Was bedeutet es, Apostel zu sein? Für Joana Drießen ist es wichtig, dass Jesus keine großen Könige oder angesehenen Persönlichkeiten als Apostel auserwählt hat, sondern scheinbar einfache Menschen. Er sieht in ihnen eine große Offenheit und Sehnsucht. Als Apostel oder Jünger zu leben bedeutet dabei mehr, als Jesus nah zu sein: Es heißt, seine Lebensweise zu teilen und seinen Glauben weiterzutragen. Auch Frauen, wie Maria Magdalena, waren Teil dieser Gemeinschaft um Jesus und haben hier die Männerschar enorm bereichert. Die heilende Kraft Jesu versteht Driessen als Wirken des Heiligen Geistes, der Menschen innerlich berührt und bewegt. Diese Kraft lässt sich nicht auf Knopfdruck abrufen. Es braucht Offenheit und Wachsamkeit, um Gottes Wirken im eigenen Leben wahrzunehmen.Aus dem Evangelium nach Lukas:In jenen Tagen ging Jesus auf einen Berg, um zu beten. Und er verbrachte die ganze Nacht im Gebet zu Gott. Als es Tag wurde, rief er seine Jünger zu sich und wählte aus ihnen zwölf aus; sie nannte er auch Apostel: Simon, den er auch Petrus nannte, und dessen Bruder Andreas, Jakobus, Johannes, Philíppus, Bartholomäus, Matthäus, Thomas, Jakobus, den Sohn des Alphäus, Simon, genannt der Zelót, Judas, den Sohn des Jakobus, und Judas Iskáriot, der zum Verräter wurde. Jesus stieg mit ihnen den Berg hinab. In der Ebene blieb er mit einer großen Schar seiner Jünger stehen und viele Menschen aus ganz Judäa und Jerusalem und dem Küstengebiet von Tyrus und Sidon waren gekommen, um ihn zu hören und von ihren Krankheiten geheilt zu werden. Und In jener Zeit kamen einige Pharisäer zu Jesus und sagten zu ihm: Geh weg, zieh fort von hier, denn Herodes will dich töten. Er antwortete ihnen: Geht und sagt diesem Fuchs: Siehe, ich treibe Dämonen aus und vollbringe Heilungen, heute und morgen, und am dritten Tag werde ich vollendet. Doch heute und morgen und am folgenden Tag muss ich weiterwandern; denn ein Prophet darf nicht außerhalb Jerusalems umkommen. Jerusalem, Jerusalem, du tötest die Propheten und steinigst die Boten, die zu dir gesandt sind. Wie oft wollte ich deine Kinder sammeln, so wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel nimmt; aber ihr habt nicht gewollt. Siehe, euer Haus wird euch selbst überlassen. Ich sage euch: Ihr werdet mich nicht mehr sehen, bis die Zeit kommt, in der ihr ruft: Gepriesen sei er, der kommt im Namen des Herrn! (Lk 13,31-35)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)