Frühe Bildung

Institut Frühe Bildung 0 bis 8 PHSG

Der Podcast "Frühe Bildung" richtet sich an alle, die beruflich (in Kita, Kindergarten, Spielgruppe...) oder privat mit jüngeren Kindern zu tun haben. Der Podcast greift deine Fragen zur frühen Bildung auf, informiert zu Erkenntnissen aus der Wissenschaft und lässt Expert*innen aus der Praxis reden. Frühe Bildung zum Mithören - wo immer du gerade bist! Der Podcast ist eine Produktion des Instituts Frühe Bildung 0 bis 8 der Pädagogischen Hochschule St.Gallen: www.frühe-bildung.ch

  1. 6d ago

    32.2 Eingewöhnung in der Kita im Kontext von Mehrsprachigkeit: Phasen 3–6

    Am Anfang der Eingewöhnung sind die Eltern für das Kind in der Kita noch sehr präsent. Doch das Ziel ist ja, dass sich das Kind auch ohne die Eltern in der Kita wohl fühlt. Wie kann dieser Trennungsprozess bindungsorientiert gestaltet werden? Und wie können Familien unterstützt werden, deren Familiensprache nicht Deutsch ist? Antworten darauf liefert diese Folge, zusammen mit den Expertinnen Janine Hostettler Schärer und Elif Canpolat. Dr. Janine Hostettler Schärer ist ursprünglich Kindergartenlehrperson und hat Erziehungswissenschaften an der Universität Zürich studiert. In Vancouver (CA) hat sie an der Simon Fraser University in pädagogischer Psychologie promoviert und dabei Thematiken rund um Transitionen fokussiert. Aktuell ist sie Dozentin an der Pädagogischen Hochschule St.Gallen und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut Frühe Bildung 0 bis 8. Elif Canpolat ist Kita-Leiterin im Kinderhaus Schwamendingen in Zürich und zudem in verschiedenen Arbeitsgruppen der Stadt Zürich tätig sowie Ansprechperson für Sexualpädagogik im Frühbereich. Ursprünglich hat sie die Ausbildung zur Sozialpädagogin HF absolviert. Das Staatssekretariat für Migration der Schweizerischen Eidgenossenschaft unterstützte diese Podcastfolge finanziell als Teil des Praxistransfers des Forschungsprojektes «Eingewöhnung in Kitas mit Kindern und Eltern mit geringen Kenntnissen der Lokalsprache». Das Forschungsprojekt wurde vom Institut Frühe Bildung 0 bis 8 der Pädagogischen Hochschule St.Gallen im Rahmen des Forschungsprogramms 2021–2024 des Wissenschaftlichen Kompetenzzentrums für Mehrsprachigkeit verantwortet, welches vom Bundesamt für Kultur finanziert wurde. Literatur aus der Folge, die frei verfügbar ist: Praxisbrochure: Vogt, F., Hostettler Schärer, J., Bohler, F.,& Deiner, C. (2026). Praxisbroschüre Eingewöhnung in Kitas. Bei der Zusammenarbeit mit Eltern Sprachbarrieren überwinden. Pädagogische Hochschule St.Gallen. LINK Projektwebsite mit Plakaten in verschiedenen Sprachen und mit der Vorlage für das Verlaufsprotokoll für die Eingewöhnung: LINK Forschungsbericht: Vogt, F., Hostettler Schärer, J., Bohler, F., & Deiner, C. (2026). Eingewöhnung in Kitas mit Kindern und Eltern mit geringen Kenntnissen der Lokalsprache: Forschungsbericht = Adaptation en crèche pour des enfants et des parents ayant une connaissance limitée de la langue locale: Rapport de recherche. = Ambientamento negli asili nido con bambini e genitori con scarse conoscenze della lingua locale Rapporto di ricerca. = Transition to centre-based childcare for children and parents with limited local language skills: Research report. Wissenschaftlichen Kompetenzzentrums für Mehrsprachigkeit Universität Freiburg. LINK   Weiterführende Literatur, die frei verfügbar ist: Stadtzürcher Eingewöhnungsmodell: LINK

  2. Sep 13

    32.1 Eingewöhnung in der Kita im Kontext von Mehrsprachigkeit: Phasen 1 und 2

    Wir wissen es alle – ein Kind darauf vorzubereiten, sich in der Kita zuhause zu fühlen, benötigt viel Fingerspitzengefühl. Erst recht, wenn auf den ersten Blick keine gemeinsame Sprache verfügbar ist. Ein Forschungsprojekt der PHSG hat neue Erkenntnisse zur Eingewöhnung im Kontext von Mehrsprachigkeit geliefert und in ein Sechs-Phasen Eingewöhnungsmodell integriert. In dieser Folge bieten wir einen Überblick über das Eingewöhnungsmodell und fokussieren die ersten beiden Phasen, in denen die Eltern mit dem Kind in der Kita spielen und sich die Bezugsfachperson immer mehr auch in das gemeinsame Spiel einbringt. Unterstützt werden wir dabei durch die Praxisexpertin Elif Canpolat und die Expertin aus der Forschung, Janine Hostettler Schärer. Elif Canpolat ist seit 15 Jahren im Vorschulbereich tätig. Aktuell ist sie Kita-Leiterin im Kinderhaus Schwamendingen in Zürich. Sie hat an verschiedenen Projekten der Stadt Zürich mitgewirkt, so auch zu Mehrsprachigkeit. Ausserdem unterrichtet sie auf Berufsschulebene in der Ausbildung angehender Kita-Fachpersonen. Dr. Janine Hostettler Schärer war in der Co-Leitung des Forschungsprojekts «Eingewöhnung in Kitas mit Kindern und Eltern mit geringen Kenntnissen der Lokalsprache». Sie ist Mitarbeiterin im Institut Frühe Bildung 0 bis 8 der Pädagogischen Hochschule St.Gallen. Sie hat ihre Dissertation zum Thema «Transitionen» verfasst und gibt seither auch Weiterbildungen zu diesem Thema. Das Staatssekretariat für Migration der SchweizerischenEidgenossenschaft unterstützte diese Podcastfolge finanziell als Teil des Praxistransfers des Forschungsprojektes "Eingewöhnung in Kitas mit Kindern und Eltern mit geringen Kenntnissen der Lokalsprache". Das Forschungsprojekt wurde vom Institut Frühe Bildung 0 bis 8 der Pädagogischen Hochschule St.Gallen im Rahmen des Forschungsprogramms 2021-2024 des Wissenschaftlichen Kompetenzzentrums für Mehrsprachigkeit verantwortet, welches vom Bundesamt für Kultur finanziert wurde. Literatur aus der Folge, die frei verfügbar ist: Praxisbrochure: Vogt, F., Hostettler Schärer, J., Bohler, F.,& Deiner, C. (2026). Praxisbroschüre Eingewöhnung in Kitas. Bei der Zusammenarbeit mit Eltern Sprachbarrieren überwinden. Pädagogische Hochschule St.Gallen. LINK Projektwebsite mit Plakaten in verschiedenen Sprachen und mit der Vorlage für das Verlaufsprotokoll für die Eingewöhnung: LINK   Forschungsbericht: Vogt, F., Hostettler Schärer, J., Bohler, F., & Deiner, C. (2026). Eingewöhnung in Kitas mit Kindern und Eltern mit geringen Kenntnissen der Lokalsprache: Forschungsbericht = Adaptation en crèche pour des enfants et des parents ayant une connaissance limitée de la langue locale: Rapport de recherche. = Ambientamento negli asili nido con bambini e genitori con scarse conoscenze della lingua locale Rapporto di ricerca. = Transition to centre-based childcare for children and parents with limited local languageskills: Research report. Wissenschaftlichen Kompetenzzentrums für Mehrsprachigkeit Universität Freiburg. LINK Weiterführende Literatur, die frei verfügbar ist: Stadtzürcher Eingewöhnungsmodell: LINK

  3. May 24

    31.2 Kinder mit herausforderndem Verhalten: Exekutive Funktionen

    Kinder mit wenig angepasstem Verhalten stellen uns Fachpersonen oft vor Herausforderungen. In dieser Episode üben wir uns in einem Perspektivwechsel: der Blick geht weg vom Kind als Ursprung des Problems hin zur Frage, wie die Umstände so angepasst werden können, dass das Kind entsprechend seinem Entwicklungsstand nicht mehr überfordert ist und so auch wieder Entwicklungsfortschritte machen kann. Dies tun wir gemeinsam mit einer Expertin mit Fokus auf die Praxis, Jette Hunsperger und mit einer Entwicklungspsychologin, Claudia Roebers. Jette Hunsperger arbeitete als Sozial- und Sonderpädagogin mit Menschen mit Hörsehbehinderungen, wobei sie sich intensiv mit Kommunikation unter erschwerten Bedingungen befasste. Später wechselte sie in die Heilpädagogische Früherziehung. In dieser Funktion begleitete sie Familien von Kindern mit Beeinträchtigungen der Entwicklung. Die Entwicklung exekutiver Funktionen war dort stets implizites Thema. Heute unterrichtet sie an der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik Zürich im Masterstudiengang Heilpädagogische Früherziehung.    Prof. Dr. Claudia Roebers ist Professorin für Entwicklungspsychologie und leitet die Abteilung an der Universität Bern im Institut Psychologie. Im Zentrum ihrer Forschung stehen komplexe kognitive Prozesse, insbesondere die exekutiven Funktionen, die sie in zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten untersucht hat. Ein weiteres Anliegen ihrer Forschung ist die Frage, unter welchen Voraussetzungen Kinder eine Metaperspektive auf ihr eigenes Denken und Handeln entwickeln. Weiterführende Literatur, die frei verfügbar ist: Grolimund, F., & Rietzler, S. (o.A.). Konzentration und Aufmerksamkeit fördern. Exekutive Funktionen und ADHS. LINK Rauch, W. A. (2022). Exekutive Funktionen. In M. Gebhardt, D. Scheer & M. Schurig (Hrsg.). Handbuch der sonderpädagogischen Diagnostik. Grundlagen und Konzepte der Statusdiagnostik, Prozessdiagnostik und Förderplanung (S. 163‐174). Regensburg: Universitätsbibliothek. ⁠LINK⁠ Weiterführende Literatur: Roebers, C. M., Röthlisberger, M., Neuenschwander, R., & Cimeli, P. (2014). Nele und Noa im Regenwald. Berner Material zur Förderung exekutiver Funktionen – Manual. Reinhardt. Roebers, C. M., & Hasselhorn, M. (2018). Schulbereitschaft: Zur theoretischen Fundierung des Konstruktes. In W. Schneider & M. Hasselhorn (Hrsg.). Schuleingangsdiagnostik: Tests und Trends (S. 1-18). Hogrefe. Center on the Developing Child, Harvard University (2016). Exekutive Funktionsfähigkeiten üben und verbessern – von der frühen Kindheit bis ins Jugendalter. In Kubesch, S. (Hrsg.). Exekutive Funktionen und Selbstregulation. Neurowissenschaftliche Grundlagen und Transfer in die Pädagogische Praxis (2. aktualisierte und erweiterte Auflage). Hogrefe. Walk, L. & Evers, W. (2013). Fex – Förderung exekutiver Funktionen. Wissenschaft – Praxis – Förderspiele. Wehrfritz.

  4. May 11

    31.1 Das eigene Verhalten steuern lernen: Exekutive Funktionen

    «Wir können uns eigentlich keine Situation im Alltag vorstellen, wo wir keine exekutiven Funktionen brauchen», sagt Claudia Roebers, die Expertin aus der Forschung. Wie ausgeprägt unsere Fähigkeiten bezüglich exekutiver Funktionen sind, hat einen grossen Einfluss auf unser Leben. Entsprechend wichtig ist es, Kindern Gelegenheiten zu geben, ihre exekutiven Funktionen zu trainieren – anhand vielfältiger alltäglicher Situationen. Als Beispiel, wie wir bereits mit den Kleinsten spielerisch an ihren exekutiven Folgen arbeiten, nennt Jett Hunsperger – die Expertin mit Fokus auf die Praxis – das Kuckuck-Spiel. Dr. Claudia Roebers ist Professorin für Entwicklungspsychologie und leitet die entsprechende Abteilung an der Universität Bern am Institut Psychologie. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen höhergeordnete kognitive Prozesse, insbesondere die exekutiven Funktionen, zu denen sie zahlreiche Studien durchgeführt hat. Zudem unterrichtet sie auf Bachelor-, Master- und Doktoratsstufe. Jette Hunsperger ist ausgebildete Sozialpädagogin und arbeitete unter anderem in der Heilpädagogischen Früherziehung. Dort war sie in vielfältigen Familien tätig. Dabei waren die exekutiven Funktionen immer wieder ein wichtiger Fokus in ihrem beruflichen Alltag. Zurzeit arbeitet sie als Dozentin an der Hochschule für Heilpädagogik Zürich im Studiengang Heilpädagogische Früherziehung. Literatur, die in der Folge verwendet wurde: Roebers, C. M., Röthlisberger, M., Neuenschwander, R., & Cimeli, P. (2014). Nele und Noa im Regenwald. Berner Material zur Förderung exekutiver Funktionen – Manual. Reinhardt. Roebers, C. M., & Hasselhorn, M. (2018). Schulbereitschaft: Zur theoretischen Fundierung des Konstruktes. In W. Schneider & M. Hasselhorn (Hrsg.). Schuleingangsdiagnostik: Tests und Trends (S. 1-18). Hogrefe. Weiterführende Literatur:  Center on the Developing Child, Harvard University (2016). Exekutive Funktionsfähigkeiten üben und verbessern – von der frühen Kindheit bis ins Jugendalter. In Kubesch, S. (Hrsg.). Exekutive Funktionen und Selbstregulation. Neurowissenschaftliche Grundlagen und Transfer in die Pädagogische Praxis (2. aktualisierte und erweiterte Auflage). Hogrefe. Walk, L. & Evers, W. (2013). Fex – Förderung exekutiver Funktionen. Wissenschaft – Praxis – Förderspiele. Wehrfritz.

  5. Apr 27

    30.2 Psychomotorik: Wie sie wirkt

    Die Psychomotorik gehört zum Grundangebot des Schweizer Schulsystems. Entsprechend steht das Angebot allen Kindern offen, die es benötigen. In dieser Folge berichten wir von einer Studie, in der der Psychomotorik eine gute Wirksamkeit attestiert wird. Für Psychomotorik zeigen sich gute Effekte für die Förderung motorischer Kompetenzen, sozial-emotionaler Kompetenzen und der mentalen Gesundheit. Ausserdem berichten wir anhand eines Fallbeispiels zum Thema Feinmotorik davon, wie sich die Abläufe gestalten von der Problemstellung im Kindergartensetting, über die Abklärung, ein Beispiel einer konkreten Therapiesitzung bis hin zum Abschluss der Therapie. Für die Folgen haben wir Olivia Gasser-Haas und Stephanie Fink interviewt. Olivia Gasser-Haas arbeitet an der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik Zürich (HfH). Die promovierte Erziehungswissenschaftlerin hat dort die Studiengangsleitung im Master Psychomotoriktherapie inne. Olivia Gasser-Haas ist selbst ausgebildete Psychmotoriktherapeutin. Stephanie Fink arbeitet ebenfalls an der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik Zürich (HfH), vor allem im Studiengang Psychomotoriktherapie. Sie hat selbst Psychomotoriktherapie an der Hochschule für Heilpädagogik studiert und während mehreren Jahren als Psychomotoriktherapeutin mit Kindern, Lehrpersonen und Eltern aus der Regel- und Sonderschule gearbeitet. Neben ihrer jetzigen Arbeit an der Hochschule ist sie weiterhin stark mit der Praxis verbunden. Literatur, die in der Folge verwendet wurde: Solenthaler, A., Gasser-Haas, O., Nideröst, M., Fink, S., Link, P.-C., Sticca, F. & Hövel, D. C. (2026). Integrating Movement, Emotion and Cognition: A Meta-Analysis of the Effectiveness of Movement-Base Interventions for Motor Skills, Social Emotional Learning, and Mental Health. European Psychomotricity Journal, 1, 48-65. LINK Kuhlenkampf, S. (2022). Lehrbuch Psychomotorik. Utb. Link zum Praxistipp: Verband der Psychomotoriktherapeut:innen Schweiz: LINK

  6. Mar 23

    29.2 Demokratiebildung in Institutionen der frühen Bildung

    Demokratie lässt verschiedene Meinungen zu und baut auf Aushandlungsprozessen auf. In der Demokratie gibt es Prozesse und formelle Partizipationsformate, die solch demokratische Entscheide herbeiführen können. Bereits junge Kinder können Erfahrungen mit solchen Prozessen und Formaten sammeln. Warum daswichtig ist und wie das umgesetzt werden kann, besprechen wir in dieser Folge mit den Expertinnen Judith Durand und Sabine Müller. Judith Durand ist Erziehungswissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt Frühpädagogik. Sie ist aktuell am Deutschen Jungendinstitut in der Forschung tätig und beschäftigt sich unter anderem mit der pädagogischen Qualität in der Kita und mit Themen wie Partizipation, Inklusion, Demokratie und Sprachbildung. Sabine Müller leitet seit 7 Jahren eine Kita, die zum Träger «Katholische Kita gGmbH Trier» gehört und ist bereits seit 28 Jahren als ausgebildete Fachperson im Kitabereich tätig. Sie hat sich in diesem Zusammenhang intensiv mit Demokratiebildung und Partizipation auseinandergesetzt und bildet sich dazu aktuell zur Multiplikatorin weiter. Auch diese Folge bietet konkrete Ideen und Überlegungen zur konkreten Umsetzung in Institutionen der Frühen Bildung.   Literatur, die in der Folge verwendet wurde: Rehmann, Y. (2018). Partizipation in der Krippe –Grundlagen und Anregungen für die Praxis. Kita Fachtexte. Link Hansen, R., Knauer, R, & Sturzenhecker, B. (2015). Partizipation in Kindertageseinrichtungen, So gelingt Demokratiebildung mit Kindern! Das Netz. Weiterführende Literatur der Expertin aus der Forschung, die frei verfügbar ist: Eberlein, N., Durand, J., & Birnbacher, L. (2021). Bildung und Demokratie mit den Jüngsten: Bezugstheorien, Diskurse und Konzepte zur Demokratiebildung in der Kindertagesbetreuung. Beltz Juventa. Link Durand, J. & Birnbacher, L. (2021). Demokratiebildung in der Kita. DJI impluse. Das Forschungsmagazin des Deutschen Jugendinstituts. 1(21), S. 14 – 18. Link

  7. Mar 9

    29.1 Demokratiebildung im frühpädagogischen Alltag

    Wie sieht Demokratiebildung und echte Partizipation im frühpädagogischen Alltag aus? Welche Haltungen und Rollen nehmen Fachpersonen in der Demokratiebildung ein? Das sind die zwei Fragestellungen, die uns durch diese Folge begleiten.   Wir haben uns als Gesellschaft für die Demokratie entschieden. Erfahrungen in der demokratischen Lebensweise gewinnen Kinder durch Partizipation. Partizipation wird in diesem Kontext so gefasst, dass die Kinder sich an Entscheidungen beteiligen können, die sie in ihrem Alltag betreffen. Sabine Müller, die Praxisexpertin betont, dass dies nicht bedeutet, dass jedes Kind macht, was es will. Es geht vielmehr um Aushandlungsprozesse. Die Kinder sollen sich früh als Teil der Gesellschaft wahrnehmen und erleben, dass ihre Anliegen gehört werden.  Sabine Müller ist seit 28 Jahren im Kitabereich tätig, zuerst als Mitarbeiterin und seit 7 Jahren als Kita-Leitung in einer Kita, die zum Träger «Katholische Kita gGmbH Trier» gehört. Im Rahmen ihrer Arbeit hat sie sich intensiv mit Demokratiebildung und Partizipation in der frühen Kindheit auseinandergesetzt. Aktuell absolviert sie die Ausbildung zur Multiplikatorin im Bereich Demokratiebildung.    Die Praxisexpertin und die Expertin aus der Wissenschaft, Judith Durand, sind sich einig, dass Kinder jeden Alters anzeigen, was sie wollen und brauchen. Fachpersonen der frühen Bildung brauchen ein gutes Sensorium dafür, die entsprechenden Signale wahrzunehmen.  Judith Durand ist Erziehungswissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt Frühpädagogik. Sie hat an verschiedenen Publikationen zum Thema Demokratiebildung mitgewirkt (siehe unten). Aktuell ist sie am Deutschen Jugendinstitut in der Forschung tätig. Dort liegt ein Fokus auf der Schnittstelle von Forschung, Praxis und Politikberatung.  Weiterführende Literatur der Expertin aus der Forschung, die frei verfügbar ist:  Eberlein, N., Durand, J., & Birnbacher, L. (2021). Bildung und Demokratie mit den Jüngsten: Bezugstheorien, Diskurse und Konzepte zur Demokratiebildung in der Kindertagesbetreuung. Beltz Juventa. Link Durand, J. & Birnbacher, L. (2021). Demokratiebildung in der Kita. DJI impluse. Das Forschungsmagazin des Deutschen Jugendinstituts. 1(21), S. 14 – 18. Link Literatur, die in der Folge verwendet wurde (frei verfügbar):   Rehmann, Y. (2018). Partizipation in der Krippe – Grundlagen und Anregungen für die Praxis. Kita Fachtexte. Link

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Der Podcast "Frühe Bildung" richtet sich an alle, die beruflich (in Kita, Kindergarten, Spielgruppe...) oder privat mit jüngeren Kindern zu tun haben. Der Podcast greift deine Fragen zur frühen Bildung auf, informiert zu Erkenntnissen aus der Wissenschaft und lässt Expert*innen aus der Praxis reden. Frühe Bildung zum Mithören - wo immer du gerade bist! Der Podcast ist eine Produktion des Instituts Frühe Bildung 0 bis 8 der Pädagogischen Hochschule St.Gallen: www.frühe-bildung.ch

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