Blaue Reihe nachgefragt – Der Psychotherapie-Podcast

Hogrefe Verlag

Unser Podcast bringt wissenschaftlich fundiertes Wissen verständlich auf den Punkt. Psychische Erkrankungen betreffen Millionen von Menschen – und dennoch bleiben bisher viele Fragen unbeantwortet. Gemeinsam mit renommierten Expertinnen und Experten sprechen wir über psychische Störungen, ihre Ursachen, Behandlungsmöglichkeiten und Wege zu einem besseren Umgang mit den Herausforderungen des Alltags. Seit über 75 Jahren ist der Hogrefe Verlag der führende europäische Wissenschaftsverlag in Psychologie, Psychotherapie und Psychiatrie. Erfahren Sie mehr unter: www.hogrefe.de

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  1. vor 2 Std.

    Alkoholabhängigkeit – Ist Alkoholabstinenz realistisch?

    Inhaltshinweis: In dieser Folge geht es um Alkoholabhängigkeit, problematischen Alkoholkonsum, Entzugserscheinungen und die Belastungen für Betroffene und Angehörige. Die Inhalte können für Menschen mit eigenen Erfahrungen oder Erfahrungen im nahen Umfeld belastend sein. Woran lässt sich eine Alkoholabhängigkeit erkennen und welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? In dieser Folge von Blaue Reihe nachgefragt spricht Anita Wilke mit Prof. Dr. Johannes Lindenmeyer darüber, wie eine Abhängigkeit entsteht, welche Faktoren dabei eine Rolle spielen und wie Betroffene Unterstützung finden können. Im Mittelpunkt stehen unterschiedliche Formen des Umgangs mit Alkohol, mögliche Anzeichen einer Abhängigkeit und die Frage, warum nicht allein die konsumierte Alkoholmenge entscheidend ist. Außerdem geht es um den Einfluss genetischer Voraussetzungen, familiärer Prägungen und sogenannter Trigger, die erneuten Alkoholkonsum begünstigen können. Das erwartet Sie in dieser Folge: • Woran lässt sich eine Alkoholabhängigkeit erkennen? • Warum ist nicht allein die Trinkmenge entscheidend? • Welche Rolle spielen genetische Voraussetzungen und familiäre Prägungen? • Was sind Trigger und wie können sie erneuten Konsum begünstigen? • Welche Behandlungs- und Unterstützungsmöglichkeiten gibt es? • Wie können Angehörige helfen und wo finden sie selbst Unterstützung? • Wie lässt sich ein bewussterer Umgang mit Alkohol fördern? Eine wichtige Botschaft der Folge: Alkoholabhängigkeit hat nicht die eine Ursache und lässt sich nicht allein an der Trinkmenge erkennen. Schwierigkeiten, den Konsum zu kontrollieren oder zu beenden, und mögliche Entzugserscheinungen können wichtige Hinweise sein. Scham und Stigmatisierung erschweren es Betroffenen jedoch häufig, frühzeitig professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Auch Angehörige stehen oft vor der Herausforderung, mit der Situation umzugehen und die betroffene Person zu unterstützen. Dabei ist es wichtig, die eigenen Bedürfnisse, Grenzen und die persönliche Sicherheit nicht aus dem Blick zu verlieren. Gast der Episode: Prof. Dr. Johannes LindenmeyerProf. Dr. Johannes Lindenmeyer ist Psychologischer Psychotherapeut und Experte für Suchterkrankungen. Von 1996 bis 2019 war er Direktor der salus klinik Lindow für Psychosomatik und Sucht. Seit 2018 ist er Professor für Klinische Psychologie mit Schwerpunkt Rehabilitationspsychologie an der Medizinischen Hochschule Brandenburg. Als Autor, Trainer und Supervisor verbindet er wissenschaftliche Expertise mit langjähriger praktischer Erfahrung. Hilfe und UnterstützungSuchtberatungsstellen, Selbsthilfegruppen, Psychotherapeut*innen und medizinische Einrichtungen bieten unterschiedliche Unterstützungsmöglichkeiten für Betroffene und Angehörige. Eine Beratungsstelle kann dabei helfen, die persönliche Situation einzuschätzen und geeignete nächste Schritte zu finden. Wichtig: Bei einer bestehenden Alkoholabhängigkeit sollte ein Entzug ärztlich begleitet werden, da schwerwiegende Entzugserscheinungen auftreten können. LiteraturempfehlungRatgeber Alkoholabhängigkeit – Hogrefe Verlag Der Ratgeber bietet einen weiterführenden Einstieg in das Thema Alkoholabhängigkeit. Wenn Ihnen die Folge gefällt, abonnieren Sie Blaue Reihe nachgefragt, empfehlen Sie den Podcast weiter und folgen Sie uns auf Instagram.

  2. 29. Sept.

    Narzissmus - Wie können wir mit ihm umgehen?

    Es lohnt sich, den Begriff Narzissmus genauer zu beleuchten, denn zwischen gesundem Narzissmus, problematischen narzisstischen Persönlichkeitsmerkmalen und einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung gibt es wichtige Unterschiede. In dieser Folge von Blaue Reihe nachgefragt geht es darum, wie sich Narzissmus äußern kann, woran man problematische narzisstische Verhaltensweisen erkennt und welche unterschiedlichen Formen von Narzissmus es gibt. Im Gespräch mit Prof. Dr. Claas-Hinrich Lammers geht es außerdem darum, wie Narzissmus Beziehungen und den Alltag beeinflussen kann, welche Rolle Selbstwert, Scham und Empathie spielen und welche Möglichkeiten der Behandlung bestehen. Außerdem wird die Perspektive von Angehörigen thematisiert: Wie kann man mit narzisstischem Verhalten umgehen, welche Grenzen können sinnvoll sein und wann kann eine Trennung die bessere Lösung sein? Gast der Episode: Prof. Dr. Claas-Hinrich Lammers Prof. Dr. Claas-Hinrich Lammers ist Professor und Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie ärztlicher Direktor der Asklepios Klinik in Hamburg. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf psychischen Erkrankungen und Persönlichkeitsstörungen. Im Gespräch erklärt er komplexe Zusammenhänge rund um Narzissmus verständlich und aus der Perspektive von Psychiatrie und Psychotherapie. Was ist Narzissmus? Narzissmus ist nicht grundsätzlich etwas Problematisches. Ein gewisses Maß an Selbstbezogenheit, das Streben nach Erfolg, Selbstbewusstsein oder der Wunsch nach Anerkennung gehören zum menschlichen Erleben. Wenn narzisstische Verhaltensweisen stark ausgeprägt sind und zu negativen Folgen führen, etwa zu wiederkehrenden Konflikten in Partnerschaften und im Berufsleben, sodass sogar Jobverlust und Trennungen drohen, kann Narzissmus problematisch werden. Entscheidend ist dabei, wie hoch der Leidensdruck der betroffenen Person selbst ist, die diese narzisstischen Verhaltensweisen zeigt. Im Gespräch wird zwischen verschiedenen Ausprägungen unterschieden. Besonders wichtig zwischen grandiosem Narzissmus und vulnerablem Narzissmus. Während grandiose Narzissten häufig selbstsicher, charismatisch und überzeugend auftreten, können vulnerable Narzissten nach außen eher zurückhaltend und unsicher wirken. Nicht jeder, der stört, ist gestört Eine zentrale Botschaft der Folge lautet: Nicht jeder Mensch, der sich egoistisch oder rücksichtslos verhält, hat eine narzisstische Persönlichkeitsstörung. Narzisstische Merkmale können in unterschiedlicher Ausprägung vorkommen. Erst wenn sie übermäßig stark ausgeprägt sind und zu erheblichen Problemen im Umgang mit anderen Menschen oder im eigenen Leben führen, kann von problematischem Narzissmus gesprochen werden. Literaturempfehlung Ratgeber Narzissmus Hat Ihnen diese Folge gefallen? Dann abonnieren Sie Blaue Reihe nachgefragt auf Spotify, Apple Podcast oder YouTube, empfehlen Sie den Podcast weiter und besuchen Sie unsere Website für weitere Informationen rund um psychische Gesundheit. Folgen Sie uns außerdem auf Instagram, um keine neuen Folgen zu verpassen.

  3. 28. Sept.

    Essstörungen - Wie können wir sie frühzeitig erkennen?

    Inhaltshinweis: In dieser Folge geht es um Essstörungen und damit verbundene Symptome, Warnzeichen sowie körperliche und psychische Folgen. Die Inhalte können für Menschen mit eigener oder vergangener Erfahrung mit Essstörungen belastend sein. Essstörungen beginnen häufig bereits in der Jugend oder im jungen Erwachsenenalter. In dieser Folge von Blaue Reihe nachgefragt spricht Anita Wilke mit Prof. em. Dr. Brunna Tuschen-Caffier darüber, wie Essstörungen entstehen, woran sie frühzeitig erkannt werden können und warum professionelle Unterstützung wichtig ist. Im Mittelpunkt stehen die drei Hauptformen Anorexia nervosa (Magersucht), Bulimia nervosa (Ess-Brech-Sucht) und Binge-Eating-Störung. Die Psychologische Psychotherapeutin und emeritierte Professorin erklärt, welche biologischen, psychischen und sozialen Faktoren bei der Entstehung eine Rolle spielen und warum es nicht die eine Ursache für eine Essstörung gibt. Das erwartet Sie in dieser Folge: • Welche Essstörungen gibt es und wie unterscheiden sie sich? • Woran können Angehörige und Betroffene erste Anzeichen erkennen? • Welche Risikofaktoren spielen eine Rolle? • Warum ist eine frühe Behandlung wichtig? • Welche ambulanten und stationären Behandlungsmöglichkeiten gibt es? • Wie können Angehörige hilfreich unterstützen? • Warum sind Rückschläge kein Zeichen des Scheiterns? Eine wichtige Botschaft der Folge: Essstörungen haben nicht die eine Ursache. Verschiedene biologische, psychische und umweltbezogene Faktoren können zusammenwirken. Dabei können auch erlernte Muster eine Rolle spielen – und was gelernt wurde, kann wieder verlernt werden. Auch Rückschläge können zum Behandlungsverlauf gehören. Sie bedeuten nicht, dass bisherige Fortschritte verloren sind, sondern können eine Gelegenheit sein, bereits erlernte Strategien erneut anzuwenden und weiterzuentwickeln. Gast der Episode: Prof. em. Dr. Brunna Tuschen-Caffier Prof. em. Dr. Brunna Tuschen-Caffier ist emeritierte Professorin und Psychologische Psychotherapeutin. Ein Schwerpunkt ihrer wissenschaftlichen und psychotherapeutischen Arbeit liegt auf der Entstehung und Behandlung von Essstörungen. Hilfe und Unterstützung Wenn Sie selbst von einer Essstörung betroffen sind oder sich Sorgen um eine nahestehende Person machen, holen Sie sich Unterstützung. Informationen und Beratungsangebote finden Sie beispielsweise bei spezialisierten Beratungsstellen. Auch der Austausch mit anderen Betroffenen oder Angehörigen, kann unterstützend sein. Literaturtipps Ratgeber Anorexia nervosa Ratgeber Bulimie Ratgeber Binge-Eating-Störung Hinweis: Nicht jedes auffällige Essverhalten bedeutet automatisch, dass eine Essstörung vorliegt. Entscheidend ist das Gesamtbild und insbesondere die Frage, wie stark das Verhalten das Leben der betroffenen Person beeinträchtigt. Wenn Ihnen die Folge gefällt, abonnieren Sie Blaue Reihe nachgefragt, empfehlen Sie den Podcast weiter und folgen Sie uns auf Instagram, um keine neuen Folgen zu verpassen.

Bewertungen und Rezensionen

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