What's Next, Agencies?

Kim Alexandra Notz

Die Agenturbranche erlebt einen radikalen Wandel. Die Zukunftsfähigkeit des Business-Modells von Agenturen ist zum Dauerthema geworden. Der Wettbewerb mit Unternehmens- und IT-Beratungen, Media-Agenturen und Start-ups zieht weiter an. Deshalb braucht die Branche einen intensiveren Austausch zu den Themen der Zukunft. Mein Name ist Kim Alexandra Notz. Ich bin GF und Inhaberin der Hamburger Kreativagentur KNSK. Die Fragen nach zukunftsfähigen Agenturmodellen, Entwicklungen im Marketing und neuen Technologien treiben mich daher täglich um. Im „What’s Next, Agencies?“-Podcast spreche ich alle zwei Wochen mit spannenden Gästen über die Zukunft der Agenturen, zeitgemäße Führungskultur, Employer Branding und veränderte Kundenanforderungen. Ob andere Agenturchefs, Marketingverantwortliche, Pitch- oder Personalberater. Sie alle haben ihre ganz eigene Perspektive zum Thema und teilen ihre Erfahrungen und Zukunftsprognosen mit mir und euch.

  1. 4D AGO

    Folge #176, Kevin Tiedgen & Markus Frank, Gründer von Tied and Frank

    Folge #176, Kevin Tiedgen & Markus Frank, Gründer von Tied and Frank. Thema: Wie beweisen wir Wirksamkeit im Marketing? „Das bisherige System ist radikal infrage gestellt. Marketing ist relevanter denn je. Aber wie wir es tun, das muss neu beantwortet werden.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Kevin Tiedgen und Markus Frank, den Gründern von Tied and Frank, über eine Frage, die im Marketing gerade alles entscheidet: Wie beweisen wir Wirksamkeit, damit Marketing vom Kostenfaktor zum Wachstumstreiber wird? Im Gespräch geht es darum, warum fragmentierte Kanäle, fehlende Orchestrierung und zu viel operative Reibung nicht nur teuer sind, sondern Wirkung schwer steuerbar machen. Kevin und Markus zeigen, wie Marketing wieder in Business-Logik übersetzt werden kann: mit klaren Zielbildern, messbaren Effekten und einer Steuerung, die Investitionen nachvollziehbar und damit verteidigbar macht. Ein zweiter Schwerpunkt ist Effizienz durch Ordnung im System. Weniger Tools, weniger Reibung, weniger Shadow Work, dafür Workflows, Daten und Verantwortlichkeiten, die zusammenlaufen. So sinken Kosten, Prozesse werden schneller und die Qualität steigt. Daraus entsteht ein neues Modell: ein technologisch orchestriertes Ökosystem aus Spezialistinnen und Spezialisten, das Exzellenz absichert, statt alles intern zu überladen, und Marketing endlich so aufstellt, dass Wirkung sichtbar wird.

    54 min
  2. FEB 24

    #175, Thomas Knüwer, Chief Creative Officer von Accenture Song

    Folge #175, Thomas Knüwer, Chief Creative Officer von Accenture Song. Thema: Die neuen Kreativen „Ich glaube, Mindset wird wieder viel wichtiger, und das finde ich großartig. Das Mindesthaltbarkeitsdatum von Skillsets ist gerade ungefähr wie bei einer Tüte Milch. Morgen kommt das nächste Tool, übermorgen machen wir wieder was anderes. Dieser Turnaround ist so schnell, dass am Ende das Mindset entscheidet.“ Was Thomas Knüwer, Chief Creative Officer von Accenture Song, damit beschreibt, ist eine grundlegende Verschiebung im Selbstverständnis kreativer Arbeit. Wenn Tools und Produktionsmöglichkeiten immer zugänglicher werden und sich Skills im Wochentakt überholen, reicht es nicht mehr, „nur“ kreativ zu sein. Entscheidend wird, wer einordnet, kuratiert und Wirkung herstellt, für Marken, für Teams und für die Kultur, in der kreative Arbeit entsteht. In der neuen Episode von #WhatsNextCreatives sprechen Kim Alexandra Notz und Bärbel Egli-Unckrich mit Thomas über neue kreative Rollen und darüber, wie sie sich gerade neu sortieren. Es geht um Creative Consultants, die zwischen Business, Technologie und Marke vermitteln, um Inventors, die Ideen erfinden und ihre Stärke mit KI gezielt multiplizieren, und um Tastemakers, die nicht einzelne Assets auswählen, sondern die holistische Stimme einer Marke kuratieren und ihr Richtung geben. Im Zentrum steht die Frage, warum es heute nicht mehr reicht, allein auf handwerkliche Exzellenz zu setzen. Warum Mindset wichtiger wird als Skillset und weshalb kreative Führung bedeutet, Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen unterschiedliche Profile wirken und sich weiterentwickeln können. Ein zentrales Thema ist dabei die Rolle von KI. Thomas beschreibt sie als Output-Demokratisierung und warnt zugleich vor dem Shortcut-Denken. Entscheidend ist nicht, ob Technologie genutzt wird, sondern wie bewusst. Responsible AI, kritisches Denken und eine lebendige Feedbackkultur werden zu zentralen Faktoren für kreative Exzellenz.

    53 min
  3. FEB 17

    #174, Anna Lüders, CEO von sasserathNOW.

    #174, Anna Lüders, CEO von sasserathNOW. Thema: Was wird bei Markenführung wichtig? „Marke ist nicht Marketingfunktion, sondern die Seele der Organisation, die Identität." In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Anna Lüders, CEO von sasserathNOW, über eine unbequeme Wahrheit: Marken gelten als wichtig, aber sie werden kaum noch als interessant erlebt. Ausgangspunkt ist Annas gemeinsam mit C3 veröffentlichte Markenstudie „From Brand to Being“. Zwei Drittel der Befragten halten Marken für relevant, gleichzeitig fehlt ihnen oft die emotionale Anziehungskraft. Anna ordnet dieses Paradox ein und benennt die Ursachen: ein unscharfes Markenverständnis, die Reduktion von Marke auf Marketing, fehlende Verantwortung auf CEO-Ebene und zu wenig Mut zur Fokussierung. Im Gespräch wird deutlich, warum Markenführung Führungsaufgabe ist. Unternehmensmarke ist nicht Kampagne, sondern Identität. Sie stiftet Orientierung nach innen und Zugehörigkeit nach außen. Statt jedem Trend hinterherzulaufen, plädiert Anna für Klarheit: ein präzises Verständnis von Leistung, Werten und Markenidee und für die Disziplin, daran festzuhalten. Auch Technologie wird kritisch eingeordnet. KI kann Effizienz steigern und Wirkung messbar machen, ersetzt aber weder Haltung noch Einzigartigkeit. Gerade in einer KI-getriebenen Kommunikationswelt wird die menschliche Differenzierung zum entscheidenden Faktor. Diese Episode ist ein Plädoyer für Fokus, für langfristige Markenplattformen und für mehr Selbstbewusstsein in der Branche. Denn wer Einzigartigkeit will, muss bereit sein, Haltung zu zeigen und sie auszuhalten.

    45 min
  4. FEB 10

    #173, Fabio Haebel, Co-Founder von Studio Haebel

    #173, Fabio Haebel, Co-Founder von Studio Haebel. Thema: Warum Gastlichkeit ein Business-Hebel ist. "Wir machen gerade Pionierarbeit würde ich sagen. Und die ist sehr anstrengend, weil es wahnsinnig viel Überzeugungskraft braucht." In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Fabio Haebel, Co-Founder von Studio Haebel, über einen ungewöhnlichen Perspektivwechsel: vom Gastraum in die Kreativagentur und darüber, was Agenturen von echter Gastgebertumskultur lernen können. Fabio erzählt, wie aus seiner jahrzehntelangen Erfahrung als Koch, Gastronom und Unternehmer die Idee für Studio Haebel entstanden ist. Nicht als klassische Agentur, sondern als Kreativstudio für Hospitality, das Marken, Hotels, Gastronomie und Orte ganzheitlich denkt – von der ersten Idee über Raum, Kulinarik und Storytelling bis zur wirtschaftlichen Tragfähigkeit. Im Gespräch wird deutlich, warum Hospitality weit mehr ist als Service oder Interior. Fabio beschreibt Gastlichkeit als Gefühl, als Haltung und als präzise gestaltete Experience, die überall wirkt: im Restaurant, im Hotel, im Autohaus oder in der Agentur. Er erklärt, warum Marken zunehmend über Räume, Verweildauer und emotionale Nähe funktionieren und welche Impulse daraus für Agenturen entstehen können. Im Zentrum steht der Transfer: Was bedeutet es, Kundinnen und Kunden nicht nur zu beraten, sondern Gastgeberinnen und Gastgeber zu sein? Wie verändert sich Zusammenarbeit, wenn Aufmerksamkeit, Erinnerung und Leichtigkeit zum festen Bestandteil der eigenen Arbeitsweise werden? Und warum ist Hospitality kein Add-on, sondern ein strategischer Hebel für Beziehung, Vertrauen und Differenzierung?

    50 min
  5. FEB 3

    #172, Jeannette Bohné, Managing Director bei Serviceplan Berlin

    #172, Jeannette Bohné, Managing Director bei Serviceplan Berlin. Thema: Wer oder was ist künftig noch ein Kreativer? „Der kreative Anspruch beginnt dort, wo man bereit ist, sich wirklich mit der Welt zu beschäftigen – nicht nur mit der Branche.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Jeannette Bohné, Managing Director bei Serviceplan Berlin, über die Frage, wer oder was künftig eigentlich noch ein Kreativer ist und was das für Agenturen bedeutet. Jeannette ordnet ein, wie sich kreative Rollen gerade verändern, warum klassische Zuschreibungen wie Copy, Art oder Writer zunehmend verschwimmen und weshalb reine Tool-Kompetenz künftig nicht mehr ausreicht. Im Gespräch geht es um echten kreativen Anspruch in Zeiten von KI, um Neugier, Taste und Haltung als zentrale Fähigkeiten und um die Frage, wie kulturelle Relevanz entsteht, ohne sie nur zu behaupten. Im Zentrum steht der Blick nach vorn: Welche Verantwortung haben Agenturen bei Ausbildung und Entwicklung kreativer Talente? Wie offen sind sie wirklich für neue Profile, Hintergründe und Denkweisen? Und wie gelingt es, den kreativen Kern wieder zu schärfen, jenseits von Effizienzlogik, Erwartungsdruck und vorgefertigten Antworten. Diese Episode ist eine Einladung, Kreativität neu zu denken: als Geisteshaltung, als kulturelle Offenheit und als Anspruch, Agenturen wieder zu Orten zu machen, an denen unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen – und daraus wirklich originelle Ideen entstehen.

    54 min
  6. JAN 27

    #171, Dr. Hans Rusinek, Arbeitsforscher an der Universität St. Gallen und Organisationsberater

    Beschreibungstext: Folge #171, Dr. Hans Rusinek, Arbeitsforscher an der Universität St. Gallen und Organisationsberater. Thema: Wie sieht eine gute Leistungskultur aus? „Wir sind so beschäftigt damit, Arbeit zu zeigen, dass wir kaum noch dazu kommen, sie gut zu machen.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Dr. Hans Rusinek, Arbeitsforscher an der Universität St. Gallen, über die Frage, wie eine gute Leistungskultur heute aussehen kann – jenseits von Hustle, Buzzwords und kurzfristigen Managementmoden. Hans ordnet ein, warum Arbeit sich gerade spürbar verändert, weshalb viele Organisationen in Krisenzeiten in alte Muster zurückfallen und was dabei verloren geht. Im Gespräch geht es um Meaningful Work jenseits wohlklingender Schlagworte, um Fokus statt Dauerablenkung und um die Frage, warum Sichtbarkeit oft belohnt wird, obwohl sie wenig mit echter Wertschöpfung zu tun hat. Auch der Einfluss von KI auf Leistung, Qualität und Vertrauen spielt eine zentrale Rolle. Im Zentrum steht eine neue Leistungskultur, die Haltung vor Härte stellt: Arbeit, die Konzentration erlaubt, Lernen ermöglicht und Menschen nicht zur permanenten Selbstinszenierung zwingt. Hans zeigt, wie Sinn, Wirtschaftlichkeit und Humanität zusammengehen können – und warum gute Führung weniger mit Blaupausen zu tun hat als mit Zuhören, Reflexion und der Bereitschaft, eigene Überzeugungen weiterzuentwickeln. Diese Episode bietet keine schnellen Lösungen aber eine fundierte Einordnung für alle, die Arbeit neu denken wollen: ruhiger, ehrlicher und mit dem Anspruch, Leistung wieder möglich zu machen, statt sie nur zu simulieren.

    47 min
  7. JAN 20

    #170, Dominic Czaja, Gründer und CEO von DOJO.

    Beschreibungstext: Folge #170, Dominic Czaja, Gründer und CEO von DOJO. Thema: Wie sieht eine Anti-Agentur-DNA aus? „Wir haben Agentur von Anfang an in Anführungszeichen geschrieben, um uns offen zu halten, was wir überhaupt sein wollen.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Dominic Czaja, Gründer und CEO von DOJO, über die Frage, wie eine echte Anti-Agentur-DNA entsteht und warum sie sich nicht planen lässt. Dominic erzählt, warum DOJO nie „Kind der Branche“ war, weshalb sie von Anfang an lieber Ideen verfolgt haben als klassischen Agenturregeln zu folgen und wie aus dieser Haltung ein ganzes kulturelles Ökosystem entstanden ist: von Pop-Kampagnen über Filmproduktion, Musiklabel und Mode bis hin zu sozialem Engagement. Im Gespräch geht es um Popkultur als ernstzunehmende Quelle für Kreation, um Provokation mit Haltung und um die bewusste Entscheidung, Dinge auch wieder zu beenden, wenn ihre Zeit vorbei ist. Ein zentrales Thema: Führung jenseits klassischer Agenturlogik. Dominic beschreibt, warum Menschlichkeit, Vertrauen und Leichtigkeit für DOJO keine weichen Faktoren sind, sondern harte Wettbewerbsvorteile und weshalb wirtschaftlicher Erfolg und kreative Freiheit nur dann zusammengehen, wenn man nicht jedem Größenwachstum, jedem Etat und jeder Opportunität hinterherrennt. Diese Episode zeigt, warum Anti-Agentur nicht heißt, gegen alles zu sein, sondern für etwas zu stehen: für Ideen vor Strukturen, für Kultur vor Kalkül und für den Mut, sich nicht zu sehr mit der Branche zu beschäftigen, um relevant zu bleiben.

    39 min
  8. JAN 13

    #169 Paul Hoeser, Bereichsleiter Direkt & Online-Marketing bei ERGO

    Beschreibungstext: Folge #169, Paul Höser, Bereichsleiter Direkt & Online-Marketing bei ERGO. Thema: Wie führt man Marken full-funnel? „Wir machen ein ausgezeichnetes Awareness-Marketing und haben eine starke Marke, aber wir müssen mehr in die Mitte der Customer Journey investieren, in die Phasen, in denen es darum geht, Vertrauen aufzubauen und den Schritt zum Abschluss zu erleichtern.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Paul Höser, Bereichsleiter Direkt & Online-Marketing bei der ERGO Group AG, über die Herausforderungen, die der technologische Wandel für Markenführung und Marketingstrategien mit sich bringt. Paul macht deutlich, wie entscheidend die enge Verzahnung von Brand- und Performance-Marketing heute ist – insbesondere mit Blick auf eine bislang oft unterschätzte, aber hochpotenzialträchtige Consideration-Phase in der Customer Journey. Im Gespräch geht es darum, wie ERGO genau hier ansetzt, um den Full-Funnel-Ansatz strategisch weiterzuentwickeln. Darauf aufbauend gibt er Einblicke in ihren Generative Engine Optimization Ansatz und zeigt, warum technologische Exzellenz allein nicht reicht: Markenidentität und Vertrauen werden gerade im KI-getriebenen Umfeld zum zentralen Differenzierungsfaktor. Diese Episode zeigt, wie Markenführung im digitalen Zeitalter neu gedacht werden muss und wie Agenturen als Partner in diesem Wandel eine zentrale Rolle spielen können. Sie sind nicht länger nur Dienstleister, sondern müssen als Partner agieren, die kreative und technologische Expertise vereinen. Und ganz wichtig: dabei dem Kunden v.a. in KI immer einen Schritte voraus sein.

    55 min

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