Einfach Reiten Podcast

Anna Eichinger

Bei Einfach Reiten sprechen wir über die Akademische Reitkunst bzw. Reitkunst an sich. Anna Eichinger bespricht mit Trainerkollegen alles rund um die Reitkunst und die Ausbildung von Pferden sowie die Gedanken der Alten Meister verknüpft mit heutigen Erkenntnissen. Und Reitkunst soll vor allem eins: Freude machen und leicht verständlich sein.

  1. Oct 27

    ERP 110: Gut gemeint, schlecht geritten – meine größten Trainingsfehler

    Fehler machen? Bitte nicht! Schließlich wollen wir gute Reiterinnen und Reiter sein, unsere Pferde gesund erhalten und möglichst alles richtig machen. Blöd nur, dass wir ohne Fehler ziemlich wenig lernen würden. In dieser Folge von Einfach Reiten plaudere ich aus dem Nähkästchen und erzähle von meinen größten Irrtümern in der Pferdeausbildung. Und manche davon habe ich mit einer geradezu beeindruckenden fachlichen Überzeugung begangen. 😅 Warum ich meiner Tabby sukzessive die Schubkraft weggeritten habe, weshalb bei Konrad vor lauter Begeisterung für die Versammlung das schnöde Vorwärts manchmal zu kurz kam und wie ich meine Pina mit zunehmendem biomechanischen Wissen beinahe krankgeschaut habe. Außerdem sprechen wir darüber, warum wir Fehler so negativ bewerten, weshalb wir unsere Überzeugungen immer wieder hinterfragen sollten und warum eine gute Pferdeausbildung nicht darin besteht, einzelne Körperteile zu perfektionieren. Denn nicht jeder Fehler ist ein Drama. Aber an einem Irrtum festzuhalten, nur weil wir einmal davon überzeugt waren, kann zum Problem werden. Und zum Schluss gibt es noch eine kleine Vorschau auf ein neues Projekt mit Viktoria. Denn so wertvoll Fehler auch sind: Man muss wirklich nicht jeden Blödsinn selbst ausprobieren. Vor kurzem war auch Christofer Dahlgren bei uns zum Training - den gesamten Kurs kannst du dir wunderbar gemütlich vom Wohnzimmer aus anschauen - hier findest du alle Infos dazu

  2. Oct 20

    Episode 109: Erfolgreich geritten. Trotzdem falsch gemacht? – Mit Tina Kropik

    Was passiert, wenn du plötzlich erkennst, dass das, womit du jahrelang erfolgreich warst, vielleicht gar nicht so gut für dein Pferd gewesen ist? Tina Kropik war erfolgreiche internationale Dressurreiterin. Medaillen, Turniererfolge und eine Karriere bis Intermediaire I – sie hatte erreicht, wovon viele Reiter träumen. Doch nach einer längeren Pause betrachtete sie den Turniersport plötzlich mit anderen Augen. Sie sah Dinge, die ihr zuvor nie aufgefallen waren. Und sie begann, nicht nur die Reiterei anderer, sondern vor allem ihre eigene Vergangenheit kritisch zu hinterfragen. Was folgte, war alles andere als einfach: alte Gewohnheiten ablegen, neue Wege suchen, berufliche Konsequenzen tragen und lernen, das eigene Reiten von Grund auf zu verändern. In dieser Folge von Einfach Reiten sprechen wir darüber, warum es so schwer ist, seine Überzeugungen zu ändern – selbst dann, wenn man längst weiß, dass es anders gehen müsste. Wir diskutieren unter anderem: 🐴 Warum sportlicher Erfolg nicht automatisch gutes Reiten bedeutet. 🐴 Weshalb wir oft an Methoden festhalten, obwohl wir sie längst hinterfragen. 🐴 Warum Wissen und Können zwei völlig unterschiedliche Dinge sind. 🐴 Wie sehr unser Umfeld beeinflusst, was wir für richtig halten. 🐴 Warum auch gut gemeinte Pferdefreundlichkeit ins andere Extrem kippen kann. 🐴 Weshalb Pferde nicht nur Entspannung, sondern auch Stabilität, Tragfähigkeit und eine sinnvolle körperliche Ausbildung brauchen. 🐴 Welche Verantwortung Reiter, Trainer, Züchter und Richter für die Zukunft des Pferdesports tragen. Und wir sprechen über etwas, das uns beiden besonders wichtig ist: Eine gute Fehlerkultur. Denn wer sich weiterentwickeln möchte, muss Fehler machen dürfen. Er muss sie aber auch erkennen und bereit sein, daraus zu lernen. Eine ehrliche, persönliche und stellenweise durchaus kritische Unterhaltung über den Mut zur Veränderung, die Verantwortung gegenüber unseren Pferden und die Frage, was wirklich gutes Reiten ausmacht. Denn vielleicht beginnt gute Reiterei nicht damit, alles richtig zu machen. Sondern damit, bereit zu sein, sich selbst immer wieder infrage zu stellen. 🎧 Viel Freude beim Zuhören! Mehr über Tina

  3. Oct 12

    Episode 108: Wie viele Werkzeuge braucht gutes Reiten wirklich?

    Mehr Hilfen, mehr Übungen, mehr Techniken – aber wird unser Reiten dadurch wirklich besser? Manchmal habe ich das Gefühl, dass wir Reiter mittlerweile einen Werkzeugkasten mit uns herumschleppen, gegen den jede Autowerkstatt ziemlich armselig aussieht. Innere Hand, äußerer Schenkel, halbe Paraden, Stellung, Biegung, Schulterkontrolle, Hinterhandkontrolle … und wenn etwas nicht funktioniert, lernen wir einfach noch eine Hilfe dazu. Aber vielleicht liegt genau hier unser Problem. Wir beschäftigen uns unglaublich viel damit, WIE wir etwas machen sollen – und erstaunlich wenig damit, WARUM wir es überhaupt machen. In dieser Podcastfolge sprechen wir darüber, welche Werkzeuge wir beim Reiten tatsächlich brauchen, wann welche Hilfe sinnvoll ist und warum die richtige Übung zur falschen Zeit manchmal mehr schadet als nützt. Es geht um den Unterschied zwischen Hilfen und Übungen, um Formgebung, Balance und Tragfähigkeit – und um die entscheidende Frage: Korrigieren wir gerade ein Symptom oder lösen wir tatsächlich die Ursache eines Problems? Denn ein Pferd, das auf die innere Schulter fällt, braucht nicht automatisch mehr inneren Schenkel. Und ein Pferd, das in der Versammlung langsamer wird, braucht nicht unbedingt mehr Tempo. Vielleicht brauchen wir also gar nicht mehr Werkzeuge. Sondern ein besseres Verständnis dafür, welches wir wann einsetzen sollten. Mein Gedanke dazu: Gute Reiter erkennt man nicht daran, wie viele Werkzeuge sie kennen. Sondern daran, dass sie wissen, welches sie wann brauchen – und warum. Zur Nachschau mit Christofer Dahlgren

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Bei Einfach Reiten sprechen wir über die Akademische Reitkunst bzw. Reitkunst an sich. Anna Eichinger bespricht mit Trainerkollegen alles rund um die Reitkunst und die Ausbildung von Pferden sowie die Gedanken der Alten Meister verknüpft mit heutigen Erkenntnissen. Und Reitkunst soll vor allem eins: Freude machen und leicht verständlich sein.

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