune, Wachtürme, Mauern und Todeszonen errichtet, um all jene Menschen aus dem Osten, die in den Westen wollten, zu erschießen. Walter Mayr, der Autor dieses Buches, hat sich fast 30 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs auf eine Spurensuche entlang der einstigen Demarkationslinie begeben, um die damals mörderische Zeit wiederaufleben zu lassen. Von Norwegen bis Georgien ergründet er, wie die Menschen die Erinnerung an diese Spaltung bewahren oder überwunden haben und was das für die heutige politische Situation in den ehemaligen Ländern des Warschauer Pakts bedeutet. Klar ist, sagt Mayr, dass auf die Euphorie der Grenzfreiheit längst auch eine Ernüchterung gefolgt ist. Ein Teil der Bevölkerung erlebt die Europäische Union als einen übergeordneten Machtblock, von dem sie sich doch 1989 eigentlich befreit hatten. Insofern führt die Vergangenheit also auch heute zu politischen Überwerfungen.   Unser Gast in dieser Folge:  Walter Mayr, geboren 1960 im bayerischen Aichach, begann 1990 als Reporter beim deutschen Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Er berichtete über die Kriege am Balkan und leitete die Büros des Spiegel in Wien, Moskau und Rom. Von 2019 bis 2026 war er Österreich-Korrespondent, von hier aus leitete er auch die Berichterstattung aus Südosteuropa. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Henri Nannen-Preis und den Deutschen Reporterpreis. Dies ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter).

    Was vom Ostblock übrig blieb
4,7
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