Mauerecho – Ost trifft West

taz Panter Stiftung

„Mauerecho – Ost trifft West“ ist ein Podcast der taz Panter Stiftung, die sich der Überwindung der mentalen Barrieren zwischen Ost- und Westdeutschland widmet. Ziel ist es, durch persönliche Geschichten, aktuelle Bezüge und interaktive Elemente ein tieferes Verständnis füreinander zu schaffen und die „Mauer in den Köpfen“ abzubauen. Der Podcast ist Teil der Stiftungsprojekte, die Nach­wuchs­jour­na­lis­t*in­nen fördern. Dennis Chiponda übernimmt die Moderation und hat bereits beim Ostjugend-Projekt zu den Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg mitgewirkt. Bis Mai 2025 ist Ann Toma-Toader im Redaktionsteam. Sie hat bei Projekten wie dem Podcast „Katerfrühstück“ sowie dem YouTube-Kanal „Klarkommen“ mitgewirkt. Ab Mai 2025 beginnt eine Co-Moderatorin, Marie Eisenmann, und damit auch ein neues Format, „Der Nachwendekindertalk“, das alle zwei Wochen ausgestrahlt wird. Sonst: Jede Woche, sonntags erscheint eine neue Podcastfolge von „Mauerecho“ – hier und überall dort, wo es Podcasts gibt. Weitere Informationen: mauerecho@taz.de, taz.de/mauerecho und taz.de/stiftung

  1. 1d ago

    Folge 58: Keine Finanzierung , kein Deutschkurs, keine Fachkräfte – Kürzungen bei der Integrationsarbeit

    Gäste sollen wie Könige behandelt werden. Das wünscht sich Eter Hachmann, Vorstandsvorsitzende von DaMOst, dem Dachverband der Mi­gran­t*in­nen­or­ga­ni­sa­tio­nen in Ostdeutschland. Pläne des Innenministeriums unter Alexander Dobrindt (CSU), die Mittel für Integrationskurse drastisch zu kürzen und somit Ukrainer:innen, EU-Bürger:innen, Asylsuchende im laufenden Verfahren sowie Geduldeten die Chance auf einen Sprachkurs zu erschweren, gleichen mehr einem knappen Kopfnicken als einer willkommenheißenden Begrüßungsumarmung. In der neuen Folge Mauerecho adressiert Hachmann Minister:innen, die nicht wüssten, wie mit Gästen umzugehen sei: „Machen Sie das bitte georgisch. Wenn der Gast kommt, dann muss man das Beste vom Besten rausholen, unabhängig davon, ob der Gast nur für eine Nacht bleibt, für eine Woche oder für zwei Jahre.“ Im besten Fall würden die Menschen sich dann entscheiden, in Deutschland zu bleiben und ihre Arbeitskraft hier einbringen, die gerade im Osten dringend gebraucht werde. „Mauerecho“. „Mauerecho – Ost trifft West“ ist ein Podcast der taz panterstiftung. Er erscheint alle zwei Wochen donnerstags auf taz.de/mauerecho sowie überall, wo es Podcasts gibt. Besonderer Dank gilt unserer neuen Redakteurin Jacqueline Kamp und unserem Sounddesigner Sebastian Jautschus. Aus der Praxis eines Kursträgers heraus, mahnt René Nohr, Geschäftsführer der Volkshochschule Bingen am Rhein in Rheinland-Pfalz, Schwierigkeiten bei der Durchführung von Integrationskursen an. Die finanziellen Kürzungen und die Zugangshürden für motivierte Sprachlernende verknappen das Kursangebot so stark, das Klassen nicht ausreichend gefüllt werden könnten. Frustriert zeigt sich Nohr auch über die vermeintliche Logik hinter der politischen Entscheidung: „Es ist aus jeder Perspektive dumm. Das kostet den Staat wesentlich mehr Geld, weil die Leute kein Deutsch mehr lernen. Und dann können sie nicht arbeiten. Das heißt, die Sozialleistungen werden länger bezahlt.“ Was sich unsere Gäst:innen von der Bundesregierung wünschen, um weiter erfolgreich Integrationsarbeit leisten zu können und wieso auch unser Host Dennis Chiponda in der Vergangenheit schon erleben musste, was es heißt, wenn die Arbeit von Verbänden durch Ak­teur­e:innen der Politik verkompliziert wird, hört ihr in der neuen Folge Mauerecho.

  2. Jul 9

    Sonderfolge 57: Wahlarena: Mecklenburg - Vorpommern

    Vergangene Woche scheiterte eine Verfassungsänderung zur Richterwahl für das Landesverfassungsgericht im Landtag in Mecklenburg-Vorpommern, weil die CDU dagegen stimmte. Die aktuelle Landesregierung aus SPD und Linke wollte diese gemeinsam mit den Grünen aus Sorge vor einer erstarkenden AfD umsetzen. Es sollte eine Notfalllösung festgeschrieben werden, die greift, wenn die Wahlen für Landesverfassungsrichter:innen politisch blockiert und nicht mit einer Zweidrittel-Mehrheit durchgebracht werden können. Ähnliche Änderungen hatten Sachsen-Anhalt und das Saarland zuletzt als Sicherheitsmaßnahme umgesetzt. Über diese Änderung stritten die Gäst:innen der Mauerecho-Wahlarena Beatrix Hegenkötter (SPD), Claudia Müller (Bündnis 90/Die Grünen), Hennis Herbst (Die Linke) und Torsten Heil (CDU). Torsten Heil begründete das Gegenstimmen der CDU zur Verfassungsänderung so: Die Partei wolle nicht in „voreilsamen Gehorsam“ Dinge ändern müssen. Es ginge vielmehr darum, dass jeder politisch für seine Position kämpfen müsse. Bürger:innen konnten aktiv auf der Bühne der Wahlarena an der Diskussion teilnehmen und so kritisierte ein Bürger das Vorgehen der CDU mit Unverständnis. Ebenso hielt Claudia Müller (Grüne) dagegen: Die Umfragezahlen wären bekannt und „die Augen zu verschließen davor, dass dieses Problem kommt, ist grob fahrlässig“. Weiter diskutierten wurden die Themen Wirtschaft, Tourismus, Wohnen und wie man eigentlich demokratische Regierungsmehrheiten gewinnen will, wenn die CDU eine Koalition mit der Linken ausschließt. Die Antwort von Herr Heil, könnt ihr in der aktuellen Sonderfolge nachhören. #Wahlarena #Greifswald #MecklenburgVorpommern #CDU #noAfD #SPD #diegrünen #dieLinken

    Sonderfolge 57: Wahlarena: Mecklenburg - Vorpommern
  3. Jun 25

    Folge 56: Landtagswahlen2026 - Wer bei Integration spart, zahlt am Ende drauf!

    In der öffentlichen Diskusion wird oft über Migration gestritten, gemeint ist aber teilweise Integration. Weil Integration vor allem Aufgabe der Länder und Kommunen ist, sprechen wir in der aktuellen Folge mit dem Berliner SPD-Politiker Orkan Özdemir und der CDU-Innenpolitischen Sprecherin und Polizistin Anne-Christin von Allwörden explizit über Zuständigkeiten, Ressourcen und die Frage, warum Integrationspolitik in der Praxis so oft an Geld, Personal und politischen Prioritäten scheitert. Wo sollte Integration beginnen? Unser Gast Ann Christin von Allwörden hat da eine eindeutige Haltung zu. “Da geht es nämlich erst mal die Frage, bekommt der Mensch überhaupt einen Schutzstatus bei uns oder muss er das Land wieder verlassen? Wenn diese Frage geklärt ist, dann sind wir auf einer ganz anderen Ebene. Dann fängt für mich auch erst Integration an. Ich integriere ja nicht Menschen, von denen ich noch nicht mal weiß, ob sie überhaupt in Deutschland bleiben dürfen.” Zitat Allwörden Die alltägliche Umsetzung von Integration muss gut organisiert werden. Sprachkurse, Erstaufnahme, dezentrale Unterbringung, Arbeitsmarktzugang… setzt die verarmten Kommunen unseres Landes unter Druck. Özdemir betont, dass Integration ohne ausreichende Investitionen nicht gelingen könne. Von Allwörden verweist dagegen auf die strukturellen Grenzen der Länder, vor allem in Flächenländern wie Mecklenburg-Vorpommern, wo Mittel, Personal und Infrastruktur knapper seien als in Großstädten wie Berlin. Ein zweiter Schwerpunkt der Folge sind die unterschiedlichen Ost-West-Erfahrungen mit Migration/Integration und Rassismus. Chiponda, Özdemir und von Allwörden sprechen über Vertragsarbeiter- und Gastarbeiterbiografien, über die Gewalt der sogenannten Baseballschlägerjahre und darüber, wie stark Herkunft, Sozialisation und regionales Umfeld politische Wahrnehmungen prägen. Dabei wird deutlich, dass Rassismus im Osten nicht isoliert betrachtet werden kann, aber auch im Westen keineswegs verschwindet. Kontrovers wird es bei der Frage, wie der Staat die Integration umsetzen soll. Die Bezahlkarte, längere Aufenthalte in Gemeinschaftsunterkünften und die Rolle von Sanktionen werden unterschiedlich bewertet. Während von Allwörden auf Ordnung und Steuerung verweist, aber auch darauf drängt, dass die Verfahren beschleunigt werden müssen warnt Özdemir vor Symbolpolitik, die Teilhabe erschwert und Menschen eher ausgrenzt als integriert. “... das dauert aber im Durchschnitt 4 bis zu fünf Jahre wegen dem Erwerb der Sprache Erkenntnis und so weiter und so fort, bis man überhaupt in eine Arbeit einmündet. Das würde also bedeuten, dass man diesen Menschen fünf Jahre lang keine Teilhabe im Durchschnitt, an der Gesellschaft, in der sie leben, gewähren würde. Und wir wissen, dass 50 Prozent dieser Menschen, zu uns gekommen sind, auch hier bleiben werden. Das wissen wir heute schon, weil sie arbeiten.” Zitat Özdemir Die Folge weitet den Blick schließlich auf gesellschaftliche Folgen von Unsicherheit, Abwanderung und rechter Mobilisierung. Wenn sich junge Menschen, Familien und Fachkräfte in Regionen nicht mehr sicher oder willkommen fühlen und wegziehen, hat das nicht nur politische, sondern auch wirtschaftliche Konsequenzen. In der nächsten Folge sprechen wir wieder mit Bürger*innen über die Themen Migration und Integration. Die Folge erscheint am 09.07.2026. Habt ihr eigene Fragen oder Feedback? Schickt uns eine Sprachmemo oder Nachricht an 0157 55875373 oder schreibt uns an mauerecho@taz.de. „Mauerecho“. „Mauerecho – Ost trifft West“ ist ein Podcast der taz panterstiftung. Er erscheint alle zwei Wochen donnerstags auf taz.de/mauerecho sowie überall, wo es Podcasts gibt. Besonderer Dank gilt unserer neuen Redakteurin Jacqueline Kamp und unserem Sounddesigner Sebastian Jautschus.

    Folge 56: Landtagswahlen2026 - Wer bei Integration spart, zahlt am Ende drauf!
  4. Jun 11

    Folge 55 - Wer zahlt für den Sozialstaat?

    Die Kosten für Sozialstaatreformen tragen schlussendlich die Allerärmsten. Das kritisieren Sanktionsfrei-Aktivistin Helena Steinhaus und Unternehmerin Isabelle Hoyer. Der Sozialstaat soll sukzessive reformiert werden, damit er weniger kostet. So der Plan der Bundesregierung. Kürzlich erst sprach sich die Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) gegen eine eigentlich im Koalitionsvertrag von Union und SPD vereinbarte Bafög-Reform aus. Denn Studierende seien in Deutschland privilegiert und neben dem Studium zu arbeiten, sei laut Bär „kein Drama“. Ebenso ist eine Pflegereform geplant, die beispielsweise vorsieht, die Rentenpunkte, die pflegende Personen erhalten, von 100 auf 70 herunterzusetzen. Die Unternehmerin und Gründerin eines Women Leadership Netzwerks, Isabelle Hoyer, hält in der neuen Folge Mauerecho gegen den Vorschlag. Und Helena Steinhaus von Sanktionsfrei e.V. fordert sogar: „Die sollten verdoppelt werden.“ Arbeitnehmer*innen auch durch Grundsicherungs-Sanktionen betroffen Für die neue Grundsicherung, die ab dem 1. Juli das Bürgergeld ersetzt, hat die Bundesregierung einen härteren Sanktionskatalog beschlossen. Bisherige Schutzrechte des ehemaligen Bürgergelds sollen ebenfalls wegfallen. Es sind Maßnahmen, die nicht nur Leistungsempfänger*innen unter Druck setzen. Auch Arbeitnehmer*innen sind betroffen. Kritik gab es von vielen Seiten. Gewerkschaften, Grüne und Linke und zivilgesellschaftliche Initiativen wie Sanktionsfrei e. V. positionieren sich gegen die geplanten Reformen. Diese würden Menschen zwingen, schlechte Arbeitsbedingungen auszuhalten, wie Helena Steinhaus im Gespräch mit Mauerecho-Host Dennis Chiponda anmahnt. Sie sagt: „Die Allermeisten würden fast jede Arbeit machen, um bloß nicht in die Grundsicherung zu fallen. Und das heißt auch, dass man weniger Ansprüche stellt, sowohl an die Arbeitsbedingungen als auch an die Bezahlungen.“ Die Sankitonsfrei-Aktivistin fordert außerdem, dass gute Arbeitsbedingungen für Menschen geschaffen werden, auch in Berufsspaten, die weniger „verführerisch“ seien – besonders in großen Unternehmen. Warum die Aktivistin in diesem Zusammenhang das Unternehmen und den Arbeitgeber Tchibo als „Wichser“ bezeichnet und wie Kleinunternehmer*innen mit finanziellem Druck umgehen, hört ihr in dieser neuen Podcast-Folge Mauerecho. In der nächsten Folge sprechen wir wieder mit Politiker*innen über die Themen Migration und Integration. Die Folge erscheint am 25.06.2026. Habt ihr eigene Fragen oder Feedback? Schickt uns eine Sprachmemo oder Nachricht an 0157 55875373 oder schreibt uns an mauerecho@taz.de. „Mauerecho“. „Mauerecho – Ost trifft West“ ist ein Podcast der taz panterstiftung. Er erscheint alle zwei Wochen donnerstags auf taz.de/mauerecho sowie überall, wo es Podcasts gibt. Besonderer Dank gilt unserer neuen Redakteurin Jacqueline Kamp und unserem Sounddesigner Sebastian Jautschus.

    Folge 55 - Wer zahlt für den Sozialstaat?
  5. May 28

    Folge 54: Wie viel Sozialstaat können wir uns noch leisten?

    Schon heute zahlen viele Menschen mehr als ein Drittel ihres Einkommens, um wohnen zu können. Zudem sinkt die Zahl der Sozialwohnungen stetig. Für einkommensschwache Haushalte wird Wohnen zur Herausforderung. Ende des Monats bleibt kaum bis gar kein Geld zum Sparen übrig, um zum Beispiel privat für die Altersvorsorge aufzukommen. Denn nicht nur die Mieterhöhungen belasten die Menschen in Deutschland, auch die Sorge um die Altersrente steigt. In der neuen Folge “Mauerecho” diskutieren die FDP-Politikerin Lydia Hüskens, stellvertretende Ministerpräsidentin und Ministerin für Infrastruktur und Digitales in Sachsen-Anhalt und SPDler Robin Mesaroch, der in Baden-Württemberg für den Parteivorsitz kandidiert über Vorschläge zur Renten- und Mietenpolitik. Während Hüskens auf private Altersvorsorge durch Aktieninvestitionen setzt, macht Mesaroch deutlich, dass sich das viele Menschen in Deutschland nicht leisten können und Rente keine Sozialhilfe sei, sondern erwirtschaftet wurde. Der SPD-Politiker spricht außerdem von zu hohen Mieten, die dazu führen, dass sich viele ihren Wohn- und Arbeitsort nicht mehr aussuchen können. Hüskens sieht in ihrem Bundesland Sachsen-Anhalt vor allem die Vermieter:innen in der Bredouille, weil Leerstand und hohe Instandhaltungskosten diesen zu schaffen machten. Auch bei dem Punkt, ob allein neue Häuser zu bauen der in Deutschland sinkenden Anzahl an Sozialwohnungen etwas entgegensetzen kann, sind sich die beiden uneinig. Habt ihr eigene Fragen oder Feedback? Schickt uns eine Sprachnachricht an 0157 55875373 oder schreibt uns an mauerecho@taz.de. „Mauerecho – Ost trifft West“ ist ein Podcast der taz panterstiftung. Neue Folgen erscheinen alle zwei Wochen donnerstags auf taz.de/mauerecho und überall, wo es Podcasts gibt. Besonderer Dank geht an unseren Sounddesigner Sebastian Jautschus. Wieso hört ihr in der neuen Podcast-Folge “Mauerecho” – über den Link in der Bio oder überall dort, wo es Podcasts gibt. #OstWest #Mauerecho #Miete #Rente #Altersvorsorge

    Folge 54: Wie viel Sozialstaat können wir uns noch leisten?
  6. May 14

    Folge 53: Der Kampf um die Betriebe: Rechtsruck in der Werkhalle?

    Seid ihr eigentlich Morgenmenschen? Normalerweise werden die Folgen immer gegen Mittag aufgenommen, doch dieses Mal musste das Team schon früher fit im Kopf sein. Denn die Folge wurde um 7.45 Uhr aufgenommen. Warum? Maike Schollenberger (stellv. Landesbezirksleiterin ver.di BW) musste direkt danach zum DGB-Bundeskongress, wo Friedrich Merz, wie wir heute wissen, ausgebuht wurde. Ob unsere Gäste finden, dass Merz einen guten Job als Kanzler macht, erfahrt ihr im Podcast. Gemeinsam mit Familienunternehmer Christoph Golbeck (Automobil, Mobilitätswende) sprach Moderator Dennis Chiponda über Ost-West-Unterschiede, Tarife, Investitionen, die Koalitionspläne von grün-schwarz in Baden Württemberg und ein Thema das Christoph sehr wichtig war. Betriebe als Orte der Demokratie. “ In Betriebskollektiven müssen wir diese Gespräche auf Augenhöhe suchen und uns dabei auch öffnen, dann haben wir eine gute Chance den rechten Rand wieder dorthin zurückzudrücken, wo er hingehört. Nämlich weit, weit an den Rand!“ Denn in Betrieben treffen sich die Menschen, jenseits des Bildungssystems. Hier erreichen wir sie, führen Dialoge, decken Ängste auf und bauen Brücken. Maike und Christoph machen klar: Betriebe dürfen sich der AfD nicht öffnen. Sie müssen sie klein halten. Durch Gespräche auf Augenhöhe, Haltung, gelebte Demokratie die Verantwortung und Solidarität neu verbinden. Gewerkschafter*innen und Unternehmer*innen sind in der Öffentlichkeit eher als Gegensätze bekannt. Gab’s auch bei uns Unstimmigkeiten? Hört rein und erfahrt es.

    Folge 53: Der Kampf um die Betriebe: Rechtsruck in der Werkhalle?
  7. May 7

    Sonderfolge 52: Mutprobe Demokratie - Engagement dort, wo die AfD stark ist

    Stell dir vor, du setzt dich in einer Region für Demokratie und Toleranz ein, in der die AfD 30–40% der Stimmen holt. Wie sähe dein Engagement aus? Wie gehst du mit AfD-Wähler*innen oder Funktionär*innen um, wenn Ausweichen keine Option ist? Und welche Folgen hat eine klare Haltung? In unserer Live-Sonderfolge vom taz lab 2026 (25.04., 50 Min.) waren Frank Kliem, Vizepräsident des Brandenburger Feuerwehrverbands, und Katja Dietrich, Oberbürgermeisterin von Weißwasser, zu Gast. Und sie berichteten uns genau darüber. Im Nachgang stellte die Märkische Allgemeine Frank Kliem öffentlich an den Pranger. Der Landesvorsitzende der AfD äußerte sich wie folgt zu der klaren demokratischen Haltung von Frank Kliem: „Dass mit Frank Kliem ausgerechnet der Funktionär die Ausgrenzung der AfD befürwortet, der für die Zusammenarbeit mit dem 'Aktionsbündnis Tolerantes Brandenburg' zuständig ist, hätte sich George Orwell nicht besser ausdenken können. Das Beste für den Feuerwehrverband wäre eine neue Verbandsführung, die sich nicht in den Dienst des Regenbogens und ideologischer Abgrenzungsrituale stellt, sondern in den Dienst der eigenen Mitglieder und der Sicherheit der Bürger …“ Freie Meinungsäußerung als Tabu? Hier zeigt sich die Strategie der Diskreditierung durch die AfD, wenn man ihrer Haltung widerspricht. Denn frei äußern soll sich offenbar nur, wer die eigene Ideologie vertritt. Deswegen sprechen wir in der Folge darüber, wie ein Stadtrat funktioniert, wenn die AfD die größte Fraktion stellt. Wie schützen sich Strukturen wie die freiwillige Feuerwehr vor Einflussnahme durch diese antidemokratischen Kräfte? Gibt es eine echte Brandmauer in der kommunalen Realität? Diese Episode inspiriert dazu, Mut zur differenzierten Auseinandersetzung zu entwickeln – für mehr gesellschaftliche Stabilität und Zusammenhalt. Nicht nur zuhören, sondern mitgestalten: Hier beginnt dein Weg, die Demokratie vor Ort zu verteidigen. In der nächsten Folge sprechen wir wieder mit Bürger*innen über die Themen Arbeit und Wirtschaft. Die Folge erscheint am 14.05., da wir diese Woche die Sonderfolge eingeschoben haben. Habt ihr eigene Fragen oder Feedback? Schickt uns eine Sprachnachricht an 0157 55875373 oder schreibt uns an mauerecho@taz.de. „Mauerecho – Ost trifft West“ ist ein Podcast der taz panterstiftung. Neue Folgen erscheinen alle zwei Wochen donnerstags auf taz.de/mauerecho und überall, wo es Podcasts gibt. Besonderer Dank geht an unseren Sounddesigner Sebastian Jautschus.

    Sonderfolge 52: Mutprobe Demokratie - Engagement dort, wo die AfD stark ist
  8. Apr 23

    Folge 51: Trotz Arbeit, schlechte Perspektiven - Wenn Arbeit nicht mehr zum Leben reicht!

    Stell dir vor, du bist jung, in Berlin geboren und willst endlich auf eigenen Beinen stehen. Du hast einen Job gefunden, aber eine eigene Wohnung ist trotzdem in weiter Ferne. Zu wenig Gehalt, zu hohe Mieten, zu viele Absagen. So geht es Hanna aus Berlin, die in der Bürgersprechstunde nachfragt, ob Landespolitik an diesem Umstand etwas ändern kann. Genau damit müssen gerade viele junge Berufstätige in Berlin umgehen. Auch unser Moderator Dennis Chiponda kennt das aus eigener Erfahrung. Er wohnt in Leipzig, möchte aber nach Berlin umziehen. Pendeln kostet ihn mittlerweile einfach zu viel Kraft und für eine WG fühlt er sich langsam zu alt. Aber auch sein Arbeitsvertrag macht es ihm schwer, eine Wohnung zu finden. Und in Sachsen-Anhalt sieht die Lage wieder ganz anders aus. Dort studieren und lernen viele junge Menschen, doch nach Ausbildung oder Studium ziehen sie oft wieder weg. Der demografische Wandel schlägt in dieser Region schon voll durch und zurück bleiben eher freie Ausbildungsplätze und viele leere Wohnungen. Was sich wiederum negativ auf die Wirtschaft in dem Bundesland auswirkt. Auch hier stellt sich die Frage, an welchen Stellschrauben Politik noch drehen kann, um dem demografischen Wandel entgegenzuwirken und gute Arbeitsplätze zu schaffen, um die Menschen zum Bleiben zu motivieren? Darüber sprechen wir in der neuen Folge mit Susan Sziborra-Seidlitz, Spitzenkandidatin der Grünen in Sachsen-Anhalt und Damiano Valgolio, wirtschafts- und arbeitspolitischer Sprecher der Linken in Berlin. Gemeinsam schauen wir auf die großen Fragen rund um Arbeit, Wohnen und Perspektiven für alle Menschen. Denn klar ist: Arbeit sollte bedeuten, dass man davon leben kann. Wir sprechen über faire Löhne, Tarifbindung, bezahlbares Wohnen, gute Ausbildung und die Frage, was Politik tun muss, damit Beschäftigte nicht permanent unter Druck stehen. Außerdem geht es um die Unterschiede zwischen Ost und West, um Fachkräftemangel und darum, wie Regionen wieder attraktiver werden können. Eine Folge über die ganz praktischen Fragen vieler Bürgerinnen. Wie schaffen wir es, dass Arbeit wieder Sicherheit und echte Zukunft gibt? In der nächsten Folge sprechen wir wieder mit Bürger*innen über die Themen Arbeit und Wirtschaft. Habt ihr eigene Fragen oder Feedback? Schickt uns eine Sprachnachricht an 0157 55875373 oder schreibt uns an mauerecho@taz.de. Wollt ihr selbst bei der Bürger*innenfolge teilnehmen oder jemanden vorschlagen, dann schreibt uns gerne. „Mauerecho – Ost trifft West“ ist ein Podcast der taz panterstiftung. Neue Folgen erscheinen alle zwei Wochen donnerstags auf taz.de/mauerecho und überall, wo es Podcasts gibt. Besonderer Dank geht an unseren neuen Cutter Sebastian Jautschus.

    Folge 51: Trotz Arbeit, schlechte Perspektiven - Wenn Arbeit nicht mehr zum Leben reicht!

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