Kinderwunschlosglücklich - Mutmachergeschichten für ungewollt Kinderlose -

Susanne

Ungewollt kinderlos zu sein schmerzt und man fühlt sich häufig allein. Das soll sich jetzt ändern, denn ab sofort gibt es alle zwei Wochen den neuen Podcast "Kinderwunschlosglücklich". Hier lernt ihr Menschen kennen, die ungewollt kinderlos sind und euch erzählen, wie sie trotzdem glücklich und erfüllt leben, Hoffnung gefunden und Frieden mit ihrem Körper geschlossen haben. Das Leben bietet noch so viel mehr, wenn wir uns den Raum geben und den Mut finden, über unsere ungewollte Kinderlosigkeit zu sprechen. Dieses Tabuthema gehört in die Welt! Schreibt mir auf Insta: kinderwunschlosgluecklich

  1. Sep 22

    #144 Luisa lässt los - ihr Mann ist noch nicht so weit

    „Ach, vier Wochen später bin ich schwanger.“ Davon war Luisa überzeugt, als sie und ihr Mann 2020 in ihre Kinderwunschreise starteten. Sie hatten geheiratet, wollten eine Familie gründen – und kannten schließlich sogar Freunde, bei denen eine Kinderwunschbehandlung funktioniert hatte. Also: ICSI machen, schwanger werden, fertig. Heute sagt Louisa: „Ich war total blauäugig.“ Es folgen Punktionen, Transfers, Medikamente, Untersuchungen und immer neue Hoffnungen. Beim ersten Transfer schaut Louisa auf die Zellen und denkt: „Das ist jetzt mein Kind.“ Doch sie wird nicht schwanger. Mit jedem Versuch wird die Belastung größer. Luisa kämpft mit Überstimulation, Wassereinlagerungen, Schüttelfrost, Knochenschmerzen und Erschöpfung. Und irgendwann kommt der Moment, in dem sie sich fragt: „WTF – was tue ich mir hier eigentlich an?“ Denn während beide ein Kind wollen, trägt vor allem sie die körperliche Last. Sie fährt 14- oder 15-mal jeweils anderthalb Stunden zur Klinik. Als schließlich auch die Behandlung in einer neuen Klinik keine Hoffnung bringt, ist für Luisa auch körperlich irgendwann klar: Meine Grenze ist erreicht. Doch genau dort beginnt ein Teil dieser Geschichte, über den wir beim unerfüllten Kinderwunsch viel zu selten sprechen. Denn während Luisa langsam trauert, verarbeitet und beginnt, sich ein erfülltes Leben ohne eigenes Kind vorzustellen, hält ihr Mann noch immer am Bild des gemeinsamen Kindes fest. Sie verabschieden sich – aber nicht im gleichen Tempo. Ihr Mann zieht sich zurück, spricht weder mit Luisa noch mit Freunden über das, was in ihm passiert. Ihr Mann stellt plötzlich alles infrage: den Hof, ihre Ehe, ihre gemeinsame Zukunft. Und trotzdem erkennt sie: Endlich spricht er. Und jetzt? Wir einigen uns, dass diese Folge eine Fortsetzung braucht, die genau an dem Punkt ansetzt. Ich möchte mit einer Expertin darüber sprechen, warum manche Männer nach dem Ende einer Kinderwunschbehandlung erst anfangen zu trauern, warum ihnen häufig die Worte dafür fehlen – und wie Paare verhindern können, sich beim Abschied voneinander zu entfernen.

  2. Aug 11

    #141 Der letzte Versuch - Stephanie prüft PID

    Stephanie war bereits in Folge #111 von Kinderwunschlosglücklich zu Gast (Link siehe unten). Damals sagte sie einen Satz, der vielen Zuhörer:innen im Gedächtnis geblieben ist: „Ich möchte nicht die Happy End -Geschichte sein, falls es klappt!" Heute ist sie wieder da. Und sie erzählt eine Geschichte, die sie selbst nie erzählen wollte. Nach sechs Jahren Kinderwunschbehandlung, mehreren Fehlgeburten, biochemischen Schwangerschaften, einer leeren Fruchthülle und unzähligen Hoffnungen und Enttäuschungen wurde Stephanie schwanger. Doch diese Folge soll eben keine klassische Happy-End-Geschichte sein. Denn Stephanie erzählt offen, dass eine Schwangerschaft den Schmerz der vergangenen Jahre nicht einfach auslöscht. Sie spricht darüber, wie ihre Beziehung beinahe an der Kinderwunschzeit zerbrochen wäre, wie unterschiedlich sie und ihr Partner getrauert haben und warum sie rückblickend sagen kann: Es war ein sch*** Weg - denn der Preis war zu hoch. Besonders eindrücklich beschreibt sie den Moment, als ihr Partner innerlich bereits Abschied vom Kinderwunsch genommen hatte, während ihr Körper eine nicht intakte Schwangerschaft noch nicht loslassen konnte. Zwei Menschen, die gleichzeitig in völlig unterschiedlichen Phasen des Abschieds feststeckten. Als schließlich der letzte Versuch doch noch stattfand und der Schwangerschaftstest positiv war, war Stephanies erste Reaktion: „Es ist noch immer nicht vorbei.“ Stephanie erzählt außerdem von der außergewöhnlichen Begleitung durch ihre Kinderwunschärztin und gibt euch einen Überblick über die Möglichkeit einer Präimplantationsdiagnostik (PID) nach wiederholten Fehlgeburten. Bitte sagt Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch nicht, sie seien "schwanger geworden, weil sie losgelassen haben". Dieser Satz verletzt bis heute. Denn ihre Schwangerschaft ist nicht die Belohnung für sechs Jahre Leid. Der Weg bleibt schmerzhaft. Und genau deshalb möchte Stephanie, dass ihre Geschichte vollständig erzählt wird. Folge 111 mit Stephanie: hier klicken Wenn dir diese Folge gefallen hat, freue ich mich über eine Bewertung und wenn du sie mit Menschen teilst, die sich mehr Aufklärung und Sichtbarkeit rund um unerfüllten Kinderwunsch, wünschen.

  3. Jul 28

    #140 Ehrenamtlich „Mama“ - Silke engagiert sich als aktive Patin

    Nach Jahren im Kinderwunsch und dem Abschied von der Vorstellung eines eigenen Kindes hat Silke einen ganz besonderen Weg gefunden, Kinder in ihr Leben zu lassen: Sie engagiert sich ehrenamtlich als Patin für ein Mädchen aus Berlin. In dieser Folge erzählt sie, wie sie über ein Plakat auf das Patenschaftsprogramm aufmerksam wurde, warum sie sich parallel zum letzten Kryoversuch bereits mit Alternativen beschäftigt hat. Silke berichtet offen von ihrer Trauer nach dem unerfüllten Kinderwunsch und von der Unterstützung, die sie auf ihrem Weg erhalten hat. Gemeinsam sprechen wir darüber, wie eine Patenschaft entsteht, wie das Matching zwischen Familie und Paten abläuft und welche Rolle Vertrauen, Geduld und gegenseitiger Respekt auch mit den leiblichen Eltern dabei spielen. Heute verbringen Silke und ihr Mann jede Woche mehrere Stunden mit ihrem Patenkind. Einmal im Jahr gestalten sie gemeinsam ein Wünscheglas für die kommenden Monate. Dabei verschweigt Silke nicht die Herausforderungen: die anfängliche Nervosität, die Angst vor Zurückweisung oder Verlust, Loyalitätskonflikte gegenüber der Herkunftsfamilie und die Frage, ob man den Bedürfnissen eines Kindes wirklich gerecht wird. Besonders berührt hat mich ihr Blick auf die leiblichen Eltern (so wichtig!), die den Mut haben, Unterstützung zu suchen und anzunehmen und damit eine weitere Bezugsperson in das Leben ihrer Kinder zu lassen. Für Silke verdienen diese Familien großen Respekt. Wir sprechen außerdem darüber, warum eine Patenschaft kein Ersatz für ein eigenes Kind ist – und dennoch eine tiefe, bereichernde Beziehung entstehen kann. Darüber, wie sich ihr Verständnis für Elternschaft verändert hat und warum ihr Engagement ihr Leben auf eine Weise bereichert, die sie vorher nicht erwartet hätte. In dieser Folge erfährst du:• Wie eine ehrenamtliche Patenschaft funktioniert• Wie Familien und Patinnen zusammenfinden• Welche Voraussetzungen es für eine Patenschaft gibt• Wie Kinder in den Matching-Prozess einbezogen werden• Warum eine Patenschaft kein Kinderersatz ist Hilfreiche Links: ​AMSOC – Patenschaften in Berlin: https://www.amsoc-patenschaften.de​Känguru – hilft und begleitet (Diakonie Berlin): https://www.diakonie-portal.de/ehrenamt/kaenguru-hilft-und-begleitet​wellcome Berlin – praktische Hilfe für Familien: https://www.wellcome-online.de/hilfe-nach-der-geburt/deutschland/berlin/​Informationen zu Pflegefamilien und Adoption in Berlin: https://www.pflegekinder-berlin.de/vergleich-pflegefamilie-adoption/Wenn dir die Folge gefallen hat, freue ich mich über eine Bewertung und wenn du sie mit Menschen teilst, die nach neuen Wegen suchen, Kindern und Familien etwas von ihrer Zeit, Aufmerksamkeit und Fürsorge zu schenken.

  4. Jul 14

    #139 Wer kümmert sich um mich im Alter? Jennys Vorsorgetipps für Kinderlose

    Was passiert eigentlich, wenn wir im Alter Hilfe brauchen – und keine Kinder oder nahen Angehörigen da sind, die sich kümmern können? Darüber spreche ich in dieser Folge von Kinderwunschlosglücklich mit Jenny, die beruflich in einer Betreuungsbehörde arbeitet. Täglich begegnet sie Menschen, die nicht rechtzeitig vorgesorgt haben und deren Angelegenheiten dann von Fremden geregelt werden müssen. Sie erklärt, wie gesetzliche Betreuung tatsächlich funktioniert, welche Missverständnisse es gibt und warum wir keine Angst davor haben müssen, Hilfe anzunehmen. Wir sprechen darüber, welche Möglichkeiten insbesondere kinderlose Menschen schon zwischen 30 und 50 haben, um ihre Selbstbestimmung zu sichern. Und Ängste vor Zwangsbetreuung zu nehmen, denn sie erklärt auch, warum niemand gezwungen werden kann, eine Betreuung zu übernehmen, weshalb das Amtsgericht Betreuungsvorschläge prüft und was passiert, wenn keinerlei Vorsorge getroffen wurde. Außerdem werfen wir einen Blick auf die emotionale Seite des Themas: Warum viele Menschen Hilfe so lange wie möglich vermeiden, weshalb das Annehmen von Unterstützung oft schwerfällt und was wir aus belastenden Lebenssituationen – auch im unerfüllten Kinderwunsch – über Selbstfürsorge lernen können. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Frage, wie wir unser Leben schon heute leichter machen können. In dieser Folge erfährst du:• Wie gesetzliche Betreuung wirklich funktioniert• Was passiert, wenn niemand für dich Entscheidungen treffen kann• Warum eine Vorsorgevollmacht für Unverheiratete besonders wichtig ist• Wozu eine Betreuungsverfügung dient• Wie du deine Patientenverfügung sinnvoll hinterlegst• Warum Vorsorge bereits ab 30 Jahren sinnvoll sein kann• Weshalb Nachbarschaft und soziale Netzwerke im Alter so wertvoll sind• Wie du mehr Selbstbestimmung für deine Zukunft schaffen kannst Hilfreiche Links:• Vorsorgeregister: https://www.vorsorgeregister.de• Informationen zu Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung beim Bundesministerium der Justiz https://www.bmjv.de/DE/service/formulare/form_vorsorgevollmacht/form_vorsorgevollmacht_node.html Wenn dir die Folge gefallen hat, freue ich mich über eine Bewertung und wenn du sie mit Menschen teilst, für die dieses Thema ebenfalls wichtig sein könnte.

  5. Jun 30

    #138 - Sophias Regenbogenkind und Hilfe für Sterneneltern

    Sophia (37 Jahre) aus der Nähe von Oldenburg hat eine lange Kinderwunschreise hinter sich. In dieser Folge spricht sie offen über ihre stille Geburt in der 25. Schwangerschaftswoche, den Verlust ihres Sohnes und die Monate danach. Nur vier Monate später folgt der nächste Schock: eine Eileiterschwangerschaft, bei der ihr Eileiter platzt. Sophia verliert viel Blut und muss notoperiert werden – ein Moment, der über Leben und Tod entscheidet. Nach diesen Erfahrungen ist nichts mehr wie vorher. Der eigene Körper fühlt sich nicht mehr sicher an. Vertrauen geht verloren, Angst übernimmt. Es folgen zwei Jahre in der Kinderwunschklinik – ohne Erfolg. Und dann passiert das Unerwartete: Sophia wird auf natürlichem Weg schwanger. Doch statt Freude steht zunächst die Angst im Vordergrund. Die Sorge vor einer erneuten Eileiterschwangerschaft, vor einem weiteren Verlust oder einer erneuten stillen Geburt begleitet sie durch die Schwangerschaft. Selbst als ihre Tochter – ihr Regenbogenkind – geboren wird, ist nicht sofort alles gut. Sophia spricht ehrlich über Überforderung, Bindung, Ängste und die Zeit, die es braucht, um nach einer traumatischen Geburt und Verlust wieder anzukommen. Heute engagiert sie sich als Trauerbegleiterin für Sterneneltern und unterstützt Familien nach Verlust – unter anderem in der Selbsthilfegruppe👉 Sterneneltern Achim e.V. Kontakt zu Sophia und zu mir über: www.kinderwunschlosgluecklich.de

  6. Jun 16

    #137 Bea - Wassereinlagerungen nach Überstimulation durch IVF

    Bea teilt in dieser Folge ihre intensive Erfahrung mit einer Überstimulation (OHSS – Ovarielles Hyperstimulationssyndrom) im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung. Nach unregelmäßigen Zyklen (50–135 Tage), ausbleibendem Eisprung und insgesamt 9 IVF-Behandlungen steht sie mitten in der künstlichen Befruchtung – als ihr Körper plötzlich heftig reagiert. Nach der Eizellenentnahme (Punktion) treten starke Wassereinlagerungen im Bauch, rasche Gewichtszunahme, Atemnot, Übelkeit und massive körperliche Einschränkungen auf. Innerhalb weniger Tage nimmt Bea bis zu 10 Kilo zu – ein klassischer, aber oft unterschätzter Verlauf einer mittelschweren Überstimulation. Diese Folge beleuchtet: ​typische und untypische OHSS Symptome (z. B. aufgeblähter Bauch, wenig Urin trotz viel Trinken, Druckgefühl im Oberbauch)​Risiken wie Thrombose, Lungenembolie oder im Extremfall Nierenversagen​warum eine Überstimulation auch ein Hinweis auf eine mögliche Einnistung sein kann​wann du unbedingt ins Krankenhaus solltest​und welche Tipps bei Wassereinlagerungen nach IVF helfen können Bea spricht offen über Unsicherheiten und ihren wichtigsten Lernmoment: früher auf den eigenen Körper hören und medizinische Hilfe in Anspruch nehmen. Diese Folge ist ein wichtiger Erfahrungsbericht für alle Frauen in der Kinderwunschreise, die sich mit IVF, ICSI, Hormonstimulation und möglichen Nebenwirkungen auseinandersetzen. Kontakt zu Bea oder mir: https://kinderwunschlosgluecklich.de/

About

Ungewollt kinderlos zu sein schmerzt und man fühlt sich häufig allein. Das soll sich jetzt ändern, denn ab sofort gibt es alle zwei Wochen den neuen Podcast "Kinderwunschlosglücklich". Hier lernt ihr Menschen kennen, die ungewollt kinderlos sind und euch erzählen, wie sie trotzdem glücklich und erfüllt leben, Hoffnung gefunden und Frieden mit ihrem Körper geschlossen haben. Das Leben bietet noch so viel mehr, wenn wir uns den Raum geben und den Mut finden, über unsere ungewollte Kinderlosigkeit zu sprechen. Dieses Tabuthema gehört in die Welt! Schreibt mir auf Insta: kinderwunschlosgluecklich

You Might Also Like