KrimSchnack - Der Kriminologie-Podcast

Annelie und Marie

Habt ihr euch auch schon mal gefragt, warum Menschen kriminell werden? Oder wie man Kriminalität verhindern kann? In unserem kriminologischen Podcast sprechen wir (2 befreundete Kriminologinnen aus Hamburg) über Kriminalität und wie man damit umgehen sollte. Dabei gehen unsere Gespräche weit über das beliebte True-Crime-Genre hinaus, denn wir befassen uns hauptsächlich mit der wissenschaftlichen Perspektive, die wir euch im gemütlichen Schnack erklären. Wir sprechen dabei natürlich auch über kontroverse Themen und laden uns dazu auch Gäste aus Wissenschaft und Praxis ein, die uns Einblicke in ihre Arbeit geben. So gut habt ihr Kriminalität noch nie verstanden!

  1. JAN 13

    E55- Wenn Kinder Häusliche Gewalt (mit-)erleben Teil 2

    In dieser Folge sprechen wir darüber, was es für Kinder bedeutet, häusliche Gewalt zu erleben oder mitzuerleben – und warum diese Erfahrungen so tiefgreifend sind. Wir schauen auf die psychischen, emotionalen und sozialen Folgen, die Gewalt im eigenen Zuhause für betroffene Kinder haben kann. Dass Kinder bei häuslicher Gewalt immer mitbetroffen sind, auch dann wenn sie nicht selbst Opfer werden, ist in der Fachwelt unumstritten. Umso wichtiger ist die Frage: Wie können Kinder bestmöglich davor geschützt werden? Wir sprechen über den behördlichen und gesellschaftlichen Umgang mit betroffenen Kindern und darüber, was die aktuelle Rechtslage zum Schutz von Kindern so hergibt. Außerdem werfen wir einen Blick auf aktuelle Debatten und Entwicklungen im Bereich häusliche Gewalt und Kinderschutz und stellen uns die Frage, inwieweit die Kinder und ihr Wohl über die fachlichen Disziplinen hinweg dabei wirklich im Mittelpunkt stehen. **Wenn ihr oder Personen, die ihr kennt, Unterstützung benötigen, wendet euch unbedingt an diese kostenlosen Beratungs- und Hilfsangebote, auf Wunsch auch anonym:** - Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: 116 016 (hilfetelefon.de) - Hilfetelefon Gewalt an Männern: 0800 1239900 (maennerhilfetelefon.de) - Weißer Ring: 116 006 (weisser-ring.de) - Lila Hilfe: https://www.lilahilfe.org/de **Netzwerk Im Blick** Hier haben wir im Juni den Vortrag gehalten & den Fachtag moderiert, auf den wir uns in der Episode bezogen haben: Netzwerk „Frühe Hilfen/ Kinderschutz“ aller Jugendämter und des Gesundheitsamtes in der StädteRegion Aachen (https://www.imblick.info/) **Shownotes folgen**

    1h 43m
  2. 09/29/2025

    KrimShort #16 Überlebens- und Bindungsmechanismen in Gewaltsituationen

    Warum lächelt sie obwohl sie gerade belästigt wird? Warum kooperieren Opfer bei Geiselnahmen oder Kidnapping? Warum bleiben manche Menschen viel zu lange in gewaltvollen Beziehungen? Das sind Fragen, die in der Forschung zu Coping, Traumareaktionen und Gewaltbeziehungen seit Jahren diskutiert werden und wir wollen das Ganze mal für euch einordnen. Diese Podcastfolge beleuchtet die psychologischen Überlebensstrategien, die in akuten und dauerhaften Gewaltsituationen greifen: von Appeasement-Strategien und dem viel diskutierten Fawning bis hin zum komplexen Phänomen des Trauma Bondings. **Quellen:** Bailey, B. et al. (2023): Appeasement: replacing Stockholm syndrome as a definition of a survival strategy, European Journal of Psychotraumatology, 14:1, 2161038, DOI: 10.1080/20008066.2022.2161038 Cantor and Price (2007) Carnes, P. J. (1997). The Betrayal Bond: Breaking free of exploitive relationships. Deerfield Beach, FL: Health Communications. Dutton, D. G., & Painter, S. (1981). Traumatic bonding: The development of emotional attachments in battered women and other relationships of intermittent abuse. Victimology, 6(1–4), 139–155. Dutton, D. G. & Painter, S. (1993). Emotional attachments in abusive relationships: a test of traumatic bonding theory. In: Violence and Victims. Band 8, Nr. 2, 1993, S. 105–120. Fonseca, N. de Q. L., & Oliveira, B. Q. de. (2021). Bindungstrauma: Konzepte, Ursachen und Mechanismen in intimen Beziehungen. Zenodo. Gilbert, P. (2000). The relationship of shame, social anxiety and depression: The role of the evaluation of social rank. Clinical Psychology & Psychotherapy, 7(3), 174–189. Gilligan, C. (1982). In a different voice: Psychological theory and women’s development. Cambridge, MA: Harvard University Press. Newton, J. R. (2016). Appeasement: A behavioral strategy for survival in human and nonhuman primates. Behavioral and Brain Sciences, 39, e216. https://doi.org/10.1017/S0140525X15002364 Porges, S. W. (2001). The polyvagal theory: Phylogenetic substrates of a social nervous system. International Journal of Psychophysiology, 42(2), 123–146. Ridgeway, C. L. (2011). Framed by gender: How gender inequality persists in the modern world. Oxford, UK: Oxford University Press. Stockinger, L. (2023). Qualitative Untersuchung von Resilienz bei Dual-Trauma Couples (Masterarbeit, Universität Wien). Universität Wien. Walker, P. (2013). Complex PTSD: From surviving to thriving. Lafayette, CA: Azure Coyote. Walkup, M. (2008). Fawning: Trauma response and the “appease” reaction. In C. R. Figley (Ed.), Encyclopedia of Trauma (pp. 263–265). Thousand Oaks, CA: SAGE. Wood, J. T. (2013). Gendered lives: Communication, gender, and culture (10th ed.). Boston, MA: Cengage Learning. World Health Organization. (2012). Understanding and addressing violence against women. Geneva, Switzerland: World Health Organization.

    17 min

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Habt ihr euch auch schon mal gefragt, warum Menschen kriminell werden? Oder wie man Kriminalität verhindern kann? In unserem kriminologischen Podcast sprechen wir (2 befreundete Kriminologinnen aus Hamburg) über Kriminalität und wie man damit umgehen sollte. Dabei gehen unsere Gespräche weit über das beliebte True-Crime-Genre hinaus, denn wir befassen uns hauptsächlich mit der wissenschaftlichen Perspektive, die wir euch im gemütlichen Schnack erklären. Wir sprechen dabei natürlich auch über kontroverse Themen und laden uns dazu auch Gäste aus Wissenschaft und Praxis ein, die uns Einblicke in ihre Arbeit geben. So gut habt ihr Kriminalität noch nie verstanden!

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