sauber drauf!

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Der Party-Drogen-Podcast von mindzone

  1. 9. JAN.

    sauberdrauf! Podcast-Folge 21: NEWS - National Early Warning System - Interview mit Esther Neumeier

    NEWS – National Early Warning System – Interview mit Esther Neumeier In der 21. Folge des MINDZONE-Podcasts „sauberdrauf!“ ist Dipl. Psychologin Esther Neumeier – Projektleiterin des Forschungsprojekts NEWS – zu Gast. Nach einer kurzen Vorstellung ihrer Person geht es um die Entstehung des Projekts, die wissenschaftlichen Grundlagen sowie um die Frage, warum ein solches System für Prävention, Fachpraxis und Politik unverzichtbar ist. Weiter beleuchten wir die Erfolge des Projekts, ethische Grundsätze bei der Erhebung wissenschaftlicher Daten und erörtern ganz allgemein den Unterschied von wissenschaftlich erhobenen Daten zu Alltagsbeobachtungen. Über Dipl. Psych. Esther Neumeier Leiterin der Deutschen Beobachtungsstelle für Drogen- und Drogensucht (DBDD) und Projektleitung vom Forschungsprojekt NEWS – National Early Warning System am IFT München (Institut für Therapieforschung) Infos zum Institut für Therapieforschung: https://ift.de/ Kontakt Esther Neumeier: neumeier@ift.de NEWS: https://mindzone.info/news/ Das Podcast-Gespräch behandelt nachfolgende Themen: Das NEWS-Projekt Rolle und Aufgaben der Mitarbeiterin im Nationalen Frühwarnsystem Entstehung und Zielsetzung des NEWS Persönliche Motivation für die Arbeit im Projekt Warum ein Frühwarnsystem gesellschaftlich notwendig ist Wie Interessierte über Ergebnisse und Warnmeldungen informiert werden Wissenschaft verständlich erklärt Welche Daten im Rahmen des Frühwarnsystems erhoben werden An welche Zielgruppen sich die Datenerhebung richtet Sicherstellung wissenschaftlicher Qualität und Belastbarkeit Ethische Leitlinien: Transparenz, Zustimmung, Autonomie, Datenschutz, Fairness und Verantwortung Unterschied zwischen wissenschaftlichen Daten und medialen bzw. anekdotischen Wahrnehmungen Methodik und Praxiseinblicke Die Informationsgeber des NEWS-Projekt: Konsumierendenbefragungen, Forenanalysen, Expert*innenbefragungen, Daten aus Krankenhäusern, aus der Strafverfolgung und Forensik, Meldungen aus dem Netzwerk Herausforderungen bei Datenerhebung und -auswertung Wie evidenzbasierte und belastbare Ergebnisse gewährleistet werden Erfolge und Wirkungen Beispiele, bei denen NEWS frühzeitig neue Entwicklungen sichtbar gemacht hat Einfluss der Ergebnisse auf Fachpraxis und politische Entscheidungsprozesse Reaktionen aus Fachkreisen und Öffentlichkeit Gesellschaftliche Relevanz & Finanzierung Bedeutung des Frühwarnsystems aus politischer Perspektive Zukunftsperspektiven des NEWS-Projekts Unterstützungs-Möglichkeiten Infos vom Infostand: Wissenswertes zu Cannabis-Edibles und Safer-Use-Strategien  In der aktuellen Folge erklärt Mindzone-Peer Jan, was unter Cannabis-Edibles zu verstehen ist, warum sie aktuell wieder stark im Umlauf sind und weshalb es dabei besonders häufig zu Überdosierungen kommt. Wir sprechen über Wirkungsweisen, Risiken und rechtliche Grauzonen. Zudem ordnen wir ein, warum Edibles besondere Herausforderungen für einen reflektierten und risikoarmen Konsum mit sich bringen. Was sind Cannabis-Edibles und welche Produkte zählen dazu? Warum Edibles aktuell wieder stärker verbreitet sind? Aktuelle rechtliche Lage zu Edibles in Deutschland Unterschiede zwischen Edibles und dem Rauchen/Vaporisieren von Cannabis Verzögerter Wirkungseintritt und lange Wirkdauer Warum Dosierungsfehler bei Edibles so häufig vorkommen Empfohlene Einstiegsdosierung und Tipps zur Risikoreduktion Typische körperliche und psychische Nebenwirkungen Was es für einen sicheren und legalen Umgang bräuchte Wichtige Safer-Use-Hinweise vor dem Konsum Infos zu Jan‘s Projekten: https://www.instagram.com/calmyjane/ https://www.instagram.com/wiredkimchi/ Infos vom DHV zu Edibles: https://hanfverband.de/zuviel-des-guten-thc-haltige-nahrungsmittel-und-ihre-risiken   Das Transcript der Podcast Folge zum lesen Disclaimer: Die folgenden Inhalte sollen nicht als Anleitung zum Drogenkonsum verstanden werden oder motivieren. Sie sollen euch zur Selbstreflexion anregen und dient zur Informationsgewinnung und Weitergabe. Liebe Hörerinnen und Hörer, herzlich willkommen zur neuen Podcastfolge des Mein Zorn Podcast Sauber drauf. Jetzt sind wir schon bei Folge 21 angekommen. Euch erwartet wieder eine informative Folge zu Party Drogen und Konsum. Heute habe ich zu Gast Esther Neumayer vom Institut für Therapie Forschung München. Sie leitet die Drogen Beobachtungsstelle der Deutschen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht und ist Projektleitung vom Forschungsprojekt News – Das National Early Warning System. Herzlich willkommen. Esther Hallo, Vielen Dank. Schön, dass du da bist und dir Zeit genommen hast. Ich freue mich sehr auf das Gespräch. Im zweiten Teil der Folge erwartet euch wie immer die Infos vom Infostand. Dieses Mal mit Jan und wir werden über das Thema Cannabis Tablets sprechen, weil wir einfach gemerkt haben, dass da ja teilweise noch ein gewisser Aufklärungsbedarf besteht. Wenn euch das Ganze hier gefällt, dann lasst gerne ein Like da. Sagt euren Freundinnen und Freundinnen Bescheid, dass der Podcast cool ist. Wir freuen uns immer über neue Zuhörende. Und ihr könnt das ganze auch auf Spotify, Apple Music usw anhören. Die Kontaktdaten von Esther findet ihr in der Videobeschreibung und nun steigen, wenn die Folge ein ist. Erzähl uns doch etwas über das News Projekt. Darum soll es heute gehen. Esther Ja, ich fange mal von vorn an. News ist angedockt an der Deutschen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht. Das ist ein etwas längerer Begriff. Wir sagen immer nur DBT und generell ist unser Job die gesamte Berichterstattung zu illegalen Drogen in Deutschland, also sozialen Aspekten, Konsum, auch problematischer Konsum, aber auch ganz normaler Konsum, Konsum Folgen bis hin zum Drogentote sind auch unsere Analysen, aber auch der ganze Bereich Produktion. Esther Was kann man dagegen machen? Der ganze Bereich rund um die Therapie, Versorgung, um die Prävention und aber auch die ganze Strafverfolgung Geschichte, also Marktbeobachtung. Was passiert im Bereich Kriminalitäts Gefängnisse? Also so einmal alles nach Möglichkeit und News hat jetzt sozusagen die spezifische Rolle bekommen. Seit 2021 arbeiten wir daran, die Frühwarnung auf und auszubauen in Deutschland aus der Logik heraus, das so diese alte Berichterstattung, das alte Monitoring, eine sehr große Zeitverzögerung immer drin hat. Esther Also da reden wir locker mal über ein Jahr Zeitverzögerung und dass das einfach nicht mehr ausreicht für das, was mittlerweile passiert im Thema Drogenmarkt, Drogenkonsum. Neue psychiatrische Stoffe. Esther Genau da ist man einfach zu spät. Und seit wann machst du das Ganze? Esther Also seit ungefähr zehn Jahren. Jetzt. Da bin ich eigentlich schwerpunktmäßig im Bereich Drogen, Todesfälle und Reduktion und Drogen bezogene Infektionskrankheiten auch unterwegs. Und News machen wir seit 2021. Wobei man sagen muss, dass es auch vorher schon speziell für dieses Thema neue psychoaktive Substanzen Berichterstattung gab. Im europäischen System aber das war in Deutschland, würde ich sagen, sehr begrenzt, wie viel da auch rausgegangen ist. Esther News hat jetzt einen viel breiteren Ansatz. Also es geht auch nicht nur um ganz neue Substanzen, sondern geht wirklich so um alle gesundheits relevanten Phänomene, die sich entwickeln können. Es kann ja auch ganz bekannte Substanzen sein, wo sich dann etwas im Konsum verändert, wo vielleicht neue Formen auf den Markt kommen, wo einfach Leute anders konsumieren. Das kann alles Mögliche sein. Esther Und genau da ist eben vor allem auch die Idee, dass wir sehr schnell auch warnen können und dass wir auch nicht nur Fachpersonal informieren, was wir schon immer machen, sondern dass wir wirklich auch Konsumierende selber warnen können bzw meistens gar nicht selber, sondern über unsere Partner warnen. Genau so wie uns. Esther Ihr seid da schon immer sozusagen auch ja vorne mit dabei, mein Sohn für mich ist für uns so er der zentrale Partner auch für die Webseite, aber auch einfach um ich sage mal jüngere Leute zu erreichen. Und es sind aber natürlich auch die anderen Party Projekte in Deutschland. Das sind auch irgendwelche anderen Podcasts und YouTuber. Das sind einfach alle, die es aufgreifen und weitergeben. Esther Und es ist ja auch die Idee, dass man wirklich da dran kommt an die Sachen und das rausgeben kann. Ja genau, das News Projekt ist ja angebunden ans Institut für Therapie Forschung und da gibt es schon seit 2012 eine Kooperation mit mein Sohn. Wo es dann immer so einen Fragebogen gab, haben wir händisch dann am Infostand ausgeteilt haben und die die Stand Besuchenden konnten quasi ihren Konsum reflektieren und im Gegenzug haben wir quasi Informationen über Ja, was wird in München konsumiert bekommen? Und das war für uns extrem wertvoll, weil es da einfach sonst nicht so viele Zahlen gab. Genau zu dieser Partyszene und da, wo wir eben sind und wir sind ja Sozialarbeiter und versuchen immer auch nach wissenschaftlichen Standards uns zu orientieren. Aber wenn es keine gibt, dann ist es schwierig. Und deswegen war diese Kooperation so extrem wertvoll, dass es halt überhaupt mal zahlen gab. Und es ist auch einfach ein Riesenaufwand, solche Zahlen zu erheben und diese Fragebögen wissenschaftlich zu erstellen und auszuwerten. Und so weiter und so fort. Und deswegen waren wir da sehr. Oder sind immer noch sehr dankbar, dass wir da mit euch kooperieren können. Ja, wir auch. Genau. Und und wir wissen jetzt das News Projekt gibt es noch nicht so lang seit 2021. Wie ist denn da deine Rolle zu verstehen? Esther Also ich bin Projektleitung, was heißt ich kümmere mich um ja so was wie Anträge und dass das ganze Ding läuft und die Planung und so und ich schreibe aber natürlich auch mit. Ich konzipiere auch mit. Es ist ein ganz kleines Projektteam. Von daher finde ich es eigentlich schwer zu sagen, was

    1 Std. 4 Min.
  2. Geschichte des Drogenverbots – im Gespräch mit Helena Barop

    09.09.2025

    Geschichte des Drogenverbots – im Gespräch mit Helena Barop

    Die Geschichte des Drogenverbots – im Gespräch mit Helena Barop In der 20. Folge des MINDZONE-Podcasts „sauberdrauf!“ ist Kulturhistorikerin Helena Barop zu Gast. Euch erwartet ein aufschlussreiches, einstündiges Gespräch zur Geschichte des Drogenverbots – der Drogenprohibition. Dabei stehen folgende zentrale Fragestellungen im Vordergrund: Wie ist der Begriff „Droge“ historisch definiert? Warum ist die Drogenprohibition ursprünglich eine amerikanische Geschichte? Und wie kam das Drogenverbot im Laufe der Zeit nach Deutschland? Über Helena Barop Helena Barop ist freie Autorin, Historikerin, Lektorin und Regisseurin. Ihre Doktorarbeit „Mohnblumenkriege – Die globale Drogenpolitik der USA, 1950-1979“ hat viel Beachtung in den Medien gefunden und wurde mit mehreren renommierten Preisen ausgezeichnet. Mit »Der große Rausch« erschien 2023 ihr erstes Sachbuch. Es wurde als bestes Wissenschaftsbuch des Jahres 2024 nominiert und auf den 2. Platz gewählt. Kontakt: https://helenabarop.de kontakt@helenabarop.de Historische Eckpunkte zum Drogenverbot aus dem Gespräch Wie kam es zur Definition von „Droge“? Ursprünglich bedeutete „Droge“ einfach „getrocknet“. Zu Beginn gab es alle psychoaktiven Mittel und Medikamente rezeptfrei in Apotheken Erst im 19. Jahrhundert: Trennung zwischen Medikamenten (medizinischer Nutzen) und Drogen (ohne „med.“ Nutzen) Typischer Verlauf: Ein Medikament kommt gegen verschiedene Leiden auf den Markt → später wird es wegen zu hoher Nebenwirkungen und/oder Missbrauchspotenzial als Droge verboten Nüchternheit war oft eine Glaubensfrage, die das Christentum als Leitweg pflegte → Gesellschaftlicher Konsens: keine Drogen konsumieren. Historische Drogenverbots-Meilensteine um 1860 entstand in den USA eine gesellschaftliche Stimmung → Verbot des Kokainkonsums ähnliche Entwicklung um 1890 mit Heroin Erstes offizielles, staatliches Drogenverbot in den USA: Rauchopium 1914 Harrison Act (USA) https://de.wikipedia.org/wiki/Prohibition_in_den_Vereinigten_Staaten 1919 Alkohol-Prohibition (USA) 1922 Heroin-Verbot Weitere Substanzverbote und Verbot der drogengestützten Behandlung folgten 1933 Ende der Alkohol-Prohibition (USA) 1972 The War on Drugs ab 1990 Erkenntnis, dass der Krieg gegen die Drogen gescheitert war Drogenverbot in Deutschland Der Versailler Vertrag brachte die amerikanischen Drogengesetze nach Deutschland Haltung Deutschlands: Fokus auf Regulierung & Kontrolle zunächst nicht erwünscht, da Deutschland ein Medikamenten-Exportland war und kein eigenes sichtbares „Drogenproblem“ hatte Das BtMG gibt es seit 1982 Begleitende Film- und Link-Tipps zum Thema Drogenverbot Filmempfehlung: French Connection (1971) Thema: The War on Drugs Historischer Kontext: Club des Hachichins Wir Kinder vom Bahnhof Zoo Werden wir mehr Drogen nehmen? | 42 – Die Antwort auf fast alles Infos vom Infostand: Benzodiazepine / „Benzos“ als Tripkiller? Generell raten wir vom Substanzkonsum ab! Die folgenden Infos sind zur Risikoreduktion beim Konsum von illegalen Substanzen gedacht. Wir stehen für einen reflektierten Substanzgebrauch, Safer-Use und Harm-Reduction. Ein risikoarmer Konsum sollte immer im Vordergrund stehen. In unserer aktuellen Folge gibt unser Ehrenamtlicher Marco eine realisistische Einschätzung rund ums Thema Selbstmedikation mit Benzos und vermittelt hilfreiche Harm-Reduction-Strategien. Aus folgenden Gründen ist grundsätzlich von einer Selbstmedikation mit Benzos abzuraten hohes Abhängigkeitspotenzial schon nach Tagen bis wenigen Wochen jeder Mensch reagiert anders auf psychoaktive Substanzen, psychoaktiv wirkende Medikamente müssen auf das Individuum abgestimmt sein riesige Fülle an Präparaten mit unterschiedlichem Wirkspektrum, Wirkdauer (zwischen 2 und 48 Stunden) und Dosierungen Gefahr der Überdosierung mit starken Enthemmungseffekten bis Atemdepression, verstärkt durch unbekannten Wirkstoffgehalt, versteckten Mischkonsum, z.B. mit Alkohol keine Qualitätskontrollen bei Schwarzmarkt- oder Freundesbezug Designer-Benzos mit unbekannter Potenz und Wirkung auf dem Markt Wann ist eine Benzo-Einnahme gerechtfertigt? Einnahme ausschließlich unter Aufsicht von Fachpersonal Bezug nur nach Rezeptverordnung von behandelndem Arzt Nur bei medizinischer Indikation einnehmen, bei trip-bedingten Problemen betrifft das so gut wie nur die Eigen- und Fremdgefährdung Was ist stattdessen zu tun? Falls es einer Person während eines Trips psychisch schlecht geht: Bleibe ständig bei der betroffenen Person Ruhe in die Situation bringen Verständnis zeigen, nicht dagegen reden Klar machen, dass die Gefühle und das Erleben vom Drogenkonsum kommen und wieder vergehen, sobald die Wirkung nachlässt Aufmerksamkeit auf etwas Positives lenken (letzter Urlaub, Haustier, etc.) Realitätsbezug herstellen, Infos über Zeit und Ort geben an psychiatrischen Krisendienst anbinden. Tel: 0800 / 655 3000 WICHTIG: Falls eine Eigen- oder Fremdgefährdung vorliegt, umgehend Rettungskräfte (Notarzt 112) dazu holen. Wie verarbeitet man einen selbst erlebten „Bad Trip“ am besten? Gedanken und Gefühle niederschreiben Mit Vertrauensperson ins Gespräch gehen Das Erlebte kreativ ausleben Jede negative Erfahrung hat auch einen gewissen Lerneffekt. Immer versuchen, den Fokus auf das Positive zu halten. Eventuell professionelle Hilfe oder Therapie in Anspruch nehmen. Meldet euch immer gerne, falls ihr Unterstützungsbedarf habt.   Das Transcript der Podcast Folge zum lesen Disclaimer Die folgenden Inhalte sollen nicht als Anleitung zum Drogenkonsum verstanden werden oder motivieren. Sie sollen euch zur Selbstreflexion anregen und dient zur Informationsgewinnung und Weitergabe. Liebe Hörerinnen und Hörer, herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Mainzer und Podcast sauber drauf. Heute erwartet euch ein informativer Podcast zu Party, Drogen und Konsum und heute haben wir eine ganz besondere Folge. Ich habe die Historikerin, Kulturhistoriker Helena Barock zu Gast. Hallo Helena, Grüß dich. Hallo. Danke für die Einladung. Ja, Schön, dass du dabei bist. Ich freue mich total. Ja. Du bist über Zoom zugeschaltet heute, weil du in Freiburg wohnst und wir quasi jetzt mal auf digitalem Weg diesen Podcast aufzeichnen. Aber ich bin hier vor unserem professionellen Gerät. Und ja, wie bin ich darauf gekommen, dich einzuladen? Vielleicht. Interessant. Du hast in einem Kontakt Laden hier in München eine Vorlesung abgehalten oder angeboten und da habe ich zugehört und du hast ein Buch geschrieben. Der große Rausch, heißt es. Warum Drogen kriminalisiert werden? Eine globale Geschichte vom 19. Jahrhundert bis heute. Und ich fand das Thema super spannend. Also es hat mir deine deine Vorstellung da hat mir einfach total viele Einblicke gegeben, wie warum Drogen kriminalisiert werden, warum die einen legal sind, die anderen nicht. Wie sich dieser Begriff entwickelt hat und so weiter. Was da auch so politisch abgeht. Und da wollte ich euch Hörerinnen einfach mit reinnehmen, weil es einfach ein extrem extrem spannendes Feld ist. Im zweiten Teil hat der ehrenamtliche Pier Marco gemeinsam mit mir das Thema Selbstmedikation mit Benzos bei schlechten Trips beleuchtet und wir sammeln da auch mal ein bisschen Informationen, wie wir das einschätzen und was es vielleicht für Alternativen gibt. Bleibt also bitte bis zum Ende dabei und empfiehlt unseren Podcast weiter, wenn es euch gefällt. Nun zu dir, Helena. Du bist gebürtig aus Bonn und lebst mit deiner Familie in Freiburg, von wo du auch zugeschaltet bist. Du bist freie Autorin, Historikerin, Du bist Ghostwriter, Lektorin und auch Regisseurin. Also du bist recht nah. Also es ist eine breites Feld, was du da machst. Echt spannend. Und du bist auch Doktorin. Und deine Dissertation hast du über die amerikanische Drogen Geschichte geschrieben? Ähm, ja. Und ich habe damals bei dieser Vorlesung von dir quasi gehört, dass eben dein Doktorvater gesagt hat Bleib doch an dem Thema dran, Das war so cool. Und dann bist du auf diesen, dieses diese Buchidee der Große rausgekommen. So. Und wie kamst du allgemein zu dem Thema Drogenpolitik zu beleuchten? Ja, das ist immer die Stelle, dass ich werde das häufig gefragt und häufig hoffen dann die Fragenden ein bisschen, dass da jetzt eine total spannende und saftige Konsum Geschichte vielleicht bei rauskommt und ein großes, abenteuerliches Leben führen würde. Das ist leider nicht so oder vielleicht auch zum Glück. Ich bin eigentlich ganz zufrieden damit. Ich komme aus einem relativ langweiligen bürgerlichen Hintergrund, in dem Drogen nicht so eine Rolle gespielt haben. Natürlich haben die Leute getrunken und fanden das ganz normal und geraucht haben sie auch. Aber das, was wir eben als illegale Drogen heute bezeichnen, war sehr weit weg. Und ich habe mich dann später vor allem dafür interessiert während meines Studiums, weil ich gemerkt habe, dass ist einfach ein wahnsinnig breites Thema, dass so viele verschiedene Fragestellungen miteinander in Verbindung bringt. Das ist ein globales Thema, dass davon muss man die ganze Welt angucken. Es ist ein soziales Thema, ein Wirtschafts Thema, ein Gesundheits Thema. Man muss einfach ganz viele verschiedene historische Bereiche reingucken, um zu verstehen, warum wir so wie wir das tun, mit Drogen umgehen. Und das fand ich einfach total spannend und habe darüber eben meine Masterarbeit geschrieben und bin dann sozusagen darauf hängengeblieben und habe dann irgendwie auch, weil eben, dass diese Resonanz immer so groß war, weil alle irgendwie gesagt haben Hey, krass, das hätte ich nicht gedacht. Genau so ging es mir auch. Ich ja gar nicht. Erzähl mal! Man sagt ja auch, Politiker und Drogenbeauftragte sollten dein Buch Der große Rausch mal gelesen haben. Warum? Das hat natürlich jetzt nicht ich gesagt, sondern das wurde in irgendeiner Rezension glaube ich mal geschrieben. Und mic

    1 Std. 20 Min.
  3. Essstoerungen: Interview mit Sabine Dohme von ANAD - sauberdrauf Folge 19

    06.06.2025

    Essstoerungen: Interview mit Sabine Dohme von ANAD - sauberdrauf Folge 19

    Essstörungen – Ein Interview mit Sabine Dohme (ANAD München) In der 19. Folge des MINDZONE-Podcasts „sauberdrauf!“ ist Sabine Dohme (Beraterin bei ANAD Versorgungszentrum Essstörungen in München) zu Gast. Nach einer kurzen Vorstellung von Sabine und der ANAD-Einrichtung bekommt Ihr umfassende Informationen rund ums Thema Essstörungen. Sabine ist pädagogische Fachkraft und Mediengestalterin. Sie ist verantwortlich für das Projekt „ANAD – digitales Streetwork“ und die Öffentlichkeitsarbeit beim ANAD Versorgungszentrum Essstörungen des AWO Bezirksverband OBB. e.V.. ANAD ist in München eine wichtige Anlaufstelle für Menschen mit Essstörungen und deren Angehörige: https://www.anad.de Mail-Kontakt: Sabine.Dohme@awo-obb.de Onlineberatung: https://anad.assisto.online/ Instagram: https://www.instagram.com/essstoerungen.anad/?hl=de Das Podcast-Gespräch behandelt nachfolgende Themen: Definition von Essstörungen und Einbezug des Umfelds Betroffener Besser früh als spät Hilfe in Anspruch nehmen Das multiprofessionelle Team von ANAD Die Angebote von ANAD und das Erstgespräch Basiswissen zu folgenden Ausprägungen von Essstörungen. Die Übergänge zwischen den Erkrankungen können fließend sein und jede Essstörung ist individuell zu betrachten: Magersucht (Anorexia nervosa) Bulimie (Bulimia nervosa) Ess-Attacken mit Kontrollverlust (Binge-Eating-Störung) Übergewicht (Adipositas) Orthorexie Social Media und Essstörungen: Gesellschaftliche Bewertung und Definition von „Schönheit“ auf Social-Media-Kanälen Verantwortung und Einfluss von Influencer*innen Influencer als Teil einer gewinnorientierten Marketingstrategie Essstörungen und Drogen: Beispiele aus der Geschichte Korrelation von Essstörungen und Substanzkonsum Verschiedenes: https://www.kkh.de/presse/pressemeldungen/beautypolizei Die Abnehmspritze Ozempic Essstörungen und Zwangsbehandlung Hilfsangebote und weiterführende Infos: https://www.bzga-essstoerungen.de https://www.anad.de/startseite/ http://www.therapienetz-essstoerung.de/ https://www.caritas-essstoerungen-muenchen.de/de https://www.cinderella-beratung.de https://mindzone.info/gesundheit/ernaehrung/ https://www.nummergegenkummer.de/ https://die-arche.de/ Infos vom Infostand rund ums Thema „Konsummotive mit Bezug zum Nachtleben und Reflexionsstrategien Generell raten wir vom Substanzkonsum ab! Die folgenden Infos sind zur Risikoreduktion beim Konsum von illegalen Substanzen gedacht. Wir stehen für einen reflektierten Substanzgebrauch, Safer-Use und Harm-Reduction. Ein risikoarmer Konsum sollte immer im Vordergrund stehen. In unserer aktuellen Folge berichtet unsere Ehrenamtliche Laura über Konsummotive aus dem Nachtleben und vermittelt hilfreiche Reflexionsstrategien speziell für Nightlife-Worker:innen. Beobachtungen zum Konsum von Angestellten und Freiwilligen im Nachtleben Gruppendynamische Aspekte in Bezug auf Konsum Mögliche psychische, physische und soziale Konsumfolgen Problematisch zu bewertende Konsummotive Passende Reflexionsfragen Selbsthilfemöglichkeiten bei Kontrollverlust über den eigenen Konsum Anlaufstellen und Hilfsangebote Folgt uns in den Sozialen Medien, um nichts zu verpassen! https://www.facebook.com/sauberdrauf https://www.instagram.com/projekt.mindzone/ https://twitter.com/projektmindzone Abonniert unseren Podcast und teilt ihn mit Freunden! Jetzt reinhören via Spotify, iTunes, Amazon Music Habt Ihr bestimmte Themen-Wünsche, die Euch besonders interessieren? Für Feedback, Fragen und Anregungen schreibt uns gerne unter der Mail-Adresse: podcast@mindzone.info Wichtiger Hinweis: Die Inhalte dieses Podcasts sollen nicht als Anleitung zum Drogenkonsum verstanden werden oder motivieren.  Sie sollen zur Selbstreflexion anregen und dienen der Informationsgewinnung und Informationsweitergabe. Das Transcript der Podcast Folge zum lesen Die folgenden Inhalte sollen nicht als Anleitung zum Drogenkonsum verstanden werden oder motivieren. Sie sollen euch zur Selbstreflexion anregen und dient zur Informationsgewinnung und Weitergabe. Hallo ihr Lieben, herzlich willkommen zu einer neuen Folge des meint so ein Podcast sauber drauf. Euch erwartet wieder eine Stunde Wissenswertes zu Party, Drogen und Konsum. Heute haben wir Sabine von Anat zu Besuch. Hallo Sabine, schön, dass du da bist. Hallo Patrick, vielen Dank für die Einladung. Toll. Danke, dass du dir Zeit nimmst und deine wertvolle Expertise hier einfließen lässt, dein Projekt erklärst und vielleicht möchte ich am Anfang noch kurz eine Triggerwarnung aussprechen. Wir sprechen heute über Essstörungen und die Folgen. Und das kann doch auch belastend sein. Und bitte achtet auf euch! Stoppt lieber, wenn es euch zu viel wird. Oder sprecht mit jemandem über das, was ihr gehört habt. Sonst meldet euch auch immer gerne bei uns. In der zweiten Hälfte des Podcast wird eine ehrenamtliche Person von uns ein weiteres Thema beleuchten. Es wird also super spannend und informativ. Bleibt dran, empfehlt den Podcast weiter und lasst gerne auf Spotify, Apple Music und sonst wo ein leichter Wenn euch das ganze gefällt. Nun zu dir zurück, Sabine Du bist pädagogische Fachkraft und Mediengestalter und bist verantwortlich für das Projekt Anna und das digitale Streetworker, über das wir uns auch kennengelernt haben. Du bist verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit bei dem Versorgungs Zentrum für Essstörungen der Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband Oberbayern. Ja, wir bemühen uns heute ganz kompliziert. Genau. Jetzt ist aber alles gesagt. Wo du angehöre, wo du eingegliedert bist. Du bist schon lange bei dem Projekt dabei und wir haben uns eben durch das digitale Streetworker kennengelernt, was auch ein super spannendes Feld ist. Was machst du beim digitalen Streetworker? Genau? Na ja, beim digitalen Streetworker ist eigentlich ähnlich zu sehen wie das herkömmliche Streetworker, das man kennt aus von der Straße. Der Unterschied ist, dass ich mich in den im sozialen Raum, also in den digitalen Medien rum tummelt, mich da umschaue und was auch ganz, ganz essenziell ist. Ich biete dort meine Beratung an oder ich biete dort meine Hilfe und Unterstützung an in Form von Beratung. Wir kehren also sozusagen den Beratungstermin Vorgang um. Normalerweise kommen die Betroffenen zu uns in die Beratung, in unsere Online Beratung Anwalt Dialog. Und nun mache ich mich sozusagen in den sozialen Medien auf und spüre Betroffene oder wo Ich denke, da sind vielleicht schon ein bisschen gestörtes Essverhalten auf, um dann meine Hilfe anzubieten. Aber was ich natürlich auch mache ich bediene ja alle unsere sozialen Medien. Ich informiere über das Thema Essstörungen. Also ein ganz großes Anliegen ist, dass ich gerne im Fokus der Gesellschaft haben möchte, dass es dort ankommt, weil es betrifft eigentlich die ganzen, also sämtliches Geschlecht und vor allen Dingen auch alle Altersgruppen. Danke. Ja, zum Einstieg würde ich gerne einiges über dein Projekt erfahren oder über eure Institutionen. Was bedeutet denn Anat Anat? Es kommt aus Amerika und ich habe es mir aufgeschrieben, weil ich es auch immer wieder vergesse und komischerweise gar nicht so oft gefragt wird. Also Anat bedeutet Anorexia nervosa, Associate Disorder. Also das ist zurückzuführen erst mal auf die Anorexie und dann die ganzen morbiden Störungen, also begleitende Störungen, weil wir heute wissen, dass sie Essstörungen, also alle Essstörungen, nicht alleine da sind, sondern oft eine begleitende Stimmungsbild haben. Wie sag ich jetzt mal Angststörung, Borderline, Depression etc.. Ihr definiert euch als Versorgungszentrum. Ihr sitzt an der Hochstraße, Haltestelle Kochstraße und was ist denn da genau euer Auftrag? Also ich muss vielleicht so ein bisschen in die Vergangenheit gehen. Wir sind jetzt seit 40 Jahren unterwegs in puncto Essstörung. Angefangen hat das alles durch eine Dame, Barbara Schindler, die in der Zwischenzeit verstorben ist, deren Sohn was ganz ungewöhnlich ist, der ganz schwere Magersucht hatte. Und die hat eine Selbsthilfegruppe gegründet und hat dann den Diplompsychologe Andreas Schnebel an seiner Seite, an ihrer Seite gehabt. Also wir haben erst mal eine Selbsthilfegruppe, dann haben wir eine Beratungsstelle und von der Beratungsstelle ging es dann weiter in intensiv therapeutisch Wohngruppen und noch in viele andere Projekte. Da ist zu nennen zum Beispiel unsere Online Beratung Dialog, die kostenfrei und anonym ist. Und dann eben als neuestes Projekt jetzt seit eineinhalb Jahren, dass digitale Streetworker sehr spannend, das heißt, ihr bietet einfach wirklich breit gefächert für Menschen, die eine Essstörung haben, Angebote an, die die Personen so abholen, dass ihnen auch geholfen werden kann. Die eine Person kann vielleicht durch einfache Tipps im Internet und sich einlesen, einfach eine Verhaltensänderung bewirken und andere brauchen tatsächlich dann eine wirklich eine Wohngruppe, wo sie tagtäglich betreut werden und wo sie aus dieser akuten Phase rauskommen und dann stabilisiert werden oder ihnen geholfen wird, sich zu stabilisieren. Das ist spannend. Also wir fangen schon viel früher an, weil wir natürlich auch Präventionsarbeit an Schulen machen, auch in Kindergärten. Wir machen Eltern Workshops, wir machen Multiplikatoren, Ausbildung, also wir sind ganz, ganz breit aufgestellt. Spannend, cool. Und eure ganzen Angebote sind kostenlos. Wie wird das finanziert? Na ja, also unsere Beratungsangebote sind kostenlos. Die Wohn angebote werden natürlich und da hängt es von der Altersgruppe ab, in welchem auch in welchem intensiven Setting wir uns bewegen, haben wir verschiedene Kostenträger. Das sind auf der einen Seite der Bezirk, aber dann ist es das Jugendamt, dann sind es natürlich die Krankenkassen. Und so weiter so, Sonder Projekte wie zum Beispiel das digitale Streetworker sind auch aus besonderen Fördertöpfen. Das weißt du ja auch, w

    1 Std. 30 Min.
  4. 21.03.2025

    sauberdrauf! Podcast-Folge 18: Sucht und Abhängigkeit - Interview mit Ralf Herrmannstädter

    Sucht und Abhängigkeit – Ein Interview mit Ralf Herrmannstädter (Caritas-Fachambulanz für junge Suchtkranke München) In der 18. Folge des MINDZONE-Podcasts „sauberdrauf!“ ist Ralf Herrmannstädter (Leiter der Caritas Fachambulanz für junge Suchtkranke in München) zu Gast. Nach einer kurzen Vorstellung von Ralf und seiner Einrichtung bekommt Ihr umfassende Informationen rund ums Thema Sucht und Abhängigkeit. Die Caritas-Fachambulanz für junge Suchtkranke ist in München eine wichtige Anlaufstelle für Menschen mit problematischem Substanzkonsum: https://www.caritas-suchtambulanz-junge-muenchen.de/de Ralf Hermannstädter: Diplom-Sozialpädagoge, Suchttherapeut, Leitung Fachambulanz: ralf.hermannstaedter@caritasmuenchen.org Das Podcast-Gespräch behandelt nachfolgende Themen: Was ist unter Abhängigkeit – stoffgebunden und stoffungebunden – zu verstehen? Unterschiede und Gemeinsamkeiten psychische und körperliche Abhängigkeit Das „drei Akteure Modell“ bestehend aus Persönlichkeit, Umwelt und Substanz Wie erkennt man, ob es sich um einen Kater oder Entzugssymptome handelt? Die Bedeutung des Mischkonsums und des Aufnahmeweges für die Entstehung einer Abhängigkeit Sinnvolle Strategie zum Ausstieg – Freundeskreis oder Arbeitsstelle wechseln? Einschätzung zu Cannabis aus Online-Apotheken Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Suchtarbeit Definition von Abhängigkeit nach ICD 10: (2 von 6 = Diagnose Abhängigkeit möglich) starker Wunsch und/oder Zwang, die Substanz zu konsumieren verminderte Kontrollfähigkeit bezüglich des Beginns, der Menge und/oder der Beendigung der Einnahme körperliche Entzugssymptome Toleranzentwicklung (Wirkverlust) bzw. Dosissteigerung erhöhter Zeitaufwand, um die Substanz zu beschaffen oder sich von den Folgen des Konsums zu erholen, verbunden mit der Vernachlässigung anderer Interessen fortgesetzter Konsum trotz Folgeschäden Fazit: Nehmt Hilfe in Anspruch, wenn Ihr unzufrieden mit Eurem Konsum seid und allein keine dauerhafte Veränderung herbeiführen könnt – lieber früher als später! Infos vom Infostand rund ums Thema „Nutzung von Feinwaagen“ Generell raten wir vom Substanzkonsum ab! Die nachfolgenden Infos sind für Menschen gedacht, die sich bereits für den Substanzkonsum entschieden haben. Unser heutiger Gast ist David. Er ist als Mindzone-Peer aktiv und vermittelt Euch hilfreiche Infos und Tipps rund um Thema „Feinwaagen-Nutzung“. Diese folgenden Infos sind zur Risikoreduktion beim Konsum von illegalen Substanzen gedacht. Wir stehen für einen reflektierten Substanzgebrauch, Safer-Use und Harm-Reduction. Ein risikoarmer Konsum steht dabei immer im Vordergrund. Im folgenden Gespräch gehen wir immer davon aus, dass genau bekannt ist, welche Substanz in welcher Reinheit vorliegt! Nutzt Drug-Checking-Angebote und überprüft Dosierungsempfehlungen aus dem Netz immer mehrfach! Es gibt drei Methoden, um Substanzen abzumessen: „Eyeballing“ – mit dem Auge und Erfahrung abschätzen; sehr fehleranfällig, im Zweifel lieber Unterdosis und herantasten, statt direkt Überdosis volumetrisches Dosieren – größere Menge abmessen und in Wasser auflösen, dann mit ml-Spritze oder Messbecher dosierbar die Nutzung einer Feinwaage Warum eine Feinwaage nutzen? hochpotente Substanzen, bei denen Dosisabweichungen im Milligrammbereich bereits zu Überdosierungen führen: z. B. 2C-B, viele Research Chemicals, Speed MDMA: Dosisbereich zwischen zu viel und zu wenig ist größer; um eine Überdosis (unschön) oder Unterdosis (enttäuschend) auszuschließen die eingenommene Dosis zu kennen, ist von essenzieller Bedeutung, um Wirkung und Nebenwirkung abschätzen zu können andere Substanzen sind so potent, dass sie erst genau abgewogen werden müssen, um sie dann noch zu verdünnen, z. B. LSD, Synthetische Cannabinoide, bestimmte Opioide Microdosing / Minidosing um ein Gefühl für späteres Eyeballing zu bekommen Das musst du beachten, wenn Feinwaagen zum Einsatz kommen: mindestens drei Nachkomma-Stellen sollte die Waage haben behutsamer Umgang ohne übermäßige Gewichteinwirkung keine Hitzeeinwirkung, Handy- und Magnetstrahlung hin und wieder neu Kalibrieren nach Anleitung Schale o.ä. mit tarieren, um Messfehler in geringen Dosisbereichen (unter 20 mg) vorzubeugen Probe zum Test immer nochmal anheben und wieder aufsetzen – erhöht die Messgenauigkeit Sollten Personen hochpotente Substanzen konsumieren, ist es wichtig, sie auf das richtige Abwiegen anzusprechen. Eine kleine Dosisabweichung kann gravierende gesundheitliche Folgen haben! Folgt uns in den Sozialen Medien, um nichts zu verpassen! https://www.facebook.com/sauberdrauf https://www.instagram.com/projekt.mindzone/ https://twitter.com/projektmindzone Abonniert unseren Podcast und teilt ihn mit Freunden! Jetzt reinhören via Spotify, iTunes, Amazon Music Habt Ihr bestimmte Themen-Wünsche, die Euch besonders interessieren? Für Feedback, Fragen und Anregungen schreibt uns gerne unter der Mail-Adresse: podcast@mindzone.info Wichtiger Hinweis: Die Inhalte dieses Podcasts sollen nicht als Anleitung zum Drogenkonsum verstanden werden oder motivieren.  Sie sollen zur Selbstreflexion anregen und dienen der Informationsgewinnung und Informationsweitergabe.   Das Transcript der Podcast Folge zum Lesen Die folgenden Inhalte sollen nicht als Anleitung zum Drogenkonsum verstanden werden oder motivieren. Sie sollen euch zur Selbstreflexion anregen und dient zur Informationsgewinnung und Weitergabe. Hallo und herzlich willkommen, liebe Hörerinnen und Hörer! Wir sind bei einer neuen Podcastfolge. Das meint so ein Podcast sauber drauf angekommen. Die 18. Folge mittlerweile und in der ersten Hälfte habe ich einen besonderen Gast hier den Leiter der Ambulanz für Junge sucht Kranke in München in der Arnold Straße, Ralf Hermannstädter. Hallo Ralf, schön, dass du da bist. Hallo Patrick. Super. Danke, dass du dir Zeit genommen hast und uns hier Rede und Antwort stehst zu den Fragen, die ich vorbereitet habe. Und das Thema ist Abhängigkeits Erkrankungen und einfach allgemein Wissenswertes dazu. Ich habe ganz viele Fragen vorbereitet, weil das extrem spannend ist und du dann natürlich als Sucht Therapeut und Sozialarbeiter, der diese Einrichtung leitest, einen super Einblick hast und wir da wirklich jetzt hier ein ganz fundiertes Gespräch führen können, bin ich total happy. Ich werde euch die ganzen Kontaktdaten von Ralf und der Einrichtung auch in die in die Show Notes packen. In die Beschreibung vom Podcast und noch zur zweiten Hälfte des Podcast habe ich unseren ehrenamtlichen David im Gespräch mit dem ich über feine Wagen sprechen, also wie man wirklich hoch potente Substanzen abwägt und warum man das auch tut, um seriös zu gewährleisten. Aber dazu später mehr nach der Pause. Ja, Party Drogen sollen ja eigentlich für eine gute Stimmung sorgen. Sie sollen zum Spaß da sein und lieber, lieber lässt man den Substanz. Konsum ist klar, dann kann man jegliche Risiken vermeiden. Aber wir wissen ja, dass junge Leute das auf einem auf auf jeden Fall tun. Und so arbeiten wir damit. Und die Substanzen können auch einfach extreme Risiken bergen und Nebenwirkungen hervorrufen in der Kurzzeit Wirkung, aber auch im Langzeit Konsum. Ja, wenn regelmäßig Substanzen in hohen Dosen auch konsumiert werden und der Körper und der Geist sich daran gewöhnen, dann ja ist es Belohnungssystem immer wieder getriggert und es kann einfach eine Abhängigkeit oder Sucht sagte man früher auch entstehen. Und jede Substanz ist dann natürlich ein bisschen unterschiedlich. Aber genau jetzt erst mal noch zu dir, Ralf Ja, du leitest diese Einrichtung und ich wollte noch fragen. Genau zu der Ambulanz für junge Suchtkranke, dass wir da mal einsteigen. Warum junge Suchtkranke? Wie unterscheidet sich das oft von anderen Einrichtungen? Zunächst mal vorweg vielen Dank für die Einladung, Patrick. Ich freue mich auf den Podcast und super, dass wir da einen guten Austausch haben. Ja, wie kam es zu dem Namen? Im Grunde ist der ziemlich irreführend, weil unsere Klientel gar nicht so jung ist. Unbedingt. Wir sind ganz breit aufgestellt, machen sehr viel. Und dieser Name ist entstanden aus der Teilung einer Einrichtung. Das heißt, früher gab es eine Einrichtung, aus der zwei hervorgegangen sind, und die einen haben sich erwachsene Suchtkranke genannt und wir junge Suchtkranke. Die einzige Unterscheidung ist jedoch bei Alkohol, dass wir bis 30 machen und die Kollegen und Kolleginnen ab 30 Alles andere ist im Grunde völlig offen, was die Altersstruktur anbelangt. Und wir machen ja Alkohol nur ja, ich möchte nicht sagen, nebenher aber auch noch. Und im Grunde haben wir ja ganz, ganz viel, was wir anbieten. Und ja, also junge Suchtkranke deswegen und was wir auch speziell haben, ist ein Angebot für junge Leute mit Jugendrichter Einweisungen. Das heißt, da ist irgendwas passiert, oft im Zusammenhang mit Substanzen, und die werden dann vom Gericht zu uns geschickt, dass wir ein paar Gespräche machen, quasi so als Auflage. Und da haben wir dann schon die junge Klientel. Und was unterscheidet denn jetzt eine Fach Ambulanz von anderen Suchthilfe Einrichtungen? Die Fachfrau Ambulanz ist im Grunde kein geschützter Begriff, soll aber schon auf ein medizinisches Angebot aufmerksam machen. Das heißt wir behandeln, man kann beraten und wir behandeln. Wir haben Anerkennung von den Kostenträgern, Rentenversicherung, auch Krankenkasse. Wir arbeiten mit einem Arzt zusammen und wir machen Therapie, wo auch Diagnosen gestellt werden. Und zu weiteren Diagnosen gestellt werden, wo dann richtige Therapie gemacht wird. Mit Einzelgespräch, mit Gruppengespräche, mit regelmäßigen Berichten an die Kostenträger. Genau. Und das ist ein Mittel mit einem anderen Rahmen auch verbunden. Wir haben viel mehr Zeit, wir können uns viel intensiver beschäftigen und wir sind auch speziell ausge

    1 Std. 36 Min.
  5. 12.12.2024

    Interview mit Svenja Schüürmann, Projektleitung von Condrobs ConAction - Streetwork auf der Münchener Partymeile.

    In der 17. Folge des MINDZONE-Podcasts „sauberdrauf!„ spricht Patrick mit Svenja Schüürmann, Projektleitung von Condrobs ConAction – Streetwork auf der Münchener Partymeile. Nach einer kurzen Einführung in die Grundlagen der Anlaufstelle für „Nächtliches Feiern“ bekommt ihr spannende und hilfreiche Einblicke aus der praktischen Arbeit des Jugend-Streetwork. ConAction – Streetwork auf der Partymeile ist 2016 entstanden. Der Bedarf entstand nach erhöhtem Feierverkehr in der Münchener Innenstadt nach Schließung der Kultfabrik am Ostbahnhof. Gesprächs- und Unterstützungsangebot von sozialarbeitenden Fach- und Honorarkräften auf freiwilliger Basis, das durchweg positiv und dankbar angenommen wird. Kostenlose Abgabe von sinnvollen Gadgets zur Unterstützung von Feiernden im öffentlichen Raum: Wasser, Essen, Traubenzucker, Spuckbeutel für Taxifahrten, Wärmedecken, Info-Materialien, Safer-Use-Materialien, Notfallnummern, Erste-Hilfe-Kit. Partymeilen-Nummer ConAction: Freitag und Samstag Nacht unter 0176 13410149 erreichbar! Zuständig innerhalb des Münchener Altstadtrings Webseite: https://www.condrobs.de/einrichtungen/conaction/ Instagram: https://www.instagram.com/condrobs_conaction/ @condrobs_conaction Email: svenja.schueuermann@condrobs.de Chexxs Alkoholprävention im Feiersetting: https://www.condrobs.de/einrichtungen/chexxs/ Häufige Situationen, die Unterstützung bedürfen: Einschlafen nach übermäßigem Mischkonsum von sedierenden Substanzen wenn Personen alleine, dann da bleiben, sonst versuchen, Umfeld zu aktivieren bei wiederholter Bewusstlosigkeit oder immer wieder wegdämmern, Sanis dazuholen im Winter die Temperaturen mit einbeziehen wenn Person noch ansprechbar, dann Infos über Person, Substanzen, Umstände, Freunde, Heimweg, Habseligkeiten einholen Psychischer Ausnahmezustand durch übermäßigen Substanzkonsum vermittelnde Rolle und Stütze, um die Situation aufzulösen Unterstützung von jungen Feiernden, die Schwierigkeiten haben mit gängigen Situationen umzugehen Hilfe bei Heimwegplanung durch nüchterne Fachkräfte sehr wertvoll Heimwegtelefon https://heimwegtelefon.net/ Tel.: 030 12074182 Frauen Nacht Taxi-Gutscheine https://www.muenchen.de/verkehr/frauen-nacht-taxis-fuer-muenchen-infos-zum-gutscheinsystem Eskalierende Situationen werden aus Eigenschutz in Teamsitzungen vorgesprochen.   Clean Projekt Neuhausen Offene Jugendeinrichtung Clean Projekt Neuhausen (CPN), nähe Rotkreuzplatz, mit verschiedenen Freizeitangeboten – hier wird Substanzkonsum akzeptiert und bei Veränderungswillen unterstützt https://www.condrobs.de/einrichtungen/clean-projekt-neuhausen/ Andréestraße 5 80634 München Tel: 089 132271 E-Mail: cleanprojekt-neuhausen@condrobs.de Infos vom Infostand rund ums Thema „Risikoarme Dosierung von Partydrogen“ Generell raten wir vom Substanzkonsum ab! Diese Infos sind für Menschen gedacht, die sich bereits für den Substanzkonsum entschieden haben. Unser heutiger Gast ist Chloé. Sie ist seit über drei Jahren ehrenamtlich bei Mindzone aktiv. Folgende Punkte sind zu beachten, wenn man Risiken bei der Dosierung von Partydrogen minimieren möchte: Generelle Infos über die erworbene Substanz einholen: an Flutzeit, Wirkdauer, Verstoffwechselung im Körper, Abbaumechanismus, dosisabhängige Kurzzeitwirkung, Wechselwirkung mit Medikamenten und anderen Drogen, bisherige Forschung, Dosierung der Reinsubstanz, mögliche Langzeitfolgen bei missbräuchlichem Konsum Nutze Drugchecking-Angebote oder Selbst-Schnelltests für zu Hause Mache beim Erstkonsum einer Substanz einen Allergietest und wiege deine Konsummenge testweise mit einer Feinwaage ab Frage die Person, die dir die Probe übergibt immer, um welche Substanz es sich handelt: welche Potenz? welche Streckmittel? Konsum-Erfahrungen anderer? Informationen zum Transportweg? Beachte, dass Drogenwirkungen immer von Set und Setting abhängig sind – sei dir einer möglichen Toleranzentwicklungen bewusst Sei dir bewusst, dass es für auf dem Schwarzmarkt erworbene illegale Substanzen keine Qualitätskontrollen gibt Zerkleinere Feststoffe so fein wie möglich und stelle eine homogene Masse her Jede Konsumform benötigt eine andere Wirkstoffmenge – nutze den risikoärmsten Aufnahmeweg für deine Substanz und halte dich an niedrigen an Safer-Use-Dosierungen Miss die Menge immer selbst ab Frauen sollten grundsätzlich niedriger dosieren als Männer Solltest du Mitfeiernde beobachten, die riskant konsumieren, berichte ihnen (sensibel und wenn es passt) z.B. von Streckmitteln, Erfahrungen mit Überdosierung, aber auch genussvollen Momenten bei geringer Dosierung Folgt uns in den Sozialen Medien, um nichts zu verpassen! https://www.facebook.com/sauberdrauf https://www.instagram.com/projekt.mindzone/ https://twitter.com/projektmindzone Abonniert unseren Podcast und teilt ihn mit Freunden! Jetzt reinhören via Spotify, iTunes, Amazon Music Habt Ihr bestimmte Themen-Wünsche, die Euch besonders interessieren? Für Feedback, Fragen und Anregungen schreibt uns gerne unter der Mail-Adresse: podcast@mindzone.info Wichtiger Hinweis: Die Inhalte dieses Podcasts sollen nicht als Anleitung zum Drogenkonsum verstanden werden oder motivieren.  Sie sollen zur Selbstreflexion anregen und dienen der Informationsgewinnung und Informationsweitergabe.   Das Transcript der Podcast Folge zum lesen   Hinweis Die folgenden Inhalte sollen nicht als Anleitung zum Drogenkonsum verstanden werden oder motivieren. Sie sollen euch zur Selbstreflexion anregen und dient zur Informationsgewinnung und Weitergabe.   Patrick Hallo liebe Hörerinnen und Hörer, herzlich willkommen bei meinen neuen Podcast Sauber drauf. Wir haben heute wieder eine neue Folge und spannende Gäste im Gepäck und hier im Mainzer Büro Heute ist Svenja Schürmann da. Hallo Svenja, grüß dich Hallo! Schön, dass du da bist und den Weg gefunden hast. Und obwohl es zu früh ist.   Svenja Ja, vielen Dank für die Einladung.   Patrick Schön, dass du da bist. Super. Wir kennen uns ja schon eine gewisse Zeit, weil wir zusammen diese kollektiv und Veranstalte in den Schulungen machen. Da machen wir monatlich eine Schulung zu Drogen, Notfall, verschiedene Drogen, Themen, aber auch Deeskalation, Themen und Awareness Themen. Und sonst bist du Sozialarbeiterin mit Master und leitest zwei Einrichtungen seit 2020 bei Kon Drops. Genau das macht Clean Project Neuhausen und Streetworker auf der Partymeile ConAction, worüber wir heute sprechen.   Patrick Genau. Im zweiten Teil dieser Folge werde ich dann noch mit einer Ehrenamtlichen von uns mit Chloe über das Thema Dosierung von Party Drogen sprechen. Bleibt also dran, es wird eine super spannende Folge. Und ja, dann starten wir mal meine erste Frage an dich Erzähl uns doch mal ein bisschen was über ConAction. Wie ist es strukturierter? Wann gibt es das?   Svenja ConAction gibt es schon relativ lange über 20 Jahre in München und wir sind eine Jugend Streetworkern Richtung. Das heißt, wir gehen auf die Straße und sprechen da mit jungen Menschen. Und das machen wir sowohl tagsüber als auch eben in der Nacht und Süd. Wer hat denn die Idee, dass sie Lebenswelt orientiert arbeitet, also sozusagen, dass wir in der Lebenswelt der jungen Menschen, wo sie sich gerade aufhalten, sind.   Svenja Und da gehört eben auch das Feier Setting mit dazu, weswegen die Stadt dann die Initiative Sicher feiern ins Leben gerufen hat und damit das Projekt Streetart auf der Partymeile entstanden ist.   Patrick Also ihr seid quasi abends unterwegs, wenn’s losgeht, wenn die Leute ausgehen, wenn alle Feierabend haben und dann Party machen gehen? Genau.   Svenja Genau. Also wir sind tagsüber unterwegs, unter der Woche, von Montag bis Freitag und dann eben am Wochenende und vor Feiertagen in der Nacht, das meistens von 23:00 bis 4:00 sind, aber auch mal, wenn es eine Veranstaltung gibt, da bedarf es orientiert. Je nachdem, wann dann die Feiernden unterwegs sind.   Patrick Zum Beispiel wart ihr am Berg bei der Veranstaltung so wo die Jugendlichen nach Hause mussten quasi, und habt da so ein bisschen mit denen gesprochen.   Svenja Und genau da waren wir dann sozusagen um das Gelände drumrum. Weil wir sind nicht in den Clubs unterwegs, sondern wir sind vor den Clubs und auf den Straßen unterwegs, um da Unterstützung zu leisten, wenn es notwendig ist.   Patrick Und gab es damals, als das initiiert wurde, vor 20 Jahren irgendwie so einen ausschlaggebenden Punkt, dass es irgendwie sich zugespitzt hat, die Situation oder so?   Svenja Also ConAction selber ist entstanden als eigentlich ein Mädchen Treff, also genau, und hat dann sich immer weiterentwickelt. Und genau das Projekt auf der Partymeile gibt es noch nicht seit 20 Jahren, sondern jetzt muss ich lügen. Ich weiß es nicht ganz genau. Ich glaube seit 2016 oder 17. Genau dieses Projekt auf der Partymeile, was einfach damals entstanden ist, das sich immer mehr von der Clubszene vom Ostbahnhof auch in die Münchner Innenstadt verlagert hat und dann sich da alles sehr geballt hatte und es natürlich auch Konflikte mit Anwohnern, der Polizei etc. gab und einfach man gesagt hat okay, man will was installieren, damit das Feiern für junge Menschen einfach sicherer und angenehmer ist.   Patrick Das ist ja auf jeden Fall ein schönes Ziel. Das ist toll, dass die Stadt da was macht und da auch wirklich Fachkräfte bereitstellt, die dann da Woche für Woche irgendwie unterstützen und ansprechbar sind und und wie seid ihr denn da sichtbar? Also wie erkennt man euch?   Svenja Wir haben im Winter dicke Jacken an, im Sommer dünnere Jacken, aber überall ist mal unser Logo drauf, so man auch einfach sieht. Okay, da sprechen mich jetzt auch Personen an, die wirklich einer Institution angehören und nicht einer. Irgendwie werden Leute, die mich irgendwo in der Nacht ansprechen

    59 Min.
  6. 31.10.2024

    sauberdrauf! Podcast-Folge 16: Awareness-Arbeit auf Sexpositive- / Kinky-Parties – Interview mit dem Awareness Medical Team

    In der 16. Folge des MINDZONE-Podcasts „sauberdrauf!“ spricht Patrick mit dem Awareness Medical Team zum Thema Awareness-Arbeit auf Sexpositive- / Kinky-Parties. Vorstellung Julian: Er ist Rettungssanitäter und Gründer des Awareness Medical Teams. Vorstellung Liv: Sie arbeitet im Gesundheitssektor und engagiert sich ehrenamtlich  beim Awareness Medical Team. Das Awareness Medical Team ist ein eingetragener Verein mit Sitz in München. Dessen Ziel ist es, eine sichere und freundliche Umgebung auf Veranstaltungen zu schaffen, so dass jeder Gast sich sicher und willkommen fühlt. Vorstand wählt Teamleiterinnen und Teamleiter aktuell ca. 100 Mitglieder organisiert über Whatsapp-Gruppe 2-4 Events pro Wochenende in ganz Deutschland Kooperationsveranstalter im Kinky-Bereich: Kinky Galore, Bavarian Fetish, Glory Bizarre, Kinky One, usw. Webseite: www.awarenessmedicalteam.de Email: awarenessmedicalteam@web.de Insta: awareness_medical_team Im Hauptteil wird ein Überblick zu den Besonderheiten von Kinkypartys vermittelt. Awareness-Arbeit spielt hier wegen besonderer Tabuthemen, Macht und Sex und der besonderen Wichtigkeit, Konsens einzufordern und einzuhalten, eine vordergründige Rolle. Weiter gibt diese Folge einige Einblicke in die Arbeitsweise des Teams, es werden besondere Anforderungen an Awareness-Arbeit auf diesen Partys erklärt. Julian und Liv erzählen auch von Beispielen aus der Praxis. Abschließend bitten Julian und Liv, sich nicht zu scheuen, das Awareness-Team proaktiv einzubeziehen, sollte mal auf einer Party etwas schief gehen. Das könne allen passieren und nur so könnten sie in Krisensituationen noch besser unterstützend einwirken. Infos vom Infostand rund ums Thema „Aufnahmewege von Partydrogen“ Generell raten wir vom Substanzkonsum ab! Diese Infos sind für Menschen gedacht, die sich bereits für den Substanzkonsum entschieden haben. Unser heutiger Gast ist Lotte. Sie ist seit über zehn Jahren ehrenamtlich bei Mindzone aktiv und im Bereich Awareness tätig. Hauptberuflich arbeitet sie mit jungen Menschen, die wegen psychischer Erkrankungen in Behandlung sind. Es wird grundsätzlich zwischen fünf Haupt-Aufnahmewegen unterschieden: Nasal: „Safer Sniffing“-Regeln unbedingt beachten, hohes Infektionsrisiko bei unsachgemäßem Gebrauch, Vorsicht vor Verwechslung von Substanzen in Pulverform; langsam an die gewünschte Wirkung herantasten, Substanzen aufgelöst in Nasenspray bei sachgemäßem Gebrauch als Harm- Reduction-Strategie Inhalieren: Wirkeintritt 7-10 Sekunden, durch extrem schnelles Anfluten stark suchterzeugend, erhöhtes Krebsrisiko, Vaporizer als Harm-Reduction-Strategie Intravenös: Wirkeintritt 10-30 Sekunden, hohes Infektions- und Gesundheitsrisiko, risikoreichster Aufnahmeweg, daher ist davon abzuraten. Genau dosieren, immer neue, eigene Einmalspritzen benutzen, nie alleine konsumieren! Rektal: Wirkeintritt 3-5 Minuten mit Zäpfchen oder Spritze ohne Nadel. Substanz wird über die Schleimhaut aufgenommen, genau dosieren! Oral: Wirkeintritt i.d.R nach ca. 20-40 Minuten, weniger Kick und weniger suchterzeugend als andere Aufnahmewege, lange Anflutzeit abwarten und genau dosieren! Safer Use Empfehlungen: Oral: Wirkeintritt i.d.R nach ca. 20-40 Minuten, weniger Kick und weniger suchterzeugend als andere Aufnahmewege, lange Anflutzeit (manchmal bis zu 2 Stunden) und Wirkung abwarten,  genau dosieren. Sollte jemand trotz unerwünschter Auswirkungen Suchtdruck spüren oder Schwierigkeiten haben, den Konsum einzustellen, nehmt Hilfe in Anspruch. Kontaktiert uns unter: https://mindzone.info/beratung/drogenberatung/ Weiterführende Sicher-Feiern-Tipps… Folgt uns in den Sozialen Medien, um nichts zu verpassen! https://www.facebook.com/sauberdrauf https://www.instagram.com/projekt.mindzone/ https://twitter.com/projektmindzone Abonniert unseren Podcast und teilt ihn mit Freunden! Jetzt reinhören via Spotify, iTunes, Deezer, Google, Amazon Music Habt Ihr bestimmte Themen-Wünsche, die Euch besonders interessieren? Für Feedback, Fragen und Anregungen schreibt uns gerne unter der Mail-Adresse: podcast@mindzone.info Wichtiger Hinweis: Die Inhalte dieses Podcasts sollen nicht als Anleitung zum Drogenkonsum verstanden werden oder motivieren.  Sie sollen zur Selbstreflexion anregen und dienen der Informationsgewinnung und Informationsweitergabe.     Der Beitrag sauberdrauf! Podcast-Folge 16: Awareness-Arbeit auf Sexpositive- / Kinky-Parties – Interview mit dem Awareness Medical Team erschien zuerst auf sauber drauf! mindzone.info.

    1 Std. 1 Min.
  7. 26.06.2024

    sauberdrauf! Nr. 15: Cannabiskonsum im Jugendalter

    In der 15. Folge des MINDZONE-Podcasts „sauberdrauf!“ spricht Patrick mit Soziologin und Jugendsuchtberaterin Olivia Mantwill zum Thema Cannabiskonsum im Jugendalter.  Olivia ist in der Caritas-Fachambulanz in Amberg tätig und berät über das Beratungsangebot Resist Jugendliche mit Suchtproblemen zwischen 12 und 18 Jahren sowie deren Angehörige: Wie wirkt sich die (Teil-)Legalisierung auf das Konsumverhalten Jugendlicher aus? Wo beginnt häufiger Konsum in der Jugend? Wie wirkt sich häufiges breit sein und der Kontakt mit (Verkaufs-) Kriminalität auf junge Menschen aus? Wie wirken sich Soziale Medien auf das Cannabiskonsumverhalten Jugendlicher aus? Welche Empfehlungen legt Olivia betroffenen Eltern als Herz? Empfehlenswerte Online-Präventionsangebote und Hilfen weed.sauberdrauf.com https://www.cannabispraevention.de https://www.quit-the-shit.net/qts/ https://www.drugcom.de/tests/selbsttests/cannabis-check/ https://www.realize-it.org/das-programm https://www.realize-it.org/cannabistest https://www.suchtberatung.digital/ Nutze unsere anonyme, vertrauliche Onlineberatung: https://mindzone.info/beratung/drogenberatung/ Infos vom Infostand rund ums Thema „Geschlechtskrankheiten – STI (Sexuelly Transmitted Infections)“ mit Kim Die meisten Menschen haben irgendwann einmal mit sexuell übertragbaren Infektionen (STI – Sexuelly Transmitted Infections; auf deutsch Sexuell übertragbare Infektion) zu tun. Weit verbreitet sind z.B. Chlamydien, Genitalherpes, Trichomonaden und Feigwarzen (HPV-Infektionen). Auch Tripper (Gonnorrhö) und Syphilis kommen heute wieder häufiger vor. Die möglichen Folgen reichen von lästigem Jucken bis hin zur lebensbedrohlichen Erkrankung. Safer-Sex-Tipps, um die Übertragung von Geschlechtskrankheiten zu vermeiden Geschlechtskrankheiten lassen sich früh erkannt in der Regel gut behandeln. Unbehandelt können sie schwere gesundheitliche Folgen haben. Informiere dich über Geschlechtskrankheiten, z. B. unter: https://www.mitsicherheitbesser.de/sti-geschlechtskrankheiten/ Benutze Kondome! Kondome senken das Risiko einer Infektion. Solltest du bereits Verdacht auf eine Infektion haben, sprich offen mit deinem potentiellen Sexualpartner*in darüber. Nutze nur dein eigenes Sex-Spielzeug. Am besten Testen! Manchmal zeigen zeigen Geschlechtskrankheiten keine Symptome. Deshalb sollte man sich mindesten einmal im Jahr testen lassen! Viele Gesundheitsämter und Aidshilfen bieten anonyme Tests auf Geschlechtskrankheiten an. Die meisten Angebote sind kostenlos! Auch beim Hausarzt sind Tests auf Geschlechtskrankheiten möglich. Wendet Euch bei Fragen oder Unsicherheiten an: https://subonline.org/beratung/praevention-und-test/ oder https://www.iwwit.de/geschlechtskrankheiten/testen-lassen Weiterführende Infos zum Thema „Geschlechtskrankheiten – STI“ findet ihr auch auf der MINDZONE-Homepage: https://mindzone.info/gesundheit/geschlechtskrankheiten/ Folgt uns in den Sozialen Medien, um nichts zu verpassen! https://www.facebook.com/sauberdrauf https://www.instagram.com/projekt.mindzone/ https://twitter.com/projektmindzone Abonniert unseren Podcast und teilt ihn mit Freunden! Jetzt reinhören via Spotify, iTunes, Deezer, Google, Amazon Music Habt Ihr bestimmte Themen-Wünsche, die Euch besonders interessieren? Für Feedback, Fragen und Anregungen schreibt uns gerne unter der Mail-Adresse: podcast@mindzone.info Wichtiger Hinweis: Die Inhalte dieses Podcasts sollen nicht als Anleitung zum Drogenkonsum verstanden werden oder motivieren.  Sie sollen zur Selbstreflexion anregen und dienen der Informationsgewinnung und Informationsweitergabe.   Hier findet ihr ein Transkript der Folge zum nachlesen. Der Beitrag sauberdrauf! Podcast-Folge 15: Interview mit Jugendsucht­beraterin Olivia Mantwill zu Cannabis im Jugendalter erschien zuerst auf sauber drauf! mindzone.info.

    1 Std. 2 Min.
  8. sauberdrauf! Podcast-Folge 14: Interview mit Luzia Beer - Fachstelle MoNa (Moderation der Nacht)

    26.03.2024

    sauberdrauf! Podcast-Folge 14: Interview mit Luzia Beer - Fachstelle MoNa (Moderation der Nacht)

    In der 14. Folge des MINDZONE-Podcasts „sauberdrauf!“ spricht Patrick mit Luzia Beer. Sie ist als sog. „Nachtmoderatorin“ bei der Fachstelle MoNa – Moderation der Nacht in München tätig. Aufgaben der Fachstelle MoNa: Koordination „Runder-Tisch-Nachtleben“ Experten-Gremium „Awareness & Sicherheit“ Austausch U18-Feiern in München Evaluation Frauen-Nacht-Taxi-München „Mucs-Partys“ – Feiern in der Stadt bis 27 Jahre Geplanter Kollektiv-Kongress Ende 2024 Mediationsangebot für nächtliches Zusammenleben Vernetzung und Austausch fördern Bedarfe und Entwicklungen erkennen und Weitergeben Infos zum Münchener Frauen-Nacht-Taxi: Taxi-Gutscheine im Wert von 10,- Euro für alle weiblichen Personen zwischen 22:00 und 6:00 Uhr; erhältlich beim KVR, Münchener Gleichstellungsstelle und am Mindzone-Infostand https://www.muenchen.de/verkehr/frauen-nacht-taxis-fuer-muenchen-infos-zum-gutscheinsystem Anlaufstelle zur Akut-Versorgung nach Vergewaltigung https://frauennotruf-muenchen.de/erste-hilfe-informationen-fuer-betroffene/ Rückmeldungen und Fragen sind erwünscht. Wenn Verbesserungen gefragt sind, gerne an MoNa wenden. Luzias Kontaktdaten: luzia.beer@muenchen.de https://www.instagram.com/mona.muenchen https://luzia-beer.de/   Infos vom Infostand rund ums Thema „Safer-Sniffing“ mit Dominic: Viele Partygängerinnen und Partygänger gehen beim nasalen Konsum, dem „Sniefen / Ziehen“, nachlässig mit ihrer Gesundheit um. Dabei können gesundheitliche Probleme entstehen. Nachfolgend haben wir bewährte Safer-Use-Strategien zu dieser speziellen Konsumform für euch zusammengefasst. Substanzkonsum soll Spaß machen und das Leben nicht nachhaltig negativ beeinträchtigen. Safer-Use-Hinweise zu nasalem Konsum: Informiere dich bestmöglich über die vorliegende Substanz und die Risiken des Mischkonsums: https://mindzone.info/substanzen/mischkonsum/ Verwende Testkits, um die Reinheit und Identität der Substanz zu überprüfen und das Risiko von Verunreinigungen zu reduzieren / nutze Drug-Checking Angebote, falls möglich z.B. „Marquis-Tests“ oder https://drugchecking.berlin/ Achte auf Hygiene: Händewaschen vor und nach dem Konsum. Benutze immer eine saubere, trockene und glatte Unterlage. Schnupfe nicht auf / von schmutzigen Flächen (z.B.Toiletten); Alcopads benutzen, gibt’s z.B. im Drogeriemarkt. Eigene Konsum-Utensilien, mindestens persönliches Röhrchen ohne scharfe Kanten verwenden (keine Geldscheine!). Pulver, Stein, Kristall möglichst klein hacken/zerdrücken. Miss deine Dosis immer selbst ab! Kleine, dünne Lines lassen sich besser dosieren (Wirkstoffgehalt kann von Mal zu Mal variieren und sehr unterschiedlich sein). Vorsicht vor Verwechslung von optisch gleichaussehenden Substanzen, wie  z.B. Ketamin, Speed und Koks. Vor dem Schnupfen sollte man die Nase schnäuzen, sowie ca. 10 Minuten danach. Halte regelmäßige Konsumpausen ein, um deinen Körper und Psyche zu regenerieren und einer Gewöhnung vorzubeugen. Wann ein zu viel oder ein zu häufig erreicht ist, ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Achte auf die Warnsignale deines Köpers. Stelle den Konsum ein, solltest du negative Effekte, wie z.B. Nasenbluten spüren und lege eine mehrwöchige Konsumpause ein. Lies dir auch unsere Informationen zur Konsumreflexion durch und prüfe dein Konsumverhalten von Zeit zu Zeit: https://mindzone.info/gesundheit/konsumreflexion/ Nach dem Konsum Nase mit Salzlösung und Salbe pflegen (Nasenspülung/ Nasendusche gibt’s im Drogeriemarkt oder Apotheke). Solltest du bereits nachhaltige Probleme aufgrund deines nasalen Konsums entwickelt haben, zögere nicht einen HNO-Arzt oder -Ärztin aufzusuchen. Sie unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht.   Wendet Euch bei Fragen oder Unsicherheiten an unsere anonyme Onlineberatung Folgt uns in den Sozialen Medien, um nichts zu verpassen! https://www.facebook.com/sauberdrauf https://www.instagram.com/projekt.mindzone/ https://twitter.com/projektmindzone Abonniert unseren Podcast und teilt ihn mit Freunden! Jetzt reinhören via Spotify, iTunes, Deezer, Google, Amazon Music Habt Ihr bestimmte Themen-Wünsche, die Euch besonders interessieren? Für Feedback, Fragen und Anregungen schreibt uns gerne unter der Mail-Adresse: podcast@mindzone.info Wichtiger Hinweis: Die Inhalte dieses Podcasts sollen nicht als Anleitung zum Drogenkonsum verstanden werden oder motivieren.  Sie sollen zur Selbstreflexion anregen und dienen der Informationsgewinnung und Informationsweitergabe.   Der Beitrag sauberdrauf! Podcast-Folge 14: Interview mit Luzia Beer – Fachstelle MoNa (Moderation der Nacht) erschien zuerst auf sauber drauf! mindzone.info.

    45 Min.

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