Dini Mundart - Schnabelweid

Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

«Dini Mundart – Schnabelweid» ist die Sendung für alle, die Mundart lieben. Wir bringen die Mundartvielfalt der deutschen Schweiz zum Klingen. Lesungen von MundartautorInnen, Lieder von MundartsängerInnen, Geschichten und Beiträge zur Mundartkultur von Freiburg bis ins St.Galler Rheintal und von Schaffhausen bis zu den Walsern.

  1. 13 Aug

    Wie tönt Asterix auf Berndeutsch und im Aargauer Dialekt?

    Am 14. August jährt sich der Geburtstag des Asterix-Autors René Goscinny zum 100. Mal. Von den mittlerweile 41 Abenteuern des listigen Galliers gibt es fast 100 Übersetzungen in über 30 deutsche Mundarten, unter anderem ins Berndeutsche und Aargauerdeutsche. Warum eigentlich und ist das gut? Die ersten Übersetzungen der Asterix-Bände ins Deutsche waren äusserst problematisch, wurden sie doch in eine unappetittlich deutschnationale Gesinnung übertragen. Erst, als Gudrun Penndorf 1965 die Übersetzungen übernahm, wurde Asterix das, womit Generationen von Kindern und Jugendlichen aufgewachsen sind. Seit den 90er-Jahren entstanden immer mehr Übersetzungen auf Mundart, auch auf Berndeutsch. Zum Beispiel die beiden Bände «Dr grooss Grabe» (1996) und «Asterix u Obelix uf Irrwäge» (1997, auf Hochdeutsch «Die Odyssee») vom Berner Autor Hansruedi Lerch. 2024 kam «Asterix der Aargallier» dazu, übersetzt vom Freiämter Musiker Jan SEVEN Dettwyler. Wie unterschiedlich solche Mundartübersetzungen herauskommen können, wie nah oder fern am (deutschen oder französischen) Vorbild sie sich bewegen, das sieht man an diesen Beispielen sehr schön. Mundartredaktor Markus Gasser erzählt die Übersetzungsgeschichte von «Asterix» mit Originaltönen von René Goscinny, Gudrun Penndorf und Seven - sowie mit reichlich Beispielen aus verschiedenen Geschichten und verschiedenen Übersetzungen. Die Familiennamen Rinderknecht und Gutknecht Martin Graf vom Schweizerischen Idiotikon erläutert, dass Rinderknecht ein Berufsname ist, der auf das gleichlautende altschweizerdeutsche Wort in der Bedeutung «Rinderhirt» zurückgeht. Da das Vieh früher grossenteils nicht in eingezäunten Weiden gehalten wurde, musste es von Hirten betreut werden. Gutknecht dagegen geht zurück auf die im Mittelhochdeutschen geläufige Fügung «guot knëht» im Sinne von «Ehrenmann, Held, Krieger». Es handelt sich also um einen Übernamen für einen besonders tapferen, edlen (jungen) Mann. Lesetipps - R. Goscinny, A. Uderzo: «Asterix redt Schwyzerdütsch». Enthält «Dr grooss Grabe» und «Asterix u Obelix uf Irrwäge», übersetzt von Hansruedi Lerch. Egmont Comic Collection 2025 - R. Goscinny, A. Uderzo: «Asterix der Aargallier», übersetzt von Jan SEVEN Dettwyler. Egmont Comic Collection 2024 - Jörg Fündling: Asterix. 100 Seiten. Reclam 2023

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«Dini Mundart – Schnabelweid» ist die Sendung für alle, die Mundart lieben. Wir bringen die Mundartvielfalt der deutschen Schweiz zum Klingen. Lesungen von MundartautorInnen, Lieder von MundartsängerInnen, Geschichten und Beiträge zur Mundartkultur von Freiburg bis ins St.Galler Rheintal und von Schaffhausen bis zu den Walsern.

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