Denkfabrik Medizin

Dr. Ingo Krenz & Dr. Andreas Klinge

In diesem Podcast geht es um das ärztliche Denken. Insbesondere um Aspekte, wie Ärzte eine Diagnose stellen und was auf dem Weg der Diagnosestellung für Fallstricke und häufige Denkfehler auftreten können. Dazu gehören so spannende Fragen wie: - wie werden Diagnosen gestellt oder gar gemacht? - was sind die Unterschiede zwischen Mustererkennung und analytischem Denken? - welche Tests setzen wir zur Diagnosefindung ein und wie bewerten wir die Ergebnisse? - und nicht zuletzt: wie gehen wir mit der Neigung unseres Gehirns um, Denkfehlern aufzusitzen? Mit all diesen Fragen beschäftigen wir uns im Podcast. Dabei stellen wir immer ein Fallbeispiel aus unserer eigenen Praxis vor. Wir beide, Ingo Krenz und Andreas Klinge sind Internisten aus Hamburg. Nachdem wir unsere Weiterbildung in Hamburger Krankenhäusern absolviert haben, sind wir beide seit mehr als 20 Jahren in der Praxis tätig. Ingo mit einem Schwerpunkt in der Nephrologie und Andreas mit einem Schwerpunkt in der Diabetologie. Der Podcast erscheint alle 4 Wochen und richtet sich an Medizinerinnen und Mediziner. Wir denken dabei an ärztliche Kolleginnen und Kollegen, die am Denken und den Fehlermöglichkeiten, die dabei auftreten können, interessiert sind. Wir denken aber auch an Studierende in den klinischen Semestern, die gerade dabei sind, das Diagnosestellen zu erlernen. Unsern Podcast kann auf Spotify, Apple Podcasts und überall, wo es Podcasts gibt abonniert werden.

  1. 15. Juli

    Folge 42: Every Patient tells their story

    Zwei Patienten, beide 28 Jahre alt, kommen mit Arthritis, Hautausschlag und Müdigkeit. Bei der jungen Frau hat man sofort ein Bild vor Augen – beim jungen Mann gerät das Denken ins Stocken. Woran liegt das? In dieser Folge der Denkfabrik Medizin sprechen Ingo und Andreas darüber, wie stark Geschlecht und Alter die Prätestwahrscheinlichkeit einer Erkrankung verschieben – und warum es sich lohnt, die Geschlechtsverteilung von Anfang an mitzudenken. Aus einer früher einmal flapsig hingeworfenen Bemerkung („das ist eine Männer-“ bzw. „eine Frauenkrankheit“) wird ein ernst gemeintes diagnostisches Werkzeug. Als roten Faden nutzen die beiden zwei Konzepte, die sich durch die ganze Folge ziehen: das Illness-Script – die persönliche „Karteikarte“ zu jeder Erkrankung in unserer inneren Bibliothek – und das Base-Rate-Denken, also die Frage, wie häufig eine Erkrankung in genau dieser Patientengruppe überhaupt ist. Am Ende bleibt eine einfache Botschaft: Die Base-Rate denkt immer mit. Wer Geschlecht und Alter von Anfang an einbezieht, kommt zu einer fokussierteren, begründeten Differentialdiagnose – und läuft seltener in die Irre. Als grobe Faustregel: Ab etwa 3:1 lohnt sich der bewusste Blick auf die Geschlechtsverteilung, ab 10:1 betrifft eine Erkrankung fast nur ein Geschlecht. Jetzt reinhören und mitdenken. Wie in der Folge angekündigt, findet ihr hier zusätzlich eine Übersicht (PDF) mit Erkrankungen, die eine deutliche Frauen- bzw. Männerprädominanz zeigen: https://tinyurl.com/33e3v7w9 Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de Links und Tipps: Rolf Dobelli – „Die Kunst des klaren Denkens: 52 Denkfehler, die Sie besser anderen überlassen“ Hanser 2011 – ISBN 978-3-446-42682-5 (Base-Rate-Neglect, das Beispiel „Markus“) Danielle Ofri – „What Patients Say, What Doctors Hear“ Beacon Press 2017 – ISBN 978-0-8070-6263-0 (Zuhören und die durchschnittliche Unterbrechung nach ~18 Sekunden) Jerome Groopman – „How Doctors Think“ Houghton Mifflin 2007 – ISBN 978-0-618-61003-7 (der Fall bei Dr. Falchuk – das weiße Blatt Papier) Gerd Gigerenzer – „Risiko: Wie man die richtigen Entscheidungen trifft“ C. Bertelsmann 2013 – ISBN 978-3-570-10103-2 (Risikokompetenz und das Denken in natürlichen Häufigkeiten)

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In diesem Podcast geht es um das ärztliche Denken. Insbesondere um Aspekte, wie Ärzte eine Diagnose stellen und was auf dem Weg der Diagnosestellung für Fallstricke und häufige Denkfehler auftreten können. Dazu gehören so spannende Fragen wie: - wie werden Diagnosen gestellt oder gar gemacht? - was sind die Unterschiede zwischen Mustererkennung und analytischem Denken? - welche Tests setzen wir zur Diagnosefindung ein und wie bewerten wir die Ergebnisse? - und nicht zuletzt: wie gehen wir mit der Neigung unseres Gehirns um, Denkfehlern aufzusitzen? Mit all diesen Fragen beschäftigen wir uns im Podcast. Dabei stellen wir immer ein Fallbeispiel aus unserer eigenen Praxis vor. Wir beide, Ingo Krenz und Andreas Klinge sind Internisten aus Hamburg. Nachdem wir unsere Weiterbildung in Hamburger Krankenhäusern absolviert haben, sind wir beide seit mehr als 20 Jahren in der Praxis tätig. Ingo mit einem Schwerpunkt in der Nephrologie und Andreas mit einem Schwerpunkt in der Diabetologie. Der Podcast erscheint alle 4 Wochen und richtet sich an Medizinerinnen und Mediziner. Wir denken dabei an ärztliche Kolleginnen und Kollegen, die am Denken und den Fehlermöglichkeiten, die dabei auftreten können, interessiert sind. Wir denken aber auch an Studierende in den klinischen Semestern, die gerade dabei sind, das Diagnosestellen zu erlernen. Unsern Podcast kann auf Spotify, Apple Podcasts und überall, wo es Podcasts gibt abonniert werden.

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