10 épisodes

In der «Diskothek» reden wir über Musik und ihre Interpretationen. Zwei versierte Gäste mit guten Ohren vergleichen im Blindtest verschiedene Aufnahmen eines Werks und exponieren sich mit ihren Urteilen. In mehreren Hörrunden wird die Auswahl immer kleiner, bis die «beste» Aufnahme übrigbleibt – Spiel und Hörschulung zugleich.


Die Werke stammen aus allen Epochen der klassischen Musik, vom Mittelalter bis zur Gegenwart.

Diskothek Schweizer Radio und Fernsehen

    • Musique

In der «Diskothek» reden wir über Musik und ihre Interpretationen. Zwei versierte Gäste mit guten Ohren vergleichen im Blindtest verschiedene Aufnahmen eines Werks und exponieren sich mit ihren Urteilen. In mehreren Hörrunden wird die Auswahl immer kleiner, bis die «beste» Aufnahme übrigbleibt – Spiel und Hörschulung zugleich.


Die Werke stammen aus allen Epochen der klassischen Musik, vom Mittelalter bis zur Gegenwart.

    Hector Berlioz: Roméo et Juliette

    Hector Berlioz: Roméo et Juliette

    Konsequenter als Hector Berlioz hat keiner die Gattung Sinfonie nach Beethoven weiterentwickelt. Beethoven hat in seiner 9. Sinfonie immerhin Orchester, Chor und Solisten im letzten Satz zusammengebracht - ein Coup sondergleichen. Berlioz verwebt in seiner Symphonie dramatique nach Shakespeare die beiden Sphären noch konsequenter und beinahe von Anfang an. Das Orchester singt, der Chor und die Solisten erzählen. Text und Musik sind aufs Engste verzahnt. Absolute und dramatische Musik bedingen sich gegenseitig. Seit der letzten Diskothek zu Berlioz', sagen wir es ruhig, 3. Sinfonie (nach der Symphonie fantastique und seiner 2. Sinfonie «Harold en Italie») im Jahre 2003 sind einige spannende Neuaufnahmen erschienen.

    Gäste von Benjamin Herzog sind der Sänger Hans Peter Blochwitz und der Dirigent Jan Schultsz.

    • 2 h
    Ludwig van Beethoven: Streichquartett op.132

    Ludwig van Beethoven: Streichquartett op.132

    Vier Töne und ein Genesungssatz: Beethovens Opus 132. Das zweitletzte Streichquartett von Beethoven beginnt mit den vier Tönen Gis, A, F, E. Sie sind auch in andern Spätwerken wichtig, etwa in der grossen Fuge oder dem Streichquartett in d-Moll. Faszinierend und bis heute rätselhaft, diese Viertongruppe. Ebenfalls spannend an diesem Werk: Der Mittelsatz, überschrieben mit «Heiliger Dankgesang eines Genesenen an die Gottheit, in der lydischen Tonart». Ein choralartiger, langsamer Teil führt zu einem schnelleren, überschrieben mit «neue Kraft fühlend». In diesem Satz drückt Beethoven seine Dankbarkeit aus für seine temporäre Genesung.

    Gäste von Annelis Berger sind der Komponist Clemens Gadenstätter und die Komponistin und Geigerin Helena Winkelman.

    • 2 h
    Georges Bizet: Arlesienne Suite Nr.2

    Georges Bizet: Arlesienne Suite Nr.2

    Georges Bizet hat seine «Arlésienne» ursprüngliche als Bühnenmusik zum gleichnamigen Schauspiel von Alphonse Daudet komponiert. Das Schauspiel war ein Misserfolg, die emotionale, farbige Musik von Bizet kam aber beim Publikum sofort gut an. Bizet wählte deshalb einige besonders charakteristische Stücke aus und stellte diese zu einer Orchestersuite zusammen, die bald unabhängig vom Bühnenstück aufgeführt wurde. Sein Freund, der Komponist Ernest Guiraud, arrangierte dann kurz nach Bizets Tod eine zweite viersätzige Suite. Während die originale Bühnenmusik für ein kleines Orchester konzipiert war, sind die Suiten für grosses Orchester angelegt. In der Diskothek stehen fünf Aufnahmen von Bizets Arlésienne-Suite Nr.2 zur Diskussion.
    Gäste von Eva Oertle sind die Flötistin Haika Lübcke und die Geigerin Isabelle Briner.

    • 2 h
    Diskothek in Mundart: Beethovens Appassionata

    Diskothek in Mundart: Beethovens Appassionata

    Hochkultur in Mundart? Die Frage taucht bei SRF 2 Kultur immer wieder mal auf. Darauf gibt es viele vernünftige Antworten, aber bisher keinen Versuch, es mal zu wagen. Wieso also nicht eine Diskothek auf Schwyzertüütsch? Beethovens Appassionata in Dialekt. Hier ist die Probe aufs Exempel. Und wir sind sehr gespannt, ihre Meinung dazu zu erfahren. Wie denken Sie darüber? Lassen Sie es uns wissen - nach Herzenslust auf Hochdeutsch oder Mundart.

    • 1h 47 min
    Jean Sibelius: Sinfonie «Kullervo» op.7

    Jean Sibelius: Sinfonie «Kullervo» op.7

    «Die Geburtsstunde der finnischen Musik!» jubelten Kritiker 1892 nach der Uraufführung von Jean Sibelius Sinfoniekantate «Kullervo». Gesangssolisten, Chor und Orchester erzählen darin die tragische Geschichte des jungen Mannes Kullervo, der zwischen verfeindeten Familien steht. Die Sage von «Kullervo» hat das Potential zum Krimi: Es geht Mord und Selbstmord, um Liebe und Inzest, und um zwei verfeindete Grossfamilien. Die Sage stammt aus dem finnischen Nationalepos «Kalevala»; und Jean Sibelius Vertonung dieser Geschichte hat ihm anfangs viel Lob eingebracht – bis die Meinung der Kritiker in Hohn umschwang und Sibelius die Aufführung zu seinen Lebzeiten untersagte.

    Heute wird das 80-minütige, hochromantische Werk, das zwischen Sinfonie und sinfonischer Dichtung schwangt, immer beliebter. Paavo Järvi hat es mit dem Tonhalle Orchester Zürich bei seinem Antrittskonzert 2019 aufgeführt, und es sind zahlreiche CD-Aufnahmen auf dem Markt. Fünf von ihnen vergleicht Jenny Berg gemeinsam mit der Geigerin Leila Schayegh und dem Musikjournalisten Christian Wildhagen.

    • 2 h
    Mládi, Suite für Bläsersextett

    Mládi, Suite für Bläsersextett

    Der alte Mann aus Brünn feiert die Jugend – Leos Janáceks Suite «Mládi» In späten Jahren hat Leos Janácek eine Oper, komponiert in der es um das ewige Jungsein geht: «Die Sache Makropulos». In den gleichen Jahren enstand ein kleineres Werk, in dem der 70jährige Komponist zurückschaut auf seine Jugend: Die Suite für Blasinstrumente mit dem Titel «Mládi» (Tschechisch für «Jugend»). Dieses Werk scheint auf das erste Ohr leicht und heiter. Wenn man es genauer analysiert, merkt man, dass es da auch dunkle Seiten gibt, z.B. den Marsch im zweiten Satz, der auf seine Zeit im Kloster verweist, die er so beschreibt: «eine fremde Schule, ein hartes Lager, noch härter das Brot, keine Liebkosungen». Die sechs Bläser stehen vor einigen technischen Herausforderungen, vor allem was das Zusammenspiel betrifft. Das besondere an der Besetzung: neben dem Fagott spielt eine Bassklarinette, die dem Sextett eine satte Tiefe verleiht. In der Diskothek werden fünf neuere Aufnahmen verglichen.

    Gäste von Annelis Berger sind die Klarinettistin Michal Lewkowicz und der Hornist Olivier Picon.

    Erstausstrahlung: 18.03.19

    • 2 h

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