Talk mit K - der Talk-Podcast des Kölner Stadt-Anzeiger

KStA, Kölner Stadt-Anzeiger, Sarah Brasack, Anne Burgmer

Im Podcast „Talk mit K“ interviewt Sarah Brasack, stellvertretende Chefredakteurin des „Kölner Stadt-Anzeiger“ jede Woche höchst unterschiedliche Menschen aus Köln, Männer wie Frauen. Manche von ihnen sind prominent, andere in der Öffentlichkeit weniger bekannt: Interessant aber sind sie alle. In dem Gesprächs-Podcast geht es um Kunst, Kultur, Gastronomie, Wissenschaft, Philosophie und Sport. Und natürlich geht es immer auch um die wichtigste Stadt der Welt: Köln. All unsere Podcasts finden Sie unter ksta.de/podcast Das ganze Angebot von KStA PLUS jetzt kennenlernen: ksta.de/pluspodcast

  1. APR 2

    Warum ist es höchste Zeit für Tacheles, Nicole Staudinger?

    In dieser Folge "Talk mit K" des "Kölner Stadt-Anzeiger" spricht Podcast-Host Sarah Brasack mit der Bestseller-Autorin und Kommunikationstrainerin Nicole Staudinger, die mit ihrem neuen Buch "Time for Tacheles" ein Plädoyer für eine klare, respektvolle Streitkultur verfasst hat. Staudinger erzählt, warum sie sich eigentlich wünschte, dieses Buch nicht schreiben zu müssen – und weshalb sie es gerade deshalb für dringend nötig hält. Als Trainerin erlebt sie seit Jahren, wie der Ton im Alltag rauer wird, wie Unternehmen Diversity-Programme wieder einkassieren und wie gesellschaftliche Gräben, die während der Pandemie entstanden sind, nicht mehr schließen. Ihr Buch sei die Konsequenz eines wachsenden Unbehagens darüber, dass progressive Errungenschaften plötzlich fragil wirken und sich alte Machtmuster bemerkbar machen. Ein Erlebnis bei einer Preisverleihung wurde für sie zum Auslöser: Eine junge Moderatorin will einem älteren Sponsor das Mikro reichen, doch der sagt vor Publikum: „Das kannst du schön festhalten.“ Niemand reagiert. Für Staudinger war das ein Moment, der zeigte, wie schnell Respekt verrutscht – und wie wichtig es ist, die eigene Stimme zu benutzen. Tacheles reden heißt für sie jedoch nicht, andere bloßzustellen. Sondern mit innerer Klarheit und präzisen Fragen Grenzen zu setzen, ohne unnötig zu verletzen. Im Gespräch erklärt sie, warum wir nur dann gut und wirkungsvoll reden können, wenn wir wissen, wer wir sind und wofür wir stehen. Ein stabiles Selbstverständnis sei die Grundlage für jede Form von Klartext – ob im Meeting, in der Familie oder in der Schlange an der Supermarktkasse. Viele Frauen, sagt sie, seien großartig darin, zu vermitteln und anzupacken, aber weniger geübt darin, den eigenen Anspruch zu formulieren oder sich nicht reflexhaft zu rechtfertigen. Wie sehr Sprache von Selbstbild und Sozialisation geprägt ist, zeigt sie an alltäglichen Beispielen, die viele sofort erkennen: Die Frau, die als Erste zur Küchenrolle springt, die Ärztin, die jahrelang auf dem kleinen Hocker sitzt, während der Kollege den Chefsessel hat – oder die Kassiererin, die im Stress ihre Geduld verliert. Staudinger spricht auch über Macht, ein Wort, das bei vielen Frauen Unbehagen auslöst. Sie definiert es neu als Wirksamkeit: die Fähigkeit, Situationen zu beeinflussen, Missstände nicht schweigend hinzunehmen und im richtigen Moment Haltung zu zeigen. Das müssen keine großen Gesten sein; oft reiche schon ein Satz, der etwas verschiebt. Und sie erzählt, warum Empörung alleine nicht weiterhilft. Wut könne politisch wirksam werden, wie zuletzt die Bewegung rund um Colleen Fernandes gezeigt habe, aber reines sich-Aufregen führe nur in die Sackgasse. Staudingers Appell: Wir dürfen nicht warten, bis andere die Dinge geraderücken. Wer schweigt, überlässt das Spielfeld den Falschen.

    1 hr
  2. MAR 19

    Warum ist unser Gesundheitssystem ungerecht, Mertcan Usluer? Der Gynäkologe und Influencer im Gespräch

    Arzt, Aktivist, Influencer – und für viele besser bekannt als "Gynäkollege" Dr. Mertci: In dieser Folge von "Talk mit K" ist Mertcan Usluer zu Gast. Auf Instagram erreicht er mit seinen Aufklärungsvideos hunderttausende Menschen, spricht über Gynäkologie, gesellschaftliche Ungleichheiten und darüber, warum Medizin alles andere als neutral ist. Er klärt niedrigschwellig auf, übersetzt komplexe medizinische und gesellschaftliche Themen verständlich – und erreicht damit Menschen, die sonst vielleicht nie mit diesen Themen in Berührung kommen würden. Gleichzeitig ist das Internet für ihn auch ein Schutzraum: ein Ort, an dem er Missstände ansprechen kann, ohne sich im Klinikalltag permanent angreifbar zu machen. Unser Gesundheitssystem sei noch immer stark auf den männlichen Standardkörper ausgerichtet, sagt der promovierte Mediziner im Gespräch mit Anne Burgmer. Die Folge? Krankheiten werden bei Frauen oft später oder gar nicht erkannt – mit teilweise lebensbedrohlichen Konsequenzen.Usluer will deshalb nicht nur medizinisches Wissen vermitteln. Es geht ihm um Machtstrukturen, um gesellschaftliche Prägungen – und um die Frage, wer in der Medizin überhaupt gesehen wird. Er erklärt, warum Diagnosen, Leitlinien und sogar technische Geräte bis heute von rassistischen und patriarchalen Strukturen beeinflusst sind. Und warum das dazu führt, dass manche Menschen schlechter behandelt werden als andere – oft, ohne dass es den Behandelnden bewusst ist. Gleichzeitig erzählt er sehr persönlich von seinem eigenen Weg: vom Traum, Basketballprofi zu werden, über das Medizinstudium bis hin zu Erfahrungen mit Rassismus im Klinikalltag. Er spricht über Mobbing, über 24-Stunden-Dienste und über einen Punkt, an dem es nicht mehr ging – bis hin zum Burnout. Und darüber, warum er sich entschieden hat, das System nicht einfach hinzunehmen, sondern öffentlich darüber zu sprechen.

    1h 17m
  3. FEB 5

    Welche Lieder muss man in dieser Session unbedingt kennen, Stefan Knittler?

    Der Kölner Musiker, Texter und Sänger Stefan Knittler spricht im Podcast „Talk mit K“ des „Kölner Stadt-Anzeiger“ über die neuen Hits der Session. Knittler ist nicht nur einer der Moderatoren der „Loss mer singe“-Tour, sondern auch der Komponist der Hymne „Kumm loss mer singe“, die zu jedem „Loss mer singe“-Abend gehört. Im Podcast geht es darum, was den Überhit der Session, die „Karnevalsmaus“ der Band Druckluft ausmacht, dass es in diesem Jahr die großen Namen wie Brings, Bläck Fööss und die Räuber schwer haben und die Frage, ob der kölsche Karneval zunehmend auch von Ballermann-Songs geprägt wird. Knittler erzählt von der „Loss mer singe“-Tour, die trotz kurzer Session rund 70 Mal in verschiedenen Kneipen und Lokalen gastiert hat – inklusive Auswärtsspielen in Berlin, München, Hamburg und erstmals auch in Stuttgart. Im zweiten Teil des Gesprächs geht es um Knittlers persönliche Geschichte: Viele kennen ihn als „Kumm loss mer singe“-Interpreten, aber seine Karriere begann als Schlagzeuger der englischsprachigen Band Bagdad Babies, die von 1988 bis 1992 eine treue Fangemeinde in Köln und Umgebung hatte. Nach der Auflösung der Band folgte eine lange Pause von der Bühne – erst nach über zehn Jahren kehrte Knittler zurück, diesmal als kölscher Liedermacher und Sänger. Wie kam es zu diesem Wandel? Knittler erzählt von seiner Leidenschaft, Welthits ins Kölsche zu übersetzen und seinem Auftritt bei der diesjährigen Pripro mit der kölschen Version von „Heroes“ von David Bowie. Das Loss mer singe-Finale findet am Samstag, 7. Februar, in der Live Music Hall statt. Weitere Infos gibt es auf der Internetseite von Loss mer singe. Der Eintritt ist frei.

    49 min

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Im Podcast „Talk mit K“ interviewt Sarah Brasack, stellvertretende Chefredakteurin des „Kölner Stadt-Anzeiger“ jede Woche höchst unterschiedliche Menschen aus Köln, Männer wie Frauen. Manche von ihnen sind prominent, andere in der Öffentlichkeit weniger bekannt: Interessant aber sind sie alle. In dem Gesprächs-Podcast geht es um Kunst, Kultur, Gastronomie, Wissenschaft, Philosophie und Sport. Und natürlich geht es immer auch um die wichtigste Stadt der Welt: Köln. All unsere Podcasts finden Sie unter ksta.de/podcast Das ganze Angebot von KStA PLUS jetzt kennenlernen: ksta.de/pluspodcast

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