turi2 podcast

turi2 (http://www.turi2.de/impressum/)

Im turi2 podcast erzählen Medien-, Marken- und Meinungsmacher*innen, wie sie die Herausforderungen der Digitalisierung angehen und was sie persönlich antreibt. Zusätzlich zum Podcast gibt es die kompletten Gespräche auch als Video bei YouTube: http://youtube.com/turi2tv

  1. "Die Vielfalt ist der Leuchtturm" – was Gisbert Wundram und Kay Dammholz mit DFB.TV vorhaben.

    VOR 3 TAGEN

    "Die Vielfalt ist der Leuchtturm" – was Gisbert Wundram und Kay Dammholz mit DFB.TV vorhaben.

    “Wir wollen ganz neue Aspekte des Fußballs überhaupt erst in den Scheinwerferkegel der Aufmerksamkeit bringen”, erklärt Kay Dammholz im turi2 Podcast. Er ist beim DFB für Sportrechte zuständig und startet am Freitag DFB.TV. Bei dem neuen Bezahlsender, der als Joint Venture mit dem Sportdigital-Betreiber Sportainment entsteht, wirkt Dammholz auch als Managing Director. Im Podcast-Interview von turi2-Chefredakteur Markus Trantow erklären Dammholz und Sportainment-Chef Gisbert Wundram, dass sie sich aus dem Poker um die großen Fußball-Rechte bewusst heraushalten. Man wolle den Rechten eine Bühne bauen, “die es nicht aus eigener Kraft schaffen, einen Käufer zu finden”, sagt Dammholz. Wundram ergänzt: “Es gibt bei uns nicht dieses eine Leuchtturmrecht, um das herum alles gebaut wird. Sondern die Vielfalt ist der Leuchtturm.” Der Gründer der Firma Sportainment hat mit seinen Sportdigital-Kanälen Erfahrung mit der kommerziellen Vermarktung von Nischen-Sportrechten. DFB.TV ist zwar ein Bezahlsender, die meisten Fans, die schon ein Abo bei einem der Sportbezahldienste haben, müssen aber wohl nichts extra zahlen, um das lineare Programm zu sehen, weil es schon zum Start bei Vodafone, Dazn, HD+ und Zattoo im Bouquet sein wird. Mit Sky und Magenta befinde man sich “in fortgeschrittenen Gesprächen”, sagt Wundram. Für alle, die ohne Pay-TV-Abo auf DFB.TV zugreifen wollen, gibt es eine App, die knapp 6 Euro pro Monat oder knapp 60 Euro pro Jahr kostet. Im Podcast geht es um die Inhalte der ersten Sendewochen, das Geschäftsmodell, die Vermarktung und die Aussichten für den Sender, der am Freitag um 15.30 Uhr on air geht. Kay Dammholz wünscht sich, dass DFB.TV in einem Jahr “ein Go-to-Angebot für jeden Fußballfan” ist. Alle Beiträge der Themenwoche Sportkommunikation: https://www.turi2.de/community/themenwoche-sportkommunikation-2026/ Du willst Teil unserer künftigen Themenwochen sein? Alle Infos hier: https://www.turi2.de/themenwochen/

    43 Min.
  2. Das war die Preisverleihung der "Wirtschaftsjournalisten des Jahres".

    9. APR.

    Das war die Preisverleihung der "Wirtschaftsjournalisten des Jahres".

    Die wichtigsten Wirtschaftsjournalisten Deutschlands, der vielversprechendste journalistische Nachwuchs und Promis aus Wirtschaft und Politik sind am 23. März in Hamburg zur Verleihung der "Wirtschaftsjournalisten des Jahres" zusammengekommen. turi2 begleitet das hochkarätig besetzte Event in der neuesten Ausgabe des turi2 Podcasts. Darin spricht Daniel Günther, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, über seine Sozialisation als Zeitungsleser und Print-Fan. Im Gespräch mit Ruben Giuliano erklärt er, warum er heute zu Hause gezwungenermaßen nur noch digital Zeitung liest. Außerdem mahnt er manche Medien, sich an das 8. biblische Gebot zu erinnern: "Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten." Anschließend ehrt Günther die "Top 30 bis 30", den wirtschaftsjournalistischen Nachwuchs. Jörg Howe, gelernter Journalist und langjähriger Daimler-Kommunikator, hält die Laudatio auf Michael Freitag vom "Manager Magazin", der als "Wirtschaftsjournalist des Jahres" ausgezeichnet wird. Der PR-Mann erklärt, dass Freitag ihm mit seinen Geschichten zum Teil "maximal auf den Zeiger" ging, kommt aber gut begründet zu dem Schluss, dass die Jury genau den richtigen Wirtschaftsjournalisten mit ihrem Preis bedenkt. Meike Schreiber, 2024 selbst als "Wirtschaftsjournalistin des Jahres" ausgezeichnet, hält die Laudatio auf ihren langjährigen Chef, den Wirtschaftsjournalisten Marc Beise, der für sein Lebenswerk ausgezeichnet wird. Sie beschreibt ihn als Verfechter der Marktwirtschaft und hebt gleichzeitig seine Rolle als sehr früher Kritiker der US-Tech-Riesen und ihres Umgangs mit Daten und Datenschutz hervor. Bereits zum dritten Mal in ihrer PR-Karriere erhält Monika Schaller den Preis als "Unternehmenssprecherin des Jahres". Für und über sie spricht ihr Chef, der CEO des Software-Riesen SAP, Christian Klein. Der Manager lobt Schaller als "Ausnahmeerscheinung": "Ich habe von dir gelernt, dass Kommunikation vor allem auch People Business ist." Er sei froh, Schaller in kommunikativ herausfordernden Zeiten an seiner Seite zu wissen. (Fotos: Gregor Fischer, Montage: turi2)

    38 Min.
  3. 4. MÄRZ

    96 Mio Views im Januar: Friederike Schiller erklärt die TikTok-Strategie der "Zeit".

    Auf der Video-Plattform TikTok ist die "Zeit" inzwischen eine große Nummer: Im Januar zählt der Kanal der Wochenzeitung 96 Mio Views – für Friederike Schiller, Leiterin des Hochkant-Ressorts, eine unglaubliche Zahl: "Da sind wir mit der 'New York Times' auf einem Platz", erklärt sie im Podcast-Gespräch mit turi2-Chefredakteur Markus Trantow. In dem 45-minütigen Interview, aufgezeichnet im Podcast-Studio der "Zeit" in Berlin, gibt Schiller offene Einblicke in die TikTok-Strategie der Zeitung. Sie sagt etwa, dass es eine sehr bewusste Entscheidung der "Zeit" ist, auf der umstrittenen Plattform unterwegs zu sein – zum einen, um nicht der AfD und populistischen Parolen das Feld zu überlassen, zum anderen, um den 18- bis 24-Jährigen die Marke "Zeit" vorzustellen. "Wenn wir TikTok einfach weglassen würden, würden wir uns in zehn Jahren wahrscheinlich tierisch ärgern", sagt Schiller und glaubt, dass etwa dem Springer-Konzern, der eine sehr harte No-China-, No-TikTok-Policy fahre, etwas entgehe. Anders als etwa bei Instagram gebe es auf TikTok kein "Grundrauschen", bei dem die Videos allein über die Zahl der Follower ihr Publikum erreichen. Auf der Plattform entscheide vor allem der Algorithmus. "Wir haben jedes Mal die Möglichkeit, dass ein Video total durch die Decke geht oder dass es total bombt", sagt Schiller und erklärt, dass bei der "Zeit" vor allem politische Inhalte gut funktionieren – Tiervideos würden dagegen kaum Klicks bekommen. Foto: Marzena Skubatz für "Die Zeit"

    47 Min.
  4. Geschichten schreiben, die die KI nicht kann: "NOZ"-Chefredakteur Burkhard Ewert im Interview.

    10.11.2025

    Geschichten schreiben, die die KI nicht kann: "NOZ"-Chefredakteur Burkhard Ewert im Interview.

    Die “Neue Osnabrücker Zeitung” und die Blätter der Medienholding Nord schaffen es inzwischen, ihre Redaktionen durch die Einnahmen aus digitalen Abo-Modellen zu finanzieren, freut sich Chefredakteur Burkhard Ewert im turi2 Podcast. Für ihn ist das ein “wichtiger Meilenstein” und Beleg für die Zukunftsfähigkeit des digitalen Lokaljournalismus. Unsicher äußert er sich im Gespräch mit turi2-Chefredakteur Markus Trantow darüber, ob sich ausschweifende politische Kommunikation als Chance oder Bedrohung für den Lokaljournalismus entpuppt. Er wundere sich etwa darüber, dass es hingenommen werde, dass Rathäuser, Behörden und Verbände steuerfinanziert für ihre Positionen werben. Dazu warnt er vor einem Szenario, dass künftig womöglich AfD-Bürgermeister von den gleichen Mitteln Gebrauch machen könnten. Ewert will gegen solche Tendenzen einen Journalismus setzen, der “frei, unabhängig und vielfältig” ist. Auch der Umgang der Zeitung mit der AfD ist Thema. Anfang des Jahres war Ewert in einem “taz”-Artikel ein Rechtsruck bei der “NOZ” vorgeworfen worden. Dazu betont der Journalist, dass er für “Vielfalt und Breite” stehe und die Positionen, “die in unserer Leserschaft vorhanden sind”, respektiere. Er erklärt, dass seine Redaktion auch mit der AfD spreche, weil sie “einen beträchtlichen Teil der Bevölkerung” repräsentiere und nicht jeder ihrer Punkte unberechtigt sei. Er wolle nicht in “pauschale Diffamierungen abgleiten”, sondern fragwürdige Positionen der Partei diskutieren. Die zunehmenden KI-Zusammenfassungen u.a. bei Google beobachtet Ewert als “schwierig, herausfordernd, bedrohlich, kritisch”. Dennoch könnte auch diese Entwicklung zu einer Chance für den Lokaljournalismus werden: “Wir müssen Geschichten schreiben, die eine KI nicht kann.” Dazu müssten die Journalisten da hingehen, wo die KI noch nicht war. Das bedeute, schnell, mutig und früh an Themen dran zu sein. Auf vorhandene Trends aufzuspringen, sei noch nie erfüllend oder innovativ gewesen. Weiteres Thema des Gesprächs sind historische Vergleiche, etwa mit der späten Weimarer Republik, die der studierte Historiker mit wenigen Einschränkungen als “schief” ablehnt. (Foto: NOZ/mh:n)

    46 Min.
  5. 05.05.2025

    “Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat eine Bringschuld” – Zeitverlag-Chef Rainer Esser im Interview.

    Zeitverlag-Chef Rainer Esser formuliert im großen Interview von turi2 deutliche Forderungen und Erwartungen an den durch Gebühren finanzierten ÖRR. "Der öffentlich-rechtliche Rundfunk, der durch Gebühren gut finanziert ist, hat eine Bringschuld denjenigen gegenüber, die auch in dem Boot der Qualitätsmedien sitzen", sagt er im Gespräch mit turi2-Chefredakteur Markus Trantow. Der ÖRR müsse dafür sorgen, dass das Medienumfeld stark ist. Esser erwartet von den Sendern mehr Initiativen in der Zusammenarbeit mit Verlagen. Gleichzeitig erkennt er, dass auch die Sender unter finanziellem Druck stehen, weil die Gebühren nicht im selben Maße wie die Kosten steigen. Die Sender müssten nun eine Transformation durchlaufen und ihre "Lehmschicht", die sie in den vergangenen Jahrzehnten aufgebaut hätten, abbauen. Klagen, um höhere Gebühren durchzusetzen, sieht Esser, der gewöhnlich eher die Gemeinsamkeiten zwischen Verlagen und ÖRR betont, als den falschen Weg. Gleichzeitig kritisiert er Forderungen, den ÖRR in Deutschland weiter einzuschränken, und verweist etwa auf Österreich, wo für den ORF deutlich weniger strenge Regeln gelten. Das betreffe u. a. die Werbung und Veröffentlichungen im Internet. Weitere Themen des Gesprächs sind das wachsende Engagement der "Zeit" auf Social Media – die Plattformen wolle der Verlag nicht den Populisten von links und rechts überlassen. Außerdem geht es um die Bedeutung von Linked-in für Essers Kommunikation als CEO. Das Gespräch gibt es auch als Video: https://youtu.be/MOApbcDb_ec?si=MjBO-gmOZfxAdQRE Ihr wollt mehr über das Geschäftsmodell der "Zeit" erfahren? Christian Röpke, Chief Product Officer des Verlags, ist am 23. und 24. Juni zu Gast beim European Publishing Congress in Wien. Hier geht's zu den Speakern des EPC: https://www.publishing-congress.com/themen-sprecher/ Und hier zu den Tickets: https://www.publishing-congress.com/tickets/

    46 Min.
  6. 15.04.2025

    Ist Objektivität im Journalismus ein “Phantom”? Barbara Junge, Antje Sirleschtov und Christian Maertin diskutieren

    Wie viel persönliche Agenda erlaubt journalistische Arbeit? Und wo verlaufen die Grenzen zwischen Journalismus und Aktivismus? Diese Fragen diskutieren im turi2 Podcast Antje Sirleschtov, Mitherausgeberin von "Table Media", Barbara Junge, Chefredakteurin der "taz" und Christian Maertin, Head of Corporate Communications von Bayer. Sirleschtov plädiert etwa dafür, sich als Journalist oder Journalistin immer wieder bewusst zu machen, dass man eine persönliche Sicht auf die Themen habe. Dennoch sei es wichtig, die Objekte der Berichterstattung von allen Seiten zu betrachten. Das Ziel sei eine möglichst große Objektivität. Für Junge ist Objektivität dagegen ein "Phantom". Die "taz" mache ihre Haltung sehr viel klarer als andere Medien. Maertin fordert dagegen vom Journalismus, "dass er objektiv ist". Er wünsche sich "das gleiche aufrichtige und unvoreingenommene Interesse an den Positionen aller zu haben, die Gegenstand einer Recherche sind". Er kritisiert etwa Redaktionen, bei denen die Geschichten schon fertig geschrieben seien und die – nur um sich rechtlich abzusichern – am Ende noch mal ein Statement einholen. Vor allem zwischen Maertin und Junge zeigen sich dabei deutliche Unterschiede. Junge widerspricht etwa dem Vorwurf, an einem ehrlichen Austausch mit dem Bayer-Konzern nicht interessiert zu sein. Aber auch zwischen Junge und Sirleschtov zeichnen sich Konfliktlinien ab. Die Diskussion ist die Aufzeichnung eines Panels beim Medien Camp des Medienfachverlags Oberauer von Freitag, 11. April 2025, moderiert von turi2 Chefredakteur Markus Trantow.

    49 Min.

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