Permanent Change - Selbstbestimmt in die Zukunft

Thomas Lorenzen und Thomas Wehrs

Wenn zwei erfahrene, reflektierte Coaches und Trainer aufeinander treffen, dann heißen ihre Gesprächsthemen gerne Entwicklung, Veränderung und Führung. Thomas Lorenzen und Thomas Wehrs wenden in endlosen Telefonaten und Treffen die einzige konstante Herausforderung der modernen Arbeits- und Lebenswelt: Wandel. Aus ihren Gedanken, Diskussionen und persönlichen Erfahrungen haben sie nun diesen Podcast gemacht. Permanent Change beleuchtet die Aspekte des Änderns und Verändertwerdens.

  1. Oct 8

    #100 Du musst deinen Körper nicht lieben – Was Body Freedom wirklich bedeutet

    Hinweis zum Inhalt: In dieser Folge sprechen wir offen über Körperbewertung, Scham und soziale Abwertung. Wenn diese Themen bei dir sensible Erinnerungen oder Unwohlsein auslösen, passe bitte gut auf dich auf und höre die Folge in einem Umfeld, in dem du dich sicher fühlst. Müssen wir unseren Körper wirklich an jedem Tag, zu jeder Stunde und in jeder Lebensphase bedingungslos „lieben“? Oder wird die moderne Body-Positivity-Bewegung am Ende nur zur nächsten Überforderung – zu einer Art Positivitätsdiktatur? Zum Abschluss unserer vierteiligen Serie ‚vom Bodyshaming zu Body Freedom‘ bringen wir auf den Punkt, was Body Freedom wirklich bedeutet. Wir grenzen den Begriff bewusst ab von erzwungener Körperliebe und kalter Gleichgültigkeit (Body Neutrality). Für uns ist Body Freedom die wachsende innere Freiheit, deinen Wert als Mensch nicht länger von einer permanenten ästhetischen Selbstbewertung abhängig zu machen. Wir zeigen dir, wie du aus der Haltung der Autonomie heraus neue innere Verträge schreibst und wie du friedvoll vor dem Spiegel stehst – selbst wenn dir dein Anblick morgens mal überhaupt nicht passt. Das erwartet dich in dieser Folge: • Body Neutrality vs. Body Freedom: Warum echte Freiheit deine Ambivalenzen (Freude, Ärger, Trauer, Veränderungswunsch) würdigt. • Die Ok-Haltung im Spiegel: Der gigantische Unterschied zwischen „Ich bin nicht ok, bis mein Körper sich verändert“ (Minus-Plus) und „Ich bin ok und darf etwas verändern“ (Plus-Plus). • Neue innere Verträge: Wie du deinen Antreibern die scharfe Spitze nimmst und dir selbst Erlaubnisse schenkst. • Unspektakuläre Freiheit: Warum echte Befreiung im Alltag oft ganz leise ist und keine Social-Media-Inszenierung braucht. Unsere 3 Staffeltipps für deinen Alltag: 1. Funktion vor Form: Nenne dir täglich eine Sache, die dir dein Körper ermöglicht (statt wie er aussieht). 2. Dein neuer Körpervertrag: „Ich verspreche dir nicht, dich immer zu lieben – aber ich verspreche dir, dich niemals absichtlich zu demütigen.“ 3. Frage der Autonomie: Triff Entscheidungen für deinen Körper immer aus der Motivation heraus für dich zu handeln, nicht gegen dich. Hör rein und entdecke die Gelassenheit, dich selbst nicht mehr dauernd bewerten zu müssen!

    #100 Du musst deinen Körper nicht lieben – Was Body Freedom wirklich bedeutet
  2. Oct 1

    #099 Dein Körper, unser Konflikt – Wie verdeckte Sorge zur Machtfrage in Beziehungen wird

    Hinweis zum Inhalt: In dieser Folge sprechen wir offen über Körperbewertung, Scham und soziale Abwertung. Wenn diese Themen bei dir sensible Erinnerungen oder Unwohlsein auslösen, passe bitte gut auf dich auf und höre die Folge in einem Umfeld, in dem du dich sicher fühlst. „Mit deiner Figur würde ich das aber nicht tragen!“ oder „Ich mache mir doch nur Sorgen um deine Gesundheit!“ – Wie oft dienen vermeintlich fürsorgliche Sätze in Beziehungen, Familien oder im Job in Wahrheit als Instrumente der Kontrolle? In Teil 3 unserer Serie ‚vom Bodyshaming zu Body Freedom‘ nutzen wir die Transaktionsanalyse, um die verdeckten Dynamiken hinter Körperkommentaren hörbar zu machen. Wir betrachten die Funktionsweise der Ich-Zustände und zeigen, wie schnell ein kritischer Impuls den anderen in das angepasste oder rebellische Kind zieht – und wie du stattdessen aus dem Erwachsenen-Ich souverän Grenzen ziehst. Außerdem nehmen wir die gesellschaftlichen Antreiber unter die Lupe: Warum der Zwang zu „Sei perfekt“ oder „Mach es allen recht“ uns in einen permanenten Optimierungswahn treibt und wie wir uns wieder echte Erlaubnisse schenken. Das erwartet dich bei uns in dieser Folge: - Sogwirkung der Ich-Zustände: Wie kritische Sätze Reaktionsmuster triggern und wie du den Automatismus stoppst. - Die 5 Antreiber auf dem Prüfstand: Von Sei perfekt bis Beeil dich – wie verdeckte Botschaften unser Körperbild steuern. - Grenzen ohne Bequemlichkeit: Wie du klar Stopp sagst, ohne die Beziehung direkt abzubrechen. - Der Beziehungs-Test: Wann Körperkommentare in Partnerschaft oder Team Raum haben dürfen – und welche Bedingungen dafür nötig sind. 3 Tipps für eine neue Gesprächskultur: 1. Neue Erlaubnisse setzen: Ersetze das ständige Sei perfekt durch „Ich darf unperfekt sichtbar sein“. 2. Zustimmung einholen: Bevor du Feedback zum Äußeren gibst: Frag erst, ob dein Gegenüber das gerade hören möchte. 3. Erwachsenen-Kommunikation: Beschreibe konkrete Beobachtungen und eigene Wirkungen, statt diagnostische Urteile zu fällen. Hör rein und erfahre, wie du Körperkonflikte in deiner Beziehung klärst, ohne deine Würde zu opfern!

    #099 Dein Körper, unser Konflikt – Wie verdeckte Sorge zur Machtfrage in Beziehungen wird
  3. Sep 24

    #098 Alarm im sozialen Gehirn – Warum Sprüche unter die Haut gehen und was Scham mit uns macht

    Hinweis zum Inhalt: In dieser Folge sprechen wir offen über Körperbewertung, Scham und soziale Abwertung. Wenn diese Themen bei dir sensible Erinnerungen oder Unwohlsein auslösen, passe bitte gut auf dich auf und höre die Folge in einem Umfeld, in dem du dich sicher fühlst. Warum trifft uns ein einziger beiläufiger Satz über unser Aussehen manchmal so heftig, als stünde unsere gesamte Zugehörigkeit auf dem Spiel? Und ist das am Ende nur „unsere eigene Verantwortung“, wenn wir uns gekränkt fühlen? In dieser Folge unserer Serie ‚vom Bodyshaming zu Body Freedom‘ blicken wir tief in die Neurobiologie und Psychologie der Scham. Wir räumen auf mit der simplen Ausrede „Das Gefühl entsteht doch in dir, da kann ich nichts dafür!“ und erklären, warum unser soziales Gehirn auf Abwertung fast wie auf körperlichen Schmerz reagiert. Wir zeigen dir, was bei Scham in deinem System passiert und wie du den automatischen Teufelskreis aus Angriff, Erstarrung oder stummer Anpassung im Alltag durchbrichst. Das erwartet dich heute: - Das psychoemotionale Grundbedürfnis: Warum soziale Akzeptanz für unser Gehirn ein Überlebensfaktor ist. - Scham vs. Schuld: Warum Schuld sich auf unser Handeln bezieht, Scham aber unser gesamtes Selbst angreift. - Neurobiologie ohne Mythen: Was im Gehirn bei sozialer Bewertung wirklich passiert und warum Selbstregulation echtes Training verlangt. - Drama-Dreieck vermeiden: Wie du aus der Retter- oder Opferfalle aussteigst, wenn abwertende Sprüche fallen. 3 konkrete Werkzeuge gegen den Scham-Alarm: 1. Entglobalisieren: Erinnere dich daran: Ein Satz ist nur die Äußerung eines Menschen in einer Situation – kein amtliches Gutachten über deinen Wert. 2. Körperliche Erdung: Füße spüren, lange ausatmen, Blick orientieren – schaffe Raum zwischen Reiz und Antwort. 3. Selbstmitgefühl aktivieren: Behandle dich in Momenten der Kränkung wie einen guten Freund, statt dich für deine Verletzlichkeit auch noch selbst zu kritisieren. Hör rein und lerne, wie du dein Nervensystem beruhigst, wenn soziale Pfeile fliegen!

    #098 Alarm im sozialen Gehirn – Warum Sprüche unter die Haut gehen und was Scham mit uns macht
  4. Sep 17

    #097 Du hast aber zugenommen! – Wie du den fremden Blick im eigenen Kopf loswirst

    Hinweis zum Inhalt: In dieser Folge sprechen wir offen über Körperbewertung, Scham und soziale Abwertung. Wenn diese Themen bei dir sensible Erinnerungen oder Unwohlsein auslösen, passe bitte gut auf dich auf und höre die Folge in einem Umfeld, in dem du dich sicher fühlst. Neues Format, neues Tempo! Wir haben uns ins Grüne zurückgezogen, um unser Konzept für euch noch spritziger zu machen: Ab sofort begleiten wir dich wöchentlich in kompakten, pointierten Folgen durch den Wandel. Wir starten unsere vierteilige Serie ‚vom Bodyshaming zu Body Freedom‘ mit einem Satz, den vermutlich fast jeder von uns schon einmal gehört oder gedacht hat: „Du hast aber zugenommen!“ Was oft als gut gemeinte Sorge getarnt wird, erweist sich im Alltag schnell als echter Tiefschlag. Aber ab wann ist ein Kommentar eigentlich übergriffig? In dieser Folge sezieren wir den feinen Unterschied zwischen echter Sorge und unbegründeter Bewertung. Wir sprechen über die Dynamik der Selbstobjektivierung – wenn der fremde Blick plötzlich in deinen eigenen Kopf einzieht – und klären, warum Veränderung am eigenen Körper niemals der Preis für den Respekt anderer sein darf. Das erwartet dich in dieser Folge: - Grenzen setzen: Warum Nähe kein Eigentumsrecht am Körper des anderen verleiht. - Philosophischer Check: Die Spaltung zwischen „einen Körper haben“ und „körperlich in der Welt sein“. - Selbstannahme vs. Selbstbetrug: Der Unterschied zwischen gesunder Selbstbeobachtung und dem Zwang zur ständigen Selbstoptimierung. - Der Alltagstest: Wie du auf ungefragte Körperkommentare scharf, aber souverän reagierst. 3 Alltagstipps für deine Woche: 1. Bevor du einen fremden Körper kommentierst: Frag dich, ob das dem anderen dient oder nur deiner eigenen Norm. 2. Tausche einmal täglich „Wie sehe ich aus?“ gegen „Wie fühle ich mich und was ermöglicht mir mein Körper?“. 3. Dein Grenzsatz für die Hosentasche: „Ich möchte meinen Körper gerade nicht bewerten lassen.“ Hör jetzt rein und erfahre, wie du den fremden Blick wieder aus deinem Kopf wirfst!

    #097 Du hast aber zugenommen! – Wie du den fremden Blick im eigenen Kopf loswirst
  5. Aug 13

    #096 Was bedeutet Selbststeuerung – und wer führt dabei eigentlich wen? (Teil 2)

    „Mein rebellisches Kind hat die E-Mail geschrieben – ich war das gar nicht!“ – Schön wär’s, oder? Wäre beruflich manchmal verdammt praktisch. Aber Spaß beiseite: Wer hat in deinem Kopf eigentlich gerade die Mehrheit, wenn es im Job brennt? Willkommen zu Teil 2 unserer Doppelfolge! Nachdem wir im ersten Teil eine Reißleine gezogen haben, um diesem riesigen Thema den Raum zu geben, den es verdient, tauchen wir heute erst so richtig tief in die Praxis ein. Vergiss das Bild einer eisernen „Regierung“ in deinem Kopf, die jeden Impuls unterdrücken muss. Wir laden dich ein zu einem Blick auf dein inneres Parlament: Warum der vorsichtige, der wütende und der pflichtbewusste Teil in dir alle eine Daseinsberechtigung haben – und wie du verhinderst, dass eine einzelne Radikal-Partei (wie die Partei „Sei-Perfekt“) die absolute Mehrheit übernimmt. Das erwartet dich bei uns im zweiten Teil: - Trübung (Contamination): Warum wir vergangene Erfahrungen im Alltag oft fälschlicherweise für die objektive Realität halten („Wer mir widerspricht, mag mich nicht“). - Enttrübung & Aufklärung: Wie du alte Denkmuster würdigst, ohne ihnen automatisch die Führung im Hier und Jetzt zu überlassen. - Der Beziehungs-Check: Warum toxische Führungskulturen („Seien Sie mutig, aber machen Sie keine Fehler!“) individuelle Defizite behaupten, obwohl das System das Verhalten erst produziert. - Disziplin vs. Erlaubnis: Wann du mehr Struktur brauchst – und wann echte Selbststeuerung bedeutet, einfach mal die Kontrolle loszulassen. - Die E-Mail-Kaskade: Ein konkreter 5-Schritte-Leitfaden für brenzlige Situationen, um nicht sofort impulsiv zurückzuschießen. Wir schenken dir am Ende keine banale Wohlfühl-Rhetorik, sondern 8 konkrete Werkzeuge für deinen Alltag – von der Stopp-Phrase über das Verkleinern von Entscheidungen bis hin zu der Erkenntnis, warum der Entwurfsordner in Outlook einer der unterschätztesten Beiträge zur Zivilisation ist. „Verstehen erweitert Verantwortung – es hebt sie nicht auf.“ Bist du bereit, herauszufinden, welcher Ich-Zustand bei dir gerade das Zepter schwingt? Hör jetzt rein und steuere dich selbst durch die Woche!

    #096 Was bedeutet Selbststeuerung – und wer führt dabei eigentlich wen? (Teil 2)

About

Wenn zwei erfahrene, reflektierte Coaches und Trainer aufeinander treffen, dann heißen ihre Gesprächsthemen gerne Entwicklung, Veränderung und Führung. Thomas Lorenzen und Thomas Wehrs wenden in endlosen Telefonaten und Treffen die einzige konstante Herausforderung der modernen Arbeits- und Lebenswelt: Wandel. Aus ihren Gedanken, Diskussionen und persönlichen Erfahrungen haben sie nun diesen Podcast gemacht. Permanent Change beleuchtet die Aspekte des Änderns und Verändertwerdens.

You Might Also Like