Psychiatrie im Alltag

Andreas Pfeiffer & Werner Höhl

Psychiatrische Krisen sind alltäglich… über ein Drittel aller EU Bürger sind im Laufe des Lebens von einer behandlungsbedürftigen psychiatrischen Erkrankung betroffen. Andersherum wirken sich seelische Erkrankungen stark auf den Alltag der Menschen aus, die davon betroffenen sind. Andreas Pfeiffer (Ergotherapeut) und Werner Höhl (Psychologe) wollen durch Gespräche mit Experten über die Auswirkungen auf den Alltag, Herausforderungen und Chancen informieren.

  1. Sep 4

    „Was macht einen guten Tag aus?“ – Zufriedenheit im Alltag bei psychischen Erkrankungen

    Wie zufrieden bin ich mit dem, was ich Tag für Tag tue? Diese Frage taucht in kaum einem psychiatrischen Befund auf – und ist für das Wohlbefinden von Menschen mit psychischen Erkrankungen doch entscheidend. In dieser Folge sprechen Werner Höhl und Andreas Pfeiffer mit dem Ergotherapeuten Julius Reckert, der in einer Duisburger Praxis im Fachbereich Psychiatrie und Psychosomatik arbeitet. Es geht darum, wie ein Alltag kippt – leere Tage, verschobene Rhythmen, verlorene Rollen – und was Menschen hilft, wieder zu einem Tag zu finden, der sich für sie gut anfühlt. Ein wiederkehrender Gedanke dabei: Zufriedenheit ist keine Frage der Menge. Manche Menschen tun sehr viel und sind unzufrieden, andere tun wenig und leben gut damit. Genau diese Lücke macht ein Instrument sichtbar, das Julius in seiner Praxis erprobt hat: das SDO – Satisfaction with Daily Occupations, entwickelt von Mona Eklund an der Universität Lund und seit 2026 auch auf Deutsch erhältlich. Ein Gespräch über kleine Schritte, realistische Ziele, den Umgang mit Rückschlägen – und darüber, wem der Maßstab für ein gelungenes Leben eigentlich gehört. Transparenzhinweis: Werner Höhl und Andreas Pfeiffer sind selbst an der deutschsprachigen Fassung des SDO beteiligt. Diese Folge ist keine Werbung, sondern ein Gespräch über Praxiserfahrungen. Zum Gast Praxis für Ergotherapie und Handrehabilitation Ina Beyer, Duisburg, Team http://ergotherapie-duisburg.com/Team/ Das SDO auf Deutsch Satisfaction with Daily Occupations (SDO) – Interviewbasiertes Screening zur Zufriedenheit mit täglichen Betätigungen. Mona Eklund, deutsche Übersetzung und Adaption von Leonie Esenwein und Caroline Züger, 1. Auflage 2026 https://www.skvshop.de/ergotherapie/satisfaction-with-daily-occupations-sdo-978-3-8248-1379-7.html Kostenlose Leseprobe inkl. Inhaltsverzeichnis: https://www.skvshop.de/shop/images/files/editor/file/Leseproben/Leseprobe_SDO.pdf Forschung zum SDO (international) Vidaña-Moya, L. et al. (2020): Cross-Cultural Adaptation, Validation and Reliability of the Spanish SDO-OB. International Journal of Environmental Research and Public Health, 17(23), 8906 (Open Access): https://www.mdpi.com/1660-4601/17/23/8906/pdf Test-Retest-Reliabilität und Konstruktvalidität einer japanischen Version des SDO-OB für Menschen mit psychischen Erkrankungen (2025): https://www.researchgate.net/publication/393334561_Test-retest_reliability_and_construct_validity_of_a_Japanese_version_of_the_Satisfaction_with_Daily_Occupations_and_Occupational_Balance_for_people_with_mental_illness Eklund, M. (2004): Satisfaction with Daily Occupations – A Tool for Client Evaluation in Mental Health Care (die Originalpublikation, Abstract): https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/11038120410020700

    „Was macht einen guten Tag aus?“ – Zufriedenheit im Alltag bei psychischen Erkrankungen
  2. Aug 7

    Wann gilt Magersucht als geheilt? – Therapie, Genesung und 35 Jahre eigene Geschichte

    Wann gilt eine an Magersucht erkrankte Person eigentlich als geheilt? Diese Frage beschäftigt unseren Gast Maren Pruss seit vielen Jahren – als Psychologin, systemische Therapeutin und Inhaberin einer Praxis mit Schwerpunkt Essstörungen in Düsseldorf. Die häufigste Antwort, die sie in Vorträgen für Eltern hört, lautet: „wenn sie wieder normal isst“. Genau daran zeigt sich, wie wenig über diese Erkrankung oft bekannt ist. Wir sprechen darüber, was bei einer Anorexia nervosa psychisch geschieht, was systemische Therapie dabei leisten kann und was Angehörige wissen sollten – zwischen Sorge, Unsicherheit und gut gemeinten, aber nicht immer hilfreichen Reaktionen. Und diese Folge hat eine besondere Seite: Maren Pruss spricht zum ersten Mal öffentlich über ihre eigene, über 35 Jahre zurückreichende Erfahrung mit Magersucht. Eine Perspektive, die im öffentlichen Gespräch – das oft von jüngeren Betroffenen geprägt ist – selten zu hören ist. Aufgenommen haben wir diese Folge vor Ort in Düsseldorf. Nach Folge 27 mit Maja Schelewsky ist das unsere zweite Folge zum Thema Magersucht – diesmal aus der therapeutischen Perspektive. Und diese folge ich auch ein schönes Beispiel für persönliches Recovery. Wichtiger Nachtrag von Maren Pruss: Im Podcast habe ich mich missverständlich ausgedrückt: Kinder unter 14 Jahren haben grundsätzlich eine ebenso gute Heilungsprognose wie ältere Jugendliche. Meine Aussage bezog sich ausschließlich auf die Prävention, da jüngere Kinder durch soziale Medien besonders beeinflussbar sein können. Für die Heilungsprognose sind vor allem eine frühe Diagnose und ein rascher Therapiebeginn entscheidend. Shownotes Unser Gast Praxis Pruss, Düsseldorf – Website (dort auch alle Kontaktdaten): https://www.praxis-pruss.de/ Schwerpunkt „Special Ess-Störung“: https://www.praxis-pruss.de/specialessstörungen Hilfe und Beratung Infotelefon zu Essstörungen des BIÖG (früher BZgA) – anonym und kostenlos, Mo–Do 10–22 Uhr, Fr–So 10–18 Uhr, Tel. 0221 892031: https://essstoerungen.bioeg.de/hilfe-finden/welche-beratung-gibt-es/telefonberatung/ Beratungsstellen-Suche des BIÖG – Angebote in Wohnortnähe finden: https://essstoerungen.bioeg.de/hilfe-finden/wie-finde-ich-beratung/datenbank-essstoerungen/ Weiterführende fachliche Informationen Deutsche Gesellschaft für Essstörungen (DGESS) – Informationen für Betroffene und Angehörige, mit Selbsttest und Adressen: https://www.dgess.de/hilfe/fuer-betroffene-und-angehoerige S3-Leitlinie und Patientenleitlinie „Diagnostik und Therapie der Essstörungen“ (AWMF-Register 051-026): https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/051-026 Passend dazu aus unserem Podcast Unsere Folge 27 „Anorexie“ – mit Maja Schelewsky, aus der Betroffenenperspektive: https://open.spotify.com/episode/6QE768gi5kxcUWk4tgUPpN https://podcasts.apple.com/de/podcast/anorexie/id1507379225?i=1000586713869

  3. Jul 10

    Aus der Praxis in die Forschung

    Forschung in der Psychiatrie – das klingt nach Medikamentenstudien und Hirnscans. Doch was ist mit den Berufen, die im Alltag psychisch erkrankter Menschen oft am nächsten dran sind: Pflege, Soziale Arbeit, Ergotherapie und die vielen psychosozialen Therapien? Sie leisten enorm viel – haben aber, anders als Medizin und Psychotherapie, keine lange Forschungstradition. Und genau das wird zum Problem: Was nicht erforscht ist, verliert mit der Zeit an Anerkennung und an Finanzierung. In dieser Folge sprechen Andreas und Werner mit Dr. Sebastian Voigt-Radloff – gelernter Ergotherapeut und heute Forscher am Universitätsklinikum Freiburg. Als langjähriger Mitarbeiter von Cochrane und heutiger Versorgungsforscher ist er ein Pionier für wissenschaftliches Arbeiten in den Therapieberufen. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, warum Forschung gerade in diesen Bereichen so wichtig ist, was es heißt, die eigene Arbeit an Evidenz auszurichten, welche Rolle Leitlinien und die Evidenz-Datenbank des Deutschen Verbandes Ergotherapie spielen – und warum sich die psychosozialen Berufe unbedingt aktiv in die Leitlinienarbeit einbringen sollten. Ein Gespräch über Erfahrung und Evidenz, über Legitimation und Finanzierung – und über die Zukunft einer ganzen Berufsgruppe. Unser Gast Forschungsprofil Dr. Sebastian Voigt-Radloff (ResearchGate): https://www.researchgate.net/profile/Sebastian-Voigt-Radloff Sektion Versorgungsforschung und Rehabilitationsforschung (SEVERA), Uniklinik Freiburg: https://www.uniklinik-freiburg.de/imbi/severa.html E-Mail:sebastian.voigt@uniklinik-freiburg.de Erwähnte Projekte PrioPEG – Projektseite: https://priopeg.de/ PrioPEG bei der Uniklinik Freiburg: https://www.uniklinik-freiburg.de/imbi/severa/priopeg.html Evidenz & Forschung in den Gesundheitsfachberufen Cochrane Deutschland: https://www.cochrane.de/ Cochrane Deutschland – Seite speziell zu den Gesundheitsfachberufen (mit Forschungsleitfaden): https://www.cochrane.de/gesundheitsfachberufe Cochrane Kompakt – verständliche Evidenz für alle: https://www.cochrane.org/de/evidence Deutscher Verband Ergotherapie (DVE) DVE – Startseite: https://www.dve.info/ DVE – Datenbank für evidenzbasierte Praxis (EBP-Datenbank): https://ebp.dve.info/ Leitlinien AWMF – Portal der medizinisch-wissenschaftlichen Leitlinien in Deutschland: https://www.awmf.org/

  4. Jun 12

    Wieder selbst am Steuer – Empowerment im Alltag mit Schizophrenie

    Andreas und Werner sprechen zum dritten Mal mit Jens Jüttner – und das aus gutem Grund: Seine beiden bisherigen Folgen (39 und 41) gehören zu den meistgehörten des Podcasts. Nach Krankheitsbeginn, akuten Phasen und Genesung geht es diesmal um eine entscheidende Frage: Wie übernimmt man nach einer schweren psychischen Erkrankung wieder selbst das Steuer? Jens ist bei diesem Thema Fachmann in mehrfacher Hinsicht: Er ist selbst betroffen gewesen und kennt die Erkrankung aus eigener Erfahrung. Gleichzeitig ist er Jurist, Betriebswirt, Autor und heute als EX-IN-Genesungsbegleiter – als Experte aus Erfahrung – in der Psychiatrie tätig. So erlebt er Empowerment aus einer doppelten Perspektive: in der Begleitung von Klientinnen und Klienten und immer wieder bei sich selbst. Gemeinsam füllen die drei den oft abstrakten Begriff „Empowerment“ mit konkretem Leben: vom Weg aus dem Kontrollverlust zurück zur Selbstbestimmung, über das Verstehen der eigenen Frühwarnzeichen und das Mitentscheiden bei der Behandlung bis hin zum Umgang mit Stigma und Selbststigma. Es geht um Selbstwirksamkeit, Hoffnung und Sinn – aber auch ehrlich um die Grenzen von Empowerment, das niemals zum neuen Druck werden darf. Und um einen befreienden Gedanken von Jens: dass Recovery ein nie abgeschlossener Prozess sein darf – und das vollkommen in Ordnung ist. Eine Mut machende Folge für Betroffene, Angehörige und Fachleute. Unser Gast Jens Jüttner (Autor & Referent): https://www.jensjuettner.com/ Buch: „Als ich aus der Zeit fiel – Mein Weg durch die paranoide Schizophrenie“ (pinguletta Verlag, ISBN 978-3-948063-11-5). pinguletta Verlag: https://www.pinguletta-verlag.de/ Empowerment, Recovery & Peer-Arbeit EX-IN Deutschland (Genesungsbegleitung / Experten aus Erfahrung): https://ex-in.de/ Andreas Knuf: „Empowerment und Recovery“ (Psychiatrie Verlag): https://psychiatrie-verlag.de/product/recovery-und-empowerment/ Hintergrund zum Krankheitsbild psychenet.de – Was ist eine Psychose?: https://www.psychenet.de/de/entscheidungshilfen/entscheidungshilfe-psychose/was-ist-eine-psychose/was-ist-eine-psychose-2.html Unsere früheren Folgen mit Jens Jüttner Folge 39 – Schizophrenie Teil 1: Krankheitsbeginn und akute Phasen Folge 41 – Schizophrenie Teil 2: Krankheitsbewältigung, Genesung und Teilhabe am Leben in der Gesellschaft

    Wieder selbst am Steuer – Empowerment im Alltag mit Schizophrenie
  5. May 15

    Wenn jemand, den du liebst, erkrankt – Angehörige zwischen Sorge, Erschöpfung und Stärke

    Psychische Erkrankungen betreffen nie nur eine Person – sie verändern das Leben aller, die nah dabei sind. In dieser Folge sprechen Werner und Andreas mit Andrea, die als Angehörige hautnah erlebt hat, was es bedeutet, wenn ein geliebter Mensch psychisch erkrankt. Andrea erzählt offen über Sorge, Erschöpfung, Schuldgefühle und die Suche nach Hilfe – aber auch darüber, was Kraft gegeben hat. Eine Folge, die zeigt: Angehörige brauchen nicht nur starke Nerven, sondern auch starke Unterstützung. Angebote für Angehörige EX-IN Hamburg: Die von Andrea gemachte Aus-/Fortbildung🔗 https://ex-in-hamburg.net/angehoerigenbegleitung und Angehörigenbegleitung in der Praxis EX-IN Hamburg: 🔗 https://ex-in-hamburg.net/angehoerigenbegleitung-2 Fragen direkt an Andrea: Andrea.Roosch@web.de BApK – Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen e.V. Der wichtigste Bundesverband für Angehörige – mit Beratung, Selbsthilfe-Vermittlung und der telefonischen Beratungshotline „SeeleFon". 🔗 https://www.bapk.de  📞 SeeleFon: 0228 71002424 NAKOS – Nationale Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe Bundesweite Vermittlung lokaler Selbsthilfegruppen und -kontaktstellen. 🔗 https://www.nakos.de psychenet – Selbsthilfe, Trialog und Hilfe für Angehörige 🔗 https://psychenet.de/de/hilfe-finden/hilfesystem-im-ueberblick/selbsthilfe-und-trialog.html Telefonseelsorge (kostenlos, 24/7, anonym) 📞 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 Hintergrund: MUT-TOUR (über die wir Andrea kennengelernt haben) 🔗 https://www.mut-tour.de Unsere frühere Folge zur MUT-TOUR: https://open.spotify.com/episode/41fKbLTGE2tcPaMUj8DSUx Podcast „Psychiatrie im Alltag"🔗 https://andreas-pfeiffer.de/?page_id=1033

    Wenn jemand, den du liebst, erkrankt – Angehörige zwischen Sorge, Erschöpfung und Stärke
  6. Apr 17

    Weniger Bürokratie, mehr Menschlichkeit – Wie KI die psychiatrische Arbeit verändert

    In unserer ersten KI-Folge im Januar 2026 haben wir mit ChatGPT selbst über die Möglichkeiten und Grenzen von Künstlicher Intelligenz in der Psychiatrie gesprochen. Die positive Resonanz und der Wunsch vieler Hörerinnen und Hörer nach mehr Praxisbezug haben uns motiviert, das Thema zu vertiefen. Diesmal haben wir Theodor Schöwitz zu Gast – Sozialarbeiter, Masterstudent im Bereich „Digitalisierung in der Sozialen Arbeit" und Mitgründer des Start-ups Sozial KI. Gemeinsam mit seinen Kollegen Philipp Engelsberg und Niclas Höhl hat er SoKI entwickelt: ein KI-basiertes Assistenzsystem, das speziell für die Sozialwirtschaft und psychiatrische Einrichtungen konzipiert wurde. Im Gespräch erfahren wir, was SoKI konkret leisten kann – von der automatisierten Dokumentation über Schreibassistenz bei Sozialberichten bis hin zur Sprachtranskription von Klientengesprächen mit CaseVoice. Theo erklärt, warum ein europäischer Serverstandort allein nicht ausreicht, um Datenschutz wirklich zu gewährleisten, was der US Cloud Act für psychiatrische Einrichtungen bedeutet und wie SoKI mit Open-Source-Technologie und rein europäischen Partnern echte Datensouveränität sicherstellt. Besonders spannend: die Erfahrungen aus der Praxis – wie Fachkräfte auf KI reagieren, wo die größten Vorbehalte liegen und wo KI tatsächlich mehr Zeit für die direkte Arbeit mit Menschen schafft. Theo macht dabei deutlich, wo die Grenzen liegen und warum KI die menschliche Beziehungsarbeit unterstützen, aber niemals ersetzen kann. Eine praxisnahe Folge für alle, die wissen möchten, wie KI schon heute sicher und sinnvoll in der psychiatrischen Versorgung eingesetzt werden kann – und was dabei zu beachten ist. Gast dieser Folge: Theodor Schöwitz – B.A. Soziale Arbeit, Student im M.A. Digitalisierung in der Sozialen Arbeit (DHBW CAS), Mitgründer und technischer Leiter von Sozial KI Sozial KI – KI für die Soziale Arbeit: https://www.sozial-ki.de/ SoKI – KI-basiertes Assistenzsystem für Schreiben und Dokumentieren in der Sozialwirtschaft, DSGVO- und KI-VO-konform SoKI CaseVoice – Audiotranskription für das Sozialwesen: https://www.sozial-ki.de/casevoice Sichere Sprach- und Audiotranskription für Klientengespräche, Teamsitzungen und Fallbesprechungen EU-KI-Verordnung (AI Act) – Überblick: https://digital-strategy.ec.europa.eu/de/policies/regulatory-framework-ai Informationen der EU-Kommission zum regulatorischen Rahmen für Künstliche Intelligenz Bundesbeauftragte für den Datenschutz – KI und Datenschutz: https://www.bfdi.bund.de/ Informationen zum Datenschutz beim Einsatz von KI-Systemen in Deutschland DHBW CAS – Master Digitalisierung in der Sozialen Arbeit: https://www.cas.dhbw.de/sozialwesen/ Informationen zum Masterstudiengang, in dem die Gründer von Sozial KI studieren Unsere erste KI-Folge: Im Januar 2026, Folge 65, haben wir ChatGPT als Gesprächspartnerin in unseren Podcast eingeladen – ein Experiment, das den Anstoß für die heutige Folge gab.

    Weniger Bürokratie, mehr Menschlichkeit – Wie KI die psychiatrische Arbeit verändert
  7. Mar 20

    Mit MUT auf Tour – sei dabei!

    Charity-Folge im Rahmen des Podcasthon 2026 Stell dir vor, du sitzt auf einem Tandem und fährst mit einem fremden Menschen durch die deutsche Landschaft. Ihr teilt euch nicht nur den Tritt, sondern auch Geschichten – über das Leben, über Krisen, über Mut. Genau das passiert jeden Sommer auf der MUT-TOUR. In dieser besonderen Folge – unserer Charity-Folge im Rahmen des Podcasthon, dem größten Charity-Event der Podcast-Welt – sprechen wir mit Franziska Radczun aus der Projektleitung der MUT-TOUR. Seit 2012 fahren Menschen mit und ohne Depressionserfahrung gemeinsam auf Tandems quer durch Deutschland. Sie zelten zusammen, kochen zusammen und leisten täglich Öffentlichkeitsarbeit für einen offeneren Umgang mit psychischen Erkrankungen. Franzi erklärt, wie ein typischer Tour-Tag aussieht, wer mitmachen kann, wie die Teams zusammengestellt werden und warum ausgerechnet Tandemfahren und Zelten Menschen dabei helfen, über Depression ins Gespräch zu kommen. Außerdem erfahren wir, was hinter dem MUT-ATLAS und den MUT-GRUPPEN steckt und warum die MUT-TOUR 2015 den DGPPN-Antistigmapreis gewonnen hat. Eine Folge, die Lust macht, selbst aktiv zu werden – ob auf dem Tandem, zu Fuß oder einfach, indem man anfängt, offen über psychische Gesundheit zu sprechen. Gästin dieser Folge: Franziska Radczun, Projektleitung MUT-TOUR / Mut fördern e.V. Charity-Event: Podcasthon 2026 – Das größte Charity-Event der Podcast-Welt: www.podcasthon.org MUT-TOUR – Mitmachen und Informieren: MUT-TOUR Hauptseite: www.mut-tour.de Die MUT-TOUR 2026 – Termine und Strecke: www.mut-tour.de/die-mut-tour/die-aktuelle-mut-tour Tandemteam – 7 Tage mitfahren: www.mut-tour.de/7-tage-mitmachen/tandem-team MIT-MACH-Wochenenden 2026 (Voraussetzung für Etappenteilnahme): www.mut-tour.de/7-tage-mitmachen/mit-mach-wochenende Aktionstage & Mitfahr-Aktionen (1 Tag mitmachen): www.mut-tour.de/einfach-dabei-sein Spenden für die MUT-TOUR: www.mut-tour.de/spenden Mut fördern e.V. – Weitere Angebote: Mut fördern e.V. (Trägerverein): www.mut-foerdern.de MUT-ATLAS – Psychosozialer Online-Wegweiser: www.mut-atlas.de MUT-GRUPPEN – Selbsthilfegruppen mit Bewegung: www.mut-gruppen.de Hilfsangebote: Telefonseelsorge: 0800-1110111 oder 0800-1110222 (24/7, kostenlos, anonym) Krisenlinks der MUT-TOUR: www.mut-tour.de/krisenlinks Deutsche Depressionshilfe: www.deutsche-depressionshilfe.de Unser Podcast: Psychiatrie im Alltag: https://andreas-pfeiffer.de/?page_id=1033

    Mit MUT auf Tour – sei dabei!
  8. Feb 27

    Schrauben, Programmieren, Handeln – Roboterbaukästen in der psychiatrischen Arbeitsrehabilitation

    Von der Antike bis heute gilt Arbeit als eines der wichtigsten Mittel in der Versorgung psychisch kranker Menschen. Aber was genau steckt hinter diesem Ansatz? Und wie sieht das heute, im 21. Jahrhundert, konkret aus? In dieser Folge sprechen wir mit der Ergotherapeutin und Jobcoach Stefanie Esser über den therapeutischen Einsatz von Arbeit in der Psychiatrie – und Steffi hat etwas Besonderes mitgebracht: einen ihrer programmierbaren Roboterbaukästen. Sie zeigt uns direkt im Podcast, wie sie mit diesen kleinen Robotern arbeitet und warum gerade diese moderne, technische Herangehensweise so wirksam sein kann. Wir erfahren, wie das Prinzip „Learning by doing" oder „Therapy bei doing“ funktioniert – einen Ansatz, der den Fokus von problembezogenen Inhalten auf konstruktives Handeln lenkt. Ob jemand einen Roboter programmiert, an der Werkbank schraubt oder in der Küche arbeitet: Es geht darum, wieder handlungsfähig zu werden. Und dabei werden ganz nebenbei wichtige Fähigkeiten für Alltag und Beruf trainiert. Eine Folge über Roboter und psychiatrische Arbeitsrehabilitation, über die Kraft des praktischen Tuns und darüber, warum Programmieren manchmal heilsamer ist... Weiterführende Informationen: Fachausschuss Arbeit und Rehabilitation des Deutschen Verbands Ergotherapie e.V. (DVE): https://www.dve.info/verband/fachausschuesse/arbeit-und-rehabiliation Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR): https://www.bar-frankfurt.de/ Informationen zu Rehabilitation und Teilhabe, einschließlich beruflicher Rehabilitation Bundesagentur für Arbeit – Reha und Teilhabe: https://www.arbeitsagentur.de/menschen-mit-behinderungen Informationen zu Maßnahmen der beruflichen Rehabilitation Deutsche Rentenversicherung – Berufliche Rehabilitation: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Reha/Berufliche-Reha/berufliche-reha.html Informationen zu beruflicher Rehabilitation LVR (Beispiel NRW): https://www.lvr.de/de/navmain/soziales1/menschenmitbehinderung/arbeitundausbildung/arbeitundausbildung.jsp Informationen zur Teilhabe am Arbeitsleben für Menschen mit Behinderungen Fachbuch zu Thema: https://www.skvshop.de/ergotherapie/produktivitaet-und-teilhabe-am-arbeitsleben-978-3-8248-1193-9.html Der in der Folge erwähnte Arbeitsfähigkeitenkreis (auf der Folie14): https://www.apk-ev.de/fileadmin/downloads/Jahrestagung2020/Trosch.pdf

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