WOODCAST | Schall und Rauch

Michael Merk und Adrian Blödt

Der Podcast soll Brand- und Schallschutz im Holzbau verständlich und praxisnah vermitteln, indem er die wichtigsten Begriffe, Regelwerke und Schutzziele erklärt und die Lücke zwischen Normen/Theorie und der konkreten Umsetzung auf der Baustelle schließt. Gleichzeitig will er Orientierung geben, wie Holzgebäude baustoffneutral das geforderte Sicherheitsniveau erreichen, typische Missverständnisse aufklären und in weiteren Folgen Schritt für Schritt durch zentrale Regelwerke führen – unterstützt durch Beispiele und Gespräche mit Gästen. Es werden alle Themen um das Bauen mit Holz behandelt, jedoch liegt der Fokus auf Brand und Schallschutz

Folgen

  1. Folge 7: Schallschutz verstehen - Bauakustik, Raumakustik und die Sprache der Akustiker

    8. Juni

    Folge 7: Schallschutz verstehen - Bauakustik, Raumakustik und die Sprache der Akustiker

    In dieser Folge starten Adrian Blödt und Michael Merk in das große Themenfeld Schallschutz. Nachdem sich die letzten Episoden intensiv mit Bauordnungsrecht, Bauprodukten und Bauarten beschäftigt haben, geht es nun um die Grundlagen der Akustik im Bauwesen. Was ist eigentlich Schall? Worin unterscheiden sich Luftschall und Körperschall? Was versteht man unter Bauakustik, Raumakustik und Immissionsschutz? Und warum sprechen verschiedene Menschen oft über völlig unterschiedliche Dinge, wenn sie von „Schallschutz“ reden? Gemeinsam arbeiten sich Adrian und Michael Schritt für Schritt durch die wichtigsten Begriffe der Akustik. Dabei geht es um Schalldämmung, Pegel, Dezibel, Bewertungen, Nachhallzeiten und die ersten Grundlagen der bauakustischen Anforderungen. Außerdem wird erläutert, welche Rolle die DIN 4109 und die Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (MVV TB) für den baulichen Schallschutz spielen. Eine Folge für alle, die schon immer verstehen wollten, warum Akustiker manchmal scheinbar eine eigene Sprache sprechen – und warum guter Schallschutz weit mehr bedeutet als nur dicke Wände. Themen dieser Folge: Was ist Schall? Luftschall und Körperschall Bauakustik, Raumakustik und Immissionsschutz Pegel, Dezibel und Schalldämmung Warum Akustik anders rechnet als die meisten anderen Disziplinen Die Bedeutung von Bewertungen und Einzahlwerten Schallschutz als bauordnungsrechtliche Anforderung DIN 4109 und die Mindestanforderungen an den Schallschutz In den kommenden Folgen vertiefen wir die Themen Luftschall, Trittschall, Nachhallzeit, Schallausbreitung und die praktische Umsetzung von Schallschutz im Holzbau.

    43 Min.
  2. Folge 5 | Bauprodukt oder Bauart? – Wie aus Einzelteilen ein Bauwerk entsteht

    8. März

    Folge 5 | Bauprodukt oder Bauart? – Wie aus Einzelteilen ein Bauwerk entsteht

    In dieser Folge des Woodcasts setzen Adrian und Michel ihre Reise durch das Bauordnungsrecht fort – und widmen sich einem Thema, das in der Praxis immer wieder für Verwirrung sorgt: Bauprodukte und Bauarten. Was genau ist eigentlich ein Bauprodukt? Und wann wird daraus eine Bauart? Anhand eines einfachen Beispiels – dem klassischen Dachstuhl – erklären die beiden, wie einzelne Bauprodukte wie Sparren, Pfetten oder Nägel zusammenwirken und erst durch ihre richtige Anwendung zur Bauart werden. Dabei wird auch klar: Selbst wenn alle Produkte korrekt sind, kann eine falsche Ausführung dazu führen, dass das Bauwerk nicht den Anforderungen entspricht. Außerdem geht es um die Frage, wann Bauprodukte überhaupt verwendet werden dürfen. Adrian und Michel erklären die wichtigsten Grundlagen rund um: CE-Kennzeichnung und europäische Produktnormen European Assessment Documents (EAD) und ETA nationale Regelungen und Zulassungen allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen und Zustimmungen im Einzelfall Prüfzeugnisse und ihre Bedeutung Überwachungssysteme für Bauprodukte Dabei wird auch deutlich, warum Kennzeichnungen allein noch keine Garantie für die Verwendbarkeit sind – und weshalb Bauprodukte immer im Zusammenhang mit den Anforderungen des Bauwerks betrachtet werden müssen. Zum Abschluss geben Adrian und Michel einen Ausblick auf die nächste Folge: Dann geht es darum, wie aus geprüften Bauprodukten über Bauarten ein fertiges Bauwerk entsteht.

    45 Min.
  3. Folge 3 | Vom Schutzziel zur Regel: Wie Bauordnungsrecht wirklich funktioniert

    8. Feb.

    Folge 3 | Vom Schutzziel zur Regel: Wie Bauordnungsrecht wirklich funktioniert

    In dieser Folge des Woodcasts vertiefen Adrian und Michael das gemeinsame Fundament der vergangenen Episoden und widmen sich einer zentralen Frage der Planungspraxis: Wie entstehen baurechtliche Anforderungen – und wie wendet man sie sinnvoll an? Ausgehend von historischen Brandereignissen und gesellschaftlichen Katastrophen zeigen die beiden, warum das Bauordnungsrecht kein Selbstzweck ist, sondern ein Instrument des gesellschaftlichen Schutzes. Im Mittelpunkt steht dabei nicht der einzelne Baustoff, sondern immer das Gesamtsystem Bauwerk. Schritt für Schritt erklären Adrian und Michael den Weg vom Grundgesetz über die Landesbauordnungen bis zur Musterverwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (MVVTB). Dabei wird deutlich, wie Schutzziele formuliert werden, wie technische Regeln zugeordnet sind und warum das Prinzip „vom Groben ins Feine“ der Schlüssel zum Verständnis ist – sei es im Brandschutz, im Schallschutz oder bei anderen Grundanforderungen. Anhand konkreter Beispiele aus Holzbau und Schallschutz wird gezeigt, Warum technische Normen keine Gesetze sind, Welche Rolle die Bundesländer bei der Einführung und Modifikation spielen und wie Planerinnen und Planer sich sicher durch den „Dschungel“ des Bauordnungsrechts bewegen können. Die Folge nimmt bewusst die Angst vor Paragrafen und Regelwerken und macht Mut: Bauordnungsrecht ist logisch aufgebaut, lösungsorientiert – und ein Werkzeugkasten, kein Hindernis. Ein Ausblick auf Sonderlösungen, Abweichungen und Genehmigungswege bildet den Auftakt zur nächsten Folge.

    44 Min.
  4. Folge 2 | Holzbauweisen

    8. Feb.

    Folge 2 | Holzbauweisen

    Im zweiten Teil der Folge ordnen Adrian und Michel die wichtigsten Begriffe und Bauweisen ein und erklären, warum im Holzbau nicht „das Material“, sondern das System aus Schichten, Details und Nachweisen entscheidend ist. Sie unterscheiden Holztafelbau (Ständer/Riegel mit Gefachen und Hohlräumen, die brandschutztechnisch gezielt behandelt und mit passenden Bekleidungen/Beplankungen aufgebaut werden) von Massivholzbau mit monolithischen Elementen wie Brettsperrholz (CLT) (orthogonal verklebte, meist symmetrische Lagen zur besseren Maßhaltigkeit) und Brettstapel (stehende Lamellen, geklebt oder mechanisch verbunden), wobei bei Massivholz die Hohlraumfreiheit zentral ist und kleinere Fugen innerhalb der Zulassungen tolerierbar sind. Ein gemeinsamer Schlüsselbegriff ist die Luftdichtheit: Michel erklärt sie als Brandschutzprinzip gegen tiefe Brandweiterleitung, Adrian greift sie als entscheidenden Punkt gegen Fugenschall auf. Außerdem sprechen beide über hybride Kastenelemente („Zwitter“), die brandschutztechnisch eher wie Tafelbau einzuordnen sind, akustisch aber großes Potenzial durch mehrschalige Wirkprinzipien haben. Im Q&A drückt Michel Adrian auf eine klare Aussage, was akustisch „am besten“ sei – Adrian betont, dass gute Werte über Masse, Entkopplung, Dämpfung, Dichtheit und Flanken entstehen und dass Massivholz „pur“ (z. B. eine reine CLT-Decke) ohne Zusatzaufbauten beim Trittschall nicht ausreicht. Zum Schluss wird der Aufbau mehrgeschossiger Bauteile angerissen: nach Musterholzbau-RL sind Bekleidungen mineralisch; Hohlräume werden mit nichtbrennbarer, raumbeständiger Verfüllung geplant, und beide betonen, dass es keine „F90-Platte“ gibt, sondern nur Konstruktionen, die als Gesamtsystem die geforderte Leistung erreichen.

    38 Min.

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Der Podcast soll Brand- und Schallschutz im Holzbau verständlich und praxisnah vermitteln, indem er die wichtigsten Begriffe, Regelwerke und Schutzziele erklärt und die Lücke zwischen Normen/Theorie und der konkreten Umsetzung auf der Baustelle schließt. Gleichzeitig will er Orientierung geben, wie Holzgebäude baustoffneutral das geforderte Sicherheitsniveau erreichen, typische Missverständnisse aufklären und in weiteren Folgen Schritt für Schritt durch zentrale Regelwerke führen – unterstützt durch Beispiele und Gespräche mit Gästen. Es werden alle Themen um das Bauen mit Holz behandelt, jedoch liegt der Fokus auf Brand und Schallschutz

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