Hörspiel

Das ist SRF Hörspiel: Ob als aktuelles Dialekt-Hörspiel, als rasant inszenierter Radio-Krimi oder als intimes Hörstück, es erwarten Sie überraschende Hörgeschichten

  1. vor 2 Tagen

    «1/2 Ellbogen» von Fatma Aydemir

    Migrantische Coming-of-Age Geschichte aus dem Grossstadtkiez. Überlebenskampf in der Parallelgesellschaft. Ein Mädchen und ihre Freundinnen zwischen den Welten. Zweiteilige Literaturbearbeitung eines Erfolgromans. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Samstag, 05.09.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur Die 17-jährige Hazal ist verletzlich und gleichzeitig grob, voller Energie und unnütz selbst in Billigjobs, überschäumend vor Hoffnungen und Ängsten. Eigentlich fast normal in diesem Alter. Aber Hazal lebt eingezwängt zwischen den traditionellen muslimischen Vorstellungen ihrer Eltern und der brutalen Realität ihres Berliner Kiezes. Auf der Suche nach Perspektive und Heimat macht sie schliesslich einen fatalen Fehler. «Ellbogen» erzählt die Geschichte von Hazal und ihren Freundinnen in Berlin, die alle ums Überleben kämpfen. Als plötzlich die Polizei hinter ihr her ist, flieht Hazal nach Istanbul, wo sie noch nie im Leben war. Lustig und traurig, wütend und zart stellt die Autorin Fatma Aydemir in ihrem Debütroman, aus dem Kirstin Petri ein zweiteiliges Hörspiel gemacht hat, eine grosse Frage: Was kann in dieser Welt aus einem Mädchen wie Hazal schon werden? Und gibt eine ebenso grosse Antwort: Alles. ____________________ Mit: Aysima Ergün (Hazal), Altine Emini (Elma), Deniz Orta (Gül), Uygar Tamer (Mutter), Orhan Müstak (Vater/Polizist/Mann), Thomas Reisinger (Detektiv), Burak Yigit (Onur), Jirka Zett (Eugen), Burkak Öztürk (Memet), Mehmet Atesci (Halil), Yasemin Cetinkaya (Gözde), Jale Arikan (Tante Semra), Elias Eilinghoff (Student), Ilknur Bahadir (Defne/Frau), Stephanie Ebner (Arzttochter 1), Julia Kunz (Arzttochter 2) ____________________ Musik: Peter Kaizar – Tontechnik: Tom Willen – Dramaturgie: Susanne Janson – Hörspielbearbeitung und Regie: Kirstin Petri ____________________ Produktion: SRF 2019 ____________________ Dauer: 50’ Den zweiten Teil des Hörspiels können Sie hier nachhören: https://www.srf.ch/audio/hoerspiel/2-2-ellbogen-von-fatma-aydemir?id=AUDI20260912_NR_0003

  2. 27. Aug.

    Junge Stimmen: «Zimmer 004»

    Jugendhörspiel aus der freien Szene. Ein Internat voller aufstrebender Talente. Ein Klassiker auf der Bühne und ganz viel Eifersucht und Neid hinter den Kulissen. Illegale Parties und heimliche Liebschaften. Und dann kommt es zu einem tragischen Unfall. Oder war es – heimtückische Absicht? Wer schon immer mal in den Kopf eines Teenagers hineinschauen wollte, hat bei diesem Hörspiel die Gelegenheit. Denn vom ersten geschriebenen Wort bis zum letzten gesungenen Ton, haben die jugendlichen Protagonisten der Talentförderklasse Schauspiel Solothurn das Zepter in der Hand – unterstützt von einem Projektteam aus Theaterpädagogik, Schauspiel- und Hörspielkunst, das im Schreibatelier, bei Improvisationen und der Mikrofonarbeit Handreichung gab. Gemeinsam haben die jungen Talente ein Hörspiel erschaffen, das Krimi, Komödie und «Coming of Age»-Story in einem ist. Ein wilder Fantasie-Ritt durch die herausfordernde Lebenswelt von Heranwachsenden: Mit einem Bein noch in einer märchenhaften Kinderwelt, mit dem anderen in der Realo-Leistungsgesellschaft, wo Arbeit und Freizeit den (Schul-)Rhythmus vorgeben. Eine wild mäandernde Geschichte, die Genregrenzen spielend einreisst und in einem Meer von Motiven, Stimmen, und Witzen mündet. Gefördert von der SRKS – Stiftung für Radio und Kultur Schweiz. ____________________ Mit: Jeanne Thomet (Rebecca Winter, Erzählerin), Alessia Guggenbühl (Elea von Gunten), Chloé Sjollema (Adèle Schlumpf), Ida Kling (Clara Glauber), Moya Wyss (Louise du Bois), Mila Strassburger (Lou Soltermann), Maxim Schwaegli (Marvin O’Coro), Lars Boscaini (Noah C. Davies), Susanne Zahnd (Aurelia Moskau), Martin Engler (Guido Rohbeck), Janna Mohr (Sabine Sebi), Dimitri Stapfer (Robert Grünbaum) ____________________ Hörspielbearbeitung, Schnitt, Mix und Regie: Martin Engler – Aufnahme: Ueli Karlen – Schreibcoach: Susanne Zahnd – Theaterpädagogik: Janna Mohr – Projektleitung: Dimitri Stapfer ____________________ Produktion: Talentförderklasse Solothurn 2026 ____________________ Dauer: 53’

  3. 20. Aug.

    Junge Stimmen: «Spazieren muss ich unbedingt»

    Textcollage. Robert Walser ist einer der bedeutendsten Schweizer Schriftsteller; seine Erzählung «Der Spaziergang» zählt zu seinen bekanntesten Werken. Ob dieser Text – inzwischen über 100 Jahre alt – auch jungen Literaturschaffenden etwas zu erzählen hat? Und wenn ja: was? Genau diese Frage stellte sich der Dramatiker und Hörspielregisseur Wolfram Höll mit Studierenden des Literaturinstituts Biel. Entstanden sind auf diesem Weg sechs neue Spaziergänge, in denen die (Schweizer) Welt durchschritten und betrachtet wird. Oder Kopf steht. Wo Figuren auftreten, denen auch schon Walsers Protagonist begegnet ist. Sechs Spaziergänger, die mal mit Walser Hand in Hand gehen, mal ihm nur von weitem zuwinken, und ein anderes Mal wieder schnurstracks vor ihm davonlaufen. Für die Solothurner Literaturtage 2017 hat die SRF Hörspielredaktion – zusammen mit der Grafikerin Franziska Nyffeler und dem Musiker Christian Müller – ein Liveprogramm mit diesen Texten geschaffen. Für die Radioversion hat Christian Müller auf seinen Solothurner Kompositionen aufgebaut und sie für die Ausstrahlung abgewandelt. «Spazieren muss ich unbedingt» ist eine Collage aus den Texten: «Strasse des Elends» (Matteo Emilio Baldi), «Jahreszeiten» (Nadja Geisser), «Von Tauben und Spatzen» (Milena Ana Keller), «Walser am Kreuzgang» (Alexandra Zysset), «Nachtspaziergang» (Luisa Tschannen) und «Schichtwechsel» (Lara Schaefer). ____________________ Mit: Inga Eickemeier, Elias Eilinghoff, Lotti Happle, Aaron Hitz, Rahel Hubacher und Thiemo Strutzenberger ____________________ Musik: Christian Müller – Tontechnik: Basil Kneubühler – Dramaturgie: Wolfram Höll – Regie: Susanne Janson ____________________ Produktion: SRF 2017 ____________________ Dauer: 54’

  4. 8. Aug.

    «Lukullus» von Bertolt Brecht, Samuel Schwarz, Raphael Urweider

    Bertolt Brechts Hörspiel «Das Verhör des Lukullus» aus dem Jahre 1939 war eine versteckte Kritik an Hitler. Urgesendet wurde es 1940 im Radio Beromünster. Über 80 Jahre später zeigt Regisseur Samuel Schwarz in seinem Hörspiel «Lukullus», dass Brechts Text nichts an Aktualität eingebüsst hat. Wer das Hörspiel im Radio hören will: Samstag, 08.08.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur Bertolt Brecht schrieb im Herbst 1939 kurz nach Kriegsausbruch das Hörspiel «Das Verhör des Lukullus» im schwedischen Exil. Das Hörspiel beginnt mit dem Grabeszug des gefallenen römischen Feldherren Lukullus. Der unerbittliche Kriegsherr, dessen Eroberungszüge zahlreiche Menschenleben forderte, muss sich im Reich der Toten, vor dem Gericht der Unterwelt, verantworten. Lukullus rechtfertigt seine Taten damit, dass er zum Wohle Roms gehandelt habe. Radio Beromünster sendete das Brecht-Hörspiel (Regie: Ernst Bringolf) erstmals im Mai 1940. Eine mutige Entscheidung des Schweizer Radiosenders, denn Brechts Stück konnte durchaus als Hitler-Kritik interpretiert werden. Rund 80 Jahre nach der Ausstrahlung des Hörspiels im Radio Beromünster setzt sich Samuel Schwarz mit «Das Verhör des Lukullus» und dessen Entstehungsgeschichte auseinander. In «Lukullus» zeigt er auf, dass Brechts Text auch heute noch nicht an Aktualität verloren hat, denn willkürliche Gewaltherrscher gab es natürlich nicht nur im römischen Reich oder während des Zweiten Weltkriegs. Samuel Schwarz arrangiert Brechts Text in Zeiten von medialer Selbstinszenierung und Fake News neu. Entstanden ist eine Spurensuche und eine Versuchsanordnung, die vom Römischen Reich über den Zweiten Weltkrieg bis ins heute ans WEF in Davos führen. ____________________ Mit: Ntando Cele, Gina D'Orio, Wanda Wylowa, Philippe Graber, Luc Müller, Samuel Schwarz, Ted Gaier, Gotta Depri, Hauke Heumann, Franck Edmond Yao alias Gadoukou la Star, Cymbeline Schwarz ____________________ Bearbeitung: Samuel Schwarz, Ted Gaier, Raphael Urweider – Musik: Michael Sauter, Ted Gaier, Gina D'Orio, Paul Dessau – Auszüge aus der Oper «Die Verurteilung des Lukullus» – Konzertsong: Reverend Beatman, Ntando Cele – Sounddesign: Michael Sauter – Tontechnik SRF: Björn Müller, Roland Fatzer – Regie: Samuel Schwarz ____________________ Produktion: SRF 2018 und Digitalbühne Zürich (400asa), in Zusammenarbeit mit Radio RaBe, gefördert von der SRKS (Stiftung für Radio und Kultur Schweiz) ____________________ Dauer: 49’

  5. 7. Aug.

    «Die Bagage» von Monika Helfer

    Monika Helfer war die grosse Erzählerin der österreichischen Literatur; 2026 ist sie gestorben. Die Geschichte ihrer eigenen Familie wie des Landes zeichnet sie in der «Bagage»-Trilogie nach. Sie beginnt im Vorarlberg, wo ganz hinten im Tal Familie Moosbrugger wohnt, als Randständige, als «Bagage» … Maria, die Mutter, bleibt mit den Kindern allein zurück. Durch ihre Schönheit ist sie nicht nur der Lust der Männer im Dorf, sondern auch dem Argwohn der Frauen ausgesetzt. Und sie wird abhängig vom Schutz und der Grosszügigkeit des Bürgermeisters. Da taucht Georg auf. Er spricht hochdeutsch und ist freundlich. Maria entdeckt mit ihm eine Nähe, welche ihr bisher unbekannt war. Kurze Zeit später ist sie schwanger, mit Grete. Es ist das Kind, mit dem der Familienvater Josef nie ein Wort sprechen wird – die Mutter von Monika Helfer. In «Die Bagage» nähert sich die Schriftstellerin der Geschichte ihrer Grosseltern und Eltern an. Dabei zeichnet sie eindringlich ein Frauenleben in Zeiten des Krieges nach und schafft einen aussergewöhnlichen Figuren- und Geschichtenkosmos. Mit ihrer Trilogie, bestehend aus «Die Bagage», «Vati» und «Löwenherz», ist Monika Helfer ein tiefer Einblick in die eigene Familiengeschichte gelungen. Die autofiktionalen Romane wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. ____________________ Mit: Dörte Lyssewski (Monika), Andrea Wenzl (Maria), Christoph Luser (Josef), Andreas Lust (Bürgermeister), Hannes Wegener (Georg), Michael Edlinger (Postbote), Sabine Muhar (Frau des Bürgermeisters), Johannes Seilern (Pfarrer), Oskar Weilenmann (Lorenz als Kind), Elisabeth Adam (Grete), Jano Lukas Putz (Heinrich), Damyan Andreev (Lorenz als Jugendlicher), Vassili Anando Putz (Walter) und Sophie Mavie Fritz (Katharina) ____________________ Tontechnik: Martin Leitner, Jakob Kainz, Melanie Inden, Thomas Rombach – Naturaufnahmen: Martin Leitner – Originalmusik: Fatima Dunn – Hörspielbearbeitung und Regie: Elisabeth Weilenmann ____________________ Produktion: HR/ORF/SRF 2024 ____________________ Dauer: 53’

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