SONNTAGs-Jause

Der SONNTAG

Jeden SONNTAG serviert Chefredakteurin Sophie Lauringer mit ihren Gästen eine Jause mit Kuchen, Kaffee und manchmal auch mit Schlagobers. Wir erinnern uns an die Jausen unserer Kindheit, wo immer Zeit für Gespräche, Neuigkeiten und ein bisschen Tratsch war. Unsere Hörerinnen und Hörer bitten wir mit an den Jausentisch, das Rezept gibt es zu jeder Folge dazu. Credit: Rechte für den Podcast-Jingle der Sonntagsjause gehören dem SONNTAG.

  1. vor 4 Tagen

    Vorbildhafte Frauen

    Am 1. November spricht Anita Zieher, Schauspielerin und Theatermacherin, in der SONNTAGs-Jause über vorbildhafte Frauen und Erfinderinnen, von denen wir heute noch etwas lernen können. Zur Jause gab es Croissants mit Lemon Curd. Seit 20 Jahren beschäftigt sich Anita Zieher mit besonderen Frauen. Welche Typen haben es der geborenen Salzburgerin besonders angetan? „Frauen, die etwas Außergewöhnliches gemacht haben und ihren Weg gegangen sind, was gesellschaftlich bedeutend war.“  Ziehers Recherchen dauern bis zu einem Jahr und sind für sie oft sehr spannend – so führte die Theatermacherin ein Gespräch mit einem Atomphysiker. Das war für das Stück über die österreichische Physikerin Lise Meitner, „die den Nobelpreis nie bekommen hat, ihn aber verdient hätte. Jeder sollte von ihr gehört haben.“ Immer wieder beeindrucken sie Frauen vergangener Generationen: „Ada Lovelace hat vorhergesehen, dass es einmal KI geben könnte – vor 200 Jahren! Das finde ich bemerkenswert." Rezept: Lemon Curd Zutaten (für vier Gläser):  fünf frische Zitronenfünf Eier (zirka 225 Gramm), (Größe M)140 Gramm Zucker125 Gramm kalte Butter  Zubereitung:  Mit einem Zestenreißer Abrieb von fünf Zitronen in einer Schüssel sammeln. Dann die Zitronen halbieren und auspressen (zirka 150 Milliliter Zitronensaft). Den Zitronensaft mit dem Abrieb aufkochen. Die Eier und den Zucker zu einer weißen Creme aufschlagen. Die Hälfte des aufgekochten Zitronensafts zu der Eimasse hinzufügen. Die andere Hälfte des aufgekochten Zitronensafts im Topf lassen, die Eimasse hinzufügen und alles bei kleinster Stufe und unter ständigem Rühren stocken lassen. Die Masse sofort durch ein Sieb passieren und somit den Abrieb entfernen. Den Zitronenpudding leicht abkühlen lassen, sodass er nicht mehr dampft (zirka 75 Grad Celsius), dann die kalte Butter in kleinen Stückchen unterrühren. In vier saubere Gläser (à 120 Milliliter) füllen und kühl stellen.  Tipp von Anita Zieher: Lemon Curd passt besonders gut zu Scones!Quelle: einfachbacken.de

    Vorbildhafte Frauen
  2. 25. Okt.

    Der Staatsdiener

    Am 25. Oktober 2026, einen Tag vor dem Nationalfeiertag ist Wolfgang Mazal, Präsident des katholischen Laienrates und Arbeits- und Sozialrechtler, in der SONNTAGs-Jause zu Gast. Zur Jause gibt es eine Wurstsemmel und Apfel-Zimt-Schnecken. Als katholischer Mensch hat man heruntergebrochen zwei Loyalitäten: die dem Staat und die der Religion gegenüber – schon in Erinnerung an das Wort Jesu aus dem Matthäusevangelium: „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist.“  Der Arbeits- und Familienrechtler Wolfgang Mazal bricht große Themen gerne einfach herunter. Der Wiener Universitätsprofessor ist außerdem Präsident des katholischen Laienrates. Er denkt als überzeugter Demokrat viel nach über den Staat und unser Land und bezeichnet sich selbst durchaus gerne als Staatsdiener. Gemeinsamkeit ist das Gebot der Stunde und überfällig, meint Mazal. Rezept: Apfel-Zimt-Schnecken Zutaten (für 25 Stück):   Für den Teig 250 Gramm lauwarme Milchein Ei625 Gramm Weizenmehl 700100 Gramm Zuckersieben Gramm Salz42 Gramm Germ (= ein Würfel)100 Gramm zimmerwarme Butter  Für die Fülle ein Ei50 Gramm Zuckerfünf Gramm Zimtzwei Äpfel, gerieben  Zubereitung: Für den süßen Germteig in einer Rührschüssel die Milch mit dem Ei verrühren. Dann das Mehl dazugeben und die Germ daraufbröseln. Zum Schluss Salz, Zucker und die zimmerwarme Butter dazugeben und alles zu einem glatten Teig kneten. Anschließend den Teig zugedeckt zirka 30 Minuten rasten lassen. Den Teig auf eine Größe von zirka 60 x 60 cm ausrollen. Zimt und Zucker gut vermischen. Den ausgerollten Teig mit verquirltem Ei (einen Teil davon aufheben) bestreichen, mit der Zucker-Zimt-Mischung und den geriebenen Äpfeln bestreuen. Den Teig zu einer Rolle einrollen. Von der Rolle zirka zwei Zentimeter breite Scheiben abschneiden und diese in eine Auflaufform oder auf ein Backblech legen. Die Schnecken mit dem restlichen verquirlten Ei bestreichen und nochmal zehn Minuten gehen lassen. Danach bei 170 Grad zirka 25 Minuten backen.   Tipp: Wenn Sie die Schnecken in einer Auflaufform backen wollen, sollten Sie zwischen den einzelnen Scheiben zirka ein Zentimeter Abstand lassen, da sie während des Backens noch richtig aufgehen.   Quelle: backenmitchristina.at

    Der Staatsdiener
  3. 11. Okt.

    Role-Model für Gute Tage

    Der Kabarettist Günther Lainer jongliert am 11. Oktober 2026 in der SONNTAGs-Jause. Er erklärt, warum er "z'fleiß katholisch" ist und bleibt und wie eine Brettljause für ihn richtig gut schmeckt: mit Mohnflesserl und Erdäpfelkas! Günther Lainer lebt und arbeitet in Linz, weshalb er auch Gausl genannt wird. Er mag Wien und ist seit 1998 freischaffender (Klein-)Künstler vulgo Kabarettist. Der gelernte Tischler ist aber auch Religionslehrer, Pastoralassistent, Clown, Autor, Schauspieler und Jongleur. Jetzt ist der 57-Jährige Testimonial für die Aktion „Gute Tage“ der Katholischen Erwachsenenbildung, die speziell die ältere Generation anspricht. Was ist für Günther Lainer ein guter Tag? „Wenn ich gut geschlafen habe.“ Was ihm immer hilft, ist das Jonglieren, das er sehr weiterempfehlen kann. Aber Vorsicht: „Alles, was leicht aussieht, ist eigentlich schwere Arbeit.“ Rezept: Erdäpfelkas Damit ein Guter Tag auch ein guter Tag wird, sollte man auch gut essen. Günther Lainer verputzt immer gerne eine oberösterreichische Brettljause. Auf der darf ein Erdäpfelkas nicht fehlen. Zutaten (für sechs Portionen): 400 Gramm Erdäpfel, mehlig und gekocht150 Gramm Zwiebelnfein gehackt150 Milliliter Sauerrahm80 Gramm Butter, zimmerwarm1 Knoblauchzehe, gehackt20 Gramm Schnittlauch, fein geschnitten1 Prise Salz1 Prise Pfeffer  Zubereitung: Die ausgekühlten gekochten Erdäpfel schälen und reiben oder durch die Erdäpfelpresse drücken. Erdäpfelmasse in eine Schüssel geben und mit den fein gehackten Zwiebeln, Knoblauch, Salz, Pfeffer sowie der sehr weichen Butter gut vermischen. Abschließend den Sauerrahm untermengen und mit gehacktem Schnittlauch aromatisieren.   Tipp von Günther Lainer: Ein Mohnflesserl schmeckt besonders gut dazu. In Wien heißt das beliebte Gebäck Mohnstriezel.   Das Rezept stammt von der Plattform Ich koche!

    Role-Model für Gute Tage
  4. 4. Okt.

    Welttag des Podcasts

    Am 4. Oktober 2026 erzählt Tatjana Lukáš, Podcasterin und Geschäftsführerin des Forum Journalismus und Medien, in der SONNTAGs-Jause über ihre Begeisterung für Podcasts und die Tiroler Küche. Podcastformate sind gekommen, um zu bleiben. Das Audioformat, das über Streamingplattformen einfach auf dem Smartphone zeit- und ortsunabhängig gehört werden kann, feiert auch der 2014 ausgerufene Welt-Podcast-Tag am 30. September. Rezept: Kasknödel Zutaten:  25 Dekagramm KnödelbrotSalzgut ein Achtel Liter Milchzwei bis drei Eiervier Dekagramm Buttereine gehackte Zwiebelgewiegte PetersilieKümmel20 Dekagramm Käse (Graukäse, Bergkäse, evtl. gemischt mit bröseligem Topfen)zwei bis drei Esslöffel Mehl  Zubereitung:  Kleinwürfelig geschnittene Semmeln salzen, mit Eiermilch übergießen, durchmischen und ziehen lassen. Butter heiß werden lassen, die Zwiebel darin anrösten und mit der Petersilie und dem Kümmel zum Brot geben. Käse reiben, würfeln oder verbröseln und zugeben. Die Masse mit Mehl binden, nochmals etwa zehn Minuten ziehen lassen. Gegendweise werden diese Knödel unterschiedlich weiterverarbeitet. Die Knödel mit nassen Händen zu formen und in Suppe oder Salzwasser zu kochen, ist die einfachste Art. Manchmal gibt man zur Flüssigkeit geröstete Zwiebel und gebröselten Graukäse.     Tipp: Es ist auch gebräuchlich, zwei gekochte geriebene Erdäpfel unter die Masse zu geben. Häufig werden die Kasknödel in Butterschmalz herausgebacken oder flachgedrückt herausgepresst und dann erst in der Suppe gekocht oder ungekocht zu Sauerkraut gegessen.  Die gebackenen Kasknödel werden in Salzwasser mit Zieger kurz aufgekocht und dick mit Schnittlauch bestreut serviert. Als Beilage zu diesem Gericht eignen sich die verschiedensten Salate. Besonders gut schmeckt dazu das hausgemachte Rübenkraut. Dazu isst man beliebige Suppen, Salate oder trinkt Milch. Im Zillertal werden diese Kaspressknödel als „Zerggl“ bezeichnet. Manche mischen zum Teig noch etwas gebröselten „Grauen Kas“, geriebenen Bergkas oder bereiten ­eine Fülle aus gewiegtem und überdünstetem Spinat. Das Rezept stammt aus dem Buch "Tiroler Küche".

    Welttag des Podcasts
  5. 27. Sept.

    Die Seele Italiens – Welttag des Kaffees

    Vor dem Welttag des Kaffees am 1. Oktober spricht Autorin und Kaffeliebhaberin und -expertin Elisabetta De Luca in der SONNTAGs-Jause über guten Kaffee und die Kaffeetradition in Italien und Wien. Passend dazu hat sie uns ein Rezept für Tiramisu mitgebracht. Die Seele Italiens ist – nein, nicht immer der Vatikan – sondern una tazza di caffè; zumindest sieht das Elisabetta De Luca so. Aufgewachsen mit einem neapolitanischen Vater und einer Wiener Mutter wurde ihr die Liebe zum Kaffee in die Wiege gelegt – bis zu zehn Tassen trinkt sie täglich.Rezept: Tiramisu Zutaten (für vier Personen): 500 Gramm Mascarponevier Eier180 Gramm ZuckerSchale einer unbehandelten Zitrone und/oder Orangezwei Packungen Savoiardi (Biskotten)250 Milliliter cafféZucker für den cafféRumPrise SalzKakaopulver (bitter) zum Betreuen  Zubereitung: Das Eiweiß vom Dotter trennen und zu Schnee schlagen. Danach den Dotter gemeinsam mit dem Zucker und einer Prise Salz schaumig rühren. Den Mascarpone hinzufügen und zu einer dicken Creme verrühren. Mit geriebener Zitronen- und/oder Orangenschale verfeinern. Abschließend den Eischnee unterheben. Nun einen starken caffé machen, zuckern und auskühlen lasen. Dann mit Rum vermischen und die Savoiardi oder Biskotten darin tränken. In einer Form auflegen, mit einer Schicht Creme bestreichen, nochmals eine Schicht getränkter Savoiardi darauflegen und mit einer Schicht Creme abschließen. Danach mindestens drei Stunden (besser über Nacht) kaltstellen. Vor dem Servieren mit bitterem Kakaopulver bestreuen.    Das Rezept stammt aus dem Buch "Una Tazza di Caffé - Die Seele Italiens in einer Tasse".

    Die Seele Italiens – Welttag des Kaffees
  6. 20. Sept.

    Der Vielschreiber

    Am 20. September 2026 ist Pater Andreas Batlogg, Priester, Jesuit und Publizist in der SONNTAGs-Jause zu hören. Die Publikationsliste des Vielschreibers umfasst 55 Seiten. Nun hat Pater Batlogg eine Biografie über Erzbischof Josef Grünwidl geschrieben. Der aus Vorarlberg stammende Pater Andreas Battlog ist ein Vielschreiber. Jetzt widmete er sich in einer biographischen Annäherung dem Wiener Erzbischof Josef Grünwidl. Er bezeichnet ihn als Glücksfall für die Wiener Kirche. Warum? Weil Josef Grünwidl die Erzdiözese gut kennt und weil er ein erfahrener Seel-Sorger im wahresten Sinn des Wortes ist. Rezept: Jesuitentee   Hinter dem Namen verbirgt sich der Mexikanische Drüsengänsefuß (Dysphania ambrosioides), in seiner Heimat auch als Epazote bekannt. Schon lange bevor europäische Entdecker die Neue Welt erreichten, nutzten indigene Völker das aromatische Kraut als Heil- und Gewürzpflanze.   Es galt als Mittel gegen Verdauungsbeschwerden und fand zugleich seinen festen Platz in der Küche, etwa als Gewürz für Bohnen- und Maisgerichte. Mit den spanischen Eroberern und Missionaren gelangte das Wissen über die Pflanze nach Europa. Die Jesuiten waren dafür bekannt, Heilpflanzen aus fernen Ländern zu erforschen und ihre Anwendung weiterzugeben. In Europa wurde das Kraut vor allem als Heiltee geschätzt. Gleichzeitig blieb die Pflanze ein Gewürz und verbindet bis heute Genuss und Heilkunde.   Zutaten:  zwei Teelöffel getrockneter Jesuitentee (Epazote, bio)zwei Tassen WasserNach Belieben etwas Agavensirup oder frischer Zitronensaft zum Verfeinern Zubereitung: Das Wasser in einem kleinen Topf oder mit dem Wasserkocher zum Kochen bringen. Den Jesuitentee hinzugeben und die Hitze reduzieren. Das Ganze fünf bis zehn Minuten bei niedriger Temperatur ziehen lassen. Den Tee durch ein feines Sieb abseihen. Nach Wunsch mit Agavensirup oder einem Spritzer Zitronensaft abschmecken.    Hinweis: Jesuitentee enthält ätherische Öle und sollte wegen des Wirkstoffs Ascaridol nur in Maßen und nicht dauerhaft getrunken werden. In der Küche wird er traditionell auch als Gewürz für Bohnengerichte genutzt, um Blähungen zu verringern.Buchtipp: Für euch ­Bischof, mit euch Christ Der Jesuiten-­Publizist Andreas R. Batlogg erstellt ein einfühlsames theologisches Porträt des Wiener Erzbischofs, das sein bisheriges Wirken und seine Vision für die Kirche aufzeigt.  Andreas R. Batlogg SJ, Für euch ­Bischof, mit euch Christ, 192 Seiten, EUR 25,00 ISBN 978–3–7022–4369–2, ISBN 978-3-85351-341-5, Tyrolia Verlag & Wiener Dom-Verlag.   Das Buch erscheint am 1. Oktober 2026.    Hier bestellen!

    Der Vielschreiber

Info

Jeden SONNTAG serviert Chefredakteurin Sophie Lauringer mit ihren Gästen eine Jause mit Kuchen, Kaffee und manchmal auch mit Schlagobers. Wir erinnern uns an die Jausen unserer Kindheit, wo immer Zeit für Gespräche, Neuigkeiten und ein bisschen Tratsch war. Unsere Hörerinnen und Hörer bitten wir mit an den Jausentisch, das Rezept gibt es zu jeder Folge dazu. Credit: Rechte für den Podcast-Jingle der Sonntagsjause gehören dem SONNTAG.

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