Haus am Dom - Der Podcast

Haus am Dom

Das Haus am Dom ist ein Bildungs-, Kultur- und Tagungszentrum des Bistums Limburg in Frankfurt am Main. Es versteht sich als Plattform zwischen Kirche und Gesellschaft und als Drehscheibe des städtischen und gesellschaftlichen Diskurses. Eröffnet wurde das Haus am Dom am 14. Januar 2007 durch Bischof Franz Kamphaus. Seither führen hier Gesprächsrunden und Akademietagungen zu aktuellen gesellschaftlichen, religiösen und kulturellen Themen Menschen zusammen. Es ist auch Podium für das Aktuelle Forum des Domkreises Kirche und Wissenschaft, zentraler Veranstaltungsort der Frankfurter katholischen Gemeinden und attraktiver Tagungsort für nichtkirchliche Gruppen und Institutionen. Ausstellungsräume des Museums für Moderne Kunst, der MMK-Zollsaal, und des Dommuseums, das so genannte Sakristeum, ergänzen das Angebot. Untergebracht ist das Zentrum im ehemaligen Hauptzollamt der Stadt in der Frankfurter Altstadt und in direkter Nachbarschaft zum Kaiserdom St. Bartholomäus.

  1. 5d ago

    Mit Gott gegen die Demokratie

    Warum der christliche Nationalismus alle angeht Vortrag und Gespräch mit Arnd Henze und Meron Mendel, Moderation: Joachim Valentin Donald Trump wurde auch mit der Hilfe christlicher Nationalisten ins Weiße Haus gewählt. Denn unter dem Slogan „Make America Great Again“ vereinen sich in seiner „MAGA-Bewegung“ christlicher Nationalismus und ein Kult um Trump als Führungsfigur: MAGA ist nicht nur extremistisch, sondern speist sich auch aus gleichsam religiöser Verehrung Trumps. Und die Bewegung hat wenig gemeinsamen Inhalt, dafür aber deutliche Feindbilder: die liberale Gesellschaft und den demokratischen Rechtsstaat. In seinem neuen Buch „Mit Gott gegen Demokratie. Warum der christliche Nationalismus alle angeht“, das im März 2026 erschienen ist, zeigt Henze: Die Inszenierung des MAGA-Kults und das rigide Vorgehen der Regierung gegen Minderheiten und Gegner provozieren in den USA zunehmend Vergleiche zur NS-Zeit. Voreilige Analogien zur deutschen Vergangenheit gelten in unserer Erinnerungskultur zwar als tabu, aber sind es in den USA heute nicht doch ähnliche Fragen wie die, vor denen die Kirchen in Deutschland in den 1930er Jahren standen? Und: wie steht es um den christlichen Nationalismus in Deutschland? Bedroht er auch hier unsere Demokratie? Arnd Henze, geboren 1961, ist Fernsehredakteur beim WDR und Publizist. Er hat Theologie in Göttingen, Heidelberg und Berkeley, CA studiert. Seit 35 Jahren beschäftigt er sich mit internationalen Krisen und Konflikten. Von 2012 bis 2019 war er Korrespondent im ARD-Hauptstadtstudio. Viele seiner Reportagen wurden mit Preisen ausgezeichnet. Meron Mendel (*1976 in Ramat Gan, Israel) ist ein israelisch-deutscher Pädagoge, Historiker und Publizist. Er leitet seit 2010 erfolgreich die Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt am Main und ist Professor für transnationale Soziale Arbeit an der Frankfurt University of Applied Sciences. Bekannt ist er für sein Engagement gegen Antisemitismus und Rassismus , seine Publikationen (z.B. „Über Israel reden“) und den jüdisch-muslimischen Dialog. Joachim Valentin ist habilitierter Fundamentaltheologe und Religionshistoriker. Seit 2005 leitet er das Haus am Dom in Frankfurt am Main. Er ist seit 2009 Professor für Christliche Religions- und Kulturtheorie an der Goethe-Universität Frankfurt. Er war 10 Jahre lang (Co) Vorsitzender des Rates der Religionen Frankfurt und hat den Hessischen Rundfunk und die Deutsche Bischofskonferenz jeweils mehr als 10 Jahre lang in Medien Fragen beraten. Eine Veranstaltung des Haus am Dom in Kooperation mit der Bildungsstätte Anne Frank.

    Mit Gott gegen die Demokratie
  2. Jul 14

    RECHT UND ANGST IN DEMOKRATIEN

    Die Angst greift um sich. Sie scheint unser Handeln zu lähmen und Misstrauen in unserer Gesellschaft zu säen. An die Stelle nüchterner politischer Analyse tritt zunehmend eine Emotionalisierung, die sich in Hass und Hetze entlädt. Unsere Hoffnungen weichen düsteren Zukunftsbildern, und anstelle von Eigenverantwortung tritt das Gefühl persönlicher Ohnmacht. Es ist höchste Zeit, dieses vielschichtige Gefühl differenziert zu beleuchten – aus sozialpsychologischer, soziologischer und rechtsphilosophischer Perspektive. Wir möchten die Funktion der Angst in unserer Gesellschaft kritisch hinterfragen und ihre Wirkungen genauer in den Blick nehmen. RECHT UND ANGST IN DEMOKRATIEN Prof. Dr. Benno Zabel, Universitätslehrer für Strafecht und Rechtsphilosophie der Goethe-Universität Frankfurt a.M., Forschungszentrum Normative Ordnungen der Goethe-Universität Frankfurt a.M. Moderation: Prof. Marion Tiedtke, Professorin für Schauspiel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Frankfurt a.M. und Dramaturgin PROF. DR. BENNO ZABEL Benno Zabel ist Hochschullehrer an Goethe-Universität Frankfurt am Main. Er hat Rechtswissenschaften und Philosophie an der Universität Leipzig studiert und in diesen Bereichen auch promoviert sowie habilitiert. Zwischen 2015 und 2021 war er an der Universität Bonn tätig. Seit 2021 lehrt er Strafrecht und Rechtsphilosophie an der Goethe-Universität. Er ist Zweiter Vorsitzender der Internationalen Vereinigung für Rechtsphilosophie – deutsche Sektion (IVR) und Mitglied des Forschungszentrums Normative Ordnungen der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Benno Zabel ist Mitherausgeber verschiedener Periodika und Buchreihen zur Strafrechtstheorie, Rechtskritik und Rechtsphilosophie. Zuletzt von ihm erschienen ist der Sammelband Faszination und Freiheit – Gegenwartsdiagnosen im Anschluss an Christoph Menkes Theorie der Befreiung (hrsg. mit Klaus Günther, 2025) und die Monographie Kritik der strafenden Vernunft. Studien zu Recht, Verletzlichkeit und Schmerz (2025).

    RECHT UND ANGST IN DEMOKRATIEN
  3. Jun 10

    Angst als gesellschaftliche Stimmung

    Die Angst greift um sich. Sie scheint unser Handeln zu lähmen und Misstrauen in unserer Gesellschaft zu säen. An die Stelle nüchterner politischer Analyse tritt zunehmend eine Emotionalisierung, die sich in Hass und Hetze entlädt. Unsere Hoffnungen weichen düsteren Zukunftsbildern, und anstelle von Eigenverantwortung tritt das Gefühl persönlicher Ohnmacht. Es ist höchste Zeit, dieses vielschichtige Gefühl differenziert zu beleuchten – aus sozialpsychologischer, soziologischer und rechtsphilosophischer Perspektive. Wir möchten die Funktion der Angst in unserer Gesellschaft kritisch hinterfragen und ihre Wirkungen genauer in den Blick nehmen. ANGST ALS GESELLSCHAFTLICHE STIMMUNG Prof. em. Dr. Heinz Bude, Professor em. für Makrosoziologie an der Universität Kassel PROF. EM. DR. HEINZ BUDE Heinz Bude, Jahrgang 1954, leitete von 2000 bis 2023 das Lehrgebiet Makrosoziologie an der Universität Kassel. Von 1992 bis 2014 war er zudem am Hamburger Institut für Sozialforschung tätig und war dort Leiter des Arbeitsbereichs Die Gesellschaft der Bundesrepublik. Im Jahre 2016 erhielt er von der Deutschen Gesellschaft für Soziologie den Preis für Hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der öffentlichen Wirksamkeit der Soziologie. Seit 2020 ist er Gründungsdirektor des documenta Instituts in Kassel. Unter seinen Veröffentlichungen Deutsche Karrieren (1987), Die Ausgeschlossenen (2008), Solidarität. Die Zukunft einer großen Idee (2019) und zuletzt Abschied von den Boxern (2024) sowie der Roman mit Zeichnungen von Bude, Munk, Wieland Transit 64 (2025). Cover: Evgeni Tcherkasski auf Unsplash

    Angst als gesellschaftliche Stimmung

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Das Haus am Dom ist ein Bildungs-, Kultur- und Tagungszentrum des Bistums Limburg in Frankfurt am Main. Es versteht sich als Plattform zwischen Kirche und Gesellschaft und als Drehscheibe des städtischen und gesellschaftlichen Diskurses. Eröffnet wurde das Haus am Dom am 14. Januar 2007 durch Bischof Franz Kamphaus. Seither führen hier Gesprächsrunden und Akademietagungen zu aktuellen gesellschaftlichen, religiösen und kulturellen Themen Menschen zusammen. Es ist auch Podium für das Aktuelle Forum des Domkreises Kirche und Wissenschaft, zentraler Veranstaltungsort der Frankfurter katholischen Gemeinden und attraktiver Tagungsort für nichtkirchliche Gruppen und Institutionen. Ausstellungsräume des Museums für Moderne Kunst, der MMK-Zollsaal, und des Dommuseums, das so genannte Sakristeum, ergänzen das Angebot. Untergebracht ist das Zentrum im ehemaligen Hauptzollamt der Stadt in der Frankfurter Altstadt und in direkter Nachbarschaft zum Kaiserdom St. Bartholomäus.

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