Feuer & Brot

Alice Hasters & Maximiliane Haecke

Monatliches Freundinnengespräch zwischen Politik & Popkultur.

  1. Es gibt kein "kinderlos" in einer solidarischen Gesellschaft

    5h ago

    Es gibt kein "kinderlos" in einer solidarischen Gesellschaft

    Alles zum aktuellen Sponsoring und den aktuellen Rabattcodes und Aktionen [findest du hier.](https://linktr.ee/feuerundbrot) Maxi hat heute einen Hot Take mitgebracht, der auf TikTok gerade heiß diskutiert wird: Niemand ist wirklich "kinderlos". Beziehungsweise gibt einem die Entscheidung, keine eigenen Kinder in die Welt setzen zu wollen, kein Recht auf eine komplett kinderfreie Welt. Gerade in einem solidarischen Miteinander könnte alles so viel schöner sein, wenn jede*r ein bisschen über den eigenen Tellerrand schaut und Kinder nicht zur ungewollten Minderheit gemacht werden. Es ist kein Flex, Kinder scheiße zu finden. Kinder werden politisch vergessen, benachteiligt, und sind besonders vulnerabel angesichts der Krisen, die gerade auf uns alle zukommen. Und gleichzeitig fragt man sich: Warum ist es gefühlt gerade in Deutschland so besonders schlimm? Warum werden Kinder politisch so weit hinten angestellt, sodass Leute logischerweise, auch aus finanzieller Not, keine Lust mehr haben, sie großzuziehen? Es gab schließlich mal so etwas wie den Generationenvertrag. Es braucht Kinder, damit alles weitergeht. Sie sind – so kitschig das klingt – die Zukunft. Und viele scheinen zu vergessen, dass sie selbst mal Kinder waren, und schauen genervt weg, wenn Kinder sich irgendwo bemerkbar machen. Wobei uns natürlich klar ist, wer diese Art von Fürsorge und Mitarbeit meistens schon übernimmt. Nämlich Frauen, na klar. Wer die Hände frei hat und noch Platz im Rucksack, kann jedenfalls gerne mit anpacken.

    36 min
  2. Lena Dunham und GIRLS: Missverstanden, genial oder overhyped?

    Jun 15

    Lena Dunham und GIRLS: Missverstanden, genial oder overhyped?

    "Irgendwann reden wir auch nochmal über GIRLS”, das sagen wir gefühlt seit hundert Folgen, und hey, jetzt ist es endlich soweit. Die Serie, die von 2012 bis 2017 auf HBO lief und von Lena Dunham ins Leben gerufen wurde, hat uns in unseren Zwanzigern besonders geprägt. Vier junge Frauen im Zentrum, deren Probleme — trotz des Settings in der New Yorker Mittelschicht — relatable waren wie wenig vorher. Seltsame Begegnungen mit Männern, ein dynamisches Auf und Ab in Freundinnenschaften und die scheinbar auswegslose Suche nach dem richtigen Karriereweg. So hatte man das tatsächlich noch nie gesehen. Die breite Masse nahm die Serie unterschiedlich auf, und gerade Schöpferin und Hauptdarstellerin Lena Dunham wurde zur Projektionsfläche: It Girl, Millennial-Ikone, „Stimme einer Generation”. Ganz schön viel auf den Schultern einer Mittezwanzigjährigen. Und dann war da noch die Kritik: Die Show ist zu weiß und selbstzentriert, genauso wie Dunhams Feminismus. Im April 2026 hat Lena Dunham ihr Memoir Famesick veröffentlicht und schildert darin, wie sie diese Zeit erlebt hat, wie ihr Körper zum Schlachtfeld wurde, wie eine chronische Erkrankung und umstrittene Aussagen sie immer mehr in die Isolation trieben. Seit letztem Jahr entdecken TikTok und Gen Z Girls gerade neu und feiern es. Wir schauen drauf: Wie ordnen wir die Serie heute ein? Und ist Lena Dunham ein missverstandenes Genie der Satire oder total überbewertet? Jetzt reinhören, überall wo es Podcasts gibt.

    1h 15m
  3. Witch Renaissance: Warum Hexen gerade ihr Comeback erleben

    Mar 15

    Witch Renaissance: Warum Hexen gerade ihr Comeback erleben

    Alles zum aktuellen Sponsoring und den aktuellen Rabattcodes und Aktionen [findest du hier.](https://linktr.ee/feuerundbrot) Die Hexe ist zurück. Nicht allein als Märchenfigur, sondern auch als feministische Ikone, als Symbol für Widerstand und für etwas, das uns immer mehr abhandenkommt: Gemeinschaft, körperliche Selbstbestimmung und ein Wissen, das sich patriarchalen Regeln widersetzt und Denken jenseits des Rationalen entdecken möchte. Der Hexen-Trend äußert sich unter anderem durch eine Rückbesinnung auf Spiritualität und Naturheilkräften, Ritualen und Mystik. Doch die Hexen der Gegenwart müssen zwei Dinge navigieren, die es in der Frühmoderne noch nicht gab: Late-Stage-Capitalism und das Internet. Sie verkaufen Zauber auf Etsy, betreiben Online-Shops und zeigen ihre witchy Morgenroutinen auf Social Media. Die Hexen-Szene ist also auch voller Scammer und manche Ansätze enden doch wieder in Hetero- und Cisnormativität. Doch sie allein als Eso-Quatsch abzutun, wäre auch zu kurz gedacht. Das Hexen Revival ist auch eine Reaktion auf eine Zeit, in denen FLINTA wieder in die Unterwerfung geführt werden sollen, und das weibliche Ideal schön, zart und liebt ist. Doch ist es wirklich feministischer Widerstand, wenn man sich spirituelle und kulturelle Praktiken aneignet und zum Geschäftsmodell oder Lifestyle verkommen lässt? In dieser Folge sprechen wir über die „Witch Renaissance“ und ihre historischen Wurzeln, die Repräsentation in der Popkultur und die Frage, ob der Trend wirklich Empowerment bringt oder zu kurz greift.

    1h 8m

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4.8
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