Ist das eine Blase?

Immer montags sprechen wir über das, was die Welt im Innersten zusammenhält: Geld, Macht, Gerechtigkeit. Warum kann ich mir kein Haus leisten? Wie wird eine Stadt klimaneutral? Kann ich Cannabis bald im Laden kaufen? Und muss die Wirtschaft wirklich ständig wachsen? Alle 14 Tage untersuchen Carla Neuhaus, Zacharias Zacharakis und Jens Tönnesmann ein wirtschaftliches Phänomen und fragen sich: Ist das eine Blase? Oder bleibt das? Immer mit einem Gast – und einem Tier. Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos Die ZEIT: www.zeit.de/podcast-abo

  1. 2 days ago

    Wie gefährlich wird der Erfolg der AfD für die Wirtschaft?

    Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat die AfD 43,8 Prozent der Stimmen geholt, obwohl der dortige Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextremistisch“ einstuft. Und auch in Mecklenburg-Vorpommern, wo am Wochenende gewählt wird, rechnet sich die Partei gute Chancen aus. Für die Wirtschaft sind das keine guten Nachrichten – etwa, weil künftig noch mehr Fachkräfte fehlen, wenn Zugewanderte das Land verlassen sollen, wie es die Partei fordert. „Wenn die AfD das so umsetzen würde, würde das dem Land wirtschaftlich und auch in anderen Bereichen schaden“, sagt der Ökonom Joachim Ragnitz. Der stellvertretende Leiter der Dresdner Niederlassung des ifo-Instituts ist zu Gast in der neuen Folge von „Ist das eine Blase?“, dem Wirtschaftspodcast der ZEIT über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Joachim Ragnitz forscht nicht nur seit Jahren zur Wirtschaft in Ostdeutschland, er lebt auch selbst schon lange in Sachsen-Anhalt. Dass die AfD dort ebenso wie in Mecklenburg-Vorpommern so viel Zuspruch erfährt, erklärt er sich so: „Die Leute sind unzufrieden mit der allgemeinen politischen, wirtschaftlichen Situation.“ Ihre Wahlentscheidung sei da vor allem Protest gegen die etablierten Parteien. Das AfD-Programm hätten wahrscheinlich die wenigsten gelesen, meint Ragnitz. In beiden Bundesländern schwächelt die Wirtschaft. In Sachsen-Anhalt ist zwar über die letzten Jahrzehnte viel passiert, sagt Ragnitz. Doch mit der Chemie steckt die wichtigste Branche des Landes in der Krise. Der einzige Sektor, der boomt, sei die Gesundheitswirtschaft – getrieben durch den demografischen Wandel. Ein nennenswertes Wachstum generiert die Branche allerdings nicht. Hinzu kommen Fehler der Vergangenheit, sagt Ragnitz. In den Neunzigern habe das Bundesland stark über seine Verhältnisse gelebt und hohe Schulden gemacht – mit der Folge, dass bis heute das Geld für wichtige Investitionen fehlt, etwa in eine bessere Infrastruktur. In Mecklenburg-Vorpommern wiederum hängt vieles an den Werften und dem Tourismus, was sich beides aber an der Küste konzentriert. Auch da ist die Unzufriedenheit der Menschen in vielen Landesteilen groß. Zu tun habe der Erfolg der AfD aber auch mit der Bundespolitik, meint Joachim Ragnitz. Was aber heißt das für die Diskussion über das laufende Reformpaket? Und was muss passieren, damit die Wirtschaft wieder stärker wächst? Auch darum geht es in dieser Folge. Zu Gast bei den beiden Hosts Carla Neuhaus und Jens Tönnesmann ist neben dem ifo-Forscher Ragnitz der ZEIT-Kollege Marc Widmann, der über seine Recherchen in Sachsen-Anhalt berichtet. Sein Stück, in dem er erklärt, wie Unternehmer dort auf die AfD blicken, können Sie hier nachlesen. Ist das eine Blase? ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei Wochen montags diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis über das, was die Welt im Innersten zusammenhält: Geld, Macht und Gerechtigkeit. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

  2. 31 Aug

    Müssen wir bald weniger Steuern zahlen?

    Die Steuern sollen sinken, die Menschen sollen mehr Netto vom Brutto haben. Deshalb wollen SPD und Union die Einkommensteuer reformieren. Vor allem kleine und mittlere Einkommen will die Bundesregierung entlasten. Eine entsprechende Reform könnte die Regierung noch diese Woche auf den Weg bringen. Das klingt gut, aber wie viel kommt am Ende wirklich bei den Menschen an? Das klären wir in der neuen Folge von „Ist das eine Blase?“, dem ZEIT-Wirtschaftspodcast über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Die Einkommensteuer ist die wichtigste Steuer in Deutschland. Die meisten Bürgerinnen und Bürger müssen sie zahlen, sie macht etwa ein Drittel des Steueraufkommens aus. Allerdings sind auch die Ausgaben des Staates hoch. Die öffentlichen Haushalte von Bund, Ländern und Gemeinden weisen ein hohes Defizit auf, gleichzeitig steigen die Ausgaben etwa für Verteidigung und Soziales. „Die Regierung hat momentan kein Geld für Steuerentlastungen“, sagt der Ökonom Stefan Bach vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, DIW Berlin. Trotzdem hat Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) Entlastungen versprochen und will sie mit einer Steuerreform möglich machen. Wie das zusammenpasst, erklärt Bach, der in dieser Folge unser Gast ist. Er ist einer der profiliertesten Steuerexperten des Landes und sagt, Steuern hätten ihn schon im Studium fasziniert. Beim DIW beschäftigt er sich damit bereits seit über drei Jahrzehnten. Bach hat die Pläne für die Einkommensteuerreform der Bundesregierung genau analysiert und sagt: „Die Entlastung der arbeitenden Mitte fällt aus. Im Gegenteil haben wir sogar eine leichte Belastung in der Mitte.“ Nur wie kommt das? Und was bringt die geplante Reform dann überhaupt einer Familie mit zwei Kindern? Was heißt sie für einen Single? Das klären wir in dieser Folge mit Stefan Bach. Ist das eine Blase? ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei Wochen montags diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis über das, was die Welt im Innersten zusammenhält: Geld, Macht und Gerechtigkeit. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

  3. 17 Aug

    Was bringt es, wenn wir den Zivildienst wiederbeleben?

    Ob in Kitas oder Jugendeinrichtungen, Pflegeheimen oder Krankenhäusern: Es fehlt an Personal – und mit dem demografischen Wandel dürfte die Lücke weiterwachsen. Könnte es also helfen, wenn der Zivildienst im Falle einer Wehrpflicht reaktiviert würde? Welche ökonomischen Folgen hätte das? Was hätten diejenigen davon, die den Dienst leisten müssten – und wie denken sie überhaupt darüber? Darum geht es in der neuen Folge des Wirtschaftspodcasts »Ist das eine Blase?«, des Podcasts der ZEIT über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Anlass der Debatte ist, dass das Bundesfamilienministerium sich auf eine mögliche Wiedereinführung des Zivildienstes vorbereitet, sollte die Wehrpflicht reaktiviert werden. Dafür befragte das Ministerium 23 Verbände und Organisationen zu ihren Kapazitäten. Wen das Ministerium offenbar nicht befragt hat, sind diejenigen, die der Zivildienst betreffen würde. Das berichtet im Podcast jedenfalls Amy Kirchhoff. »Wir wünschen uns, dass die Jugendlichen gehört werden, die wissen am besten, was sie brauchen und was sie wollen«, sagt die Generalsekretärin der Bundesschüler*innenkonferenz. Sie persönlich bewerte einen zivilgesellschaftlichen Dienst positiv, sagt die 19-Jährige, allerdings sei es viel wichtiger, zunächst Angebote zu verbessern, die auf Freiwilligkeit setzten. Zu Gast ist außerdem Joachim Rock, der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, unter dessen Dach bundesweit mehr als 10.000 Mitgliedsorganisationen vereint sind. Im Podcast spricht Rock darüber, wie groß deren Bedarf an Arbeitskräften ist. Er erklärt, warum er sich nicht so sehr auf die mögliche Wiedereinführung des Zivildienstes freut, sondern eher Bedenken hat und vor allem auf freiwillige Dienste setzt, die aus seiner Sicht gestärkt werden sollten. Rock sagt aber auch: »Wenn das kommt, dann bieten wir selbstverständlich die Möglichkeit an, einen solchen Zivildienst abzuleisten.« In der Folge sprechen die beiden Hosts auch mit Clara Suchy aus dem Wirtschaftsressort der ZEIT, die recherchiert hat, warum ein verpflichtender Ersatzdienst zu einer schrumpfenden Wirtschaftsleistung führen, sich aber dennoch lohnen könnte. »Ist das eine Blase?« ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei Wochen montags diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis über das, was die Welt im Innersten zusammenhält: Geld, Macht und Gerechtigkeit. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

  4. 3 Aug

    Ist die deutsche Autoindustrie am Ende?

    Die schlechten Nachrichten aus dem Autoland Deutschland nehmen kein Ende. Die Gewinne der Unternehmen schrumpfen. Volkswagen und BMW streichen mehr Stellen denn je. Mercedes fordert von seinen Beschäftigten, länger zu arbeiten – bei gleichem Lohn. Der Abwärtstrend in der wichtigsten deutschen Industriebranche hält an, nun schon seit mehreren Jahren. Und die Konkurrenz aus China, die den hiesigen Herstellern am stärksten zusetzt, wird stärker und stärker.  Allmählich kann man zu der Überzeugung gelangen, dass die Autounternehmen aus dieser Krisenspirale kaum mehr herauskommen. Zu vielschichtig sind die Probleme, zu groß die Herausforderungen durch Transformation und neue Wettbewerber. Ist die deutsche Autoindustrie also am Ende? Darum geht es in der neuen Folge von »Ist das eine Blase?«, dem Wirtschaftspodcast der ZEIT über Geld, Macht und Gerechtigkeit.  »Das ist keine normale Konjunkturdelle, sondern eine grundlegende strukturelle Verschiebung«, sagt der ZEIT-Wirtschaftsredakteur Max Hägler, der seit vielen Jahren über die Autoindustrie berichtet und in dieser Folge erzählt, was er bei seinen Recherchen in China über den wichtigsten Konkurrenten der deutschen Industrie erlebt und gelernt hat. »China ist kein kurzfristiger Effekt, sondern ein langfristiger Faktor mit Plan, Strategie und hoher Beständigkeit.« Im Gespräch erklärt er, wie die Autobauer in diese vertrackte Lage geraten sind und was ihre Probleme für die deutsche Volkswirtschaft bedeuten. Außerdem sprechen wir darüber, wie die Konzerne die Herausforderungen doch noch meistern könnten.  »Ist das eine Blase?« ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei Wochen montags diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis über das, was die Welt im Innersten zusammenhält: Geld, Macht und Gerechtigkeit. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

  5. 20 Jul

    Wie werden wir wieder innovativ?

    Stellenabbau, Insolvenzen, Angst: Deutschlands Wirtschaft steckt in der Krise. Und obwohl neue Technologien für neues Wachstum sorgen könnten, stockt der Fortschritt. Industriefirmen verlagern ihre Forschungsabteilungen ins Ausland, die Zahl der sehr innovativen Firmen schrumpft und die Innovationsaktivität im Mittelstand ist in den vergangenen 20 Jahren deutlich zurückgegangen.  Deutschland, das Land der Erfinder? Vielleicht noch hier und dort. Aber wie können wir wieder innovativer werden? Welche Rolle kann der Staat dabei spielen? Wie sehr hilft dabei künstliche Intelligenz – und haben wir im Wettlauf um KI überhaupt noch eine Chance? Darum geht es in der neuen Folge von „Ist das eine Blase?“, dem Wirtschaftspodcast der ZEIT. Die Hosts Carla Neuhaus und Jens Tönnesmann haben einen ungewöhnlichen Behördenchef zu Gast: Den Unternehmer Rafael Laguna de la Vera, der seit 2020 die Bundesagentur für Sprunginnovationen SPRIND leitet. Ihr Ziel: bahnbrechende Technologien finanzieren und anschieben, „die das Potenzial haben, unser Leben von Grund auf zu verbessern.“ Der 62-Jährige sagt, es werde zwar noch immer viel erfunden in Deutschland. Aber viel zu selten würde daraus eine Geschäftsidee, ein Unternehmen. Im Gespräch erzählt er, wie seine Agentur arbeite, wie sie Innovationen beschleunigen will und warum sie gerade deutschlandweit rund 30.000 Verbesserungsvorschläge gesammelt hat. Außerdem verrät Laguna, was ihn antreibt: Es gehe darum, sich eine Zukunft vorzustellen, „in die Sie reinleben wollen, die Sie Ihrer Familie und allen gönnen, die da nachkommen, aber auch uns selber“, sagt er. „Und wenn man sie sich vorstellen kann, dann kann man sie auch machen.“ Außerdem ist Johanna Jürgens zu Gast. Die Redakteurin aus der Wirtschaftsredaktion der ZEIT erklärt, wie abgehängt Deutschland in puncto KI wirklich ist und wo es noch eine Chance zum Aufholen gibt. Ist das eine Blase? ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei Wochen montags diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis über das, was die Welt im Innersten zusammenhält: Geld, Macht und Gerechtigkeit. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

  6. 6 Jul

    Wird die SPD jetzt wirtschaftsfreundlich?

    »Deutschland ist ein starkes Land«, das betonte Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) nach dem Koalitionsausschuss vergangene Woche. Bei dem Treffen hatten sich die Regierungsparteien auf umfangreiche Reformen geeinigt – zu Steuern, Arbeit und Gesundheit. Damit Deutschland so stark bleibe, meinte Bas, müssten sich jetzt »eben auch alle bewegen«. Allerdings gilt das besonders für die Mitglieder ihrer Partei, die von vielen Unternehmerinnen und Unternehmern zuletzt oft scharf kritisiert wurde. Bewegen musste sich die SPD zum Beispiel bei den Regelungen zur Krankschreibung. Wer krank ist, soll künftig schon ab dem ersten Tag ein Attest vom Arzt brauchen. Das akzeptierte die SPD auf Druck der Union. Es gilt ebenso für die Lockerung beim Kündigungsschutz für Hochverdiener sowie für die Ausweitung der Möglichkeit, Arbeitsverhältnisse zu befristen. Ein Ende der Minijobs, wie es sich die SPD gewünscht hatte, verhinderte wiederum die CSU. Sie wollte damit Unternehmen in Schutz nehmen, die auf diese Weise günstig und flexibel Kräfte einstellen können. All das legt die Frage nahe: Wird die SPD jetzt wirtschaftsfreundlich?  Darüber sprechen wir in dieser neuen Folge von »Ist das eine Blase?«, dem ZEIT-Wirtschaftspodcast über Geld, Macht, Gerechtigkeit. Die beiden Hosts Carla Neuhaus und Jens Tönnesmann sprechen darin mit Roman Pletter, dem Leiter des Wirtschaftsressorts der ZEIT. Er sagt, es sei schon ein Wert an sich, dass sich die Regierung überhaupt auf etwas geeinigt habe. Gelungen sei das eben auch, weil die SPD über ihren Schatten gesprungen sei. Außerdem ordnet er ein, was die Einigung der Koalition für die Wirtschaft bedeutet und wie sehr die Maßnahmen zu einem Wirtschaftsaufschwung beitragen könnten. Zu Gast ist außerdem die Unternehmerin und KI-Expertin Nora Heer, die Vizepräsidentin des Wirtschaftsforums der SPD ist, eines von der Partei unabhängigen, aber ihr nahestehenden unternehmerischen Berufsverbands. Heer sagt, sie habe sich bewusst in der Partei engagieren wollen, weil das Land in einer Polykrise stecke und sie nicht mehr nur am Rand stehen und meckern wolle. Sie sagt, man habe in der Partei verstanden, wie groß der Handlungsdruck sei, und sieht in der SPD den Willen zur stärkeren Kooperation mit der Wirtschaft. Wie groß aber sind die Widerstände? Welche Kompromisse sind nötig? Und was müsste passieren, damit die SPD etwa bei Start-up-Gründern wieder punkten kann? Auch um diese Fragen geht es in der neuen Folge. »Ist das eine Blase?« ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei Wochen montags diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis über das, was die Welt im Innersten zusammenhält: Geld, Macht und Gerechtigkeit. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

  7. 22 Jun

    Brauchen wir den Rasenmäher für die Subventionen?

    15 Prozent auf alles: Nach diesem Motto würden manche Politiker gerne staatliche Subventionen kürzen, um zum Beispiel eine Reform der Einkommensteuer zu finanzieren. Aber was bringt die sogenannte Rasenmähermethode wirklich und kann sie funktionieren? Ist es gerecht, alle Steuervergünstigungen und Finanzhilfen pauschal zu kürzen – und ist es überhaupt möglich? Auch ganz pauschal wird infrage gestellt, wozu Subventionen überhaupt gut sind, zumal auf Anhieb den wenigsten Menschen klar ist, wohin in Deutschland das meiste Staatsgeld fließt – und um wie viele Milliarden es dabei überhaupt geht. Ist es nicht riskant, an dieser Stelle zu sparen, während Staaten wie China ihre Unternehmen massiv bezuschussen? Darum geht es in der neuen Folge des ZEIT-Wirtschaftspodcasts »Ist das eine Blase?« Die ZEIT-Redakteurin Anne-Sophie Lang erläutert in der Folge, auf wie viele Milliarden sich staatliche Subventionen in Deutschland inzwischen belaufen, wie sehr sie gestiegen sind und warum etwa die Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen aktuell zur Debatte steht. »Man kann Strukturwandel nicht aufhalten« Die Hosts Zacharias Zacharakis und Jens Tönnesmann diskutieren außerdem mit dem Ökonomen Lars Feld. Feld leitet das Walter Eucken Institut an der Universität Freiburg und war lange Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, von 2022 bis zum Bruch der Ampelkoalition 2024 beriet er außerdem den damaligen Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP). Im Gespräch beschreibt Feld, warum es so schwierig ist, die Menschen vom Subventionsabbau zu überzeugen, um etwa die Einkommensteuern zu senken: »Die, die getroffen sind, schreien laut – und die, die begünstigt sind, freuen sich leise«, sagt Feld. Dennoch sei es gefährlich, an Subventionen für Industriejobs festzuhalten, die in Deutschland wenig Zukunft haben. »Man kann einen Strukturwandel, der so fundamental ist, nicht aufhalten.« Besser sei es, wenn der Staat die Grundlagenforschung fördere, die Ansiedlung neuer Industrien ermögliche und Arbeitnehmer für neue Jobs qualifiziere. Außerdem erklärt Feld, warum das Walter Eucken Institut in einer Studie für die Stiftung Familienunternehmen die Subventionen des Bundes etwa dreimal so hoch ansetzt wie das Bundesfinanzministerium. Er äußert sich zum Steuerkonzept des DGB, das unter anderem vorsieht, Steuervergünstigungen bei der Erbschaftsteuer abzuschaffen. Überdies verrät der Ökonom, welche Subventionen aus seiner Sicht am besten gleich ganz gestrichen werden sollten. »Ist das eine Blase?« ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei Wochen montags diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis über das, was die Welt im Innersten zusammenhält: Geld, Macht und Gerechtigkeit. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts, Bonusfolgen und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

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