Hörspiel

Das ist SRF Hörspiel: Ob als aktuelles Dialekt-Hörspiel, als rasant inszenierter Radio-Krimi oder als intimes Hörstück, es erwarten Sie überraschende Hörgeschichten

  1. 1 day ago

    Premiere: «Rosetta and the Icy Drifter» von Michèle Rusconi

    Klangstück aus den Tiefen des Weltalls. In ihrem vierten Hörstück befasst sich die Schweizer Künstlerin mit den Anfängen unseres Sonnensystems und beschreibt die spektakuläre «Rosetta-Mission» zum Kometen «Tschuri» – auf der Suche nach dem Ursprung des Lebens. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Samstag, 19.09.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur Kometen gelten als Zeitzeugen unseres Sonnensystems. Entstanden etwa zur gleichen Zeit wie die Planeten, aufgrund ihrer grossen Entfernung zur Sonne jedoch weniger verändert, also in einem ursprünglicheren, «authentischeren» Zustand. Ihre organischen Moleküle könnten entscheidende Hinweise auf die Entstehung von Leben im All liefern. Die Erforschung des Kometen «Tschuri» (67P/Tschurjumow-Gerasimenko) durch die ESA-Mission Rosetta (2004–2014) vereinte ein internationales Team von Wissenschaftlern und wurde gekrönt von der erstmaligen Landung auf einem Kometen. Zu den zentralen Instrumenten gehörte ROSINA, ein in Bern entwickeltes hochpräzises Massenspektrometer. Die «RosettaMission» zählt zu den aufregendsten und bedeutendsten Unternehmungen der Raumfahrtgeschichte. Ihr ultimatives Ziel: Erkenntnisgewinn über die Entstehung unseres Sonnensystems, der Erde und des Lebens selbst – eine Reise zurück zu unseren Ursprüngen. Michèle Rusconis Klangwelten gleichen einem Myzel, das sich nicht nur organisch aus Wort, Ton und Geräusch zusammensetzt, sondern Vergangenheit und Zukunft, komplexe Wissenschaft und schwer fassbare Abstrakta sinnlich erfahrbar macht und zu einer unendlichen Einheit verwebt. ____________________ Mit: Nikola Weisse, Graham Valentine, Peter von Strombeck, Leila Férault-Levy, Anna Clementi und Tehila Nini Goldstein (auch Gesang), Ingala Fortagne (Gesang), Estelle Costanzo (Harfe/Improvisation), Giovanni Barbato (Violine/Improvisation), Antonio Jiménez Marín (Posaune), Maurizio Grandinetti (elektrische Gitarre), Miguel Garcia Martin (Schlagwerk), Marcelo Nisinman (Bandoneon), Ludovic von Hellemont (Ondes Martenot), Nicolò Muzii (Klavier), Nikolai Olshansky (Kontrabass), Mehmet Ali Simayli (Schlagzeug), Ulrike Jühe (Geräusche), Pina Bettina Rücker (Quarzschalen), Wale, Seelöwen, Pulsar ____________________ Komposition und Regie: Michèle Rusconi – Tontechnik: Michèle Rusconi und Björn Müller ____________________ Produktion: Autorinnenproduktion mit SRF 2026 ____________________ Dauer: 57’

  2. 3 days ago

    «Schwyg jetz, Bueb» von Fitzgerald Kusz

    50-jähriges Jubiläum des erfolgreichen Mundartstückes. Das Theaterdebüt des Nürnberger Autors löste einen Skandal aus und war der Startschuss für eine ungewöhnliche Karriere. Seine Texte im fränkischen Dialekt wurden vielfach adaptiert, von Plattdeutsch bis Schwäbisch – und: auf Berndeutsch für SRF. «Schweig, Bub!», am 6. Oktober 1976 im Schauspielhaus Nürnberg uraufgeführt, stand dort Jahrzehnte auf dem Spielplan und erlebte über 700 Aufführungen. DER SPIEGEL nannte es «das Paradestück der neuen Volkstheaterbewegung», denn Mundart auf der Bühne galt damals noch als unseriös, und auch im Hörspiel war sie meist beschränkt auf volkstümliche Genres wie Krimis und Schwänke. Fitzgerald Kusz aber ist bei seinen kunstvoll gebauten Alltagsdramen ein Meister des sozialrealistischen Dialogs, satirische Überzeichnung inklusive. Den Rahmen für «Schwyg jetz, Bueb» bildet eine Konfirmationsfeier. Es wird viel gegessen (Pastetli!), diskutiert und monologisiert. Alkohol entfaltet seine Wirkung. Nur Fritz, als frisch Konfirmierter eigentlich die Hauptperson, darf nicht zu Wort kommen, er ist quasi zum Schweigen verurteilt. Stattdessen entgleisen und entgleiten die Gespräche unter den Verwandten und Bekannten immer wieder. Aber auch übergriffiges Verhalten wird geduldet, und zum Schluss verträgt man sich wieder und verabredet sich für die nächste Feier. So wird man beim Wiederhören dieser SRF-Produktion bei aller Freude an den herausragenden Schauspielerleistungen (zum Beispiel der jungen Birgit Steinegger) auf eine irritierend unangenehme Weise daran erinnert, dass die 1970er-Jahre in der Schweiz wohl mehr eine Bünzlihölle waren als jene heile, heimatlich-gemütliche Welt, als die sie heute gern verklärt werden. ____________________ Mit: Aljan Hoffmann (Fritz, Konfirmant), Birgit Steinegger (Greti, Mutter), Franz Matter (Hans, Vater), Ellen Widmann (Tante Fridi), Ernst Stiefel (Onkel Willi), Susi Aeberhard (Rita, eine Bekannte), Dieter Stoll (Bruno, ihr Mann), Silvia Jost (Lotti, Cousine), Schülerchor der Sekundarschule Neuenegg/BE ____________________ Mundartbearbeitung: Susi Aeberhard – Tontechnik: Werner Feldmann – Musik: Willy Bischof – Regie: Charles Benoit ____________________ Produktion: SRF 1978 ____________________ Dauer: 61’

  3. 12 Sept

    «2/2 Ellbogen» von Fatma Aydemir

    Endlich achtzehn. Ihre Reise geht weiter. Hazal hat es satt, auf das Leben zu warten. Sie will sich verlieren und verlieben, sie weiss nicht, wohin mit ihren Gefühlen. Als plötzlich die Polizei hinter ihr her ist, flieht sie nach Istanbul, wo sie noch nie in ihrem Leben war. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Samstag, 12.09.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur Der lang ersehnte Partyabend an ihrem Geburtstag war in einer Orgie der Gewalt geendet. Aus Frustration und Wut hatten Hazal und ihre Freundinnen einen jungen Mann schwer verprügelt. Schliesslich war es Hazal gewesen, die ihm den entscheidenden Stoss versetzt hatte. Nun muss sie fliehen – sie wählt als Fluchtort Istanbul, die so schillernde, reizvolle, unbekannte Stadt ihrer Träume. Dort lebt Memet, ihre Facebookliebe, bei dem sie zunächst unterkriecht. Aber sowohl Memet als auch die Stadt sind ganz anders als in ihrer Fantasie. Beide können ihr den so dringend benötigten Halt nicht geben – im Gegenteil, sie reissen Hazal nur noch tiefer in den Strudel der lebensgefährlichen Orientierungslosigkeit. Ohne Kenntnisse der politischen Spannungen und dem gesellschaftlichen Leben in der Türkei gerät sie schliesslich in den Wirbel um den Putschversuch 2016. ____________________ Mit: Aysima Ergün (Hazal), Burak Ötztürk (Memet), Mehmet Atesci (Halil), Yasemin Cetinkaya (Gözde), Jale Arikan (Tante Semra), Orhan Müstak (Polizist/Mann), Ilknur Bahadir (Frau) ____________________ Musik: Peter Kaizar – Tontechnik: Tom Willen – Dramaturgie: Susanne Janson – Hörspielbearbeitung und Regie: Kirstin Petri ____________________ Produktion: SRF 2019 ____________________ Dauer: 51’ Den ersten Teil des Hörspiels können Sie hier nachhören: https://www.srf.ch/audio/hoerspiel/1-2-ellbogen-von-fatma-aydemir?id=AUDI20260905_NR_0003

  4. 5 Sept

    «1/2 Ellbogen» von Fatma Aydemir

    Migrantische Coming-of-Age Geschichte aus dem Grossstadtkiez. Überlebenskampf in der Parallelgesellschaft. Ein Mädchen und ihre Freundinnen zwischen den Welten. Zweiteilige Literaturbearbeitung eines Erfolgromans. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Samstag, 05.09.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur Die 17-jährige Hazal ist verletzlich und gleichzeitig grob, voller Energie und unnütz selbst in Billigjobs, überschäumend vor Hoffnungen und Ängsten. Eigentlich fast normal in diesem Alter. Aber Hazal lebt eingezwängt zwischen den traditionellen muslimischen Vorstellungen ihrer Eltern und der brutalen Realität ihres Berliner Kiezes. Auf der Suche nach Perspektive und Heimat macht sie schliesslich einen fatalen Fehler. «Ellbogen» erzählt die Geschichte von Hazal und ihren Freundinnen in Berlin, die alle ums Überleben kämpfen. Als plötzlich die Polizei hinter ihr her ist, flieht Hazal nach Istanbul, wo sie noch nie im Leben war. Lustig und traurig, wütend und zart stellt die Autorin Fatma Aydemir in ihrem Debütroman, aus dem Kirstin Petri ein zweiteiliges Hörspiel gemacht hat, eine grosse Frage: Was kann in dieser Welt aus einem Mädchen wie Hazal schon werden? Und gibt eine ebenso grosse Antwort: Alles. ____________________ Mit: Aysima Ergün (Hazal), Altine Emini (Elma), Deniz Orta (Gül), Uygar Tamer (Mutter), Orhan Müstak (Vater/Polizist/Mann), Thomas Reisinger (Detektiv), Burak Yigit (Onur), Jirka Zett (Eugen), Burkak Öztürk (Memet), Mehmet Atesci (Halil), Yasemin Cetinkaya (Gözde), Jale Arikan (Tante Semra), Elias Eilinghoff (Student), Ilknur Bahadir (Defne/Frau), Stephanie Ebner (Arzttochter 1), Julia Kunz (Arzttochter 2) ____________________ Musik: Peter Kaizar – Tontechnik: Tom Willen – Dramaturgie: Susanne Janson – Hörspielbearbeitung und Regie: Kirstin Petri ____________________ Produktion: SRF 2019 ____________________ Dauer: 50’ Den zweiten Teil des Hörspiels können Sie hier nachhören: https://www.srf.ch/audio/hoerspiel/2-2-ellbogen-von-fatma-aydemir?id=AUDI20260912_NR_0003

  5. 27 Aug

    Junge Stimmen: «Zimmer 004»

    Jugendhörspiel aus der freien Szene. Ein Internat voller aufstrebender Talente. Ein Klassiker auf der Bühne und ganz viel Eifersucht und Neid hinter den Kulissen. Illegale Parties und heimliche Liebschaften. Und dann kommt es zu einem tragischen Unfall. Oder war es – heimtückische Absicht? Wer schon immer mal in den Kopf eines Teenagers hineinschauen wollte, hat bei diesem Hörspiel die Gelegenheit. Denn vom ersten geschriebenen Wort bis zum letzten gesungenen Ton, haben die jugendlichen Protagonisten der Talentförderklasse Schauspiel Solothurn das Zepter in der Hand – unterstützt von einem Projektteam aus Theaterpädagogik, Schauspiel- und Hörspielkunst, das im Schreibatelier, bei Improvisationen und der Mikrofonarbeit Handreichung gab. Gemeinsam haben die jungen Talente ein Hörspiel erschaffen, das Krimi, Komödie und «Coming of Age»-Story in einem ist. Ein wilder Fantasie-Ritt durch die herausfordernde Lebenswelt von Heranwachsenden: Mit einem Bein noch in einer märchenhaften Kinderwelt, mit dem anderen in der Realo-Leistungsgesellschaft, wo Arbeit und Freizeit den (Schul-)Rhythmus vorgeben. Eine wild mäandernde Geschichte, die Genregrenzen spielend einreisst und in einem Meer von Motiven, Stimmen, und Witzen mündet. Gefördert von der SRKS – Stiftung für Radio und Kultur Schweiz. ____________________ Mit: Jeanne Thomet (Rebecca Winter, Erzählerin), Alessia Guggenbühl (Elea von Gunten), Chloé Sjollema (Adèle Schlumpf), Ida Kling (Clara Glauber), Moya Wyss (Louise du Bois), Mila Strassburger (Lou Soltermann), Maxim Schwaegli (Marvin O’Coro), Lars Boscaini (Noah C. Davies), Susanne Zahnd (Aurelia Moskau), Martin Engler (Guido Rohbeck), Janna Mohr (Sabine Sebi), Dimitri Stapfer (Robert Grünbaum) ____________________ Hörspielbearbeitung, Schnitt, Mix und Regie: Martin Engler – Aufnahme: Ueli Karlen – Schreibcoach: Susanne Zahnd – Theaterpädagogik: Janna Mohr – Projektleitung: Dimitri Stapfer ____________________ Produktion: Talentförderklasse Solothurn 2026 ____________________ Dauer: 53’

  6. 20 Aug

    Junge Stimmen: «Spazieren muss ich unbedingt»

    Textcollage. Robert Walser ist einer der bedeutendsten Schweizer Schriftsteller; seine Erzählung «Der Spaziergang» zählt zu seinen bekanntesten Werken. Ob dieser Text – inzwischen über 100 Jahre alt – auch jungen Literaturschaffenden etwas zu erzählen hat? Und wenn ja: was? Genau diese Frage stellte sich der Dramatiker und Hörspielregisseur Wolfram Höll mit Studierenden des Literaturinstituts Biel. Entstanden sind auf diesem Weg sechs neue Spaziergänge, in denen die (Schweizer) Welt durchschritten und betrachtet wird. Oder Kopf steht. Wo Figuren auftreten, denen auch schon Walsers Protagonist begegnet ist. Sechs Spaziergänger, die mal mit Walser Hand in Hand gehen, mal ihm nur von weitem zuwinken, und ein anderes Mal wieder schnurstracks vor ihm davonlaufen. Für die Solothurner Literaturtage 2017 hat die SRF Hörspielredaktion – zusammen mit der Grafikerin Franziska Nyffeler und dem Musiker Christian Müller – ein Liveprogramm mit diesen Texten geschaffen. Für die Radioversion hat Christian Müller auf seinen Solothurner Kompositionen aufgebaut und sie für die Ausstrahlung abgewandelt. «Spazieren muss ich unbedingt» ist eine Collage aus den Texten: «Strasse des Elends» (Matteo Emilio Baldi), «Jahreszeiten» (Nadja Geisser), «Von Tauben und Spatzen» (Milena Ana Keller), «Walser am Kreuzgang» (Alexandra Zysset), «Nachtspaziergang» (Luisa Tschannen) und «Schichtwechsel» (Lara Schaefer). ____________________ Mit: Inga Eickemeier, Elias Eilinghoff, Lotti Happle, Aaron Hitz, Rahel Hubacher und Thiemo Strutzenberger ____________________ Musik: Christian Müller – Tontechnik: Basil Kneubühler – Dramaturgie: Wolfram Höll – Regie: Susanne Janson ____________________ Produktion: SRF 2017 ____________________ Dauer: 54’

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