Wissensreisende

Heinz Christian Frickenschmidt, Jan Bröhl

Jede Woche liefern die Wissensreisenden neue Geschichten aus Zeit und Raum. Es gibt kein begrenztes Themengebiet, jeden Episode ist eine Überraschung, aber unterhaltsam wird es in jedem Falle! Eure Wissensreisenden sind Cris und Jan. Wir wünschen gute Unterhaltung! Mit dem Abo bekommt ihr zusätzlich sofort Zugriff auf die Bonus Folgen. Hier ist der Link zum Abo: https://creators.spotify.com/pod/show/wissensreisende/subscribe

  1. WR205 - Ein ungeklärtes Mysterium: Die verschwundenen Leuchtturmwärter von den Flannan Inseln

    2D AGO

    WR205 - Ein ungeklärtes Mysterium: Die verschwundenen Leuchtturmwärter von den Flannan Inseln

    Ein Versorgungsschiff nähert sich den abgelegenen Flannan-Inseln vor der schottischen Küste. Der Leuchtturm, der seit Tagen dunkel geblieben ist, ragt stumm in den grauen Winterhimmel. Kein Signal. Keine Antwort. Kein Lebenszeichen. Als die Crew an Land geht, erstarrt ihnen das Blut in den Adern. Der Leuchtturm ist intakt. Das Logbuch liegt offen. Der Tisch ist gedeckt — eine Mahlzeit halb gegessen, ein Stuhl umgeworfen, als hätte jemand den Raum in panischer Eile verlassen. Die Uhr steht still. Und die drei erfahrenen Leuchtturmwärter — James Ducat, Thomas Marshall und Donald MacArthur — sind einfach verschwunden. Keine Leichen. Kein fehlendes Boot. Kein Notsignal. Der letzte Eintrag im Logbuch beschreibt die Männer in einem Zustand merkwürdiger Angst — ungewöhnlich für hartgesottene Seeleute, die unzählige Atlantikstürme überstanden hatten. Was hatte sie so tief erschreckt? Und wohin sind sie gegangen? War es eine gewaltige Sturmwelle? Ein tragischer Unfall? Massenhysterie? Oder etwas, das keine offizielle Untersuchung jemals beim Namen nennen wollte? Über 120 Jahre später bleibt das Rätsel der Flannan-Inseln eines der unheimlichsten und ungeklärtesten Verschwinden in der gesamten Seefahrtsgeschichte. Die Antwort? Niemand weiß es. Und genau das ist vielleicht das Erschreckendste von allem. --- Hier könnt ihr unseren Podcast direkt unterstützen: https://steady.page/de/wissensreisende https://creators.spotify.com/pod/profile/wissensreisende/subscribe

    52 min
  2. WR203 - Zwischen den Imperien: Wie Siam das Unmögliche schaffte

    JAN 29

    WR203 - Zwischen den Imperien: Wie Siam das Unmögliche schaffte

    1855, Bangkok: König Mongkut empfängt einen britischen Gesandten. Draußen im Hafen liegt eine Flotte. Die Verhandlungen sind keine echten Verhandlungen – es ist ein Ultimatum. Mongkut muss entscheiden: Kämpfen und das Schicksal Burmas teilen? Oder kapitulieren und hoffen, dass Siam überlebt? Das 19. Jahrhundert ist das Jahrhundert des europäischen Kolonialismus in Südostasien. Burma fällt an Großbritannien – in drei Kriegen, über 60 Jahre hinweg. Vietnam, Kambodscha und Laos werden französisch. Nur Siam, mittendrin, bleibt unabhängig. Aber nicht durch militärische Stärke. Sondern durch visionäre Führung, schmerzhafte Kompromisse und eine brillante Strategie: Siam positioniert sich als Pufferstaat zwischen zwei Rivalen, die keine gemeinsame Grenze wollen. König Mongkut – 27 Jahre lang buddhistischer Mönch, bevor er den Thron besteigt – öffnet Siam kontrolliert. Sein Sohn Chulalongkorn modernisiert das Land radikal: Sklaverei abgeschafft, Verwaltung reformiert, Eisenbahnen gebaut. Und als 1893 französische Kanonenboote vor dem Königspalast ankern, trifft er die unmögliche Entscheidung: Laos aufgeben, um Bangkok zu retten. Ein Drittel des Territoriums geht verloren. Aber Siam überlebt. Als einziges Land in Südostasien. Bis heute ist "nie kolonisiert" der Kern thailändischer Identität – ein Stolz, der das Land von allen seinen Nachbarn unterscheidet. Eine Geschichte über Pragmatismus, Opfer und die Frage: Wann kämpft man – und wann gibt man nach, um zu überleben? Hier könnt ihr unseren Podcast direkt unterstützen: https://steady.page/de/wissensreisende https://creators.spotify.com/pod/profile/wissensreisende/subscribe

    48 min
  3. WR202 - Die Latrinenkatastrophe von Erfurt im Jahr 1184

    JAN 22

    WR202 - Die Latrinenkatastrophe von Erfurt im Jahr 1184

    Am 26. Juli 1184 ereignete sich in Erfurt eines der bizarrsten Unglücke der mittelalterlichen Geschichte. Der junge König Heinrich der Sechste hatte die Elite des Reiches versammelt, um einen Streit zwischen dem mächtigen Erzbischof Konrad von Mainz und Landgraf Ludwig dem Dritten von Thüringen zu schlichten. Doch während die Adeligen im oberen Stockwerk eines Gebäudes berieten, brachen die morschen Holzbalken unter ihrem Gewicht. Die Versammelten stürzten durch zwei Etagen – und landeten in einer Latrinengrube. Etwa sechzig Menschen starben, viele von ihnen ertranken in den Fäkalien, die sich über Jahre dort angesammelt hatten. In dieser Folge erzählen wir die vollständige Geschichte hinter der Katastrophe. Wir reisen zunächst zum glanzvollen Mainzer Pfingstfest, wo ein Unwetter bereits als böses Omen gedeutet wurde. Wir lernen die Hauptakteure kennen: den achtzehnjährigen König, den streitbaren Landgrafen und den erfahrenen Erzbischof. Wir rekonstruieren den Ablauf des Unglücks, erfahren, wer überlebte und warum, und fragen uns, wie die europäische Geschichte verlaufen wäre, hätte der König an jenem Tag sein Leben verloren. Eine Geschichte über mittelalterliche Machtkämpfe, fragile Bauwerke und die Erkenntnis, dass der Unterschied zwischen Leben und Tod manchmal nur in einer steinernen Fensternische liegt. Hier könnt ihr unseren Podcast direkt unterstützen: https://steady.page/de/wissensreisende https://creators.spotify.com/pod/profile/wissensreisende/subscribe

    53 min

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