What's Next, Agencies?

Kim Alexandra Notz

Die Agenturbranche erlebt einen radikalen Wandel. Die Zukunftsfähigkeit des Business-Modells von Agenturen ist zum Dauerthema geworden. Der Wettbewerb mit Unternehmens- und IT-Beratungen, Media-Agenturen und Start-ups zieht weiter an. Deshalb braucht die Branche einen intensiveren Austausch zu den Themen der Zukunft. Mein Name ist Kim Alexandra Notz. Ich bin GF und Inhaberin der Hamburger Kreativagentur KNSK. Die Fragen nach zukunftsfähigen Agenturmodellen, Entwicklungen im Marketing und neuen Technologien treiben mich daher täglich um. Im „What’s Next, Agencies?“-Podcast spreche ich alle zwei Wochen mit spannenden Gästen über die Zukunft der Agenturen, zeitgemäße Führungskultur, Employer Branding und veränderte Kundenanforderungen. Ob andere Agenturchefs, Marketingverantwortliche, Pitch- oder Personalberater. Sie alle haben ihre ganz eigene Perspektive zum Thema und teilen ihre Erfahrungen und Zukunftsprognosen mit mir und euch.

  1. 4d ago

    Wie wird Strategie wieder sichtbar? | Julia Jarosch

    Thema: Wie wird Strategie wieder sichtbar? „Wir müssen aufhören, Strategie als Vorlauf für Kreation zu verstehen.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Julia Jarosch, Head of Strategy bei Scholz & Friends Hamburg, über die Rolle von Strategie in der Agenturwelt. Julia beschreibt, warum Strategie noch immer häufig als Vorarbeit für Kreation verstanden wird, obwohl ihre eigentliche Aufgabe längst eine andere ist. Es geht nicht darum, Briefings abzuarbeiten, sondern Businessprobleme zu verstehen, Orientierung zu schaffen und die richtigen Fragen zu stellen. Gerade in einer immer komplexeren Marketingwelt wird strategisches Denken damit zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor. Im Gespräch geht es außerdem darum, wie sich das Strategie-Gewerk weiterentwickeln muss und welche Fähigkeiten Strateginnen und Strategen künftig brauchen. KI kann Analysen beschleunigen und neue Perspektiven eröffnen, ersetzt aber weder Urteilsvermögen noch Haltung oder die Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge in überzeugende Geschichten zu übersetzen. Deshalb spricht Julia auch darüber, wie Strategie-Nachwuchs heute ausgebildet werden sollte. Nicht nur mit Methoden und Tools, sondern vor allem durch Praxis, kritisches Hinterfragen und den Mut, eine eigene Perspektive zu entwickeln. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Verbindung von Strategie und Culture. Julia erklärt, warum Cultural Marketing kein Spezialthema einzelner Units sein sollte, sondern von Beginn an Teil strategischer Markenführung sein muss. Denn wer Communities wirklich verstehen will, muss sich langfristig mit ihnen auseinandersetzen, statt sie nur punktuell für Kampagnen zu nutzen.

  2. Jul 6

    Wollen wir Kreativität der KI überlassen? | Dorothea Winter

    Thema: Wollen wir Kreativität der KI überlassen? „Kreativität ist eine der wenigen Fähigkeiten, die uns Menschen offen bleibt.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit der Philosophin Dr. Dorothea Winter. Dorothea forscht an der Schnittstelle von Künstlicher Intelligenz, Kunst und Kreativität. Heute lehrt sie Digitale Ethik an der Humanistischen Hochschule Berlin. Es geht unter anderem um eine Frage, die weit über die Kreativbranche hinausgeht: Wollen wir Kreativität der KI überlassen? Im Mittelpunkt des Gesprächs steht die Frage, was Kreativität eigentlich ausmacht und warum sie sich nicht allein über Output oder Originalität definieren lässt. Dorothea erklärt, weshalb KI zwar bestehende Ideen kombinieren und weiterentwickeln kann, echte transformationale Kreativität aber an etwas gebunden bleibt, das Maschinen nicht besitzen: menschliche Erfahrung, Intention und Urteilskraft. Außerdem geht es darum, warum Kreativität Reibung braucht, welche Risiken entstehen, wenn wir kreatives Denken dauerhaft an KI auslagern und weshalb dadurch nicht nur individuelle Fähigkeiten, sondern auch die Innovationskraft ganzer Organisationen verloren gehen können. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Bedeutung von Autorenschaft. Dorothea beschreibt, warum Menschen auch im KI-Zeitalter Verantwortung für ihre Ideen übernehmen müssen und weshalb gerade Urteilskraft, bewusste Selektion und die Fähigkeit, Bedeutung zu stiften, zu den wichtigsten Kompetenzen der Zukunft gehören.

  3. Jun 30

    Wie baut man ein Social Ökosystem? | Sascha Firtina

    Thema: Wie baut man ein Social Ökosystem? „Wer verstehen will, was Menschen wirklich bewegt, muss dort hinschauen, wo sie jeden Tag miteinander sprechen.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Sascha Firtina, Co-Founder von gocomo, über die Frage, wie man heute ein Social Ökosystem aufbaut, das über einzelne Plattformen, Kampagnen oder Trends hinaus funktioniert. Sascha gibt Einblicke in die Entwicklung von gocomo, von den Anfängen als datengetriebene Influencer-Agentur bis hin zu einer Social-First-Agentur, die Strategie, Analyse, Content, Influencer-Marketing, Community-Management, Gaming und Technologie miteinander verbindet. Im Mittelpunkt steht dabei die Überzeugung, dass erfolgreiche Social-Kommunikation nicht bei Formaten oder Plattformen beginnt, sondern beim Verständnis von Menschen, Communities und ihren Interessen. Im Gespräch wird deutlich, warum Social Media für Marken heute weit mehr ist als ein Kommunikationskanal. Es ist ein permanenter Dialograum, in dem Bedürfnisse, Verhaltensweisen und kulturelle Entwicklungen sichtbar werden. Genau daraus leitet gocomo Strategien, Content Territories, Creator-Fits und Aktivierungsansätze ab. Statt Trends hinterherzulaufen, geht es darum, eine klare Rolle im Leben der Community zu finden und daraus eine langfristige Social-Positionierung zu entwickeln. Ein zentraler Baustein dabei ist die datenbasierte Strategieentwicklung. Sascha beschreibt, warum Social Media heute eine der wertvollsten Quellen für Konsumentenverständnis ist und wie sich aus Daten, Community-Signalen und Verhaltensmustern konkrete strategische Entscheidungen ableiten lassen. Gleichzeitig geht es um die Frage, wie sich der Beitrag von Social-Media-Aktivitäten zur Marketingeffektivität besser nachweisen lässt und warum Wirkung künftig genauso wichtig wird wie Reichweite oder Engagement. Ein weiterer Schwerpunkt ist die technologische Seite des Geschäftsmodells. Mit dem KI-Assistenten Alfred hat gocomo eine eigene Plattform entwickelt, die Social-Media-Daten analysiert, Zusammenhänge erkennt und Handlungsempfehlungen ableitet. Sascha beschreibt, warum Daten und Automatisierung immer wichtiger werden, weshalb Beratung dennoch unverzichtbar bleibt und wie sich daraus neue Agenturprodukte und Geschäftsmodelle entwickeln.

  4. Jun 23

    Social als Labor für Marken | Pascal Fiedler & Paulina Schumann

    Thema: Social als Labor für Marken „Social ist für uns kein Kanal mehr, sondern ein Forschungslabor für Marken.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Paula Schumann und Pascal Fiedler, Gründer der Berliner Social-First-Agentur charles & charlotte, über eine Frage, die für moderne Markenführung immer relevanter wird: Was passiert, wenn Social Media nicht mehr nur Kommunikationskanal ist, sondern zum Ausgangspunkt strategischer Markenentwicklung wird? Basis des Gesprächs ist die Beobachtung, dass viele Marken heute mehr Content produzieren als je zuvor, gleichzeitig aber oft unscharf beantworten können, wofür sie eigentlich stehen. Paula und Pascal beschreiben, warum sie Social First inzwischen weniger als Kanalstrategie verstehen, sondern vielmehr als Denkweise. Nicht die Plattform steht im Mittelpunkt, sondern die Möglichkeit, über Communities, kulturelle Bewegungen und digitale Lebenswelten zu verstehen, was Menschen wirklich bewegt. Im Gespräch wird deutlich, warum Social Media für sie zu einer Art Forschungslabor für Marken geworden ist. Statt Markenidentitäten im stillen Kämmerlein zu definieren und anschließend in den Markt zu senden, plädieren sie für einen umgekehrten Ansatz: Relevanz entsteht dort, wo Menschen Zugehörigkeit, Interessen und kulturelle Bedeutung verhandeln. Genau aus diesen Beobachtungen lassen sich Markenpositionierungen, strategische Spielfelder und kreative Plattformen entwickeln. Vor diesem Hintergrund sprechen Paula und Pascal auch über den Aufbau ihrer neuen Beratungseinheit charles & charlotte & consulting. Sie erläutern, warum viele Unternehmen heute weniger ein Content-Problem als ein Markenproblem haben und weshalb klassische Brand-Modelle zunehmend an ihre Grenzen stoßen. Im Mittelpunkt steht die Idee eines flexiblen Brand Operating Systems, das Marken Orientierung gibt, ohne sie in starre Regelwerke zu zwingen.

  5. Jun 16

    Wie baut man neu? | Martin Eggert

    Thema: Wie baut man neu? „Das Netzwerk ist nicht das Ergebnis des Erfolgs. Es ist oft der Grund, warum man weitermachen kann.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Martin Eggert, Gründer von Maison ACME und Mitgründer von David + Martin, über die Frage, wie man nach einem unternehmerischen Einschnitt noch einmal neu anfängt und was dabei entsteht. Martin blickt auf die Erfahrungen der vergangenen Jahre zurück und beschreibt, welche Erkenntnisse er aus dem Aufbau und dem Ende von David + Martin mitgenommen hat. Es geht um Wachstum, Ambition, Unternehmertum und die Frage, warum manche Erfolgsrezepte nicht beliebig skalierbar sind. Im Mittelpunkt steht jedoch der Blick nach vorn. Mit Maison ACME baut Martin ein neues Unternehmen auf, das bewusst anders angelegt ist als klassische Agenturmodelle. Statt Größe um jeden Preis stehen Fokus, Klarheit und unternehmerische Beweglichkeit im Vordergrund. Kreativität bleibt der Kern des Geschäfts, gleichzeitig entsteht mit Maison ACME eine Plattform, die Raum für neue Ideen, Partnerschaften und Geschäftsmodelle schaffen soll. Im Gespräch wird deutlich, wie sehr sich Martins Verständnis von Führung und Unternehmertum verändert hat. Es geht um die Balance zwischen Vertrauen und Verantwortung, um die Bedeutung von Kultur und Netzwerk sowie um die Frage, welche Rolle Agenturen künftig überhaupt noch spielen können. Dabei beschreibt er, warum Strategie, Beratung und Kreation für ihn die Bereiche bleiben, in denen menschliche Kompetenz auch im KI-Zeitalter den Unterschied macht. Warum Neuanfänge selten mit einer komplett neuen Idee beginnen, sondern oft mit einem neuen Blick auf das, was man bereits gelernt hat und warum Unternehmertum manchmal vor allem bedeutet, nach schwierigen Phasen wieder den Mut zu finden, Dinge neu zu gestalten.

  6. Jun 9

    Culture | Franziska Gregor

    Thema: Culture „AI wird keine Kultur hervorbringen. Kultur entsteht durch Menschen, ihre Erfahrungen und ihre Perspektiven.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Franziska Gregor, Managing Director bei Serviceplan Culture, über eine Frage, die für Marken immer wichtiger wird: Wie wird man Teil von Kultur, statt ihr nur hinterherzulaufen? Franziska beschreibt, warum klassische Zielgruppenmodelle zunehmend an ihre Grenzen stoßen und weshalb Communities heute oft relevanter sind als Alter, Einkommen oder andere soziodemografische Merkmale. Menschen verbinden sich über gemeinsame Interessen, Werte und Leidenschaften. Genau dort entstehen kulturelle Räume, in denen Marken Glaubwürdigkeit aufbauen können, wenn sie diese Räume wirklich verstehen. Im Gespräch geht es darum, wie Cultural Marketing funktioniert, warum Communities keine Kanäle, sondern Beziehungen sind und weshalb Marken lernen müssen, langfristig in kulturelle Kontexte zu investieren, statt kurzfristig Trends zu bespielen. Franziska gibt Einblicke in die Arbeit von Serviceplan Culture und zeigt, wie datenbasierte Analysen, Community-Wissen und kulturelle Expertise zusammenwirken, um relevante Markenstrategien zu entwickeln. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Zukunft der Plattformen. Social Media, so Franziska, funktioniert längst nicht mehr nach den alten Regeln. Algorithmen, Entertainment-Logiken und neue Community-Plattformen wie Reddit, Discord oder Substack verändern grundlegend, wie Aufmerksamkeit entsteht und wie Marken Vertrauen aufbauen können.

  7. Jun 2

    New Business |Jan Paul Schwarz

    Thema: New Business „Ich glaube, ein kleines, committed Team ist eine Superpower.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Jan Paul Schwarz, New Business Director bei Mother Berlin, über die Realität von New Business in Agenturen. Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen JP’s „sieben Säulen des New Business“: von Outbound und Sichtbarkeit über Pitch-Beratungen und Events bis hin zu öffentlichen Ausschreibungen, strategischen Allianzen und dem Aufbau belastbarer Beziehungen zu EntscheiderInnen. Dabei wird schnell klar: Modernes New Business ist vor allem People Business. Statt rein markenbasiertem Prospecting plädiert JP für einen konsequent menschenzentrierten Ansatz – denn Entscheidungen werden nicht von Marken, sondern von Menschen getroffen. Er erklärt, warum Agenturen viel stärker in langfristige Beziehungen investieren sollten, wie man überhaupt auf das Radar von CMOs kommt und weshalb eigene Formate, Thought Leadership sowie echte Relevanz wichtiger sind als generische Outreach-Mails. Außerdem Thema: die Unterschiede zwischen dem deutschen und dem britischen Markt. Warum Pitch-Beratungen in UK eine deutlich größere Rolle spielen, weshalb professionelle Pitch-Prozesse dort oft strukturierter ablaufen und was deutsche Agenturen daraus lernen können. Gemeinsam diskutieren Kim und JP über Pitch-Fees, Red Flags bei Auswahlprozessen und die Frage, woran man früh erkennt, ob ein Pitch sinnvoll ist oder besser nicht gespielt werden sollte. Eine Episode über strategisches New Business und die Kunst, Beziehungen aufzubauen, bevor überhaupt ein Pitch auf dem Tisch liegt.

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Die Agenturbranche erlebt einen radikalen Wandel. Die Zukunftsfähigkeit des Business-Modells von Agenturen ist zum Dauerthema geworden. Der Wettbewerb mit Unternehmens- und IT-Beratungen, Media-Agenturen und Start-ups zieht weiter an. Deshalb braucht die Branche einen intensiveren Austausch zu den Themen der Zukunft. Mein Name ist Kim Alexandra Notz. Ich bin GF und Inhaberin der Hamburger Kreativagentur KNSK. Die Fragen nach zukunftsfähigen Agenturmodellen, Entwicklungen im Marketing und neuen Technologien treiben mich daher täglich um. Im „What’s Next, Agencies?“-Podcast spreche ich alle zwei Wochen mit spannenden Gästen über die Zukunft der Agenturen, zeitgemäße Führungskultur, Employer Branding und veränderte Kundenanforderungen. Ob andere Agenturchefs, Marketingverantwortliche, Pitch- oder Personalberater. Sie alle haben ihre ganz eigene Perspektive zum Thema und teilen ihre Erfahrungen und Zukunftsprognosen mit mir und euch.

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