Unsafe Spaces

GHWK & Studio Jot

Um gegenwärtigen Antisemitismus an Bildungs- und Kulturorten zu verstehen, haben sich unsere Direktorin Deborah Hartmann und unser wissenschaftlicher Mitarbeiter Dr. Jakob Müller mit fünf Orten auseinandergesetzt: Schule, Universität, Club, Theater und Film. Sie haben mit 16 Menschen gesprochen - über ihre Erfahrungen, ihre Beobachtung, Verantwortung und darüber, was getan werden kann. Diskriminierungsbetroffene wie Joel Ben-Joseph, Shlomit Tripp, Alice Brauner, die Familie Michalski und das Club-Kollektiv ://about blank geben offene Einblicke in ihr Erleben sowohl vor als auch nach dem 7. Oktober 2023. Expert*innen wie Friederike Lorenz-Sinai, Jakob Baier, Eva Marburg, Lea Wohl von Haselberg und Mehmet Can, helfen zu verstehen, wie Antisemitismus sich an den jeweiligen Orten äußert und welche Maßnahmen dagegen ergriffen werden können. Außerdem reagieren offizielle Stimmen, wie der Präsident der Freien Universität Berlin Günter M. Ziegler oder die Intendantin der Münchner Kammerspiele Barbara Mundel. Wir danken der Berliner Senatsverwaltung für Gesellschaftlichen Zusammenhalt und Kultur, die die Realisierung dieses Podcasts durch Mittel aus dem „Aktionsfonds zur Unterstützung von Projekten gegen Antisemitismus“ ermöglicht hat.

Folgen

  1. 19. MÄRZ

    Film | 5

    Folge 5 von UNSAFE SPACES blickt auf die Welt des Films. Filmproduzentin Dr. Alice Brauner, Geschäftsführerin der CCC Filmkunst, berichtet von ihren Erfahrungen und denen ihres Vaters, des Filmproduzenten und Holocaustüberlebenden Artur Brauner; Prof. Dr. Lea Wohl von Haselberg lehrt an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf und leitet das Jüdische Filmfestival Berlin Brandenburg (JFBB). Sie hat u.a. das Zentrum Jüdischer Film und Audiovisuelles Erinnern mitgegründet und berichtet über jüdische Perspektiven in der Filmbranche; Dr. Lars Henrik Gass war Leiter der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen und ist Gründungsdirektor des Stuttgart Moving Images Center. Nach dem Massaker der Hamas 2023 rief er zu einer Kundgebung für die Opfer auf und wurde in der Folge zur Zielscheibe einer Boykottkampagne. Wir freuen uns über Feedback zum Podcast! Hier geht es zur anonymen Online-Umfrage: https://forms.office.com/e/VLKizgtHuh?origin=lprLink oder schreibt eine Mail an podcast@ghwk.de +++ Weiterführende Links: Fünf-Punkte-Plan / D-A-CH Bündnis gegen Antisemitismus: https://docs.google.com/document/d/1xC3i7zZVJ6KKMzxUjbuONHNuYnINkG6_XJSsq6ZPCZE/edit?tab=t.0 Sowie als Petition: https://www.change.org/p/nie-wieder-hei%C3%9Ft-jetzt-f%C3%BCnf-punkte-gegen-antisemitismus Offener Brief / Petition von ursprünglich rund 200 Kulturschaffenden im Juli 2025 zur Forderung eines Stopps deutscher Waffenlieferungen an Israel: https://secure.avaaz.org/campaign/de/haben_sie_mut/ Protest „Wir wollen kein Mahnmal werden“ der Gruppe „Unbekannte Jüdische Aktivist:innen Deutschland“ (UJAD) an der Technischen Universität Berlin sowie der Freien Universität Berlin am 27. Januar 2026: https://www.instagram.com/ujadofficial/p/DUAcXbvjMdb/?img_index=1 Antisemitismuskritische Sensibilisierung in der Ausbildung an Film- und Medienhochschulen (ASAF): https://www.filmuniversitaet.de/forschung-transfer/forschung/projekte/projektseite/detail/antisemitismuskritische-sensibilisierung-in-der-ausbildung-an-film-und-medienhochschulen-asaf Aufruf von Lars Henrik Gass über das Facebook-Profil der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen vom 20. Oktober 2023: https://www.facebook.com/kurzfilmtage/posts/eine-halbe-million-menschen-sind-im-m%C3%A4rz-2022-auf-die-stra%C3%9Fe-gegangen-um-gegen-r/886077459753066/ Stellungnahme vom 3. November 2023 von Lars Henrik Gass auf dem Facebook-Profil der Internationalen Kurzfilmtage auf die Kritik an seinem Aufruf: https://www.facebook.com/kurzfilmtage/posts/stellungnahme-zu-der-kritik-an-unserem-post-vom-20-oktober-2023statement-concern/893828692311276/ Anonyme Petition gegen Lars Henrik Gass und die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen im Wortlaut: https://internationalfilmcommunity.noblogs.org/ Informationen zur Organisation Samidoun und deren Verbot in Deutschland: https://www.verfassungsschutz.de/SharedDocs/hintergruende/DE/auslandsbezogener-extremismus/samidoun.html Hertha Müller in der FAZ: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/nobelpreistraegerin-herta-mueller-ueber-den-7-oktober-und-seine-folgen-19759496.html Verleihung der Ernst-Cramer-Medaille an Lars Henrik Gass durch die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG): https://www.deutsch-israelische-gesellschaft.de/dig-news/zeigen-was-ist-und-was-danach-geschah-deutsch-israelische-gesellschaft-ehrt-lars-henrik-gass-mit-ernst-cramer-medaille/ +++ Wir danken der Berliner Senatsverwaltung für Gesellschaftlichen Zusammenhalt und Kultur, die die Realisierung dieses Podcasts durch Mittel aus dem „Aktionsfonds zur Unterstützung von Projekten gegen Antisemitismus“ ermöglicht hat.

    58 Min.
  2. 12. MÄRZ

    Theater | 4

    Folge 4 von UNSAFE SPACES schaut hinter die Kulissen des Theaters. Shlomit Tripp ist mit ihrem Mann zusammen das jüdische Puppentheater Bubales. Sie erzählt davon, wie der 7. Oktober 2023 ihre Arbeit verändert hat; Eva Marburg berichtet von den Leerstellen im Hinblick auf Antisemitismus an deutschen Theatern und wie sie mit dem Institut für Neue Soziale Plastik daran arbeitet, diese zu füllen und jüdische Künstler*innen zu empowern; und Barbara Mundel gibt als Intendantin der Münchner Kammerspiele Einblick, wie sich ihre Perspektive auf historischen und gegenwärtigen Antisemitismus in den letzten Jahren verändert hat. Wir freuen uns über Feedback zum Podcast! Hier geht es zur anonymen Online-Umfrage: https://forms.office.com/e/VLKizgtHuh?origin=lprLink oder schreibt eine Mail an podcast@ghwk.de +++ Weiterführende Links: Bubales Puppentheater: https://www.kindermusiktheater-berlin.de/kuenstler-in/bubales/ Institut für neue soziale Plastik: https://neue-soziale-plastik.de/de/ Barbara Mundel und Stella Leder im Interview: https://taz.de/Kuenstlerinnen-ueber-Kulturbetrieb/!6031780/ Stella Leder, Über die Entstehung einer antisemitischen Dramaturgie. BDS im deutschen Kulturbetrieb, in: Bundesverband RIAS (Hg.), Antisemitismus bei BDS. Akteure-Aktionsformen-Wirkungen, Berlin 2023, S. 99. Webseite zur Geschichte der Mitarbeiter der Münchner Kammerspiele in der NS-Zeit: https://schicksale.muenchner-kammerspiele.de/ BDS-Beschluss des Bundestages: https://dserver.bundestag.de/btd/19/101/1910191.pdf Plädoyer der Initiative GG 5.3 Weltoffenheit: https://www.humboldtforum.org/wp-content/uploads/2020/12/201210_PlaedoyerFuerWeltoffenheit.pdf Keynote von Doron Rabinovici auf der von den Münchner Kammerspielen mit dem Institut für Neue Soziale Plastik veranstalteten Konferenz „(Dis)comfort Zones. Antisemitismuskritik in Kunst und Kultur“: https://neue-soziale-plastik.de/de/aktuelles/2026-02-19-im-bann-der-kunst/ +++ Wir danken der Berliner Senatsverwaltung für Gesellschaftlichen Zusammenhalt und Kultur, die die Realisierung dieses Podcasts durch Mittel aus dem „Aktionsfonds zur Unterstützung von Projekten gegen Antisemitismus“ ermöglicht hat.

    1 Std. 6 Min.
  3. 5. MÄRZ

    Club | 3

    Folge 3 von UNSAFE SPACES führt in die Club- und Musikkultur. Nora vom Club und Kulturzentrum ://about blank, berichtet über Anfeindungen, Drohungen und Boykottaufrufen; Dr. Jakob Baier ordnet ein, wie sich Antisemitismus in der Musik- und Clubszene äußert und warum er in Awareness-Konzepten häufig nicht vorkommt; Katja Lucker, Geschäftsführerin der Initiative Musik und Gründerin des Musicboard Berlin berichtet von Boykottaufrufen und wie in der Musikförderung auf Antisemitismus reagiert wird; Marcel Weber, Vorsitzender der Berliner Clubcommission, reagiert auf Kritik an dem Branchenverband und beschreibt den Aufbau von Awarenessstrukturen. Wir freuen uns über Feedback zum Podcast! Hier geht es zur anonymen Online-Umfrage: https://forms.office.com/e/VLKizgtHuh?origin=lprLink oder schreibt eine Mail an podcast@ghwk.de +++ Weiterführende Links: Statement der Berliner Streamingplattform HÖR vom 05.11.2023: https://groove.de/2023/11/09/hoer-gruender-reagieren-auf-zensurvorwuerfe/ Statement der Berliner Clubcommission vom 9. Oktober 2023 auf Instagram: https://www.instagram.com/p/CyL_DcysNAr/?img_index=1 Statement der Berliner Clubcommission vom 19.12.2023: https://www.clubcommission.de/embracing-dialogue-together-for-solidarity-in-club-culture/ Statement zum ersten Jahrestag im Oktober 2024 führt erneut zu Kritik an der Clubcommission, auch intern. Dies führt unter anderem zum Austritt des Mitgründers Sascha Disselkamp: https://taz.de/Gruender-verlaesst-Interessenverband/!6041713/ +++ Wir danken der Berliner Senatsverwaltung für Gesellschaftlichen Zusammenhalt und Kultur, die die Realisierung dieses Podcasts durch Mittel aus dem „Aktionsfonds zur Unterstützung von Projekten gegen Antisemitismus“ ermöglicht hat.

    1 Std. 3 Min.
  4. 26. FEB.

    Universität | 2

    In Folge 2 richtet „Unsafe Spaces“ den Blick auf den Raum Universität: Was bedeutet akademische Freiheit, wenn jüdische Studierende nach dem 7. Oktober 2023 antisemitische Schmierereien, Gewaltaufrufe und eine neue Form der Unsichtbarkeit erleben? Ausgehend vom gewaltsamen Besetzungsversuch im Präsidium der Freien Universität Berlin fragen wir, wie Antisemitismus an Hochschulen erkannt, eingeordnet und beantwortet wird und wo Strukturen, Zuständigkeiten und Haltung bislang nicht ausreichen. Im Gespräch mit Joel Ben-Joseph (Student), der Antisemitismus-Expertin Friederike Lorenz-Sinai und dem FU-Präsidenten Günter Ziegler geht es um den Alltag an Berliner Hochschulen seit dem 7. Oktober: um israelbezogenen Antisemitismus, um ein „limitiertes Antisemitismusverständnis“, das Antisemitismus zu oft nur als individuellen Übergriff begreift und um die Frage, was Universitätsleitungen konkret tun müssen, damit Schutz, Meldewege, Unterstützung und klare Grenzen (auch gegenüber Boykottlogiken) nicht nur auf dem Papier stehen. Wir freuen uns über Feedback zum Podcast! Hier geht es zur anonymen Online-Umfrage: https://forms.office.com/e/VLKizgtHuh?origin=lprLink oder schreibt eine Mail an podcast@ghwk.de +++ Weiterführende Links: Stellungnahme des Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz zum Angriff auf das Präsidiumsgebäude der Freien Universität: https://www.hrk.de/fileadmin/redaktion/hrk/02-Dokumente/02-02-PM/2024-10-17_HRK-PM_Besetzung-FU-Berlin.pdf Informationen zur Organisation Samidoun und deren Verbot in Deutschland: https://www.verfassungsschutz.de/SharedDocs/hintergruende/DE/auslandsbezogener-extremismus/samidoun.html Zahlen der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) zu antisemitischen Vorfällen an Hochschulen: https://report-antisemitism.de/documents/04-06-25_RIAS_Bund_Jahresbericht_2024.pdf +++ Wir danken der Berliner Senatsverwaltung für Gesellschaftlichen Zusammenhalt und Kultur, die die Realisierung dieses Podcasts durch Mittel aus dem „Aktionsfonds zur Unterstützung von Projekten gegen Antisemitismus“ ermöglicht hat.

    1 Std. 3 Min.

Bewertungen und Rezensionen

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Um gegenwärtigen Antisemitismus an Bildungs- und Kulturorten zu verstehen, haben sich unsere Direktorin Deborah Hartmann und unser wissenschaftlicher Mitarbeiter Dr. Jakob Müller mit fünf Orten auseinandergesetzt: Schule, Universität, Club, Theater und Film. Sie haben mit 16 Menschen gesprochen - über ihre Erfahrungen, ihre Beobachtung, Verantwortung und darüber, was getan werden kann. Diskriminierungsbetroffene wie Joel Ben-Joseph, Shlomit Tripp, Alice Brauner, die Familie Michalski und das Club-Kollektiv ://about blank geben offene Einblicke in ihr Erleben sowohl vor als auch nach dem 7. Oktober 2023. Expert*innen wie Friederike Lorenz-Sinai, Jakob Baier, Eva Marburg, Lea Wohl von Haselberg und Mehmet Can, helfen zu verstehen, wie Antisemitismus sich an den jeweiligen Orten äußert und welche Maßnahmen dagegen ergriffen werden können. Außerdem reagieren offizielle Stimmen, wie der Präsident der Freien Universität Berlin Günter M. Ziegler oder die Intendantin der Münchner Kammerspiele Barbara Mundel. Wir danken der Berliner Senatsverwaltung für Gesellschaftlichen Zusammenhalt und Kultur, die die Realisierung dieses Podcasts durch Mittel aus dem „Aktionsfonds zur Unterstützung von Projekten gegen Antisemitismus“ ermöglicht hat.

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