TrashTalk - Der Branchenpodcast der Abfallwirtschaft

Julia Hobohm, Tom Wilfer

Trash Talk ist der Podcast für alle Themen rund um die Abfallwirtschaft. DGAW-Vorständin Julia Hobohm und EUWID-Chefredakteur Tom Wilfer beleuchten ein Mal im Monat die aktuellen wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen rund um die Entsorgungs- und Recyclingbranche. Auch darüber hinausgehende Aspekte zur Kreislaufwirtschaft wie Produzentenverantwortung und „Design for Recycling“ werden diskutiert. Im zweiten Teil einer jeder Ausgabe gehen die beiden Moderatoren im Gespräch mit wechselnden Gästen aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft auf spezielle Sonderthemen rund um Abfall, Recycling und Kreislaufwirtschaft ein. Der Podcast richtet sich an alle, die sich für die Branche sowie die Themen Abfallwirtschaft, Recycling, Kreislaufwirtschaft, Nachhaltigkeit etc. interessieren. Mögliche Interessenten finden sich in Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Behörden, Umweltverbänden.

  1. FEB 27

    Folge 49: „Wir brauchen einheitliche Abfallende-Regelungen für Altpapier“ – Romy Kölmel und Martin Drews im Gespräch

    In der ersten Hälfte der aktuellen Folge dreht sich alles um neue rechtliche Rahmenbedingungen im Abfallbereich. Julia und Tom sprechen über Gesetzgebungsentwürfe, Rechtsgutachten und Forderungen nach weniger strengen Vorgaben. Konkret geht es um das vom Bundeskabinett beschlossene Verpackungsrecht-Durchführungsgesetz. Welche Änderungen gab es im Vergleich zum vorherigen Entwurf? Und warum kommt Kritik von Entsorgern und Kommunen? Danach steht die erweiterte Herstellerverantwortung im Textilbereich im Fokus. Wer soll künftig sammeln? Wer zahlt? Und wie realistisch sind die diskutierten Sammelziele? Die beiden TrashTalker beleuchten unterschiedliche Gutachten, diskutieren die Idee einer gemeinsamen Herstellerstelle und schauen auf offene Punkte im angekündigten Eckpunktepapier des Bundesumweltministeriums. Außerdem geht es um die Forderung, die Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm zu verschieben – und um die klare Ablehnung dieses Vorstoßes durch das Umweltministerium. Und ein bisschen Glanz gibt es ebenfalls: In Italien wurden 20 versehentlich entsorgte Goldbarren wiedergefunden – nicht in der Kloake, aber immerhin auf der Deponie. Im zweiten Teil rückt der TrashTalk gemeinsam mit Romy Kölmel vom bvse und Martin Drews vom Verband Die Papierindustrie den Stoffstrom Altpapier in den Mittelpunkt – ein Material, das wie kaum ein anderes für funktionierende Kreislaufwirtschaft steht. Mit einer Einsatzquote von über 80 Prozent ist Altpapier einer der wichtigsten Rohstoffe der deutschen Papierindustrie. Gleichzeitig lässt es sich über viele Zyklen hinweg recyceln. Doch der Markt verändert sich. Der Strukturwandel, sinkende Mengen grafischer Papiere, neue Materialmischungen und innovative Verbundverpackungen stellen Fabriken und Entsorger vor neue Herausforderungen. Im Gespräch erklären die beiden Experten, welche Qualitätsanforderungen wichtig sind und warum getrennte Erfassungssysteme ein entscheidender Erfolgsfaktor sind. Auch die unterschiedlichen Regelungen in Europa – etwa beim Thema Abfallende – kommen zur Sprache. Sie zeigen, warum ein „Schengen-Raum für Altpapier“ mehr wäre als nur ein schönes Bild. Die Folge macht deutlich: Der Papierkreislauf funktioniert. Aber er braucht klare Qualitätsstandards, praktikable Regulierung und eine europaweit konsistente Systematik im Umgang mit dem Rohstoff.

    1h 14m
  2. JAN 30

    Folge 48: „Beim Bioabfall kommt Qualität immer vor Quantität“ – Tanja Schweitzer von #wirfuerbio zu Gast

    Das neue Jahr startet im TrashTalk mit einer Premiere! Einer musikalischen! Dafür muss man sich aber etwas gedulden. Bis zur Hälfte etwa. Vorher schauen Julia und Tom im ersten Teil noch auf die aktuellen Themen der Recycling- und Entsorgungsbranche. Im Fokus stehen dabei die zwischen kommunalen Entsorgern und der Privatwirtschaft kontrovers diskutierte Ausgestaltung der erweiterten Herstellerverantwortung im Textilbereich, die Stimmungslage der Entsorgungsbranche für 2026 sowie das Winterpaket der EU-Kommission zur Stärkung des Kunststoffrecyclings. Nicht nur wegen des Geschenks aus Brüssel (und weiterer Präsente) gibt es einen Blick zurück auf Weihnachten: In der Londoner Kanalisation wurde rund um die Feiertage erneut ein riesiger Fettberg entdeckt. Ursache dafür: Falsch entsorgte Fette und Öle. Nach der versprochenen Musikeinlage geht es entsprechend eingestimmt auch im zweiten Teil um die Entsorgung von Lebensmittelabfällen aus Haushalten. Julia und Tom sprechen mit Tanja Schweitzer, Sprecherin der Kampagne #wirfuerbio, über die Herausforderungen und Erfolge der Bioabfallsammlung in Deutschland. Thema sind unter anderem die Entstehung und Entwicklung der mittlerweile bundesweit aktiven Kampagne, messbare Erfolge durch Tonnenkontrollen und Bioabfallanalysen sowie die besonderen Herausforderungen in Geschosswohnanlagen und touristisch geprägten Regionen. Schweitzer macht klar, dass bei der Sammlung von Bioabfall das Hauptaugenmerk auf der Qualität liegen muss. Erst wenn diese stimme, könnten Mengensteigerungen angestrebt werden. Beim Thema Fehlwürfe zeigt sie zudem auf, warum kompostierbare Bioabfallbeutel für viele Kompostierungsanlagen ein großes Problem darstellen.

    1h 11m
  3. 12/19/2025

    Folge 47: Wie KI die Transparenz bei Abfallströmen erhöhen kann – Benedict von Spankeren von Wasteer im Gespräch

    In der letzten TrashTalk-Folge des Jahres starten Julia und Tom mit einem aktuellen Thema, das erstaunlich gut zur Weihnachtszeit passt: gestohlene Altspeisefette. Während in vielen Restaurants gerade besonders viel Bratenfett und Fritteusenreste anfallen, wird in der Entsorgungsbranche über organisierte Diebstähle, Millionenschäden und illegale Absatzwege diskutiert. Aber auch der Rückblick auf 2025 darf nicht fehlen. Für einige Abfallströme geht ein schwieriges Jahr zu Ende. Außerdem konnten eine Reihe von lange diskutierten Gesetzesvorhaben abgeschlossen werden, an anderen Stellen bleiben politische Dauerbaustellen aber weiterhin offen. Diese sollen dann aber im neuen Jahr geschlossen werden. Apropos 2026! Die TrashTalker blicken natürlich auch voraus und freuen sich schon jetzt auf die IFAT, große Jubiläumsfeierlichkeiten und vor allem viel spannende Themen und Gäste! Im zweiten Teil sind Julia und Tom diesmal nicht im Online-Studio, sondern mitten in der Praxis – zu Gast in einer Müllverbrennungsanlage. Dort sprechen sie mit Benedict von Spankeren, Mitgründer und CEO von Wasteer, über eine Technologie, die für mehr Transparenz im bislang ziemlich intransparenten Abfallstrom sorgen soll. Es geht um die KI-gestützte Analyse von Anlieferungen, Störstofferkennung, Heizwertbestimmung und darum, warum gerade Lachgasflaschen ein immer größeres Problem für Anlagenbetreiber sind. Ein Gespräch über Daten, Bilder, Lernkurven – und darüber, wie Digitalisierung in der Entsorgungswirtschaft ganz konkret funktionieren kann.

    51 min
  4. 09/30/2025

    Folge 44: „Wir müssen in Europa schneller werden“ – Nils Steinbrecher vom Batterierecycler Cylib zu Gast

    Folge 44: „Wir müssen in Europa schneller werden“ – Nils Steinbrecher vom Batterierecycler Cylib zu Gast Die Politik ist aus der Sommerpause zurück und das betrifft direkt auch den Abfallsektor. Julia und Tom schauen daher im ersten Teil der aktuellen Folge zunächst auf das neue Batterierecht, das kurz vor der Verabschiedung im Bundestag noch an der ein oder anderen Stelle geändert wurde, sowie den Stand und die Diskussionen um die ElektroG-Novelle. Und auch die Neuordnung im Bundesumweltministerium, der die Abteilung für Kreislaufwirtschaft zum Opfer fiel, wird natürlich besprochen. Leider müssen auch illegale Abfalltransporte wieder thematisiert werden – in Niedersachsen gibt es umfangreiche Ermittlungen und im Fall, der nach Tschechien exportierten Abfälle gab es nicht nur Verhaftungen, sondern erste Rückführungen von Mengen nach Deutschland. Darüber hinaus arbeiten die TrashTalker peinliche Momente am Pfandautomaten auf und gehen der Frage nach, ob sich ein 750-Gramm-Christstollen zum To-Go-Verzehr eignet. Passend zur leicht verspäteten Umsetzung der EU-Batterieverordnung in nationales Recht geht es im zweiten Teil um die aktuelle Marktlage und die Aussichten im Batterierecycling. Nils Steinbrecher stellt im TrashTalk das auf die Verwertung von Lithium-Akkus spezialisierte Start-up Cylib vor. Er geht dabei auf die Herausforderungen bei der Planung und Finanzierung von Großanlagen ein und hebt die Bedeutung von Kooperationen mit Partnern entlang der Wertschöpfungskette hervor. Außerdem macht er deutlich, an welchen Stellen Europa vor allem der asiatischen Konkurrenz noch hinterherhängt. Beim Aufbau einer europäischen Recyclingindustrie für Batterien komme es vor allem auf Geschwindigkeit an. Zu starre Regulierungsvorgaben sowie der Hang zu perfekten Lösungen könnten dabei hinderlich sein, warnt Steinbrecher.

    1h 24m
  5. 07/31/2025

    Folge 42: „Jede Industrie sollte selbst in die Verantwortung gehen“ – Burkhard Stork vom ZIV zu Gast

    Auch in der neuen Folge von TrashTalk kommen die wunderbare Julia und (der tolle) Tom nicht am altbekannten Krisentrio der Abfallwirtschaft vorbei. Im ersten Teil blicken sie daher auf die Probleme im Kunststoffrecycling, die sich unter anderem im Rückzug von Veolia aus diesem Bereich in Deutschland zeigen, sprechen über die schwierige Lage bei der Sammlung und Sortierung von Alttextilien und über immer lauter werdende Forderungen nach finanzieller Unterstützung. Wegen der hohen Zahl an Bränden haben sich zudem Verbände der Entsorgungswirtschaft erneut mit einem dringenden Appell an die Politik gewandt. Außerdem gibt es ein Thema, das beim „Ruhepol der Abfallwirtschaft“ gehörig für Puls gesorgt hat – und eine neue Rubrik. Und noch vieles mehr. Im zweiten Teil der aktuellen Episode ist Burkhard Stork vom Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) zu Gast. Er erklärt im Gespräch mit Julia und Tom, wie die Fahrradindustrie zur Kreislaufwirtschaft steht, welche steigenden regulatorischen Anforderungen – unter anderem zur Herstellerverantwortung – infolge des Wandels zum E-Bike bewältigt werden müssen und warum die Mitsprache der Hersteller sowie der in Rücknahme und Handling der entsorgten Akkus beteiligten Akteure sichergestellt sein muss. Der Fahrradexperte verrät außerdem, wie lange Akkus aus E-Bikes halten (Spoiler: deutlich länger als ursprünglich erwartet), welche Vorgabe der Batterieverordnung der Branche große Bauchschmerzen bereitet und welches Material bei der Entsorgung von Fahrrädern weiterhin als Sorgenkind gilt. Zumindest Tom hat viel gelernt – zum Beispiel, dass er dank des wachsenden Refurbishment-Sektors auch günstig an ein E-Bike kommen kann. Und er weiß jetzt dank Julia auch, wo er im Fall der Fälle defekte oder nicht mehr nutzbare Akkus abgeben kann. Dass die Formel n + 1 immer die richtige Antwort auf die Frage nach der benötigten Anzahl an Fahrrädern ist, dürfte jetzt ebenfalls klar sein. Viel Spaß beim Hören! Und auf dem Rad natürlich auch – egal ob mit oder ohne elektrische Unterstützung.

    1h 6m

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