Die Psychologinnen: Was ist los im Kopf?

Julia Pouly und Katja Tressel

Wir erklären wissenschaftliche Erkenntnisse, Theorien und Modelle der menschlichen Psyche. Und was diese für unser tägliches Leben und Miteinander bedeuten. Dadurch helfen wir euch, eure Gedanken, Gefühle und euer Verhalten besser zu verstehen und bei Bedarf Einfluss zu nehmen.Wir zeigen auf, dass psychologische Theorien und Erkenntnisse nicht nur theoretisches Wissen, sondern konkrete Werkzeuge für den Alltag sind. Denn wir sind überzeugt: Selbstverständnis ist der Schlüssel zur Selbstwirksamkeit. Indem wir begreifen, warum wir denken, wie wir denken, schaffen wir nicht nur eine freundliche Beziehung zu uns selbst, sondern öffnen auch liebevoll die Türen für positive Veränderungen in unserem Leben.Präsentiert von Julia Pouly und Katja Tressel.

  1. Oct 2

    Psychologische Fallstricke der Elternschaft (3/3): Rollenerwartungen, Identität und die Frage: Muss jede Frau Mutter werden?

    Muss jede Frau Mutter werden? Und was, wenn sich der Wunsch nicht erfüllt? Im Finale ihrer Miniserie zur Elternschaft sprechen Julia Pouly und Katja Tressel über Rollenerwartungen an Mütter, das romantische Bild von Mutterschaft und die Realität dahinter. Und darüber, warum (un)gewollte Kinderlosigkeit gesellschaftlich noch immer zu wenig Raum bekommt. Katja teilt dabei offen ihre eigene Geschichte von unerfülltem Kinderwunsch und wie sie für sich einen guten, aber nicht endgültig abgeschlossenen Umgang damit gefunden hat. Am Ende geht es um das, was die ganze Serie trägt: Mitgefühl für jeden Lebensweg, mit oder ohne Kinder. Hinweis: Diese Folge spricht offen über unerfüllten Kinderwunsch und Fehlgeburt. Passt auf euch auf, wenn dies aktuell ein sensibles Thema für euch ist. Themen in dieser Folge: Begrüßung & Content-HinweisGesellschaftliche Erwartungen an Mütter und Druck bei KinderlosigkeitDas romantische Bild von Mutterschaft vs. die RealitätWarum der Kinderwunsch unserem Kontrollgefühl widersprichtUnerfüllter Kinderwunsch, Kinderwunschbehandlung, FehlgeburtUneindeutiger Verlust – Trauer ohne gesellschaftliches RitualKatjas eigene GeschichteDesillusionierung nach erfülltem KinderwunschDoppelmoral bei Care-ArbeitMutterrolle auch ohne eigene KinderAmbivalenz als Kompass für eigene BedürfnisseWarum „die perfekte Mutter" niemandem hilftGeschwister als Bindungsthema (kurzer Nachtrag)SerienfazitAusblick auf die nächste SerieQuellen-Fußnoten: Boss, P. (1999). Ambiguous Loss: Learning to Live with Unresolved Grief. Harvard University Press.Rotter, J. B. (1966). Generalized Expectancies for Internal versus External Control of Reinforcement. Psychological Monographs, 80(1), 1–28.Korrektur: der isländische Frauenstreik war nicht „80er Jahre", sondern der 24.10.1975 (Kvennafrídagurinn).Ignatius von Loyola (Examen/Gebet der liebenden Aufmerksamkeit), ergänzt um Wells, A. (2009). Metacognitive Therapy for Anxiety and Depression. Guilford Press, als klinischer Anknüpfungspunkt.Mehr Infos auf http://die-psychologinnen.de/ Hosts: Julia Pouly https://www.juliapouly.com und Katja Tressel   Musik von ComaStudio Coverphoto von Julia Pouly @lens_ofthemind  Schreibt uns gerne eine Nachricht.

    Psychologische Fallstricke der Elternschaft (3/3): Rollenerwartungen, Identität und die Frage: Muss jede Frau Mutter werden?
  2. Sep 11

    Psychologische Fallstricke der Elternschaft (2/3): Mental Load - Die unsichtbare Arbeit hinter einer funktionierenden Familie

    Warum sind gerade Mütter oft chronisch am Limit ihrer Kapazitäten? Julia Pouly und Katja Tressel schauen in Teil 2 ihrer Miniserie zur Elternschaft auf den Stress im Familienalltag: warum unser System evolutionsbiologisch eigentlich für ein ganzes Dorf gemacht ist und was passiert, wenn Anforderungen und Ressourcen nicht mehr zusammenpassen. Von dort aus geht es tief in die Mental Load, warum „ich helfe doch" nicht reicht und was echte Verantwortungsübernahme von reiner Unterstützung unterscheidet. Am Ende geht es ganz praktisch darum, wie Familien Verantwortung neu verteilen können, ohne dass jemand daran zerbricht. Themen in dieser Folge: Das klassische Stressmodell: wenn Anforderungen die Ressourcen übersteigenWarum wir eigentlich für ein Dorf gemacht sindLogistik-Stress: Hobbys, Förderung und die Sunk-Cost-FalleAutonomie und Macht: warum „Nein" so viel Konflikt auslöstMental Load: Helfen vs. Verantwortung übernehmenDie unsichtbare Vorausschau-Arbeit – das Einkaufslisten-BeispielWarum die Asymmetrie oft schon beim Neugeborenen beginntStrukturelle Ressourcen vs. wachsende AnforderungenCommunity, Netzwerke und Verantwortung an Kinder abgebenSelbstfürsorge sorgt für die FamilieWarum Unordnung bei Frauen strenger bewertet wirdAbschluss & Ausblick auf Folge 3Mehr Infos auf http://die-psychologinnen.de/ Hosts: Julia Pouly https://www.juliapouly.com und Katja Tressel   Musik von ComaStudio Coverphoto von Julia Pouly @lens_ofthemind  Quellen & weiterführende Forschung [1] Demerouti, E., Bakker, A. B., Nachreiner, F., & Schaufeli, W. B. (2001). The Job Demands-Resources Model of Burnout. Journal of Applied Psychology, 86(3), 499–512. — Grundlage für das im Gespräch beschriebene Stressmodell (Anforderungen vs. Ressourcen). [2] Daminger, A. (2019). The Cognitive Dimension of Household Labor. American Sociological Review, 84(4), 609–633. — Grundlage für das Konzept der unsichtbaren Vorausschau-Arbeit (Mental Load). [3] Thébaud, S., Kornrich, S., & Ruppanner, L. (2021). Good Housekeeping, Great Expectations: Gender and Housework Norms. Sociological Methods & Research, 50(3), 1186–1214. — Frauen werden für denselben Grad an Unordnung strenger bewertet als Männer. [4] Korrektur: Die im Gespräch als „Harvard-Studie" bezeichnete Untersuchung zu Kindern und Haushaltsaufgaben ist tatsächlich: Rossmann, M. (2002). Involving Children in Household Tasks: Is It Worth the Effort? University of Minnesota. Wir korrigieren das hiermit gerne – die weitverbreitete Harvard-Zuschreibung geht vermutlich auf eine 2016 populäre TED-Talk-Referenz zurück, die zwei unterschiedliche Studien vermischt hat. Rossmanns Untersuchung ist ein unveröffentlichter Forschungsbericht der University of Minnesota mit vergleichsweise kleiner Stichprobe (N = 84 junge Erwachsene), keine große peer-reviewte Zeitschriftenstudie. Die Kernaussage, früh übernommene Haushaltsverantwortung korreliert mit späterem Erfolg, gilt trotzdem als plausibel und wird in der Forschung häufig referenziert; [5] Der Vergleich Kleinfamilie vs. Dorfgemeinschaft ist eine allgemeine evolutionsbiologische Beobachtung, keine im Gespräch zitierte Einzelstudie. Wer tiefer einsteigen möchte: Sarah Hrdys Forschung zu kooperativer Kinderaufzucht („Allomothering"), u. a. in Mothers and Others (2009). Schreibt uns gerne eine Nachricht.

    Psychologische Fallstricke der Elternschaft (2/3): Mental Load - Die unsichtbare Arbeit hinter einer funktionierenden Familie

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Wir erklären wissenschaftliche Erkenntnisse, Theorien und Modelle der menschlichen Psyche. Und was diese für unser tägliches Leben und Miteinander bedeuten. Dadurch helfen wir euch, eure Gedanken, Gefühle und euer Verhalten besser zu verstehen und bei Bedarf Einfluss zu nehmen.Wir zeigen auf, dass psychologische Theorien und Erkenntnisse nicht nur theoretisches Wissen, sondern konkrete Werkzeuge für den Alltag sind. Denn wir sind überzeugt: Selbstverständnis ist der Schlüssel zur Selbstwirksamkeit. Indem wir begreifen, warum wir denken, wie wir denken, schaffen wir nicht nur eine freundliche Beziehung zu uns selbst, sondern öffnen auch liebevoll die Türen für positive Veränderungen in unserem Leben.Präsentiert von Julia Pouly und Katja Tressel.

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