Freie Rede

taz Panter Stiftung

“Freie Rede” ist ein Podcast der taz Panter Stiftung, in dem Stimmen aus den internationalen Workshops und weiteren Projekten mit kritischen Journalistinnen aus Deutschland und weltweit zu hören sind. Beispielsweise waren Teilnehmer:innen der Osteuropa- und EU-Migrationsprojekte zu Gast bei den Podcasts dieser Reihe. Die Beiträge sind auf englisch oder in Originalsprache mit deutscher Übersetzung. Die taz Panter Stiftung engagiert sich seit 2008 für unabhängige Presse und kritischen Journalismus, legt einen besonderen Wert auf den Austausch und die Vernetzung über Grenzen hinweg, sowie auf die Förderung von Nachwuchsjournalist:innen. Weitere Podcasts, die von der taz Panter Stiftung unterstützt werden, sind “Klima Update”, der von der Ökologie- und Wirtschaftsredaktion der taz produziert wird, und “Katerfrühstück”, ein Podcast der taz Panter Stiftung von und für junge Menschen.

  1. 31 JANV.

    Unser Fenster nach Russland: Russischer Imperialismus: Vergangenheit, Gegenwart und Verantwortung

    Der Podcast widmet sich der Frage, was russischer Imperialismus historisch bedeutete und wie er heute wirkt. Diskutiert wird, wie imperiale Strukturen den Kaukasus, Zentralasien, die baltischen Staaten und große Teile Osteuropas geprägt haben – politisch, kulturell und gesellschaftlich. Dabei wird deutlich, dass der aktuelle Krieg gegen die Ukraine nicht isoliert betrachtet werden kann, sondern Teil einer langen Geschichte militärischer Expansion, innerer Kolonisierung und systematischer Verdrängung von Verantwortung ist. Zu Gast ist Sergej Lebedew, russischer Schriftsteller im Exil in Deutschland. In seinen Romanen setzt er sich intensiv mit der Stalinzeit, mit verdrängten Gewaltgeschichten und mit oppositionellen Stimmen in Russland auseinander. Seine Bücher erscheinen in deutscher Übersetzung im Fischer Verlag. Ebenfalls zu Gast ist Anastasia Tikhomirova, Redakteurin der Zeit, Journalistin und Kulturwissenschaftlerin. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten zählen russischer Imperialismus, Kolonialismus und Erinnerungspolitik. Osteuropa gehört zu den Schwerpunkten der taz Panter Stiftung, die dorthin blickt, wo der Zugang zu Informationen immer schwieriger wird – Russland und Belarus gehören dazu. Am letzten Tag im Monat erscheint eine neue Podcastfolge von „Unser Fenster nach Russland/Belarus“ im Podcastformat „Freie Rede“ der taz Panter Stiftung.

    44 min
  2. 31/12/2025

    Unser Fenster nach Russland/Belarus: zum Jahreswechsel

    Jour­na­lis­t:in­nen aus Odesa (Ukraine), Riga (Lettland) und Almaty (Kasachstan) erzählen über ihren Alltag, ihre Ängste und Hoffnungen zum Jahreswechsel. In dieser Folge der Podcastreihe „Unser Fenster nach Russland bzw. nach Belarus“ im Podcast „Freie Rede“ spricht Gemma Terés Arilla, Leiterin der taz Panter Stiftung, über journalistische Arbeit unter autoritären Bedingungen im postsowjetischen Raum. Thema ist der Umgang mit Stimmen aus Ländern, in denen Jour­na­lis­t:in­nen Repression, Haft oder Verfolgung ausgesetzt sind – und die Frage, wie ihre Berichte veröffentlicht werden können, ohne sie weiter zu gefährden. Ein Beispiel dafür ist die Zusammenarbeit mit russischen Exilmedien: Jeden Mittwoch veröffentlicht die taz Panter Stiftung eine Auswahl aus dem russischen Exilmedium Meduza, basierend auf Recherchen unabhängiger russischer Jour­na­lis­t:in­nen im Exil. Ein weiteres Projekt ist die Kolumne „Krieg und Frieden – ein Tagebuch“, in der Jour­na­lis­t:in­nen aus der Ukraine, dem Baltikum, dem Südkaukasus und Zentralasien sowie aus dem Exil über Krieg, Alltag und gesellschaftliche Umbrüche schreiben. In dieser Podcast-Folge kommen Au­to­r:in­nen dieses Projekts selbst zu Wort. Jour­na­lis­t:in­nen aus Odesa, Riga und Almaty berichten von ihren Gedanken zum Jahreswechsel, von Ängsten, Hoffnungen und Momenten des Innehaltens. Ihre Berichte zeigen, wie tief politische Entwicklungen in den Alltag eingreifen: in Familienleben, Traditionen, Sprache und Erinnerungen. Unser Fenster nach Belarus/Russland erscheint am letzten Tag des Monats. Ab Januar 2026 wird das Fenster auf andere Länder im postsowjetischen Raum blicken.

    38 min
  3. 30/11/2025

    Unser Fenster nach Belarus: der vergessene Staat im Ukraine-Konflikt

    Im neuen Podcast „Freie Rede“ der taz Panter Stiftung begrüßt Gastgeber Tigran Petrosyan die belarussische Historikerin und Journalistin Kseniya Lutskina. Nach den Protesten von 2020 wurde sie in Belarus zu vier Jahren Haft verurteilt – heute lebt sie in Berlin und engagiert sich in verschiedenen Osteuropa-Projekten der Stiftung. Die Themen des Gesprächs sind brisant: der amerikanische und der europäische Friedensplan für die Ukraine, die Frage der territorialen Souveränität sowie die politische Lage zwischen Russland, der Ukraine und Belarus. Lutskina weist auf eine zentrale Unklarheit hin: „Innerhalb welcher Grenzen soll die Souveränität der Ukraine bestätigt werden?“ Russland werde, so erläutert sie, niemals zu den Grenzen von 1991 zurückkehren, und sowohl Donbass als auch Krim blieben ungeklärte Streitpunkte. Besonders eindrücklich beschreibt Lutskina das systematische, geiselnahmeähnliche Vorgehen des Regimes – von politischen Gefangenen bis zu Lkw-Fahrern an der EU-Grenze. „Lukaschenko will sagen: Ich lasse die Menschen frei, fangt bitte an, mit mir zu reden,“ erläutert sie. In Wahrheit handle es sich um „regelrechten Menschenhandel“, der seit 2024 wieder betrieben werde. Auch die aktuellen Grenzblockaden bewertet sie klar: „Lukaschenko hat litauische Lastwagen als Geiseln genommen. Er lässt sie einfach nicht raus.“ „Je länger der Krieg dauert, desto größer wird die wirtschaftliche Abhängigkeit von Belarus gegenüber Russland,“ fasst Lutskina zusammen.

    28 min
  4. Geschafft? Ankommen mit doppeltem Maß

    14/11/2025

    Geschafft? Ankommen mit doppeltem Maß

    Als 2022 Hunderttausende aus der Ukraine nach Deutschland kamen, durften sie gratis mit dem Zug fahren, kamen oftmals privat unter, erhielten einen relativ gesicherten Aufenthaltsstatus, Bürgergeld und rasch auch eine Arbeitserlaubnis. Bei Menschen die aus 2015 und später aus Syrien kamen war die Flucht oftmals extrem gefährlich, das Ankommen und die Aufnahme komplizierter und langwieriger. Hat diese ungleiche Behandlung etwas mit Rassismus zu tun? Gibt es Solidarität zwischen den Communities? Und wie blicken sie auf Deutschland und die hier zunehmende Ausländerfeindlichkeit? Darum geht es in der vierten Folge von geschafft? mit Yahya Alaous, Darka Gorova und taz-Redakteurin Susanne Memarnia. Yayha Alaous ist 2015 selbst mit seiner Frau und seinen zwei Töchtern aus Syrien nach Deutschland geflohen. Er hat in Syrien als Journalist kritisch über die Regierung berichtet und saß dafür zwei Jahre lang im Sednaya-Gefängnis. In Deutschland arbeitete er als Kolumnist für die Süddeutsche Zeitung und fürs Handelsblatt, schrieb zusammen mit einem deutschen Kollegen ein Buch über ihre deutsch-syrische Freundschaft und arbeitet heute in einer Organisation, die Geflüchtete unterstützt. Darka Gorova kommt aus Kyjiw und floh kurz nach dem russischen Angriff auf die Ukraine mit ihrem Sohn nach Berlin. Auch sie arbeitete in ihrer Heimat als Journalistin. Heute schreibt sie für Amal Berlin, einem mehrsprachigen News-Portal für Geflüchtete, die in Deutschland leben. Susanne Memarnia ist Redakteurin im Berlin-Teil der taz und beschäftigt sich besonders mit Migration und Antirassimus. Die Moderation übernimmt Alice von Lenthe, Volontärin bei der taz. Die Podcastreihe „Geschafft? Zehn Jahre nach der Ankunft“ ist ein Projekt der taz Panter Stiftung. Parallel zu den sechs Podcastfolgen werden zehn Kolumnen von diesen und anderen Geflüchteten unter dem Titel „Ankommen“ im taz-Schwerpunkt zu 10 Jahren Flüchtlingssommer veröffentlicht.

    54 min
  5. 05/11/2025

    Green Panter Amazonien: vor der COP30 in Belém - Schmelztiegel Amazonien

    Amazonien ist ein Gebiet der Superlative. Es ist der größte tropische Regenwald und eines der artenreichsten Biome der Erde – und spielt darum eine wichtige Rolle bei der globalen Klimaregulierung. Noch ist Amazonien eine CO2-Senke, doch sollte die Abholzung weiter anhalten, könnte sich das künftig ändern, was schwerwiegende Folgen weit über Lateinamerika hinaus hätte. In unserem Podcast der Reihe „Freie Rede“ haben wir drei Jour­na­lis­t:in­nen aus dem brasilianischen Teil Amazoniens eingeladen: Fábia Sepêda ist Moderatorin und Reporterin bei TV Liberal in Belém, Cley Medeiros Reporter bei der Tageszeitung A Crítica in Manaus und Felipe Corona ein Journalist aus dem abgelegenen Porto Velho im Bundesstaat Rondônia nahe der Grenze zu Bolivien. Die drei Kol­le­g:in­nen gehören zu einer Gruppe von zehn Jour­na­lis­t:i­nen aus acht Ländern der Amazonas-Region, die im Vorfeld der UN-Weltklimakonferenz COP30 im brasilianischen Belém für den Workshop Green Panter Amazonia der taz Panter Stiftung nach Berlin gekommen waren. Moderiert wird der Podcast vom Journalisten Niklas Franzen. Der teils in Brasilien lebende taz-Autor hat zusammen mit Ole Schulz von der taz Panter Stiftung den Workshop Green Panter Amazonia geleitet. Die Podcastreihe „Freie Rede“ ist ein Projekt der taz Panter Stiftung. Die im Workshop Green Panter Amazonia entstandenen Texte können auf dem taz-Schwerpunkt „Amazonien im Fokus“ gelesen werden. Ole Schulz und Niklas Franzen haben das Projekt geleitet.

    46 min

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“Freie Rede” ist ein Podcast der taz Panter Stiftung, in dem Stimmen aus den internationalen Workshops und weiteren Projekten mit kritischen Journalistinnen aus Deutschland und weltweit zu hören sind. Beispielsweise waren Teilnehmer:innen der Osteuropa- und EU-Migrationsprojekte zu Gast bei den Podcasts dieser Reihe. Die Beiträge sind auf englisch oder in Originalsprache mit deutscher Übersetzung. Die taz Panter Stiftung engagiert sich seit 2008 für unabhängige Presse und kritischen Journalismus, legt einen besonderen Wert auf den Austausch und die Vernetzung über Grenzen hinweg, sowie auf die Förderung von Nachwuchsjournalist:innen. Weitere Podcasts, die von der taz Panter Stiftung unterstützt werden, sind “Klima Update”, der von der Ökologie- und Wirtschaftsredaktion der taz produziert wird, und “Katerfrühstück”, ein Podcast der taz Panter Stiftung von und für junge Menschen.

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