Paläotalk

Luan Thomas

Paläontologie ist mehr als Dinosaurierknochen ausbuddeln in der Wüste – es ist eine faszinierende Reise in die Vergangenheit zu uralten Ökosystemen oder gigantischen und seltsamen Kreaturen, die heute ausgestorben sind. „Paläotalk“ will diesen Wundern der Urzeit auf die Schliche kommen - und das mit zahlreichen Forscher:innen aus allen erdenklichen Bereichen. Moderiert vom Journalisten Luan Thomas ist jede Folge eine Zeitreise zurück in die Vergangenheit. Fachlich fundiert, unterhaltsam erzählt und voller Aha-Momente. . . . . ©Bildcopyright: Joschua Knüppe ©Musikcopyright: Oskar Schillings

  1. vor 4 Tagen

    52. Kambrische Radiation – Als das Leben so richtig Fahrt aufnahm

    Ein Großteil der heute bekannten Tierstämme taucht im Fossilbericht scheinbar innerhalb eines erstaunlich kurzen Zeitraums auf. Zu Beginn des Kambriums, vor etwa 541 Millionen Jahren, entstehen plötzlich ganz unterschiedliche Körperformen: Tiere mit Außenskeletten, Gliedmaßen, komplexen Sinnesorganen und völlig neuen Lebensweisen. Es ist die Zeit einer Radiation, einer quasi explosionsartigen Ausbreitung des Lebens im Kambrium. Doch die Geschichte des tierischen Lebens beginnt nicht erst mit dem Kambrium. Schon Milliarden Jahre zuvor gab es Organismen, die möglicherweise wichtige Schritte auf dem Weg zu den ersten komplexen Tieren darstellen. Welche Entwicklungen führten also zur Vielfalt des Kambriums, warum erscheinen so viele unterschiedliche Baupläne scheinbar gleichzeitig, und was können uns die Fossilien über diese entscheidende Phase der Evolution erzählen? Gemeinsam mit Paläontologe Julien Kimmig reisen wir zurück in eine Zeit, in der Trilobiten am Meeresgrund huschten und die größten Räuber merkwürdige, rund einen Meter lange Arthropoden mit garnelenartigen Fortsätzen waren. Mehr zur kambrischen Fäkalrevolution, dem Antrieb für diekambrische Radiation könnt ihr hier nachlesen: https://www.smnk.de/uploads/tx_psbpublication/KimmigBicknell2026TREE_Cambrian_fecal_revolution.pdf Und noch mehr Paläotalk gibt es auf Instagram: ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://www.instagram.com/palaeotalk⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠ . . ©Bildcopyright: John Sibbick

    52. Kambrische Radiation – Als das Leben so richtig Fahrt aufnahm
  2. 16. Okt.

    51. Temnodontosaurus – Der verletzte Mistelgauer-Riesen-Ichthyosaurier

    Ein verletzter Ichthyosaurier, Magensteine im Bauchraum und ein Fossil, das eine bislang unbekannte Geschichte über eine der größten Gattungen innerhalb der Fischsaurier erzählt: Der Fund aus der Tongrube Mistelgau bei Bayreuth gibt einen ungewöhnlich detaillierten Einblick in das Leben eines Temnodontosaurus. Das etwa sieben Meter lange Tier hatte deutliche Verletzungen an Kiefer- und Schultergelenk, überlebte diese jedoch offenbar über längere Zeit. Seine stark abgenutzten Zähne und die selten nachgewiesenen Magensteine liefern dabei wichtige Hinweise darauf, wie es mit seinen Verletzungen zurechtkam. Gleichzeitig zeigt der Fund, dass Temnodontosaurus im südwestdeutschen Meeresbecken länger überlebte als bisher angenommen. Wie lassen sich Verletzungen an einem 180 Millionen Jahre alten Skelett rekonstruieren? Was verraten Magensteine über die Ernährung eines verletzten Fischsauriers – und warum sind sie bei Ichthyosauriern eine solche Rarität? Gemeinsam mit der Paläontologin Ulrike Albert am Urwelt-Museum Oberfranken und Stefan Eggmaier, Präparator am Museum und Mitautor der Studie, tauchen wir tief in die außergewöhnliche Fossilgeschichte von Mistelgau ein – und in die Welt eines Fischsauriers, dessen Skelett weit mehr preisgibt, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Die Publikation zum verletzten Riesen aus der Tongrube Mistelgau findet ihr hier: https://zitteliana.pensoft.net/article/172724/ Und noch mehr Paläotalk gibt es auf Instagram: ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://www.instagram.com/palaeotalk⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠ . . ©Bildcopyright: Joschua Knüppe

    51. Temnodontosaurus – Der verletzte Mistelgauer-Riesen-Ichthyosaurier
  3. 9. Okt.

    50. überLeben Walheimat Urmeer – Als Wale und Seekühe kurz vor Detmold lebten

    Mit dem Ende der Dinosaurier begann ein neues Kapitel der Erdgeschichte. Neue Lebensräume entstanden, Säugetiere breiteten sich immer weiter aus – und einige ihrer Nachfahren wagten im Laufe der Evolution sogar den Schritt zurück ins Wasser. Genau hier setzt das letzte Kapitel unserer Reise durch die Erdgeschichte Nordrhein-Westfalens an: Die Paläontologische Landesausstellung „überLeben – Walheimat Urmeer“ im Lippischen Landesmuseum Detmold führt uns in eine Zeit, in der dort, wo heute Städte, Wälder und Felder liegen, ein warmes Flachmeer lag. Vom 26. September 2026 bis zum 4. April 2027 können Besucherinnen und Besucher in diese längst vergangene Meereswelt eintauchen. Damals eroberten die ersten Seekühe, Wale und Robben das Wasser. Ihre Vorfahren lebten noch an Land, doch im Laufe der Evolution passten sie sich immer stärker an das Leben im Meer an. Ein besonderes Highlight der Ausstellung ist der Kervenheimer Wal. Das rund 6,5 Meter lange Fossil wurde bei Kevelaer-Kervenheim am Niederrhein entdeckt und zeugt davon, dass einst auch Wale durch die Gewässer des heutigen Nordrhein-Westfalens schwammen. Doch sie waren längst nicht die einzigen Tiere: Fossile Haizähne belegen die Anwesenheit beeindruckender Räuber, darunter auch Carcharodon hastalis, ein ausgestorbener Großhai. Und noch mehr Paläotalk gibt es auf Instagram: ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://www.instagram.com/palaeotalk⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠ . . ©Bildcopyright: Lippisches Landesmusem Detmold

    50. überLeben Walheimat Urmeer – Als Wale und Seekühe kurz vor Detmold lebten
  4. 25. Sept.

    48. Bioakustik – Wie ausgestorbene Insekten wieder hörbar werden

    Wie klang Asien vor rund 165 Millionen Jahren? Zwischen den Bäumen des Mittleren Jura könnten sich zirpende und trillernde Insekten gegenseitig überboten haben – und manche von ihnen erzeugten möglicherweise sogar Töne im Ultraschallbereich. Fossile Flügel außergewöhnlich gut erhaltener Langfühlerschrecken erlauben heute einen faszinierenden Einblick in diese längst vergangene Klanglandschaft. Mithilfe moderner Vergleichsuntersuchungen, Computersimulationen und maschinellen Lernens konnten Forschende rekonstruieren, welche Geräusche ausgestorbene Insekten einst erzeugten. Doch wie entstehen solche akustischen Signale überhaupt, und wie nehmen Insekten die Geräusche ihrer Artgenossen wahr? Welche erstaunlichen Strukturen haben sich im Laufe der Evolution entwickelt, um Schall zu erzeugen oder zu hören – von vibrierenden Membranen bei Zikaden bis hin zu den ungewöhnlichen Hörorganen verschiedener Insekten? Mit dem Biologen Björn Thorin Jonsson von der Universität Graz schauen wir uns tierische Kommunikationssysteme an, aka Bioakustik. Das Paper zu den außergewöhnlichen Insekten-Klängen aus der Jurazeit Asiens findet ihr hier: https://www.pnas.org/doi/10.1073/pnas.2615107123 Repertoire das Leierschwanz, nur für euch: https://youtu.be/mSB71jNq-yQ?si=FEMSVDEneimgyA90 Und noch mehr Paläotalk gibt es auf Instagram: ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://www.instagram.com/palaeotalk⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠ . . ©Bildcopyright: Hartono subagio von Pexels

    48. Bioakustik – Wie ausgestorbene Insekten wieder hörbar werden
  5. 18. Sept.

    47.10 Prehistoric Planet – Nordamerika, eine Welt vor unserer Zeit

    Nichts kann Nordamerikas Top-Raubtier, den T.rex einschüchtern, dessen Größe und Biss eine tödliche Kombination darstellen - bis auf einen riesigen, geflügelten Gegner. „Prehistoric Planet“ begeisterte ab dem 23. Mai 2022 weltweit zahlreiche Paläontologie- und Naturdokumentations-Fans und wurde zu einem beeindruckenden Kapitel der modernen Paläomedien auf Apple TV+. Unter der Leitung der Executive Producer Jon Favreau und Mike Gunton entführt die Serie die Zuschauer 66 Millionen Jahre zurück in die späte Kreidezeit – eine Ära, in der Dinosaurier ihre Herrschaft über die Erde auf dem Höhepunkt hielten. Wie jede Rekonstruktion der Erdgeschichte steht auch „Prehistoric Planet“ vor der Herausforderung, dass sich wissenschaftliche Erkenntnisse ständig weiterentwickeln. Einige Darstellungen entsprechen heute nicht mehr vollständig dem aktuellen Forschungsstand, während andere auf begründeten Interpretationen basieren. Gemeinsam mit Paläokünstler Joschua Knüppe betrachten wir die fünf Episoden der ersten Staffel, analysieren die gezeigten Tiere und Lebensräume und ordnen ein, wie gut „Prehistoric Planet“ den Spagat zwischen spektakulärer Naturdokumentation und wissenschaftlicher Genauigkeit meistert. Wenn ihr jetzt Lust bekommen habt auf „Prehistoric Planet“, dann gibt es hier den Link zu ⁠⁠Apple TV+⁠⁠: ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://www.amazon.de/gp/video/detail/B0DH2G1QCY?ref_=atv_dp_season_select_s1⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠ Und noch mehr Paläotalk gibt es auf Instagram:⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://www.instagram.com/palaeotalk⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠ . . ©Bildcopyright: Apple TV

    47.10 Prehistoric Planet – Nordamerika, eine Welt vor unserer Zeit
  6. 18. Sept.

    47.9 Prehistoric Planet – Die Ozeane des Planeten vor unserer Zeit

    Tief unter der Wasseroberfläche lauert das größte Raubtier der Welt, der Mosasaurus, und wartet auf arglose Beute. „Prehistoric Planet“ begeisterte ab dem 23. Mai 2022 weltweit zahlreiche Paläontologie- und Naturdokumentations-Fans und wurde zu einem beeindruckenden Kapitel der modernen Paläomedien auf Apple TV+. Unter der Leitung der Executive Producer Jon Favreau und Mike Gunton entführt die Serie die Zuschauer 66 Millionen Jahre zurück in die späte Kreidezeit – eine Ära, in der Dinosaurier ihre Herrschaft über die Erde auf dem Höhepunkt hielten. Wie jede Rekonstruktion der Erdgeschichte steht auch „Prehistoric Planet“ vor der Herausforderung, dass sich wissenschaftliche Erkenntnisse ständig weiterentwickeln. Einige Darstellungen entsprechen heute nicht mehr vollständig dem aktuellen Forschungsstand, während andere auf begründeten Interpretationen basieren. Gemeinsam mit Paläokünstler Joschua Knüppe betrachten wir die fünf Episoden der ersten Staffel, analysieren die gezeigten Tiere und Lebensräume und ordnen ein, wie gut „Prehistoric Planet“ den Spagat zwischen spektakulärer Naturdokumentation und wissenschaftlicher Genauigkeit meistert. Wenn ihr jetzt Lust bekommen habt auf „Prehistoric Planet“, dann gibt es hier den Link zu ⁠⁠Apple TV+⁠⁠: ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://www.amazon.de/gp/video/detail/B0DH2G1QCY?ref_=atv_dp_season_select_s1⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠ Und noch mehr Paläotalk gibt es auf Instagram:⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://www.instagram.com/palaeotalk⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠ . . ©Bildcopyright: Apple TV

    47.9 Prehistoric Planet – Die Ozeane des Planeten vor unserer Zeit
  7. 18. Sept.

    47.8 Prehistoric Planet – Die Sümpfe des Planeten vor unserer Zeit

    In einem von Dürre geplagten Talbecken in dem schon viele umgekommen sind, verteidigt ein alter Pachycephalosaurus-Bulle seine Führungsrolle gegen einen jungen Herausforderer. „Prehistoric Planet“ begeisterte ab dem 23. Mai 2022 weltweit zahlreiche Paläontologie- und Naturdokumentations-Fans und wurde zu einem beeindruckenden Kapitel der modernen Paläomedien auf Apple TV+. Unter der Leitung der Executive Producer Jon Favreau und Mike Gunton entführt die Serie die Zuschauer 66 Millionen Jahre zurück in die späte Kreidezeit – eine Ära, in der Dinosaurier ihre Herrschaft über die Erde auf dem Höhepunkt hielten. Wie jede Rekonstruktion der Erdgeschichte steht auch „Prehistoric Planet“ vor der Herausforderung, dass sich wissenschaftliche Erkenntnisse ständig weiterentwickeln. Einige Darstellungen entsprechen heute nicht mehr vollständig dem aktuellen Forschungsstand, während andere auf begründeten Interpretationen basieren. Gemeinsam mit Paläokünstler Joschua Knüppe betrachten wir die fünf Episoden der ersten Staffel, analysieren die gezeigten Tiere und Lebensräume und ordnen ein, wie gut „Prehistoric Planet“ den Spagat zwischen spektakulärer Naturdokumentation und wissenschaftlicher Genauigkeit meistert. Wenn ihr jetzt Lust bekommen habt auf „Prehistoric Planet“, dann gibt es hier den Link zu ⁠⁠Apple TV+⁠⁠: ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://www.amazon.de/gp/video/detail/B0DH2G1QCY?ref_=atv_dp_season_select_s1⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠ Und noch mehr Paläotalk gibt es auf Instagram:⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://www.instagram.com/palaeotalk⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠ . . ©Bildcopyright: Apple TV

    47.8 Prehistoric Planet – Die Sümpfe des Planeten vor unserer Zeit
4,8
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Paläontologie ist mehr als Dinosaurierknochen ausbuddeln in der Wüste – es ist eine faszinierende Reise in die Vergangenheit zu uralten Ökosystemen oder gigantischen und seltsamen Kreaturen, die heute ausgestorben sind. „Paläotalk“ will diesen Wundern der Urzeit auf die Schliche kommen - und das mit zahlreichen Forscher:innen aus allen erdenklichen Bereichen. Moderiert vom Journalisten Luan Thomas ist jede Folge eine Zeitreise zurück in die Vergangenheit. Fachlich fundiert, unterhaltsam erzählt und voller Aha-Momente. . . . . ©Bildcopyright: Joschua Knüppe ©Musikcopyright: Oskar Schillings

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