Mittelstand hautnah - Klartext für Geschäftsführer und Unternehmer.

Christian Rahn

Wie treffen Unternehmer und Geschäftsführer im Mittelstand bessere Entscheidungen in Marketing, Vertrieb und Unternehmensführung? Mittelstand hautnah bringt echte Erfahrungen aus dem unternehmerischen Alltag. Keine Theorie, keine Hochglanzgeschichten. Themen, die im Tagesgeschäft wirklich anfallen: Marktpositionierung, Budgetentscheidungen, Wachstum unter Druck, der sinnvolle Einsatz von KI im Unternehmen. Jede Folge liefert Einordnung und konkrete Impulse, direkt anwendbar. Host: Christian Rahn, Sparringspartner für Geschäftsführer im Mittelstand.

  1. vor 5 Tagen

    Schema Du statt Schema F - Der passende Job für den richtigen Menschen

    Warum kündigen Menschen, obwohl die fachliche Aufgabe eigentlich passt? Weshalb führt eine Beförderung nicht automatisch zu mehr Wertschöpfung? Und wie können Unternehmen Arbeitsplätze so gestalten, dass Mitarbeiter ihre Stärken tatsächlich einbringen? Jenna van Houten beschreibt berufliche Passung als gemeinsame Aufgabe. Sie entsteht dort, wo Persönlichkeit, Werte, Stärken und die konkrete Rolle zusammenpassen. Dafür müssen Unternehmen nicht jedem Mitarbeiter einen eigenen Arbeitsplatz nach Wunsch bauen. Sie müssen zuerst wissen, wofür sie als Arbeitgeber stehen, wie Zusammenarbeit bei ihnen wirklich funktioniert und welche Anforderungen eine Rolle tatsächlich mit sich bringt. Im Gespräch geht es um die sieben Ebenen eines Jobprofils: von Fachlichkeit und Gehalt über Arbeitszeit und Strukturen bis zu Kultur, Weiterentwicklung und Sinn. Gerade die weniger sichtbaren Faktoren entscheiden häufig darüber, ob Menschen sich einbringen oder innerlich zurückziehen. Eine zentrale Unterscheidung lautet: Love it, change it or leave it. Unzufriedenheit muss nicht unmittelbar zur Kündigung führen. Oft lassen sich Prozesse, Arbeitszeiten, Zuständigkeiten oder die Zusammenarbeit verändern. Dafür braucht es Offenheit auf Arbeitgeberseite und Eigenverantwortung bei Mitarbeitern. Beide Seiten müssen aussprechen, was sie brauchen und was sie tatsächlich anbieten können. Auch Beförderungen werden kritisch betrachtet. Eine fachlich starke Person ist nicht automatisch die richtige Führungskraft. Fach- und Führungslaufbahnen können unterschiedliche Formen der Anerkennung und Weiterentwicklung bieten. Für Unternehmen bedeutet das: Mitarbeiterbindung entsteht nicht durch möglichst lange Betriebszugehörigkeit, sondern durch eine ehrliche Passung zwischen Mensch, Rolle und Organisation. Berufliche Passung geht über Fachkenntnisse und Gehalt hinaus.Arbeitgeber müssen ihre eigenen Ecken und Kanten kennen.Unzufriedenheit verlangt zunächst eine genaue Ursachenanalyse.Change it kann sinnvoller sein als ein vorschneller Wechsel.Beförderungen sind nicht der einzige Weg zur Wertschätzung.Fachkarriere und Führungslaufbahn sollten gleichwertig gedacht werden.Gute Führung braucht Mut, Empathie und klare Gespräche. Jenna van Hauten ist MSc-Psychologin, Unternehmerin und Autorin. Mit ihrer Coaching & Leadership Academy unterstützt sie Menschen dabei, ihr volles Potenzial im Job einzubringen – ebenso Führungskräfte, Arbeitgeber und Teams. Ihre Perspektive ist für Unternehmer besonders relevant, weil sie berufliche Passung nicht als individuelles Wohlfühlthema versteht, sondern als gemeinsame Aufgabe von Mensch, Führung und Organisation. Ihr Buch „Endlich ein Job, der zu mir passt!“ ist am 22. Juni erschienen. Jennas Leitgedanke lautet: Schema Du statt Schema F, denn beruflicher Erfolg folgt keinem einheitlichen Muster. 🔗 Buch: Endlich ein Job, der zu mir passt! 🧭 Kurz-Persönlichkeitstest: test.vanhauten.com 💼 LinkedIn: linkedin.vanhauten.com 📷 Instagram: insta.vanhauten.com Christian Rahn bewegt sich seit über drei Jahrzehnten zwischen Marken, Märkten und Menschen. Er unterstützt Unternehmer und Führungskräfte dabei, im Marketing Klarheit zu gewinnen. Sein Fokus liegt auf Struktur, Positionierung und sinnvollem Einsatz von KI. Immer mit dem Ziel, Entscheidungen sicherer zu machen. 🔗 LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/rahn-christian-cmo 🌐 Website: https://www.rahn.digital/ ✉️ Mail: podcast@rahn.digital

    Schema Du statt Schema F - Der passende Job für den richtigen Menschen
  2. 18. Aug.

    Dein Kunde entscheidet nicht rational. Dein Mitarbeiter auch nicht.

    Warum scheitern gut gemeinte Maßnahmen im Unternehmen? Was hat eine vertrocknete Büropflanze mit Führung zu tun? Und warum bringt eine zusätzliche Produktfunktion oft weniger als ein veränderter Weg zum Regal? Wolfgang Gehrer war selbst Marketingverantwortlicher in einem KMU und arbeitet heute als Keynote-Speaker zum Thema Verhaltensarchitektur. Im Gespräch mit Christian Rahn zeigt er an konkreten Beispielen, warum Unternehmen regelmäßig in die falschen Hebel investieren – und wie sich mit einfachen Mitteln messbare Ergebnisse erzielen lassen. Ein Seniorenheim verteilt Pflanzen. Niemand kümmert sich. Dieselben Pflanzen, selbst ausgesucht – plötzlich werden sie gehegt und gepflegt. Ein Flughafen verlängert den Fußweg zum Gepäckband – die Beschwerden verschwinden. Ein Anmeldeformular reduziert die Auswahl von acht auf zwei Optionen – 30 Prozent mehr Abschlüsse. Ein gebrauchter Skoda bekommt einen Namen – und verkauft sich ohne Preisverhandlung. Die Folge macht sichtbar, was viele Unternehmer übersehen: Die wirksamsten Veränderungen liegen selten im Produkt, im Preis oder im Prozess. Sondern darin, wie Menschen Situationen wahrnehmen und Entscheidungen treffen. Takeaways Beteiligung erzeugt Verantwortung – wer mitentscheidet, trägt mitWeniger Optionen führen oft zu mehr AbschlüssenDie Default-Einstellung bestimmt das Verhalten der MehrheitWahrnehmung zu verändern ist günstiger als Prozesse umzubauenDaten sind wertlos, wenn niemand die richtigen Fragen stelltKunden entscheiden emotional – auch im B2BDer größte Hebel liegt selten dort, wo das meiste Budget hinfließtGast Wolfgang Gehrer war selbst Marketingverantwortlicher in einem KMU und weiß, wie es sich anfühlt, mit knappen Budgets und internen Widerständen zu arbeiten. Heute bringt er als Keynote-Speaker Unternehmen dazu, ihre Prozesse aus der Perspektive menschlichen Verhaltens zu betrachten – mit Geschichten aus der Praxis statt Theorie aus dem Lehrbuch. 🔗 LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/wolfganggehrer/ 🌐 Website: https://wolfganggehrer.de Host Christian Rahn bewegt sich seit über drei Jahrzehnten zwischen Marken, Märkten und Menschen. Er unterstützt Unternehmer und Führungskräfte dabei, im Marketing Klarheit zu gewinnen. Sein Fokus liegt auf Struktur, Positionierung und sinnvollem Einsatz von KI. Immer mit dem Ziel, Entscheidungen sicherer zu machen. 🔗 LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/rahn-christian-cmo 🌐 Website: https://www.rahn.digital/ ✉️ Mail: podcast@rahn.digital

    Dein Kunde entscheidet nicht rational. Dein Mitarbeiter auch nicht.
  3. 11. Aug.

    Wenn Wissen in Rente geht – Über Erfahrungsmanagement im Mittelstand

    Wie sichert ein mittelständisches Unternehmen Erfahrungswissen, bevor langjährige Mitarbeiter in Rente gehen?Was unterscheidet dokumentiertes Wissen von Erfahrungswissen und warum ist genau das der blinde Fleck vieler Unternehmen? Welche Rolle spielen KI-gestützte Interviews und Lernplattformen beim Wissenstransfer im Mittelstand? 56 Prozent der Belegschaft sind über 50. Bei der ITV GmbH in Bielefeld ist das keine Statistik, sondern ein konkreter Handlungsdruck. Stefanie Bindzus, Geschäftsführerin in zweiter Generation, hat sich dieser Zahl gestellt – und angefangen, bevor es zu spät ist. Im Gespräch mit Christian Rahn beschreibt sie, warum klassisches Wissensmanagement zu kurz greift. Arbeitsanweisungen und Handbücher dokumentieren, was jemand tut. Aber nicht, warum. Nicht das Bauchgefühl bei Lieferantenverhandlungen, nicht die Abkürzungen im ERP-System, nicht die stillen Warnsignale, die nur erkennt, wer seit 20 Jahren dabei ist. Stefanie nennt es Erfahrungswissen – und genau das droht zu verschwinden. ITV geht das Problem pragmatisch an: mit geführten Interviews, KI-gestützter Aufbereitung und einer Lernplattform, die Wissen in kurze, mobile Einheiten zerlegt. Begleitet wird der Prozess von der Agentur Rinker und Rinker, die auf Wissensmanagement spezialisiert ist. Der erste große Testfall: die Übergabe der Einkaufsleitung – eine strategisch zentrale Position. Gleichzeitig verändert sich, wer künftig dieses Wissen aufnehmen soll. Durch ein Reverse Mentoring hat Stefanie ihren Blick auf jüngere Generationen geschärft. Ihre Erkenntnis: Die Einarbeitungszeit muss kürzer werden, weil die Verweildauer kürzer wird. Wer drei bis vier Jahre bleibt statt 25, braucht schneller Zugang zu dem, was funktioniert. Das Gespräch zeigt: Wissenstransfer ist kein IT-Projekt. Es ist eine Führungsaufgabe, die Unternehmenskultur, Generationenverständnis und technologische Offenheit zusammenbringt. Takeaways Erfahrungswissen ist das, was in keiner Arbeitsanweisung steht – und am meisten fehlt, wenn es weg ist56 Prozent über 50: Wer seine Altersstruktur kennt, kann handeln, bevor der Druck kommtGeführte Interviews holen mehr raus als die Aufforderung „Schreib mal auf, was du machst"KI hilft beim Strukturieren und Aufbereiten – ersetzt aber nicht die menschliche EinordnungReverse Mentoring verändert den Blick auf junge Generationen konkreter als jede StudieKürzere Verweildauer neuer Mitarbeiter erzwingt schnellere EinarbeitungDer erste Schritt ist nicht Technologie, sondern Austausch mit anderen Unternehmern Impulsgeberin Stefanie Bindzus führt als CEO die ITV GmbH – ein Familienunternehmen für Pneumatik-Lösungen, das sie seit 2009 in zweiter Generation leitet. Als Ingenieurin in einer konservativen technischen Branche und als Teilzeit-Geschäftsführerin bringt sie eine Perspektive mit, die im klassischen Mittelstand selten ist. Wer wissen will, wie man Erfahrungswissen sichert, bevor es das Unternehmen verlässt, sollte ihr zuhören. 🔗 LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/stefaniebindzus/ Host Christian Rahn bewegt sich seit über drei Jahrzehnten zwischen Marken, Märkten und Menschen. Er unterstützt Unternehmer und Führungskräfte dabei, im Marketing Klarheit zu gewinnen. Sein Fokus liegt auf Struktur, Positionierung und sinnvollem Einsatz von KI. Immer mit dem Ziel, Entscheidungen sicherer zu machen. 🔗 LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/rahn-christian-cmo 🌐 Website: https://www.rahn.digital/ ✉️ Mail: podcast@rahn.digital

    Wenn Wissen in Rente geht – Über Erfahrungsmanagement im Mittelstand
  4. 4. Aug.

    Das Tagesgeschäft frisst die Strategie - Warum strategische Ziele so schwer umgesetzt werden.

    Warum scheitern strategische Projekte im Mittelstand? Wie lassen sich Strategie und Tagesgeschäft miteinander vereinbaren? Und weshalb reichen Methoden wie OKRs oder Scrum allein oft nicht aus? Genau darüber spricht Christian Rahn mit Simon Wondracek. Strategische Ziele scheitern selten am Willen. Sie scheitern daran, dass etablierte Unternehmen für das Tagesgeschäft gebaut sind und Strategiearbeit andere Bedingungen braucht. Genau dort setzt Simon Wondracek an: In der Praxis erlebt er Unternehmen, die operativ stabil laufen, aber bei Vorhaben, die wirklich etwas verändern sollen, zuverlässig ins Stocken geraten. Im Gespräch wird deutlich, warum „das Tagesgeschäft frisst alles“ nur die Oberfläche ist. Dringlichkeit fühlt sich zwingend an, Routine ist bequem und Veränderung ist unsicher. Dazu kommt ein struktureller Konflikt: Abteilungen sind für Wiederholung und Qualität optimiert, nicht für bereichsübergreifende Veränderung. Sobald strategische Ziele mehrere Bereiche betreffen, etwa einen neuen Markt, ein neues Produkt, einen ERP-Wechsel oder den Einsatz von KI, reichen klassische Linienstrukturen nicht mehr aus. Simon Wondracek beschreibt, welche Muster in mittelständischen Organisationen immer wieder auftreten. Fehlende gemeinsame Zielklarheit, Kapazitätsmangel, Silo-Denken, schwache Kollaboration und eine Vielzahl paralleler Projekte, die niemand mehr überblickt. Seine zentrale Empfehlung ist keine neue Universalmethode, sondern ein Perspektivwechsel. Erst verstehen, was ein Ziel wirklich braucht. Erst danach die passende Struktur schaffen. Temporäre, klar mandatierte Zielteams können ein Weg sein, ohne das Unternehmen grundlegend umzubauen. Takeaways Dringlichkeit verdrängt Strategie, auch ohne böse Absicht.Strategie scheitert häufig an Strukturen, nicht an Motivation.Operative Exzellenz und Veränderung folgen unterschiedlichen Spielregeln.Zu viele parallele Projekte zerstören Fokus und Geschwindigkeit.Zielklarheit bedeutet gemeinsames Verständnis, nicht nur Kommunikation.Silo-Denken verhindert die Zusammenarbeit über Abteilungsgrenzen hinweg.Zielteams brauchen Zeit, ein klares Mandat und den passenden Arbeitsmodus. Gast Simon Wondracek begleitet inhabergeführte Unternehmen dabei, strategische Ziele tatsächlich umzusetzen – nicht nur zu beschließen. Er arbeitet seit 15 Jahren an der Schnittstelle zwischen Tagesgeschäft und Veränderung, dort wo Projekte stecken bleiben, weil Strukturen nicht dafür gemacht sind. Links & Kontakt Website: https://impactive.works/ LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/swondracek/ Buch (Springer): https://link.springer.com/book/9783658514150 Buch (Amazon): https://amzn.to/3PvFxWw Host Christian Rahn bewegt sich seit über drei Jahrzehnten zwischen Marken, Märkten und Menschen. Er unterstützt Unternehmer und Führungskräfte dabei, im Marketing Klarheit zu gewinnen. Sein Fokus liegt auf Struktur, Positionierung und sinnvollem Einsatz von KI. Immer mit dem Ziel, Entscheidungen sicherer zu machen. LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/rahn-christian-cmo Website: https://www.rahn.digital/ Mail: podcast@rahn.digital

    Das Tagesgeschäft frisst die Strategie - Warum strategische Ziele so schwer umgesetzt werden.

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