Miau Katzen-Podcast - das Original seit 2017

Sabine Ruthenfranz

Expertenwissen für Katzenfreunde, die ihre Katze wirklich glücklich machen möchten

  1. FEB 10

    FIP ist heilbar: Neues zu Therapie und Behandlungsdauer | MKP271

    Die Nachricht, dass die eigene Katze an Feliner Infektiöser Peritonitis (FIP) erkrankt ist, zieht den meisten Katzenfreunden den Boden unter den Füßen weg. Lange Zeit war FIP ein Schreckgespenst, das fast immer tödlich endete. Doch in den letzten Jahren hat sich das Blatt gewendet, und die Wissenschaft macht Sprünge, die noch vor kurzem undenkbar schienen. In dieser Folge tauchen wir erneut tief in das Thema ein und sprechen mit Dr. Katharina Zwicklbauer von der Kleintierklinik der LMU München, die sich als Expertin intensiv mit der Erforschung dieser Krankheit auseinandersetzt. Denn es geht um weit mehr als nur die reine Diagnose. Wir beleuchten die Hürden, die viele Katzenbesitzer direkt nach dem ersten Befund bewältigen müssen, und stellen die Fragen, die dir in dieser Situation vermutlich schlaflose Nächte bereiten. Wie kommt man heute legal an die notwendigen Medikamente? Gibt es Alternativen zur oft belastenden täglichen Injektion, und was bedeutet das für das Handling zu Hause? Besonders im Internet kursieren zahlreiche Mythen und Empfehlungen, die Betroffene oft mehr verunsichern als unterstützen. Wir gehen der Frage nach, wie verlässlich Informationen aus sozialen Netzwerken wirklich sind und warum es so wichtig ist, eng mit seiner Tierarztpraxis zusammenzuarbeiten. Es gibt neue Erkenntnisse zur Behandlungsdauer, die das bisherige Vorgehen infrage stellen und die Lebensqualität der Katze während der Therapie entscheidend verbessern können. Dr. Zwicklbauer berichtet von ihren Erfahrungen an der Front der Forschung und erklärt, wie mit manchen verbreiteten Annahmen über Begleitinfektionen oder notwendige Narkosen während der Genesungsphase umzugehen ist. Auch die Zeit nach der eigentlichen Behandlung ist ein emotionaler Drahtseilakt zwischen Erleichterung und der ständigen Angst vor einem Rückfall. Wir besprechen, worauf du im Alltag besonders achten solltest und welche Rolle spezifische Blutwerte bei der Überwachung spielen. Es geht auch darum, wie du durch einfache Präventionsmaßnahmen, wie die Optimierung der Hygiene rund um die Katzentoilette oder das Management von Katzengruppen, die allgemeine Viruslast gering halten kannst. Diese Folge gibt dir die nötigen Informationen an die Hand, um die Situation sachlich einzuschätzen und deiner Katze die bestmögliche Chance auf ein gesundes Leben zu ermöglichen. // Kontakt und weitere Informationen: - LMU München: Für betroffene Katzenbesitzer ist es ratsam, sich direkt an die LMU München zu wenden, um an der Studie teilzunehmen. - ABCD Guidelines: Der Diagnostic Tree von ABCD ist ein hilfreiches Tool zur Diagnose von FIP und kann online eingesehen werden. - Zukünftige Updates: Es wird empfohlen, sich über zukünftige Entwicklungen und neue Behandlungsmöglichkeiten auf dem Laufenden zu halten. Diese Podcastfolge bietet einen umfassenden Überblick über die aktuellen Möglichkeiten und Fortschritte in der Behandlung von FIP bei Katzen. // In Kooperation mit der Boehringer Ingelheim Vetmedica GmbH, bietet die Kleintierklinik der LMU München eine „Spezialsprechstunde Cat’Xpert – Gesundheitsvorsorge für Katzen“ an. Hier kannst du auch deine nächsten Schritte bei einer FIP-erkrankten Katze besprechen. LMU München - Spezialsprechstunde Cat’Xpert, Telefon: +49-89-2180-2650 • E-Mail: kleintier@lmu.de // PDF-Download PDF der ABCD cats & vets FIP Diagnostic tree: https://www.abcdcatsvets.org/portfolio-item/factsheets-tools-for-feline-infectious-peritonitis-fip/

    51 min
  2. 11/25/2025

    Die drei Säulen der CNE-Therapie bei der Katze | MKP270

    Es ist wirklich nicht so einfach, die chronische Nierenerkrankung der Katze zu managen. Aber die moderne Tiermedizin bietet mittlerweile eine ganze Reihe Behandlungsmöglichkeiten, welche die Lebensqualität erhalten oder sogar verbessern und auch die Lebenszeit verlängern können. In dieser Podcast-Folge mit Nierenexpertin Dr. Dr. Susanne Voss von cat.life erfährst du, was es mit den drei Säulen der CNE-Therapie auf sich hat und wie dich diese bei der Versorgung deiner Katze unterstützen können. Deine Katze hat CNE und du fragst dich, was du jetzt konkret tun kannst, damit es ihr im Alltag besser geht und die Erkrankung nicht so schnell fortschreitet? Zwischen Fütterungsstress, Medikamenten, Blutwerten und der ständigen Sorge, etwas falsch zu machen, fühlt sich das Management schnell wie ein Vollzeitjob an. Besonders belastend wird es, wenn deine Katze plötzlich nicht mehr frisst oder nur widerwillig am Napf steht. Genau hier entsteht oft Panik – und damit auch der Druck, alles „perfekt“ lösen zu müssen. Doch bei CNE ist nicht Perfektion der Schlüssel, sondern zu wissen, welche Stellschrauben wirklich zählen, welche Prioritäten du setzen solltest und woran du früh erkennst, dass du handeln musst. In dieser Episode bekommst du Orientierung durch ein klares 3-Säulen-Modell, das dir hilft, die Situation einzuordnen und die nächsten Schritte sinnvoll zu planen. Hör rein, wenn du dir weniger Unsicherheit, mehr Struktur und bessere Entscheidungen für die Lebensqualität deiner Katze wünschst. Nierenexpertin Dr. Dr. Susanne Voß erklärt, dass das CNE-Management auf Empfehlungen der IRIS (International Renal Interest Society) basiert und sich in drei Säulen gliedert: die (oft schwierige) Suche nach möglichen Ursachen und deren Behandlung, die Verlangsamung des Fortschreitens durch Stabilisierung der Nierenfunktion, sowie die Behandlung typischer Begleiterkrankungen zur Verbesserung der Lebensqualität. Du erfährst, warum die Ursachenklärung häufig diagnostische Maßnahmen wie Blut- und Urinuntersuchungen, sowie Ultraschall oder Röntgen erfordert und warum sie nicht immer gelingt, etwa bei genetischen Auslösern. Außerdem geht es um zentrale „Teufelskreise“, die die Erkrankung beschleunigen können, darunter bestimmte Blutwerte, Blutdruck und Proteinverlust über den Urin, und warum diese Faktoren konsequent überwacht werden sollten. Ein weiterer Schwerpunkt ist die dritte Säule: Symptome wie Übelkeit, Appetitverlust, Gewichtsabnahme, Magen- oder Maulprobleme sowie Blutarmut – und warum hier schnelles Handeln und tierärztliche Unterstützung entscheidend sind. Besonders praxisnah ist der Teil rund ums Fressen: wie emotional diese Phase für Katzenhalter ist, warum Futterverweigerung ernst genommen werden sollte und weshalb Lebensqualität bei CNE immer das zentrale Ziel bleibt. Hör dir die Folge an, wenn du die Zusammenhänge wirklich verstehen und dir für Gespräche mit deiner Tierarztpraxis mehr Sicherheit und konkrete Orientierung holen willst.

    23 min
  3. 11/19/2025

    3 Dinge, die für Katzen im Winter besonders wichtig sind | MKP269

    Die dunkle Jahreszeit bringt Veränderungen mit sich. Für uns selbst, aber auch für unsere Katzen. In dieser Podcastfolge spreche ich darüber, wie wir uns auf den Winter vorbereiten, worauf ich bei Bambi, Benita & Lilly ganz besonders achte und wie wir unseren Katzen den Winter angenehmer gestalten können. Wenn es draußen kalt, nass und früh dunkel wird, verändert sich oft schlagartig der Alltag deiner Katze: Sie ist mehr drinnen, wirkt schneller gelangweilt, fordert mehr Aufmerksamkeit ein oder sucht sich „eigene Projekte“ in der Wohnung, weil ihr die gewohnte Auslastung fehlt. Genau hier lauert die typische Winter-Falle, die viele unterschätzen: Weniger Bewegung trifft auf großen Appetit und gleichzeitig auf das Thema Wärme – denn was für uns als angenehme Raumtemperatur gilt, ist für viele Katzen noch längst nicht wirklich gemütlich. Das kann sich schnell in Unruhe, Frust und einer Gewichtsentwicklung zeigen, die du erst bemerkst, wenn es schon zu spät ist. Hör in diese Folge rein, wenn du den Winter für deine Katze nicht einfach „aussitzen“ willst, sondern rechtzeitig die richtigen Stellschrauben drehen möchtest – damit ihr beide entspannter durch die dunkle Jahreszeit kommt. In der Episode geht es darum, wie sich Herbst und Winter auf den Tagesablauf von Katzen auswirken und warum du in dieser Zeit Beschäftigung neu denken solltest, besonders wenn Sommer-Highlights wie Terrasse oder Balkon-Spielmöglichkeiten wegfallen. Du erfährst außerdem, welche Indoor-Optionen helfen können, um Bewegung und mentale Auslastung zu fördern, und warum es sinnvoll ist, Fütterung, Rationen und Spielfutter im Winter bewusster zu managen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Gewichtskontrolle, weil viele Katzen in der ruhigeren Jahreszeit schneller zunehmen – und weil früh gegensteuern deutlich leichter ist als späteres Abnehmen. Außerdem wird erklärt, warum Katzen häufig mehr Wärme brauchen als wir Menschen bereit sind „mitzuheizen“, und welche Arten von warmen Liegeplätzen und Wärmequellen im Alltag eine Rolle spielen können. Zum Schluss kommt auch das Thema Sicherheit und Qualität bei beheizbaren Produkten zur Sprache, gerade wenn etwas unbeaufsichtigt laufen könnte. Hör rein, um die Details, Prioritäten und die konkreten Impulse aus der Folge mitzunehmen.

    24 min
  4. 10/14/2025

    Durchfall: Kokzidien bei der Katze | MKP268

    Durchfall-Plagegeister gibt es viele und in manchen Fällen sind sie durchaus hartnäckig. Umso wichtiger ist es die Störenfriede schnell zu erkennen und zielgerichtet zu behandeln. Doch genau das ist oft gar nicht so einfach. Im Gespräch mit Tierarzt Dr. Ingo Schäfer erfährst du die wichtigsten Fakten rund um Symptome, Diagnose und Behandlung von Kokzidien und wie du die lästigen Plagegeister wieder in den Griff bekommst. Mehr über vektorübertragene Infektionen bei der Katze findest du auch bei Petvectors im Pet-Competence-CLUB: https://pet-competence.de/petvectors Deine Katze hat Durchfall, vielleicht sogar wiederkehrend, und du fragst dich, was dahintersteckt – Futter, Stress, Giardien oder doch Kokzidien? Gerade wenn der Kot sehr dünnflüssig ist und sich das Problem nicht „von allein“ erledigt, kommt es schnell zu Verunsicherung: Was muss man testen lassen, wie sammelt man überhaupt eine brauchbare Kotprobe und ab wann wird es kritisch? Der unangenehme Haken: Kokzidien sind in der Umwelt extrem verbreitet – und trotzdem ist die Situation nicht einfach „egal“. Viele Katzen tragen Erreger, ohne krank zu sein, während andere (vor allem Kitten oder gestresste Tiere) plötzlich starke Symptome entwickeln. Dazu kommt die tückische Verwechslungsgefahr: Die Symptome können Giardien stark ähneln, Tests können in die Irre führen, und wenn es trotz Behandlung nicht besser wird, steht schnell die bange Frage im Raum, ob noch etwas anderes im Hintergrund abläuft, was man noch gar nicht auf dem Schirm hat. Hör in diese Folge rein, wenn du Klarheit willst, welche Anzeichen wirklich zählen, wie Tierarzt-Diagnostik bei Kokzidien sinnvoll aufgebaut wird und welche typischen Denkfehler dich unnötig Zeit, Nerven und im Ernstfall Gesundheit kosten können – damit du beim nächsten Tierarztgespräch gezielter vorgehst und schneller die richtigen Entscheidungen triffst. In dieser Episode erklärt Tierarzt Dr. Ingo Schäfer, was Kokzidien bei Katzen überhaupt sind und warum „infiziert“ nicht automatisch „krank“ bedeutet. Du lernst, welche Katzen besonders gefährdet sind (z. B. Kitten, Tiere unter Stress oder mit geschwächtem Immunsystem) und wie sich ein Dünndarmdurchfall typischerweise zeigt – inklusive der Merkmale, die ihn vom Dickdarmdurchfall abgrenzen. Außerdem geht es darum, warum Kokzidien so schwer vollständig zu vermeiden sind, was das für Mehrkatzenhaushalte bedeutet und weshalb Hygiene zwar wichtig ist, aber nicht als „Alles-oder-nichts“-Lösung verstanden werden sollte. Die Folge beleuchtet die wichtigsten Diagnosewege wie z.B. über Sammelkot, Antigen-Tests und PCR, inklusive der Fallstricke wie geringe Erregermengen oder schwankende Ausscheidung und mögliche Kreuzreaktionen. Ebenso wird eingeordnet, wann Testen überhaupt sinnvoll ist (und wann nicht), warum man bei Durchfall häufig zuerst an Giardien denkt und was bei ausbleibender Besserung im Blick behalten werden sollte – inklusive möglicher Co-Infektionen und der grundsätzlichen Einordnung der Prognose. Wenn du die Details und die praktische Einordnung aus der Labordiagnostik hören willst, dann hör dir die komplette Folge an – sie hilft dir, Durchfall bei deiner Katze strukturierter und sicherer anzugehen.

    55 min
  5. 09/20/2025

    Zahngesundheit bei der Katze | MKP267

    Die Zahngesundheit ist nicht nur bei uns Menschen ein wichtiger Hebel für das Wohlbefinden. Auch bei Katzen weiß man längst: Kranke Zähne können zu starken Schmerzen und schwerwiegenden, gesundheitlichen Problemen führen. Und: Der Großteil der erwachsenen Katzen ist betroffen. Tierärztin Patrizia Marcol erläutert im Gespräch wie sich die Zahnmedizin für Katzen entwickelt hat und welche Möglichkeiten für Diagnose und Behandlung heute zur Verfügung stehen. Deine Katze frisst noch, aber irgendwas wirkt „komisch“: Mundgeruch, Futter fällt aus dem Maul, sie kaut auffällig einseitig oder sie wirkt auf einmal viel ruhiger und älter als sonst. Genau diese Situationen bringen viele Katzenbesitzer ins Grübeln – weil man im Alltag oft nicht sicher sagen kann, ob es wirklich „nur“ die Zähne sind oder etwas ganz anderes. Der größte Stolperstein dabei ist ein Irrglaube, der sich hartnäckig hält: Dass eine Katze die ohne Probleme frisst, keine Zahnschmerzen hat. In Wahrheit kompensieren viele Katzen Schmerzen erstaunlich lange – und Zahnentzündungen können dabei die Gesundheit zusätzlich belasten. Gleichzeitig sitzt bei vielen Haltern die Angst vor Narkosen tief, besonders wenn die Katze schon älter ist oder bereits andere Diagnosen mitbringt. Wenn du Klarheit willst, hör in diese Folge rein: Du erfährst, was heute in der Katzen-Zahnmedizin möglich ist, worauf es bei Diagnose und Behandlung wirklich ankommt und wie du dich als Halter sicherer fühlst, bevor du Entscheidungen triffst. In der Episode erklärt Tierärztin Patrizia Marcol, warum Zahngesundheit bei Katzen ein zentraler Faktor für Wohlbefinden und Lebensqualität ist und weshalb sehr viele erwachsene Katzen behandlungsbedürftige Befunde haben. Es geht darum, wie sich die Katzen-Zahnmedizin in den letzten Jahren entwickelt hat und warum nicht jede Zahnerkrankung ohne spezielle Diagnostik zuverlässig erkannt wird. Du erfährst, weshalb Katzen Zahnschmerzen häufig verbergen und welche subtilen Hinweise im Alltag dennoch auffallen können, obwohl die Katze weiterfrisst. Außerdem wird beleuchtet, warum Zahnprobleme gerade bei Seniorkatzen und „multimorbiden“ Tieren besonders relevant sind, weil chronische Entzündungen andere Erkrankungen beeinflussen können. Ein weiterer Schwerpunkt ist, was eine zeitgemäße Zahnbehandlung bei Katzen ausmacht, welche Rolle Narkosefähigkeit, Monitoring und angepasste Verfahren spielen und warum Alter allein kein Ausschlusskriterium sein muss. Zum Schluss geht es auch darum, welche Warnzeichen wie Mundgeruch oder fehlende/abgebrochene Zähne ernst genommen werden sollten und warum gut informierte Fragen in der Praxis einen großen Unterschied machen können. Hör dir die Folge an, wenn du die Zusammenhänge verstehen und dir praktische Orientierung für deinen nächsten Tierarzttermin holen möchtest.

    42 min
  6. 09/19/2025

    Indoxylsulfat bei Katzen mit CNE: Warum es so gefährlich ist   | MKP266

    Indoxylsulfat kann bei Katzen mit chronischer Nierenerkrankung (CNE) problematisch sein: Es wirkt sich nicht nur schädigend auf die Nieren aus, sondern beeinträchtigt auch Herz-Kreislauf-, sowie Immunsystem, Knochen- und Mineralstoffwechsel, sowie den Darm selbst. In diesem Podcast-Special mit Fachtierärztin Dr. Dr. Susanne Voß wird erläutert, warum dieses urämische Toxin relevant ist, welche Rolle die Darm-Nieren-Achse spielt und welche Therapien helfen können, das Fortschreiten der CNE zu verlangsamen und die Lebensqualität der Katze zu verbessern. Mehr Expertenwissen für Katzensenioren bekommst du auch bei den „Thementage Katzensenior“ im Pet-Competence-CLUB. registriere dich gratis unter: https://pet-competence.de/anmeldung-katzenhalter-thementage-katzensenior/ Deine Katze hat eine chronische Nierenerkrankung – und du beobachtest, wie sie schleichend müder wird, schlechter frisst, vielleicht Maulgeruch hat oder der Toilettengang nicht mehr rund läuft? Du willst bestimmt verstehen, was hinter diesen Veränderungen steckt und wie du die Situation sinnvoll beeinflussen kannst, ohne planlos „alles gleichzeitig“ auszuprobieren. Denn bei CNE gibt es einen Faktor, der besonders tückisch ist: Ein zentraler Antreiber kann im Hintergrund wirken, ohne dass du ihn sofort erkennst – und er betrifft nicht nur die Nieren, sondern kann gleich mehrere Systeme im Körper belasten. Genau das macht die Erkrankung so frustrierend: Du siehst deiner Katze lange nicht an, was in ihr passiert, bis die Folgen spürbar werden. In diesem Special erklärt Fachtierärztin Dr. Dr. Susanne Voß, warum dieses Thema so relevant ist, welche Verbindung zwischen Darm und Niere dabei eine Schlüsselrolle spielt und an welchen Stellschrauben du gemeinsam mit deiner Tierarztpraxis ansetzen kannst. Hör rein, wenn du bessere Entscheidungen für deine CNE-Katze treffen willst – mit klarem Verständnis statt Bauchgefühl. In der Folge geht es darum, warum Indoxylsulfat als urämisches Toxin bei chronisch nierenkranken Katzen zu den besonders schädlichen Stoffen zählt und wie es überhaupt entsteht – mit einem entscheidenden Ursprung im Darm über mikrobielle Abbauprozesse. Es wird erklärt, warum gesunde Nieren damit meist gut umgehen können, während es sich bei CNE im Körper anreichern und in Geweben Schäden auslösen kann, die Entzündungen und Vernarbungsvorgänge fördern und so das Fortschreiten der Erkrankung begünstigen. Außerdem wird eingeordnet, dass Indoxylsulfat nicht nur die Nieren betrifft, sondern mit weiteren Belastungen wie Herz-Kreislauf-Problemen, Blutdruckthemen, Immunveränderungen, Anämie, Darmproblemen und auch Auswirkungen auf andere Körperfunktionen in Verbindung gebracht wird. Es wird besprochen, warum man hohe Werte nicht zuverlässig „mit bloßem Auge“ erkennt und weshalb viele Veränderungen erst auffallen, wenn sich der Zustand wieder verbessert. Zum Abschluss geht es um die Priorisierung der Behandlugsbausteine nach Diagnose: welche Labor- und Begleitfaktoren in die Entscheidung einfließen können, warum CNE individuell betrachtet werden muss und weshalb Monitoring (inklusive Blutdruck und Urin) so wichtig ist. Hör dir die Folge an, wenn du die Zusammenhänge wirklich verstehen und dir konkrete Orientierung für die nächsten Schritte holen willst.

    22 min

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