Lymphom Kompetenz KOMPAKT – Expertinnen diskutieren Lymphome & Leukämien

KML Podcasts & Peter Borchmann

Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 25.000 Menschen an einem der verschiedenen Subtypen maligner Lymphome. Das Feld entwickelt sich sehr dynamisch. In immer kürzeren Abständen werden neue Studienergebnisse zu Diagnostik und Therapie vorgestellt. Neue Therapeutika sind schon lange nicht mehr nur klassische Zytostatika, sondern zunehmend zielgerichtete Substanzen und Immuntherapeutika. Das Feld befindet sich also im einem relativ raschen Wandel. In der Praxis hängt die Frage, welches Therapiekonzept schließlich für welchen Patienten optimal ist, von zusätzlichen Faktoren ab. In dieser komplexen Situation neue Ergebnisse zu bewerten und in Therapie-Algorithmen einfließen zu lassen, erfordert eine intensive Auseinandersetzung mit Studiendaten und einen offenen Diskurs. Wir wollen mit diesem Podcast einen kompetenten und vor allem unabhängigen Beitrag zu diesem Diskurs leisten. Geben Sie uns gern ein Feedback an podcast@lymphome.de. Weitere Informationen und Broschüren zu verschiedenen Lymphomerkrankungen finden Sie auch auf www.lymphome.de, dem Webportal des Kompetenznetzes Maligne Lymphome. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  1. AML: Wie behandeln, wenn intensive Therapie nicht geht?

    06/20/2025

    AML: Wie behandeln, wenn intensive Therapie nicht geht?

    Seit Jahrzehnten werden Patient:innen, die an einer akuten myeloischen Leukämie (AML) erkranken, mit dem 7+3-Schema behandelt, einer intensiven und wirksamen Chemotherapie. Abhängig von Risikofaktoren werden zusätzlich zielgerichtete Medikamente eingesetzt und in Situationen mit einem definiertem Risiko für das Versagen dieser Therapie folgt eine allogene Stammzelltransplantation. Diese AML-Therapie ist hochwirksam und hat das Potential, AML-Patient:innen zu heilen – sofern die Therapie in dieser Intensität durchführbar ist. Doch das trifft leider nicht für alle Patient:innen zu. In diesem Podcast geht es um die Behandlung jener Patient:innengruppe, die für eine intensive Therapie nicht ausreichend resilient ist, und die die Behandler im Alltag immer wieder vor größere Probleme stellt. Christoph Röllig ist Professor für Innere Medizin an der Medizinischen Klinik I der Uniklinik Dresden und leitet dort die Bereiche Hämatologie und Klinische Studien. Außerdem ist Christoph Röllig Leiter der Studienzentrale der Studienallianz Leukämie (SAL), einer international sehr sichtbaren deutschen Forschungsgruppe zu akuten Leukämien. Als Initiator zahlreicher Studien, Autor zahlreicher wichtige Publikationen und verantwortlicher Autor der Onkopedia Leitlinie für die AML ist Christoph Röllig ein ausgewiesener Experte für das Thema dieses Podcasts. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    29 min
  2. Zweitlinientherapie des DLBCL: Ist die Hochdosis-Chemotherapie obsolet?

    05/02/2025

    Zweitlinientherapie des DLBCL: Ist die Hochdosis-Chemotherapie obsolet?

    Wenn die erste Therapielinie beim diffusen großzelligen B-Zell-Lymphom (DLBCL) versagt und die Erkrankung erneut auftritt, ist bei Spätrezidiven (mehr als 12 Monate nach Erstlinientherapie) eine Hochdosischemotherapie mit einer autologen Stammzelltransplantation das Mittel der Wahl. Demgegenüber können Patientinnen und Patienten mit einem Frührezidiv (weniger als 12 Monate nach Erstlinientherapie) eher von einer CAR-T-Zell-Therapie profitieren. In diesem Podcast diskutieren Peter Borchmann und Björn Chapuy über den Stellenwert der Hochdosis-Chemotherapie. Zentrale Fragen sind, ob und welche Alternativen es zur Hochdosistherapie gibt bzw. mit welchen Substanzen sich die Erstlinientherapie so verbessern lässt, damit Patient:innen mit einem grundsätzlich Chemotherapie-sensitiven DLBCL möglichst gleich mit der ersten Therapielinie eine tiefe Remission erreichen und spätere Rezidive möglichst erst gar nicht auftreten. Björn Chapuy ist Professor für Translationale Lymphomforschung, Oberarzt und Leiter des Schwerpunkts Lymphome an der Berliner Charité am Campus Benjamin Franklin sowie Sprecher der AG DLBCL in der German Lymphoma Alliance (GLA). Seine international sehr sichtbare Forschung hat maßgeblich dazu beigetragen die genomische Landschaft des DLBCL zu entschlüsseln. Des weiteren leitet Björn Chapuy mit der R-Pola-Glo-Studie die bestrekrutierende Studie beim DLBCL in Deutschland. Peter Borchmann ist seit 2006 Oberarzt der Klinik I für Innere Medizin der Uniklinik Köln und leitet dort den klinischen Schwerpunkt „maligne Lymphome“. Für das Kompetenznetz Maligne Lymphome spricht Peter Borchmann in loser Folge mit Expertinnen und Experten über verschiedene Fragestellungen der Lymphom- und Leukämieforschung. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    27 min
  3. Follikuläres Lymphom: Wo stehen BITEs und CARs in der Therapiesequenz und wo sollten sie stehen?

    08/05/2024

    Follikuläres Lymphom: Wo stehen BITEs und CARs in der Therapiesequenz und wo sollten sie stehen?

    Das Follikuläre Lymphom ist das häufigste indolente B-Zell Non-Hodgkin Lymphom und steht deshalb exemplarisch für diese große Gruppe der malignen Lymphome. Seit vielen Jahren ist die Immunchemotherapie unangefochten der wirksamste Behandlungsstandard für follikuläre Lymphome und die meisten Patienten sprechen gut darauf an – doch rund 20 % der PatientInnen entwickeln ein frühes Rezidiv. In diesem Podcast erörtern Peter Borchmann und Christiane Pott, ob und wie sich vorhersagen lässt, wer ein erhöhtes Risiko für einen Progress oder ein Rezidiv hat und ob bispezifische T-Zell-Antikörper (BiTEs) oder CAR-T-Zell-Therapien für diese Patientinnen und Patienten dann als Folgetherapie Erfolg zeigen.   Christiane Pott ist seit 2016 Professorin für klinisch experi­mentelle Hämatologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel sowie Leitende Oberärztin und Leiterin des Schwerpunkts Lymphome an der Klinik für Innere Medizin II UKSH Kiel. Sie leitet dort auch das CAR-T-Zelltherapie Programm. Ihr wissenschaftlicher Schwerpunkt ist die Entwicklung molekulargenetischer Methoden zum Nachweis der minimalen Resterkrankung (MRD) und der biologischen Charakterisierung von malignen Lymphomen. Sie ist am wissenschaftlichen Programm für eine Vielzahl von klinischen Studien beteiligt und „Präsident Elect“ der German Lymphoma Alliance. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    31 min

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Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 25.000 Menschen an einem der verschiedenen Subtypen maligner Lymphome. Das Feld entwickelt sich sehr dynamisch. In immer kürzeren Abständen werden neue Studienergebnisse zu Diagnostik und Therapie vorgestellt. Neue Therapeutika sind schon lange nicht mehr nur klassische Zytostatika, sondern zunehmend zielgerichtete Substanzen und Immuntherapeutika. Das Feld befindet sich also im einem relativ raschen Wandel. In der Praxis hängt die Frage, welches Therapiekonzept schließlich für welchen Patienten optimal ist, von zusätzlichen Faktoren ab. In dieser komplexen Situation neue Ergebnisse zu bewerten und in Therapie-Algorithmen einfließen zu lassen, erfordert eine intensive Auseinandersetzung mit Studiendaten und einen offenen Diskurs. Wir wollen mit diesem Podcast einen kompetenten und vor allem unabhängigen Beitrag zu diesem Diskurs leisten. Geben Sie uns gern ein Feedback an podcast@lymphome.de. Weitere Informationen und Broschüren zu verschiedenen Lymphomerkrankungen finden Sie auch auf www.lymphome.de, dem Webportal des Kompetenznetzes Maligne Lymphome. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.