Senkrechtstarter

Moritz Vieth

Du wolltest schon immer Astronaut werden? Raumfahrt ist Dein Lieblingsthema? Ja, wir leben in einer mega spannenden Zeit und Elon Musk hat mit SpaceX die gesamte Industrie auf den Kopf gestellt. Oder sollten wir besser sagen: endlich senkrecht gestellt? (: Auch ich wollte als kleiner Junge Astronaut werden. Seit Jahren verbringe ich unzählige Stunden auf YouTube und sauge alles auf zum Thema Raumfahrt. Hier gibt es jeden Montag zur Primetime um 20:15 Uhr eine neue Folge Senkrechtstarter. Mit den Themen Raketentechnik, SpaceX, die NASA, Weltraum und alles, was SENKRECHT gen Himmel fliegt Viel Spaß mit der Zukunft. Immer schön senkrecht bleiben! Dein Moritz

  1. vor 6 Tagen

    Chinas Langer Marsch 7A zerbricht nach 85 Sekunden, Rocket Lab zieht nach München

    💥 85 Sekunden nach dem Abheben zerreißt es Chinas Langer Marsch 7A über Wenchang, Rakete und Satellit sind verloren. Ausgerechnet dieselbe Triebwerksfamilie soll in wenigen Wochen Chinas Mondmission Chang'e-7 zum Südpol bringen. 🚀 Rocket Lab verschickt komplette Startplätze im Schiffscontainer und macht München zur neuen Adresse, während SpaceX sein Starship Ship 40 im Meer aufgibt und im Börsenprospekt eine Million KI-Satelliten stehen. 🌒 Und über Island und Spanien schob sich der Mond komplett vor die Sonne. Wie viele Wochen kostet der Fehlstart Chinas Mondmission wirklich? Die eigentliche Tragweite der Explosion steckt im Antrieb: In Kernstufe und Boostern der Langer Marsch 7A arbeiten YF-100-Triebwerke, und dieselbe Familie sitzt auch in den Boostern der schweren Langer Marsch 5, die Chang'e-7 zur Suche nach Wassereis am Mondsüdpol bringen soll. Angepeilt war zuletzt der 24. August, jetzt hängt an diesem Termin ein Fragezeichen, und der Staatskonzern CASC schweigt bislang zur Technik. Rocket Lab liefert dagegen die Meldung mit Zukunftsdrall: Das System GHOST steckt Raketen, Startinfrastruktur und Bodenversorgung in Standard-Schiffscontainer, aufgestellt zuerst auf Kodiak Island in Alaska. Dazu kommt die Rocket Lab Germany GmbH mit Sitz in München, ein Rekordquartal von 234 Millionen Dollar im Rücken und eine Vorgeschichte aus Vorratsgesellschaft Mondstein 694 und Mynaric-Übernahme. Nur beim Erstflug der Neutron klingt die Woche nüchterner. Bei SpaceX reißt der offene Faden der Vorwoche: Raue See bremst das Schleppen, Ship 40 geht voraussichtlich verloren, immerhin sind Nahaufnahmen von Hitzeschild und Triebwerken im Kasten. Ship 42 steht vor den Kryotests, Booster 22 ist strukturell komplett, Flug 14 fehlt weiter im Startkalender. Außerdem in dieser Folge: die totale Sonnenfinsternis über Grönland, Island und Spanien, gefilmt vom Wettersatelliten MTG-I1 und von der NASA mit dem Höhenforschungsjet WB-57 gejagt. Die RFA ONE verliert ihr Startfenster auf SaxaVord, weil im Tank der ersten Stufe eine Anomalie gefunden wurde. Japans H3 bringt Michibiki 7 sauber nach oben und klärt endlich den Fehlstart vom Dezember. Relativity Space montiert die ersten Aeon-R-Triebwerke für die Terran R, am Ende 13 Stück mit knapp 1.600 Tonnen Schub. In den Kurznews: Katalyst bremst den havarierten Satelliten Link, der Gateway-Stopp kostet bei Paragon 70 Stellen, IRIS² wächst auf 348 Satelliten, Arianespace legt die Oberstufe ICARUS auf Eis, die Strahlenschutzweste AstroRad besteht ihre Auswertung und Mike Fincke verlässt nach 30 Jahren die NASA. Und wir suchen Verstärkung: einen Cutter fürs Senkrechtstarter-Team. Transparenz oder Geschwindigkeit, was bringt ein Raumfahrtprogramm schneller voran? Schreibt es in die Kommentare.

  2. 11. Aug.

    Starship will jetzt in den Orbit, und der Mond trägt jetzt einen SpaceX-Krater

    🌑 Der Mond hat einen neuen Krater – und SpaceX hat ihn geliefert! Eine ausgebrannte Falcon-9-Oberstufe ist mit rund 8.700 km/h nahe dem Krater Einstein eingeschlagen, beobachtet von einem Mondorbiter und den Teleskopen der Europäischen Südsternwarte in Chile. 🚀 Fast zeitgleich macht Elon Musk die größte Starship-Ansage seit Langem: Flug 14 geht in den Orbit – und das 52 Meter lange Ship soll erstmals von den Armen des Startturms gefangen werden. 🌒 Und am Mittwoch wird es über Europa dunkel. Bleibt nur eine Frage: Wer haftet eigentlich, wenn der Mond zur Ablage wird? Wir sortieren die Zahlen zum Einschlag – 18 bis 30 Meter Kraterdurchmesser, eine Natriumwolke über dem westlichen Mondrand, erste Bilder von Südkoreas Orbiter Danuri – und klären, warum für diesen Krater niemand haftet, obwohl inzwischen 70 Staaten die Artemis Accords unterzeichnet haben. Danach geht es zu Starship: Ship 40 ist nach über 400 Kilometern Drift vor Westaustralien geborgen, zum ersten Mal hält SpaceX ein Starship in den Händen, das einen kompletten Wiedereintritt hinter sich hat – und der Befund entscheidet die Hitzeschild-Debatte. Dazu die erste Quartalsbilanz nach dem Börsengang mit 7,8 Milliarden Dollar Umsatz, 541 Millionen Dollar Verlust und dem Angriff auf AT&T, Verizon und T-Mobile per Starlink Mobile. Außerdem in dieser Folge: Blue Origin benennt das Hauptsauerstoffventil eines BE-4-Triebwerks als Ausgangspunkt der New-Glenn-Explosion – unangenehm auch für ULA. Boeings Starliner hängt inzwischen an zwei Dockingports und zwei Milliarden Dollar Sonderbelastungen, während SpaceX die Crew-Dragon-Produktion bei fünf Kapseln beendet. AST SpaceMobile bringt drei neue BlueBirds mit je 223 Quadratmetern Antennenfläche ins All und startet den Direct-to-Cell-Dienst in Japan. Der Rettungssatellit Link ist zurück auf Kurs und soll Ende August das Weltraumteleskop Swift anfliegen. Vier Firmen liefern die ersten Frachtlander für die NASA-Mondbasis am Südpol. Und für die Sonnenfinsternis am 12. August haben wir alles, was ihr braucht: Totalitätspfad, Zeiten, Livestream – und die Warnung, dass ihr nur mit zertifizierter Finsternisbrille hinschaut. In den Kurznews: Xona funkt neben GPS, ein Satellit der US Space Force jagt erstmals ein ausweichendes Ziel, und ein spanisches Startup baut ein Triebwerk ohne Tank.

  3. 4. Aug.

    Raumfahrt-News

    Deutschland prüft plötzlich einen eigenen Weltraumbahnhof für die Bundeswehr – Tage bevor die Spectrum von Isar Aerospace abheben soll. Ausserdem: 🚀 Ein Starship treibt weiter Indischen Ozean – und SpaceX schickt gleich zwei Schlepper hinterher. 🛰️ Gleichzeitig trudelt ausgerechnet das Raumschiff, das ein NASA-Teleskop retten sollte, mit zwei toten Reaktionsrädern durch den Orbit. Der Retter braucht selbst eine Rettung: Das Servicing-Raumschiff Link von Katalyst Space Technologies taumelt seit dem 28. Juli um mehrere Achsen, zwei von drei Reaktionsrädern sind tot, der Bordcomputer hat sich neu gestartet. Katalyst zweckentfremdet jetzt die Ionentriebwerke, die eigentlich das Neil Gehrels Swift Observatory anheben sollten, um den Drall abzubauen – und die Uhr läuft: Ab der 300-Kilometer-Marke im Oktober zerbricht das 22 Jahre alte Teleskop innerhalb weniger Monate. Ausgerechnet Swift lieferte kurz zuvor noch die Beobachtung eines wandernden Schwarzen Lochs mit einer Million Sonnenmassen, das einen Stern zerreißt. Parallel dazu läuft im Indischen Ozean eine Bergungsoperation, die es so noch nie gab: Die 52 Meter lange Oberstufe Ship 40 blieb nach rund 65 Minuten Flug intakt, funkte weiter und schwamm rund 79,5 Stunden – jetzt laufen NORMAND RANGER und SKIMMER TIDE mit bis zu 15 Knoten auf die Position zu. Was SpaceX daran interessiert, sind die über 18.000 Keramikkacheln, die mehr als 1.400 Grad Celsius überstanden haben – während NASA-Veteran Dan Rasky Starships Hitzeschild öffentlich als Sackgasse bezeichnet. Dazu: Booster 21 nach Kryo-Test in Mega Bay 1, Ship 41 mit Triebwerken, Flug 14 frühestens Ende August – und Musks Ankündigung, erstmals auch das Ship am Turm zu fangen. In Bayern kündigte Verteidigungsminister Boris Pistorius bei Isar Aerospace an, dass der Bund eine eigene Startanlage für die Bundeswehr prüft – ohne Standort, ohne Budget, ohne Zeitplan, dafür mit der GOSA-Plattform in der Nordsee als naheliegendem Kandidaten. Außerdem in dieser Folge: Am 5. August schlägt eine ausgebrannte Falcon-9-Oberstufe mit rund 8.750 km/h auf dem Mond ein – erwartet werden ein 20 bis 30 Meter großer Krater und ein Auswurf-Strahl bis 100 Kilometer Höhe, beobachtet vom Lunar Reconnaissance Orbiter. ispace startet Mission 3 im Jahr 2028 auf einer H3 von Mitsubishi Heavy Industries, und ispace-Europe erhält 65 Millionen Euro für MAGPIE, Europas erste Mission zum Mondeis. Das Nancy Grace Roman Space Telescope ist betankt und startet am 30. August auf einer Falcon Heavy – neun Monate vor Plan und unter Budget, mit über 500 Terabyte Daten pro Jahr. Die Waldbrände in Spanien zwangen die NASA zur Evakuierung des Madrid Deep Space Communications Complex, ESA-Station Cebreros ist wieder voll betriebsbereit. Boeing schiebt den nächsten Starliner-Flug als unbemannte Frachtmission auf frühestens Q4 2026, Crew damit frühestens Ende 2027. Rocket Lab baut nach einem Rekordvertrag über 266 Millionen Dollar mit der US Space Force einen HASTE-Startplatz auf Kodiak Island in Alaska. In Lappland absolvierte ArianeGroup die Generalprobe mit vollen Tanks für den Themis-Demonstrator T1H, während MaiaSpace den suborbitalen Testflug streicht und auf 2027 rutscht. Dazu die Starts der Woche mit Langer Marsch 7A, 6A und der geheimen Falcon-9-Mission NROL-95 – und Kurznews zu CAPSTONE 02, 1,6 Milliarden Dollar Startaufträgen für SpaceX, Intels Weltraum-Prozessor Starfire, Impulse Space Electra, Amazon Leo, ESAs Lunar Link und Blue Origins New-Glenn-Tests in Stennis. Der Termin der Woche bleibt Donnerstag, der 6. August: der zweite Testflug der Spectrum von Andøya mit fünf CubeSats an Bord.

  4. 28. Juli

    Starship #13 explodiert nicht, RFA ONE auf der Rampe & Indiens Orbital-Premiere

    🚀 Starship Flug 13 ist geflogen – und zum ersten Mal überhaupt endete ein Testflug nicht mit einem Feuerball.... Mit meinem Code SENKRECHTSTARTER und meinem Link, bekommst du 60% Rabatt auf den Incogni Jahresplan: http://incogni.com/senkrechtstarter WERBUNG Der Starship Flug 13 endete mit einem intakten Schiff, das im Indischen Ozean schwimmt und weiter Bilder funkt. 🛰️ 20 echte Starlink-V3-Satelliten ausgesetzt, Raptor-Wiederzündung im All geglückt, Max-Q-Rekord gebrochen. Nur der Booster hat sich beim Landeanflug nicht ganz an den Plan gehalten – und genau da liegt die letzte große Baustelle vor dem ersten Orbitalflug. 🇮🇳 Gleichzeitig schafft Indien mit Skyroots Vikram-1 im allerersten Anlauf den Orbit, und auf den Shetland-Inseln steht plötzlich eine Augsburger Rakete startbereit. Überholt RFA damit Isar Aerospace im Rennen um Deutschlands ersten Orbitalstart? Im Starship-Block klären wir, was den Abbruch am 16. Juli wirklich verursacht hat: gefrorene Feuchtigkeit in den Turbopumpen für flüssigen Sauerstoff, sechs getauschte Raptoren statt der offiziell angekündigten zwei – und warum die von Booster 19 geerbten Triebwerke entgegen aller Vermutungen nicht schuld waren. Dazu der Ausblick von Gwynne Shotwell: Flug 14 könnte die erste echte Orbitalmission werden, Flug 15 der erste Start aus Florida. Bei RFA ONE geht es um den anstehenden Erststufen-Hotfire am SaxaVord Spaceport und darum, warum ausgerechnet eine deutsche Rakete Großbritanniens erste Orbitalpremiere holen könnte, nachdem Lockheed Martin, Virgin Orbit und Orbex gescheitert sind. Außerdem in dieser Folge: Northrop Grummans MRV-1 startet als Amerikas erster Mehrfach-Wartungsroboter Richtung GEO und verlängert gealterten Satelliten von SES und Optus das Leben um bis zu acht Jahre – finanziert mit rund 420 Millionen Dollar von der DARPA. Chinas Shijian-31 grast in einem Molniya-Orbit den kompletten geostationären Gürtel ab, eine Langer Marsch 3B überlebt einen Blitzeinschlag 30 Sekunden nach dem Abheben, und die Gravity-1 fliegt als stärkste Feststoffrakete der Welt. Bei ULA spitzt sich die Vulcan-Krise zu: Die NASA bucht ihre SunRISE-Mission auf eine Falcon Heavy um. Dazu die NASA-Nuklearmission SR-1 „Freedom" mit Zwei-Milliarden-Preisschild, Arianespace fordert Blockbestellungen für die Ariane 6, die EU verzögert Sentinel-Aufnahmen über der Straße von Hormuz, und ein GAO-Bericht zeigt, wie hart der Personalabbau die NASA trifft. In den Kurznews: Metallkugeln an einem australischen Strand, vier RS-25 für Artemis III, Atomdetektoren auf GPS-Satelliten, 30 Milliarden Dollar für US-Starts und Polens Milliardenbeitrag zu IRIS².

  5. 21. Juli

    Erster Starship Zündungs-Abbruch, Erste Ladung.Und jetzt?

    🚀 Der Countdown läuft auf null, die Raptoren zünden – und dann bleibt Starship einfach stehen. Ausserdem: 🛰️ Während SpaceX zwei Raptoren tauscht, fängt China zeitgleich seinen ersten Booster in einem Stahlseil-Netz auf hoher See. Wie geht es jetzt weiter mit Flug 13? 👇 Wir nehmen den Abbruch auseinander: 5.200 Tonnen Treibstoff an Bord, Rekordtempo bis zur Rampe, reparierte Triebwerke von Booster 19 – und die Frage, warum ein Stopp bei T-0 kein Versagen ist, sondern genau das System, das Milliarden schützt. Dazu Chinas Coup: Die Langer Marsch 10B fängt beim Jungfernflug ihre erste Stufe im Netz des Bergungsschiffs Linghangzhe, 430 Kilometer vor der Küste – weltweit die erste Bergung per Seil-Fangvorrichtung und Chinas Eintritt in den Wiederverwendungs-Club. Wir ordnen ein, was das für den Wettlauf mit SpaceX bedeutet, und was der Dreifach-Plan aus 10A, 10B und 10C mit Chinas Mondplänen bis 2030 zu tun hat. Außerdem in dieser Folge: Die Artemis-II-Crew bedankt sich in Bremen beim Team hinter dem Europäischen Servicemodul – inklusive Flugdaten aus erster Hand. Die ESA rebootet ihre Sonde Hera in 140 Millionen Kilometern Entfernung. Die NASA legt das Docking-Ballett von Artemis III offen, bei dem Orion an Blue Moon und Starship andockt. Sojus MS-29 erreicht die ISS in nur drei Stunden, während Isaacman als erster NASA-Chef seit 2018 in Baikonur steht. Dazu eine Nature-Studie, die erstmals zeigt, wie sich Atomwaffen im Orbit aufspüren lassen, 355.000 Starlink-Ausweichmanöver in einem Jahr, Europas Raumfahrtbudgets auf Rekordkurs und Rocket Labs Archimedes-Triebwerk im 5,5-Minuten-Dauerlauf. Plus Kurznews zu Wally Funk, dem ESA-Lander für Apophis und dem ersten lizenzierten Weltraumspiegel.

  6. 14. Juli

    Raumfahrt-News

    🚀 Starship Flug 13 hat endlich einen Termin – und SpaceX will gleichzeitig 100.000 neue Starlink-Satelliten in den Orbit schießen! 🛰️ Blue Origin öffnet sich nach 26 Jahren erstmals für fremdes Geld: zehn Milliarden Dollar, nur sechs Wochen nach der New-Glenn-Explosion. 🌑 Und China fängt eine Rakete erfolgreich mit einem Fangnetz und Tianwen-2 liefert das erste Foto vom Quasi-Mond der Erde. Was bei Flug 13 diesmal klappen muss, damit der erste echte Orbit fällt? 👇 Im Fokus steht Starship Flug 13 – der zweite Flug der neuen V3-Generation und laut Gwynne Shotwell eine bewusste Wiederholung von Flug 12. Das Kernziel ist die eine Sache, die der V3 noch fehlt: die Wiederzündung eines Raptors im All, dazu ein sauberes Booster-Manöver mit kontrollierter Wasserung im Golf. Klappt beides, ist der Weg zum ersten echten Orbit frei. Parallel denkt SpaceX gigantisch: 100.000 Starlink-Satelliten der dritten Generation hat das Unternehmen bei der FCC beantragt – je bis zu ein Terabit pro Sekunde. Der Sammelflug Transporter 17 brachte derweil 81 Nutzlasten ins All, darunter neun deutsche Mikrosatelliten – während Kunden zunehmend nervös auf die Zukunft des Rideshare-Programms blicken. Dazu die erste kommerzielle Nuklear-Premiere im Orbit: City Labs' Satellit BOHR zieht seinen Strom über eine Betavoltaik-Zelle direkt aus zerfallendem Tritium – und die NASA finanziert mit Firefly bereits die Hardware für Skyfall, die erste nukleare Mars-Sonde. China meldet Vollzug: Tianwen-2 steht nur noch 20 Kilometer vor dem Quasi-Mond Kamoʻoalewa und liefert das erste Nahbild. Blue Origin sammelt zehn Milliarden Dollar ein (Bewertung: 130 Milliarden) und baut zugleich sieben Blue-Moon-Lander – Japans ispace wird derweil zum Mond-Spediteur auf Starship-Basis. Weiter geht's mit Österreichs erstem Kommerzsatelliten Oasis Alpha, der Space-Force-Störwaffe Meadowlands, MDAs 567-Millionen-Kauf der französischen CLS, Isar Aerospaces neuem Startplatz in Kanada samt dem ersten deutschen Satelliten auf deutscher Rakete, NASAs Kurs auf kommerzielle ISS-Nachfolger und Indiens erstem privaten Orbitalstart Vikram-1. Und im Startkalender: Ein Falcon-9-Booster fliegt zum Rekord-36. Mal, der Swift-Retter LINK erreicht den Orbit – und China wagt beim Erstflug der Langer Marsch 10B die spektakuläre Bergung der ersten Stufe mit einem Netz-Fangschiff auf See. 🎣

  7. 7. Juli

    New Glenns Radikal-Plan, Iridium-Kauf & letzte Atlas

    Nach der New-Glenn-Explosion baut Blue Origin seine zerstörte Startrampe radikal anders auf als erwartet. Nach fast 70 Jahren hebt die allerletzte Atlas ab. 🚀 Rocket Lab kauft Iridium – für acht Milliarden Dollar! Was will ein Raketenbauer mit 66 Satelliten, die seit Jahren um die Erde kreisen? 🛰️ Genialer Schachzug oder Milliarden-Wette – wie tickt die neue Raumfahrt-Woche? Blue Origin verzichtet beim Wiederaufbau von LC-36 komplett auf das zerstörte Transport- und Aufrichtfahrzeug: New Glenn rollt künftig liegend zum Pad und wird dort per Kran aufgerichtet. Firmenchef Dave Limp hält trotz Prognosen von 12 bis 18 Monaten Stillstand an einem Rückflug noch vor Ende 2026 fest – und NASA-Chef Jared Isaacman verrät mit seinem Lob nebenbei die eigentliche Deadline: 2027. Passend dazu warnt eine Studie der Aerospace Corporation, dass Super-Schwerlastraketen ab einem gewissen Punkt sogar wieder teurer pro Kilogramm werden. Der Deal der Woche gehört aber Rocket Lab: Peter Beck übernimmt Iridium für rund acht Milliarden Dollar – 54 Dollar je Aktie, teils finanziert über einen 3,6-Milliarden-Brückenkredit. Damit entsteht neben SpaceX mit Starlink und Amazon mit Leo ein drittes Schwergewicht, das Raketen und eine eigene Satelliten-Konstellation unter einem Dach vereint. Außerdem in dieser Folge: Die allerletzte Pegasus XL startet den Rettungsroboter LINK, der das 22 Jahre alte NASA-Teleskop Swift einfangen soll. Bei SpaceX gerät der Juli-Termin für Starship-Flug 13 unter Druck – Ship 40 ist zurück in der Halle, Booster 20 noch Wochen vom 33-Triebwerks-Test entfernt. Boeings Starliner bekommt vom NASA-Generalinspekteur ein vernichtendes Zeugnis, während auf der ISS der Canadarm2 in einem fast siebenstündigen Außeneinsatz repariert wird – bei gleichzeitig alarmierender Warnung zur Sicherheitsmarge der Station. Dazu: China gründet eine VLEO-Allianz mit 34 Organisationen, Österreich bestellt den Militärsatelliten Aurora bei R-Space, Frankreichs Vast-Deal sorgt für Unruhe in der CNES, die letzte Atlas V bringt 29 Amazon-Leo-Satelliten ins All, MaiaSpace will die Nutzlast verdoppeln und Firefly kauft KI-Navigation und plant Starts aus Schweden.

  8. 30. Juni

    Deutsches Raketen-Rennen, SpaceX-Geheimmission, OHB-Millionen & Rocket Lab Rekord

    🚀 SpaceX schießt die geheime Starfall-Kapsel ins All – kappt den Livestream wie bei einer Militärmission und schweigt seitdem! 🛸 Was kam da zurück zur Erde? Gleichzeitig stehen ZWEI deutsche Raketen vor dem historischen ersten Orbit-Start, und eine halbe Milliarde Euro hat das Rennen gerade neu gemischt. 💰 Wer zündet zuerst – RFA oder Isar? In dieser Folge dreht sich alles um das spannendste Duell der europäischen Raumfahrt: Rocket Factory Augsburg gegen Isar Aerospace, beide zielen auf Juli, beide wollen als Erste von westeuropäischem Boden in den Orbit. OHB hat sich dafür rund 480 Millionen Euro an der Börse besorgt und stützt damit RFA den Rücken. Dazu die Auflösung der SpaceX-Starfall-Mission: eine scheibenförmige Rückkehr-Kapsel, abgeschalteter Stream und Spekulationen über eine geheime zweite Nutzlast. Außerdem besteht Starship Ship 40 seinen ersten Standschub-Test vor Flug 13. Weiter geht's mit einem echten Rekord: Rocket Lab bringt einen Space-Force-Satelliten in nur 16 Stunden und 42 Minuten nach dem Startbefehl ins All – als erster Anbieter mit Komplettpaket aus eigenem Bau, Start und Steuerung. China lässt seinen Raumgleiter Shenlong ein Rätsel-Objekt aussetzen, plant für den 10. Juli die Bergung einer Erststufe beim Jungfernflug der Langer Marsch 10B und entwickelt offenbar eine völlig neue Sieben-Meter-Rakete. Dazu rechnet ein NASA-Bericht mit Milliarden-Überschreitungen bei vier gestoppten Artemis-Projekten ab, das James-Webb-Teleskop enthüllt den interstellaren Kometen 3I/ATLAS als älter als unsere Sonne, und Boeing schnappt sich einen Zwei-Milliarden-Auftrag vor Lockheeds Nase. Plus alle Starts der Woche und die Kurznews – von MDA Space über Vyoma bis zum ersten komplett in Österreich gebauten Satelliten AT-Astra. 🛰️

4,7
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Du wolltest schon immer Astronaut werden? Raumfahrt ist Dein Lieblingsthema? Ja, wir leben in einer mega spannenden Zeit und Elon Musk hat mit SpaceX die gesamte Industrie auf den Kopf gestellt. Oder sollten wir besser sagen: endlich senkrecht gestellt? (: Auch ich wollte als kleiner Junge Astronaut werden. Seit Jahren verbringe ich unzählige Stunden auf YouTube und sauge alles auf zum Thema Raumfahrt. Hier gibt es jeden Montag zur Primetime um 20:15 Uhr eine neue Folge Senkrechtstarter. Mit den Themen Raketentechnik, SpaceX, die NASA, Weltraum und alles, was SENKRECHT gen Himmel fliegt Viel Spaß mit der Zukunft. Immer schön senkrecht bleiben! Dein Moritz

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