Gehirn gehört - Prof. Dr. Volker Busch

Prof. Dr. Volker Busch

Prof. Dr. Volker Busch - Wissenschaftler, Neurologe, Psychiater, Psychotherapeut, Bestseller-Autor und mehrfach ausgezeichneter Keynote Speaker - nimmt Sie mit in die Welt von Geist und Gehirn – humorvoll, spannend, persönlich.

  1. 3d ago

    Die Welt zwischen den Zeilen - Wie Lesen das Gehirn verändert und den Geist formt

    Wann haben Sie sich das letzte Mal Zeit genommen, ein gutes Buch gelesen? Wir wischen, scrollen, streamen und lassen uns heute die Dinge eher zusammenfassen. Aber ausgerechnet eine unserer ältesten Kulturtechniken könnte heute in Zeiten von K.I. für den Fortbestand unserer Spezies wichtiger sein denn je: Das Lesen. In der neuen Folge von "Gehirn Gehört" geht es darum, was in unserem Kopf passiert, wenn aus schwarzen Zeichen plötzlich Bilder, Gedanken und fantasievolle Welten entstehen. Ich verrate Ihnen, warum Lesen ein erstaunliches Multifunktionstraining für unser Gehirn ist. Und Sie erfahren, weshalb gute Lesekompetenz sogar mit besseren Chancen im Leben zusammenhängt, und warum Bücher uns bis ins hohe Alter geistig fit halten. Wir reisen von den ersten Schriften Mesopotamiens über die „Lesesucht“ des 18. Jahrhunderts bis nach Auschwitz, wo Gefangene selbst zu lebenden Büchern wurden. Wir treffen einen 84-jährigen Erstklässler in Kenia, Zigarrenroller auf Kuba, denen bei der Arbeit Romane vorgelesen werden, und wir treffen einen jungen Alberto Manguel, der dem fast erblindeten Jorge Luis Borges seine Augen und seine Stimme leiht. Außerdem erfahren Sie, warum Vorlesen in einer Beziehung ziemlich romantisch sein kann und weshalb ich glaube, dass wir unseren Kindern wieder mehr Appetit auf Bücher machen sollten. Und am Ende verrate ich Ihnen, welches Buch mich selbst geprägt hat. Welches ist Ihres? Kommen Sie mit mir in die magische Welt zwischen den Zeilen. Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Hören (auch wenn Sie diese Folge nicht lesen können).

  2. Jun 30

    Die Qual der Wahl – Was hilft, um leichter und besser zu entscheiden

    Heutzutage müssen wir uns permanent entscheiden. Das reicht von banalen Dingen des Alltags bis zur Wahl des richtigen Lebensmodells. Kaum etwas bleibt davon verschont, sei es die beste Ernährung, renditestärkste Anlage oder der preiswerteste Stromtarif. In einer multioptionalen Gesellschaft verkommt gefühlt alles zum Reflexionsgegenstand. Die grenzenlose Vielfalt, aber auch die Angst, etwas zu verpassen sowie der Wunsch, bei allem möglichst “perfekt“ zu sein, macht es heute vielen Menschen schwer, endgültige Urteile zu fällen und zu ihnen zu stehen. Sie schieben ihre Entscheidung lieber auf – oder entscheiden gar nicht. Zugegeben, ständiges Entscheiden kann auch sehr anstrengend sein. Permanent aus verschiedenen Optionen auswählen zu müssen, ermüdet nämlich nicht nur, sondern kann auch melancholisch stimmen, weil andauernd die Frage mitschwingt: Bist du sicher? Mitunter fühlt man sich hin- und hergerissen zwischen verschiedenen Alternativen und findet trotz aller Bemühungen keine Lösung für seinen Entscheidungskonflikt. In solchen Fällen spricht man von einer Ambivalenz, und die ist auf die Dauer für die meisten kaum auszuhalten. In dieser Episode möchte ich Ihnen helfen, solche Blockaden zu lockern und in ein leichteres Entscheiden zu kommen. Wir werden unsere launige Folge ganz gemütlich in einer Kaffeebar starten. Danach gehen wir Joghurt kaufen, werden wir einer Bundestagsdebatte lauschen, wir werden einem Wettkampf im Tauziehen beiwohnen, ein paar Anagramme lösen, eine äußerst merkwürdige Heiratsliste kennen lernen, und wir schauen was passiert, wenn Probanden die Fortsetzung Ihrer Partnerschaft mit einem Münzwurf entschieden...

  3. Mar 31

    Die Psychologie der Lüge - Eine Geschichte über das Täuschen und Betrügen

    Lügen gehören zum Menschen wie die Holznase zu Pinocchio. Seit Anbeginn unserer Zeit können wir es – und machen auch regen Gebrauch davon. Gleich den allerersten (christlichen) Sündenfall mit anschließender Verbannung aus dem Garten Eden verdanken wir einer Lüge und ihrer erfolglosen Vertuschung. Und dennoch ist die Unwahrheit im sozialen Miteinander nicht die Regel, sondern die Ausnahme. Die meiste Zeit kommunizieren wir ehrlich und aufrichtig. Die Wahrheit ist uns Menschen nämlich ein hohes Gut und wir legen sehr viel Wert auf sie. Aufpassen müssen wir heute dagegen in den virtuellen Räumen. Im Internet wird nicht nur mehr geschummelt, die Lügen verbreiten sich auch schneller, u.a. weil sie mehr Aufmerksamkeit von uns erhalten. In großem Ausmaß kann die Lüge etwas sehr Zerstörerisches für eine Gesellschaft haben. Wie oft lügen wir uns pro Tag an? Und hat das in den letzten Jahren zugenommen? Was macht die Lüge mit dem Vertrauen der Menschen in die Demokratie, und wie gehen wir damit um? Sind Lügen überhaupt immer moralisch verwerflich, oder mit-unter sogar notwendig? Auf alle diese Fragen bekommen Sie hier und heute ein paar Antworten, ungelogen. Ich werde Ihnen außerdem erzählen, das schulde ich Ihnen natürlich als Psychiater, ab wann das Lügen krankhaft wird. Neben niederträchtigen Motiven gesunder Menschen gibt es nämlich auch pathologische Formen, bei denen Betroffe-ne gar nicht anders können. Wir werden gleich die Lügen eines Präsidenten zählen, Sie werden das sog. Paltering kennen lernen, und Sie werden einen Blick in das Gehirn von Menschen werfen, die die Wahrheit zurückhalten. Wir werden gemeinsam die wunderschöne Stadt Prag besuchen und uns dort unter ganz besondere Laterne stellen. Wir wälzen außerdem ein paar Schneebälle, stecken uns Reispulver in den Mund, und wir sehen im Kino die Geschichte eines skrupellosen Scheidungsanwalts, der von Saulus zum Paulus wird. Die Folge führt am Schluss nach Griechenland. Im Orakelheiligtum von Delphi finden wir eine weissagende Botschaft, die uns den besten Tipp zum Umgang mit der Lüge verrät. Seien Sie herzlich willkommen zu dieser Folge! 🙏

  4. Jan 18

    Unsere Zukunft (Teil 2) – Wie bauen wir heute ein starkes Land für morgen?

    Nachdem es im ersten Teil um die persönliche Zukunft ging, geht es in diesem Teil um unser Land und unsere Gesellschaft: Was kommt da auf uns zu? Die kaum noch aufrecht zu erhaltende Umlagen-finanzierte Rente, das überteuerte Gesundheitssystem, schlecht ausgestattete und unterfinanzierte Bildungseinrichtungen, die wachsende Staatsverschuldung, und die weltumspannenden Klimaveränderungen. Ein Teil dieser und anderer Probleme ist insofern hausgemacht, als wir uns mit der Lösung Jahrzehnte lang nicht beschäftigen wollten. Jetzt müssen wir rückblickend erkennen: Wir hätten viele unserer Sorgen möglicherweise gar nicht, wenn wir gestern etwas sorgfältiger an morgen gedacht hätten. Aber es fällt dem Menschen bekanntermaßen schwer über den Tellerrand blicken, solange der Teller noch einigermaßen voll ist. Den Grund dafür finden wir im Gehirn. Aber wie bekommen wir dennoch die Zukunft wieder stärker in den Blick? Was würde eine echte Aufbruchstimmung in unserem Land erzeugen? Und was sollte die Politik aus psychologischer Sicht leisten, um Menschen in Bewegung zu bringen? In dieser Folge entführe ich Sie zunächst in den Weltraum und werde Ihnen einen der bedrückendsten Romane der Neuzeit vorstellen. Danach werden wir mit einer Zeitmaschine verreisen, und wir werden das Gehirn dabei beobachten, wenn es über die Zukunft nachdenkt. Gönnen Sie sich mit mir in einem Hotel ein Zimmer mit einer ganz besonderen Aussicht. Fahren Sie mit mir Fahrrad in Paris, besuchen Sie mit mir eine mittelalterliche Kathedrale sowie ein paar Almhütten, und werden Sie Zeuge weltweiter Visionen von einem besseren Morgen, die uns allen Mut machen können. Seien Sie willkommen auf dem zweiten Teil unsere Reise in die Zukunft.

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