Fernverbindung - Der Auslands-Podcast der taz

Der Auslandspodcast der taz: Wöchentliches Gespräch mit Korrespondent*innen über das internationale Thema der Woche. Moderiert wird abwechselnd von Judith Poppe, Anastasia Zejneli, Tanja Tricarico, Fabian Schroer und Leon Holly

  1. Jun 25

    140 Tage im Hungerstreik - Wem gehört Athen?

    Seit Anfang Februar befand sich der griechische Aktivist Aristotelis "Aristos" Chantzis im Hungerstreik, nahm nur Wasser, Tee, Vitamine, Mineralstoffe und etwas Zucker zu sich. Inzwischen wiegt er nur noch 35 Kilogramm. Am Montag wurde er in Athen in ein Krankenhaus eingeliefert. Am Mittwochabend wurde bekanntgegeben, dass der Hungerstreik beendet sei. Chantzis protestiert gegen die Räumung eines autonomen Wohnprojekts in Athen: der Prosfygika, der sogenannten „Flüchtlingsbauten“. Dort leben rund 400 ehemalige Wohnungslose, Migrantinnen und politische Aktivistinnen. Seit Jahren will die Regionalverwaltung den Komplex räumen und attraktiv „neugestalten“ – und bald könnte es so weit sein. Die Vorgänge machen sichtbar, wie die Gentrifizierung die Wohnkosten in Griechenlands Hauptstadt nach oben treibt und langjährige Bewohner*innen immer stärker unter Druck geraten. Wem gehört Athen nach der Schuldenkrise? Ist Prosfygika ein Relikt vergangener Kämpfe oder ein Modell für die Zukunft? Und was hat die EU mit den Räumungsplänen zu tun? Über diese Fragen sprechen in der aktuellen Folge der Fernverbindung taz-Auslandsredakteur Fabian Schroer und Griechenland-Korrespondent Ferry Batzoglou. ⏰❗️ Diese Folge wurde aufgezeichnet am Mittwoch, 24. Juni 2026, um 11.00 Uhr MEZ. Am Mittwochabend gab die Gemeinschaft der Prosfygika bekannt, dass der Streik im Einvernehmen mit den beiden Hungerstreikenden beendet werde. Der Kampf gehe mit anderen Mitteln weiter. Kurz zuvor hatte der Stadtrat Athen dafür gestimmt, dass ein Dialog zwischen der Regionalverwaltung und der Gemeinschaft eingeleitet werden soll. Der Stadtrat Athen forderte von der Gemeinschaft der Prosfygika als Bedingung, den Hungerstreik zu beenden. Das geschah nach unserer Aufnahme, daher kommen diese Informationen im Podcast nicht vor. * Im Podcast spricht Ferry Batzoglou von 221 Wohnungen, eigentlich sind es 228

    23 min
  2. Apr 29

    Europa - geht eine Liebe zu Ende? (taz lab 2026)

    Sie ist uneins, zerstritten und handlungsunfähig. Das sind nur einige der Schlagworte, die in den vergangenen Tagen in den Medien verwendet wurden, wenn es um die EU geht und um Europa. Ist das Projekt Europäische Union gescheitert? Geht etwa eine große Liebe zu Ende? Darüber haben taz-Redakteur*innen Tanja Tricarico und Anastasia Zejneli auf dem Taz Lab eine Sonderfolge der Fernverbindung aufgenommen. Florian Bayer, Wien-Korrespondent und Ungarn-Experte, erzählt darin vom Wahlerfolg Petér Magyars in Ungarn und die Herausforderungen, die für seine Tisza Partei bevorstehen. Er gibt zu bedenken: „Beim Thema Ukraine und Russland, ist zum Beispiel noch unklar, wie die neue Linie Ungarns sein wird.“ In Schweden spitzt sich derweil die Lage zu: „Kristersson hat als Ministerpräsident kaum noch Verhandlungsmasse“, warnt Schweden-Korrespondentin Anne Dieckhoff. Daher habe er nun angekündigt bei einer möglichen Regierungsbildung auch mit den rechtspopulistischen Schwedendemokraten zusammenarbeiten zu wollen. Auch EU-Korrespondent Eric Bonse erklärt, warum zuletzt "in Brüssel keine Champagnerflaschen geköpft wurden". Wie er auf die nationalen Herausforderungen der Mitgliedsstaaten blickt und wie die drei Korrespondenten ihre Beziehung zur EU definieren würden, erzählen sie in der neuen Folge der Fernverbindung. Diese Folge der Fernverbindung wurde am 26. April 2026 um 17 Uhr Uhr Mitteleuropäischer Zeit aufgezeichnet.

    44 min

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Der Auslandspodcast der taz: Wöchentliches Gespräch mit Korrespondent*innen über das internationale Thema der Woche. Moderiert wird abwechselnd von Judith Poppe, Anastasia Zejneli, Tanja Tricarico, Fabian Schroer und Leon Holly

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