Freie Rede

taz Panter Stiftung

“Freie Rede” ist ein Podcast der taz Panter Stiftung, in dem Stimmen aus den internationalen Workshops und weiteren Projekten mit kritischen Journalistinnen aus Deutschland und weltweit zu hören sind. Beispielsweise waren Teilnehmer:innen der Osteuropa- und EU-Migrationsprojekte zu Gast bei den Podcasts dieser Reihe. Die Beiträge sind auf englisch oder in Originalsprache mit deutscher Übersetzung. Die taz Panter Stiftung engagiert sich seit 2008 für unabhängige Presse und kritischen Journalismus, legt einen besonderen Wert auf den Austausch und die Vernetzung über Grenzen hinweg, sowie auf die Förderung von Nachwuchsjournalist:innen. Weitere Podcasts, die von der taz Panter Stiftung unterstützt werden, sind “Klima Update”, der von der Ökologie- und Wirtschaftsredaktion der taz produziert wird, und “Katerfrühstück”, ein Podcast der taz Panter Stiftung von und für junge Menschen.

  1. 6d ago

    Gen Z Decoded – Wie informiert sich Gen Z?

    Nachrichten sind immer verfügbar – aber bedeutet das auch, dass junge Menschen besser informiert sind? In der ersten Folge von „Gen Z Decoded“ sprechen Kathi Puschmann und Sophie Wieners darüber, wie sie morgens erfahren, was in der Welt passiert und welche Rolle Social Media dabei spielt. Sie erzählen, ob sie gezielt bestimmte Medien ansteuern oder Nachrichten eher zufällig im Feed begegnen, ob sie noch ganze Artikel lesen und auf welche Medienangebote sie nicht verzichten möchten. Dabei wird deutlich: Zwischen bewusster Nachrichtennutzung und beiläufigem Scrollen gibt es viele Abstufungen. Außerdem geht es um die Frage, ob Kathi und Sophie bereit wären, für digitale journalistische Inhalte zu bezahlen – und wann aus der ständigen Verfügbarkeit von Informationen Überforderung wird. Über die Serie: Über die Generation Z wird viel geschrieben und gemutmaßt: zu handysüchtig, zu unpolitisch, zu empfindlich, zu wenig interessiert an klassischen Nachrichten. Dabei gibt es „die junge Zielgruppe“ so gar nicht – auch innerhalb der Gen Z unterscheiden sich Informationsverhalten, Interessen und Mediennutzung erheblich. Genau hier setzt „Gen Z Decoded“ an. Statt junge Menschen von außen zu analysieren, spricht Moderatorin Pauline Tillmann mit zwei Vertreterinnen dieser Generation: Eva Katharina „Kathi“ Puschmann, 22, und Sophie Wieners, 23, beide Mitglieder der SÜDKURIER-Jugendredaktion in Konstanz. In sechs rund 15-minütigen Folgen erzählen Kathi und Sophie aus ihrem eigenen Alltag, ordnen Beobachtungen ein und hinterfragen gängige Vorstellungen über ihre Generation. Es geht nicht darum, stellvertretend für eine ganze Generation zu sprechen, sondern zwei persönliche Perspektiven sichtbar zu machen und dadurch ein differenzierteres Bild zu ermöglichen. „Gen Z Decoded“ ist im Rahmen von „Freie Rede“, einem Projekt der taz Panter Stiftung, entstanden.

  2. Aug 31

    Unser Fenster nach Russland: Russland wählt im Krieg

    Vom 18. bis 20. September 2026 wählt Russland eine neue Staatsduma. Wie stabil ist Putins Machtvertikale – und was kommt danach? Droht nach der Wahl eine neue Mobilisierungswelle? Darüber spricht Podcasthost Tigran Petrosyan in der neuen Folge des Podcasts „Freie Rede“ mit Arnold Khachaturov, Redakteur des unabhängigen russischen Exilmediums Novaya Gazeta Europe. Khachaturov ist außerdem Soziologe und Teilnehmer des Exil-Workshops 2025 der taz Panter Stiftung. „Der Krieg bietet einen hervorragenden Vorwand, um das politische Feld endgültig zu säubern“, sagt Khachaturov. Doch auch nachdem politische Konkurrenz weitgehend ausgeschaltet ist, hält der Kreml an Wahlen fest. Khachaturov sieht darin den Versuch, politische Legitimität und Normalität zu inszenieren: Zugespitzt formuliert, könne Wladimir Putin sich noch nicht einfach zum Monarchen erklären – deshalb brauche das System weiterhin Wahlen. Eine neue Mobilisierung hält er derzeit dennoch nicht für das wahrscheinlichste Szenario: „Die Wahrscheinlichkeit einer neuen Mobilisierung liegt derzeit möglicherweise unter 50 Prozent. Ich glaube eher, dass es nicht dazu kommen wird. Aber dieses Szenario wird offenbar geprüft, und ausschließen kann man es keinesfalls.“ Osteuropa gehört zu den Schwerpunkten der taz panterstiftung, die dorthin blickt, wo der Zugang zu Informationen immer schwieriger wird – Russland und Belarus gehören dazu. Am letzten Tag im Monat erscheint eine neue Podcastfolge von „Unser Fenster nach u. a. Russland/Belarus“ im Podcastformat „Freie Rede“ der taz panterstiftung.

  3. Aug 10

    Exilstimmen/Voces del exilio: Kuba - nach fünf Jahren Haft, im Exil in Miami

    Der kubanische Künstler Luis Manuel Otero Alcántara spricht im Interview mit dem Exiljournalisten Mauricio Mendoza über Kunst, politische Repression und das Leben in Kuba. Otero Alcántara gehört zu den bekanntesten unabhängigen Künstlern Kubas. Als Mitbegründer der unabhängigen Künstlerbewegung San Isidro wurde er zu einer wichtigen Stimme für Meinungs- und Kunstfreiheit. Wegen seiner politischen und künstlerischen Aktivitäten wurde er wiederholt festgenommen und war mehrere Jahre in Haft. Heute lebt er im Exil. Im Gespräch erzählt er, warum es für einen schwarzen, armen Künstler ohne akademische Kunstausbildung besonders schwer ist, Anerkennung in der Kunstwelt zu finden – und warum er sich entschieden hat, seine Kunst „in den Dienst der Menschen“ zu stellen. Er spricht über staatlichen Druck, Bestechungsversuche und darüber, warum Kubaner schon früh lernen, leise zu sprechen. Ein Gespräch über Kunst als Widerstand, die Grenzen der Meinungsfreiheit und den Preis, den unabhängige Stimmen in Kuba zahlen. Ein Interview von Mauricio Mendoza für "Freie Rede", das Podcastprojekt für unabhängigen Stimmen der taz panterstiftung. Diese Podcastfolge wurde nur auf Spanisch produziert. ----- El artista cubano Luis Manuel Otero Alcántara habla en esta entrevista con el periodista en el exilio Mauricio Mendoza sobre arte, represión política y la vida en Cuba. Otero Alcántara es uno de los artistas independientes más conocidos de Cuba. Como cofundador del movimiento de artistas independientes San Isidro, se convirtió en una de las voces más destacadas en defensa de la libertad de expresión y de creación artística. Debido a su actividad política y artística, ha sido detenido en repetidas ocasiones y pasó varios años en prisión. Actualmente vive en el exilio. En la entrevista habla de por qué para un artista negro, pobre y sin formación académica en arte resulta especialmente difícil obtener reconocimiento en el mundo artístico, y de por qué decidió poner su arte «al servicio de la gente». También habla de la presión ejercida por las autoridades, de los intentos de soborno y de por qué los cubanos aprenden desde pequeños a hablar en voz baja. Una conversación sobre el arte como forma de resistencia, los límites de la libertad de expresión y el precio que pagan las voces independientes en Cuba. Una entrevista de Mauricio Mendoza para Freie Rede, el proyecto de podcasts de la Fundación taz Panter dedicado a las voces independientes. Este capítulo fue producido solo en español.

  4. Jul 30

    Exilstimmen: Vernetzen, Brücken bauen, Öffentlichkeit schaffen (Live-Podcast)

    Bereits zum dritten Mal vernetzt die taz panterstiftung Journalist:innen aus Osteuropa und dem Südkaukasus, die von autoritären Regime ins Exil gezwungen wurden. „Wie Exil zur Kraftquelle wird“ – unter diesem Motto hat die taz panterstiftung 2025 eine zweijährige Workshop-Reihe ins Leben gerufen, die Exiljournalist:innen und -aktivist:innen aus Osteuropa und dem Südkaukasus zusammenbringt. Das Format: Pro Jahr finden zwei Präsenzworkshops statt – einer in Berlin, der zweite in einem Land mit einer großen Diaspora von Exiljournalist:innen aus Osteuropa. Dabei achten wir bewusst auf eine vielfältige Zusammensetzung der Gruppe: Mindestens ein Drittel der Teilnehmenden lebt nicht in dem Land, in dem der jeweilige Workshop stattfindet. Denn Exilerfahrungen unterscheiden sich erheblich – je nachdem, welches Land zum neuen Lebensmittelpunkt geworden ist. Auch 2026 setzen wir die Exil-Workshops fort. Bereits zum dritten Mal bringen wir Medienschaffende zusammen, die aufgrund autoritärer Regime ihre Heimat verlassen mussten und ihre journalistische Arbeit aus dem Exil fortsetzen. Der erste Workshop fand vom 6. bis 8. Juli 2026 in Berlin statt, der zweite folgt vom 16. bis 18. September 2026 in den Niederlanden. Der Großteil der Workshops findet unter vertraulichen Bedingungen statt. Viele der Teilnehmenden sind weiterhin von transnationaler Repression betroffen oder arbeiten unter erheblichen Sicherheitsrisiken. Deshalb schaffen wir geschützte Räume für Austausch, Weiterbildung und Vernetzung. Ein wichtiger Bestandteil der Workshops sind deshalb öffentliche Veranstaltungen, die wir gemeinsam mit Kooperationspartnern organisieren. Den Auftakt bildet am 7. Juli 2026 um 19.30 Uhr die Veranstaltung ⁠„LCB Diplomatique“ im Literarischen Colloquium Berlin (LCB) am Sandwerder 5, 14109 Berlin-Bezirk Steglitz-Zehlendorf (direkt an der S-Bahn Wannsee)⁠. Die Diskussion verlief auf Deutsch, Englisch und Russisch und kann hier abgerufen werden. Auf der Bühne: Die Historikerin und Journalistin Ksenia Lutskina lebt nach ihrer Freilassung aus politischer Gefangenschaft wie so viele belarusische Autor·innen mittlerweile im Exil, die ukrainische Journalistin Oksana Pugachova haben die Kriegsereignisse im Osten der Ukraine nach Lettland verschlagen, und die georgische Lyrikerin Eka Kevanishvili ist als Journalistin für Radio Free Europe in Tbilisi immer stärkeren Repressionen ausgesetzt. Wie kann man unter den gegebenen Umständen, „under pressure“, Unabhängigkeit und Integrität bewahren? Kann das Exil zur Kraftquelle werden?

  5. Jun 30

    Unser Fenster nach Kirgistan: das Land im Schatten Russlands

    Kirgistan ist das erste Land in Zentralasien, das von den jüngsten EU-Sanktionen gegen Russland betroffen ist. Die EU begründet den Schritt damit, dass sanktionierte Waren über Kirgistan nach Russland gelangt seien. Begünstigt wird dies durch die Eurasische Wirtschaftsunion, der Kirgistan gemeinsam mit Russland, Belarus und Kasachstan angehört. Welche Folgen haben die Sanktionen für das Land? Darüber spricht Moderator Tigran Petrosyan in der neuen Folge des Podcasts „Freie Rede“ mit der unabhängigen ⁠Journalistin Mahinur Niyazova aus Bischkek.⁠ „Es ist kein Geheimnis, dass viele Unternehmen von diesen Handelsströmen profitiert haben. Deshalb haben die neuen Beschränkungen auch wirtschaftliche Folgen für unser Land. Der Re-Export ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen und macht inzwischen einen bedeutenden Teil der wirtschaftlichen Entwicklung Kirgistans aus“, sagt Niyazova. Der russische Einfluss in Kirgistan ist groß. Russland investiert in Schulen und Universitäten, eröffnet Kulturzentren und baut seine ⁠Präsenz in den Medien aus. ⁠Fast jedes Jahr verschärfen die russischen Behörden den ⁠Druck auf Arbeitsmigrant:innen aus Kirgistan⁠ – mit Razzien, Festnahmen, strengeren Kontrollen und Abschiebungen. Das sorgt regelmäßig für große Besorgnis. Gleichzeitig ist das Land wirtschaftlich stark von der Arbeitsmigration nach Russland abhängig: Viele Familien leben von den Geldüberweisungen ihrer Angehörigen, die dort arbeiten. „In den vergangenen zwei Jahren ist ein weiteres Thema hinzugekommen: die Rekrutierung kirgisischer Staatsbürger in Russland für den Krieg in der Ukraine. Nach Berichten werden viele von ihnen unter Druck gesetzt, Militärverträge zu unterschreiben und anschließend an die Front geschickt“, sagt Niyazova. ⁠Osteuropa gehört zu den Schwerpunkten der taz panterstiftung⁠, die dorthin blickt, wo der Zugang zu Informationen immer schwieriger wird – Russland und Belarus gehören dazu. Am letzten Tag im Monat erscheint eine neue Podcastfolge von „Unser Fenster nach u.a. Russland/Belarus“ im Podcastformat „Freie Rede“ der ⁠⁠taz panterstiftung⁠⁠.

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“Freie Rede” ist ein Podcast der taz Panter Stiftung, in dem Stimmen aus den internationalen Workshops und weiteren Projekten mit kritischen Journalistinnen aus Deutschland und weltweit zu hören sind. Beispielsweise waren Teilnehmer:innen der Osteuropa- und EU-Migrationsprojekte zu Gast bei den Podcasts dieser Reihe. Die Beiträge sind auf englisch oder in Originalsprache mit deutscher Übersetzung. Die taz Panter Stiftung engagiert sich seit 2008 für unabhängige Presse und kritischen Journalismus, legt einen besonderen Wert auf den Austausch und die Vernetzung über Grenzen hinweg, sowie auf die Förderung von Nachwuchsjournalist:innen. Weitere Podcasts, die von der taz Panter Stiftung unterstützt werden, sind “Klima Update”, der von der Ökologie- und Wirtschaftsredaktion der taz produziert wird, und “Katerfrühstück”, ein Podcast der taz Panter Stiftung von und für junge Menschen.

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