Aktuelle Nachrichten, 25. Februar 2026: 🔹 China wieder wichtigster Handelspartner Deutschlands – mit stark einseitigem Defizit: Im Jahr 2025 war China mit einem Handelsvolumen von 251,8 Milliarden Euro erneut Deutschlands wichtigster Handelspartner und zog damit an den USA vorbei, deren Volumen auf 240,5 Milliarden Euro schrumpfte. Besonders die deutschen Exporte nach China sanken um 9,7 Prozent auf 81,3 Milliarden Euro, während die Importe aus China um 8,8 Prozent auf 170,6 Milliarden Euro stiegen – erstmals insgesamt also mehr als doppelt so hoch wie die Ausfuhren. Das resultierende deutsche Handelsdefizit gegenüber China wuchs um ein Drittel auf rund 90 Milliarden Euro. Experte Sebastian Dullien vom Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung sieht darin einen strukturellen Trend: China und die USA verfolgen aggressive Politik zur industriellen Unabhängigkeit, was deutschen Unternehmen in Schlüsselbranchen zunehmend schadet. 🔹 Turbulenzen in der US-Zollpolitik nach Supreme-Court-Urteil – EU friert Handelsabkommen ein: Nach einem Urteil des Supreme Court, das viele von Präsident Trump verhängte Zölle für unrechtmäßig erklärte, hat die US-Regierung einen pauschalen Einfuhrzoll von zehn Prozent auf nahezu alle Importe eingeführt, mit Plänen zur Erhöhung auf 15 Prozent. Ausnahmen gelten unter anderem für Energie, kritische Rohstoffe, Arzneimittel sowie Waren aus Kanada und Mexiko. Das Urteil entzieht der Turnberry-Vereinbarung zwischen EU und USA die Grundlage, weshalb das Europäische Parlament die Umsetzung des Handelsabkommens vorerst auf Eis gelegt hat. Bernd Lange, Vorsitzender des Handelsausschusses, fordert klare Zusicherungen der USA zur Einhaltung. Finanziell drohen den USA Rückzahlungen von bis zu 175 Milliarden Dollar, da die bisherigen Zölle als illegal gelten, während das Haushaltsdefizit ohne diese Einnahmen weiter steigt. 🔹 Tödliche Razzia gegen Drogenboss „El Mencho“ löst landesweite Gewaltwelle in Mexiko aus: Bei einer Operation mexikanischer Sicherheitskräfte in Tapalpa (Jalisco) wurde Nemesio Oseguera Cervantes, genannt „El Mencho“, Anführer des Jalisco New Generation Cartels, getötet. Das Kartell, eines der mächtigsten und brutalsten Mexikos, reagierte mit massiver Vergeltung: In mindestens sechs Bundesstaaten brannten Fahrzeuge, es kam zu Schusswechseln und Chaos. Seit der Operation starben mindestens 74 Menschen, darunter 25 Nationalgardisten; in Teilen Jaliscos wurde der Nahverkehr eingestellt und Schulen geschlossen. Das US-Außenministerium hatte ein Kopfgeld von 15 Millionen Dollar auf El Mencho ausgesetzt, der für Drogenhandel mit Methamphetamin, Kokain und Fentanyl verantwortlich gemacht wurde. Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen nach Jalisco und weiteren Bundesstaaten, da weitere Gewalt nicht auszuschließen ist – besonders relevant vor der Fußball-WM 2026 in Mexiko. 🔹 Pakistanische Luftangriffe auf Afghanistan nach Anschlagsserie – Spannungen an der Grenze eskalieren: Das pakistanische Militär führte grenzüberschreitende Luftangriffe in Afghanistan durch und tötete nach eigenen Angaben mindestens 70 bis 80 Militante. Die Angriffe galten Verstecken, die für jüngste Anschläge in Pakistan verantwortlich gemacht werden, etwa einen Selbstmordanschlag in Bannu und einen auf einen schiitischen Moschee in Islamabad. Afghanische Behörden widersprechen und sprechen von zivilen Opfern, darunter Frauen und Kinder, in Provinzen wie Nangarhar und Paktika. Kabul bestellte den pakistanischen Botschafter ein und wertet die Angriffe als Souveränitätsverletzung. Islamabad beruft sich auf „schlüssige Beweise“ für eine afghanische Unterstützung der TTP. Quellen: Tagesschau, ZDFheute, WELT, Statistisches Bundesamt, NTV (Thema: China wieder wichtigster Handelspartner) Tagesschau, WELT, ZDFheute, Reuters (Thema: US-Zollpolitik ) Reuters, BBC, Tagesschau, WELT, ZDF, Auswärtiges Amt (Thema: Tötung von „El Mencho“ und Gewaltwelle in Mexiko) Associated Press, Reuters (Thema: Pakistanische Luftangriffe)