THE WILD HOUSE

Der „Sheriff“ ist zurück – zurück im Weißen Haus. So sehen es seine Anhängerinnen und Anhänger. Donald Trump 2.0 sitzt im Oval Office - und mit ihm eine ideologische Zeitenwende. Mit noch mehr America First. In Rekordzeit hat er die Weltordnung erschüttert: Die Regierung geht demonstrativ auf Distanz zu WTO und NATO, kürzt die internationale Entwicklungshilfe drastisch und verlässt das Pariser Klimaabkommen. Gleichzeitig inszeniert sich Trump bewusst als Cowboy-Präsident - als Macher, der Probleme im Duell löst, schnell entscheidet und sein Recht durchsetzt. Weniger Regulierung, mehr Konfrontation. Also: Wilder Westen statt westlicher Werte? Wie viel Strategie steckt hinter diesem radikalen Kurs - und wie viel Inszenierung? Wie kalkulierbar ist der 47. Präsident wirklich? Wer beeinflusst ihn hinter den Kulissen? Und warum wird in den USA plötzlich alles politisch - von Football über Pizza bis hin zu Katzen? Was verraten diese kulturellen Konflikte über das neue Amerika? In THE WILD HOUSE blickt Podcast-Host Angela van Brakel mit ihren Gästen tief in die amerikanische Machtzentrale. Sie analysiert die tektonischen Verschiebungen der Innen- und Außenpolitik, ordnet Erfolge, Fehleinschätzungen, Narrative und Mythen ein – und erklärt, warum die Welt unter Präsident Trump nicht mehr dieselbe ist. Und was dieser Kurs für Europa – und ganz besonders für Deutschland – bedeutet. Angela van Brakel ist Journalistin, Fernsehmoderatorin und Korrespondentin. Immer wieder berichtet sie direkt aus Washington D.C. Mit Wild-West-Mythen beschäftigt sie sich seit ihrer Schulzeit in Texas – damals im Geschichtsunterricht. Heute diskutiert sie darüber wieder on air und ab jetzt auch jede Woche hier in THE WILD HOUSE - Das neue Amerika verstehen. Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.

Episodes

  1. Marco Rubio - wird Trumps Geheimwaffe „next US-President“?

    3H AGO

    Marco Rubio - wird Trumps Geheimwaffe „next US-President“?

    „We are a child of Europe.“ - „Wir sind ein Kind Europas“, sagt der US-Außenminister auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Eine europäische Liebeserklärung, die aber keine ist. Marco Rubio klingt zwar zunächst harmlos - nur nicht, wenn man genauer hinhört. Was wissen wir über den Chefdiplomaten? Was sind die Ziele des Mannes, der zugleich Nationaler Sicherheitsberater ist und mit als republikanischer Frontrunner im Rennen um die nächste Präsidentschaft gilt? München war nämlich eine Art inoffizielle Vorwahlbühne - auch mit vielen demokratischen Schwergewichten. Podcast-Host Angela van Brakel spricht darüber mit Cathryn Clüver Ashbrook. Die deutsch-amerikanische Politologin ist eine der einflussreichsten Transatlantik-Expertinnen unserer Zeit und war viele Jahre Direktorin der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik. Der amerikanisch-europäische Beziehungsstatus aktuell: Es ist kompliziert. Eher toxisch, sagen einige Beobachter, weil es inzwischen eine „Freundschaft“ sei, die vom Weißen Haus an Bedingungen und harte Forderungen geknüpft werde. Im Gespräch geht es um Rubios politischen Kurswechsel, die ideologischen Verschiebungen in Washington und die Frage, welche Strategie die USA gegenüber Europa, Russland und dem Iran verfolgen. Cathryn Clüver Ashbrook analysiert, warum klassische Diplomatie an Einfluss verliert, welche Machtkämpfe hinter den Kulissen toben und wie sehr amerikanische Innenpolitik inzwischen die Außenpolitik bestimmt. Und sie erklärt, warum Europa gut beraten ist, diese Signale ernst zu nehmen - als geopolitische Herausforderung und als demokratischen Weckruf. Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.

    35 min
  2. Kein Touchdown für Trump - warum der Präsident den Super Bowl schwänzt (Spezial)

    FEB 5

    Kein Touchdown für Trump - warum der Präsident den Super Bowl schwänzt (Spezial)

    Der Super Bowl ist mehr als das größte Sportereignis der USA. Er ist nationales Ritual, Popkultur und Bühne zugleich und längst auch ein Ort politischer Symbolik. Vor einem Jahr schrieb Donald Trump dort Geschichte, als erster amtierender US-Präsident bei einem NFL-Finale im Stadion. Beim diesjährigen Super Bowl in Santa Clara, unweit von San Francisco, fehlt er. Ausgerechnet dort, wo Aufmerksamkeit, Bilder und Öffentlichkeit sonst perfekt zusammenspielen, verzichtet er auf den Auftritt. In dieser Spezialfolge von THE WILD HOUSE spricht Podcast-Host Angela van Brakel mit Gregor Teicher, Sky-Moderator, der seit Jahren direkt vor Ort berichtet, darüber, was Trumps fernbleiben vom Sportereignis des Jahres bedeutet. Begründet wird es mit der Entfernung. Doch in einem politischen Umfeld, in dem öffentliche Auftritte gezielt kalkuliert werden, wirkt diese Erklärung unvollständig. Ein anderer Ansatz: Kalifornien gilt als schwieriges Terrain, San Francisco als Ort, an dem politische Zustimmung nicht selbstverständlich ist. Der Super Bowl ist kein kontrollierter Raum. Reaktionen im Stadion lassen sich ebenso wenig steuern wie die Bilder, die bleiben. Brisant: Schon im Vorfeld kritisierte Donald Trump die Halbzeit-Show. Der Auftritt von Bad Bunny, dem ersten Künstler, der beim Super Bowl ausschließlich auf Spanisch singt, wird in konservativen Kreisen als Provokation gelesen. Auch deshalb wird das Finale erneut zum Spiegel eines gespaltenen Landes. Angela van Brakel und Gregor Teicher blicken in dieser Folge auch zurück: auf Präsidenten, die den Super Bowl bewusst unpolitisch inszenierten, ihn in der privaten Residenz des Weißen Hauses schauten - mit Gästen beider Parteien, Chili, Bier und Kommentaren wie bei einer privaten Watchparty. Und auf andere, die daraus große Empfänge machten. Rund um diese Super-Bowl-Abende ranken sich bis heute Mythen und Legenden: Welcher Präsident kommentierte Spiele, als wäre er selbst Moderator? Wer soll einmal den falschen Spielstand an die Nation verkündet haben? Und wollte wirklich ein Präsident eine ganze Mannschaft kaufen? THE WILD HOUSE – Das neue Amerika verstehen. Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.

    29 min
  3. Krieg oder Deal? Trumps Poker mit dem Iran

    FEB 3

    Krieg oder Deal? Trumps Poker mit dem Iran

    Die ganze Welt fragt sich: Tut er es oder tut er es nicht? Gibt Donald Trump den Befehl? Greifen die USA den Iran an, oder endet alles in einem „Deal“? Der US-Präsident zögert. Hinter den Kulissen jedoch werden bereits konkrete Szenarien durchgespielt und seit Tagen verlegen die USA Kriegsgerät in den Nahen Osten: Flugzeugträger, Kriegsschiffe, Kampfjets, Munition. In dieser Folge von THE WILD HOUSE analysiert Angela van Brakel, wie Donald Trump Entscheidungen trifft, wer ihn dabei berät - und wie viel strategisches Kalkül hinter der Eskalation steckt. Zu Gast ist Julius van de Laar, einer der bekanntesten deutschen Kampagnen- und Strategieberater für US-Politik und ehemaliger Wahlkampfstratege von Barack Obama. Gemeinsam rekonstruieren sie die Entscheidungswege im Machtzentrum der USA: vom mobilen Situation Room über das Pentagon bis in den engsten Kreis um den Präsidenten. Im Fokus steht dabei Marco Rubio, zugleich Außenminister und National Security Advisor - und damit eine der einflussreichsten Figuren in Trumps Sicherheitsarchitektur. Angela van Brakel bringt auch in dieser Folge Stimmen von der Straße mit - diesmal aus Rhode Island, dem kleinsten Bundesstaat der USA. Dabei zeigt sich: Außenpolitik wird unmittelbar mit Alltagsfragen verknüpft. Preise, Mieten, wirtschaftlicher Druck. Große geopolitische Entscheidungen treffen auf eine Gesellschaft, die innenpolitisch unter Spannung steht. Parallel zur Iran-Frage rückt eine zweite Front in den Fokus: neue Veröffentlichungen im Epstein-Fall. Millionen Seiten an Dokumenten rund um den Sexualstraftäter werden öffentlich, darunter neue E-Mails und neue Verbindungen. Auch der Name Donald Trump taucht wieder auf, 1000 Mal. Julius van de Laar ordnet ein, wie sich die Beweislage verdichtet, warum Unterstützer aus dem eigenen Lager abspringen und weshalb selbst Teile der MAGA-Basis beginnen, Loyalität zu hinterfragen. THE WILD HOUSE – Das neue Amerika verstehen. Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.

    30 min
  4. Donald Trumps neue Logik der Macht: Staatliche Eingriffe zwischen Minneapolis und Harvard

    JAN 27

    Donald Trumps neue Logik der Macht: Staatliche Eingriffe zwischen Minneapolis und Harvard

    Boston im Ausnahmezustand: Historische Kälte, Notfallwarnungen, Stromausfälle - und ein politisches Klima, das sich weiter zuspitzt. In dieser Folge von THE WILD HOUSE berichtet Angela von Brakel aus dem Nordosten der USA und analysiert, wie staatliche Macht im Amerika von Donald Trump neu ausgeübt wird. Gemeinsam mit ihrem Gast Dr. Claus Hecking, Boston-Korrespondent des Spiegel, trifft sie sich an der Harvard University. Kaum eine Institution steht so sehr für Exzellenz-wissenschaft, internationale Vernetzung und freies Denken - und kaum eine ist der Trump-Regierung ein größerer Dorn im Auge. Mit der Drohung, Milliarden an Bundesmitteln zu streichen und Visa für internationale Studierende einzuschränken, setzt der Präsident eine der renommiertesten Universitäten des Landes unter politischen Druck. Der Konflikt folgt einer bekannten Logik: Universitäten gelten als Orte potenziellen Widerstands. Harvard wehrt sich juristisch und finanziell - doch der Fall wirft eine grundsätzliche Frage auf: Wie unabhängig können Institutionen bleiben, wenn staatliche Macht offenbar gezielt zur Durchsetzung politischer Loyalität eingesetzt wird? Von Boston führt der Blick nach Minneapolis. Nach tödlichen Schüssen bei einer Razzia der Einwanderungsbehörde ICE protestieren Menschen gegen das Vorgehen der Bundesbehörden - trotz extremer Minusgrade. Videoanalysten widersprechen der offiziellen Darstellung, das Opfer habe eine unmittelbare Gefahr dargestellt. ICE-Razzien konzentrieren sich zunehmend auf demokratisch regierte Städte. Offiziell geht es um Sicherheit. Kritiker sehen darin den Versuch, Abschiebezahlen um jeden Preis zu steigern und gezielt Angst zu erzeugen. Auch der Umgang mit der Gesundheit des Präsidenten folgt dieser Logik. Informationen werden oft kontrolliert, oder gar nicht erst veröffentlicht. Neue blaue Flecken an der Hand von Donald Trump sorgen für Spekulationen und Debatten darüber, warum das zum politischen Problem werden könnte. THE WILD HOUSE - Das neue Amerika verstehen. Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.

    25 min
  5. Ein Jahr Donald Trump 2.0 – Chaos mit System

    JAN 20

    Ein Jahr Donald Trump 2.0 – Chaos mit System

    Ein Jahr ist Donald Trump 2.0 im Amt – und kaum ein Präsident hat in so kurzer Zeit so viel politische Unruhe erzeugt. Mehr Executive Orders als in seiner gesamten ersten Amtszeit, offene Drohungen gegen Iran, Grönland, Kuba und Kolumbien, neue Zölle als Machtinstrument. In dieser Folge von THE WILD HOUSE zieht Angela van Brakel eine Zwischenbilanz nach 365 Tagen Trump zurück im Weißen Haus. Annett Meiritz, die Donald Trump seit über zehn Jahren – über beide Amtszeiten hinweg – journalistisch begleitet, erklärt, warum seine zweite Amtszeit kein Chaos mehr ist, sondern „Chaos mit System“: maximale Störung, permanente Aufmerksamkeit, gezielte Spaltung. Die Folge blickt hinter die Kulissen einer Präsidentschaft, die weniger auf Prozesse als auf maximale Wirkung setzt: überraschende Auftritte, politische Entscheidungen ohne schriftliche Unterlagen, Zahlen auf Plakaten statt Pressebriefings. Im Zentrum steht Trumps bevorzugtes Machtinstrument: Zölle. Was früher wirtschaftliches Druckmittel war, wird nun zum politischen Hebel gegen Verbündete. Die Episode zeigt, warum diese Strategie ein völlig anderes Kaliber hat als in Trumps erster Amtszeit – und weshalb sie Europa und Deutschland besonders trifft. Annett Meiritz erklärt, warum Trumps zweite Amtszeit kein Chaos mehr ist, sondern „Chaos mit System“: maximale Störung, permanente Aufmerksamkeit, gezielte Spaltung. Politik wird zur Inszenierung, Loyalität zur wichtigsten Währung. Kritik verzeiht Trump – Illoyalität nie. Die Folge spricht auch über Angst als politischen Faktor: Angst in den Institutionen, Angst bei Handelspartnern, Angst in der amerikanischen Gesellschaft. Viele Menschen fühlen sich müde, überfordert, ziehen sich aus politischen Debatten zurück. Genau das, so die Analyse, ist Teil der Strategie. Ein weiterer Schwerpunkt: Außenpolitik ohne Tabus. Militärische Drohungen, Expansionsideen, wirtschaftlicher Druck statt klassischer Diplomatie. Die Episode erklärt, warum ein offener Angriff nicht das einzige Risiko ist – und wie Staaten auch ohne Truppen dauerhaft abhängig gemacht werden können. Zum Abschluss richtet die Folge den Blick nach vorn: auf die Midterm-Wahlen, auf wirtschaftliche Risiken, auf steigende Preise – und auf die zentrale Frage, ob Donald Trump 2.0 berechenbarer oder gefährlicher ist als je zuvor. Die Antwort ist unbequem: beides. Eine Folge über Macht, Angst, Inszenierung – und über einen Präsidenten, den derzeit niemand stoppt. THE WILD HOUSE – Das neue Amerika verstehen. Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.

    33 min
  6. Grönland, Machtfantasien und Peter Thiel – der „Schattenmann“ hinter Trumps Agenda

    JAN 13

    Grönland, Machtfantasien und Peter Thiel – der „Schattenmann“ hinter Trumps Agenda

    Make America Bigger Again – Donald Trump denkt größer als je zuvor. Größer als Verträge, größer als Bündnisse – und größer als bislang unverrückbare Grenzen. In dieser Folge von THE WILD HOUSE analysiert Angela van Brakel, warum der US-Präsident ausgerechnet Grönland ins Zentrum seiner neuen Machtpolitik rückt – und was ihn dabei antreibt. Ausgangspunkt ist ein bemerkenswertes Interview Trumps mit der New York Times, das zu den zentralen Gesprächen seiner zweiten Amtszeit zählt. Selten hat der Präsident seine geopolitischen Vorstellungen so offen formuliert – und so unmissverständlich klargemacht, dass aus seiner Sicht allein sein eigener Kopf die Grenze seines Handelns ist. Völkerrecht, so Trump, brauche er dafür nicht. Was zunächst wie Provokation wirkt, folgt einer strategischen Logik. Grönland liegt zwischen New York und Moskau, ist reich an Rohstoffen und gewinnt im geopolitischen Wettlauf mit Russland und China massiv an Bedeutung. Militärische Optionen schließt Trump öffentlich nicht aus. Die entscheidende Frage lautet daher nicht nur, warum er Grönland will – sondern wer diese Agenda formt. Denn im Hintergrund wirkt ein Mann, der selten selbst auftritt, aber enormen Einfluss besitzt: Peter Thiel. PayPal-Mitgründer, Palantir-Investor, ideologischer Vordenker einer radikalen Tech-Elite – und einer der frühesten und loyalsten Unterstützer Donald Trumps. Gemeinsam mit dem Journalisten Fritz Espenlaub, der seit Jahren investigativ zu Peter Thiel recherchiert und ihn in einem mehrfach ausgezeichneten Podcast porträtiert hat, zeichnet diese Episode nach, wie wirtschaftliche Interessen, technologische Macht und politische Visionen ineinandergreifen. Die Folge zeigt, wie sich Trumps America-First-Politik mit den Ideen der Tech-Elite verbindet – und wo diese Allianz brüchig wird. Denn während klassische MAGA-Hardliner Abschottung und nationale Kontrolle fordern, brauchen Unternehmen wie Palantir globale Märkte, Datenströme und internationale Einflussräume. Der Konflikt ist programmiert. Ein weiterer Fokus liegt auf JD Vance, dem heutigen Vizepräsidenten – auch er gilt als politisches Projekt Peter Thiels. Die Episode zeichnet nach, wie aus einem scharfen Trump-Kritiker ein loyaler Mitstreiter wurde – und warum viele ihn bereits als möglichen Nachfolger Trumps betrachten. Diese Folge führt von den Eisflächen Grönlands bis in die innersten Zirkel des Silicon Valley. Sie zeigt, warum geopolitische Expansion, persönliche Machtvorstellungen und private Netzwerke in Trumps Regierung enger miteinander verknüpft sind als je zuvor – und was das für Europa und Deutschland bedeutet. THE WILD HOUSE – Das neue Amerika verstehen. Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.

    38 min
  7. Amerika unter Donald Trump 2026: Zwischen Weltmacht und Wildem Westen

    JAN 6

    Amerika unter Donald Trump 2026: Zwischen Weltmacht und Wildem Westen

    Im Weißen Haus regiert der „Sheriff“ – und die Welt steht unter Spannung. In der ersten Folge von THE WILD HOUSE blickt Podcast-Host Angela van Brakel gemeinsam mit Spiegel-Korrespondentin Britta Kollenbroich auf ein Jahr, das die USA – und die globale Ordnung – prägen wird. Im Fokus steht zunächst der Angriff auf Venezuela: der Schlag der USA gegen das Regime von Nicolás Maduro. Die beiden Journalistinnen analysieren Motive und Machtinteressen – von Öl über Migration bis China – und die völkerrechtlichen Grauzonen des Einsatzes. Auch das Bild, das um die Welt ging, wird eingeordnet: Maduro in Handschellen, mit Augenmaske und im grauen Trainingsanzug an Bord eines US-Kriegsschiffs. Ein Signal weit über Lateinamerika hinaus. Ein weiterer Schwerpunkt: der 6. Januar. Der Podcast startet am fünften Jahrestag des Kapitolsturms – erstmals mit Donald Trump zurück im Oval Office. Angela van Brakel und Britta Kollenbroich zeigen, wie Trump das Narrativ dieses Tages neu schreibt, warum ein Teil der US-Gesellschaft den Angriff nicht mehr als Bedrohung der Demokratie sieht und was das für Rechtsstaat und Institutionen bedeutet. Exklusiv spricht Angela van Brakel mit Jacob Chansley, besser bekannt als der „Kapitol-Schamane“ – eines der ikonischsten Gesichter des 6. Januar. Bilder von ihm gingen um die Welt: Hörner auf der Fellmütze, nackter Oberkörper, übersät mit Tätowierungen, in der Hand ein Speer mit US-Flagge, durch die Hallen des Kapitols ziehend. Chansley wurde zum Symbol des Angriffs auf die amerikanische Demokratie. Er saß im Gefängnis, wurde von Donald Trump begnadigt – und verklagt den Präsidenten nun. Die Episode zeigt, warum der Verschwörungstheoretiker, warum ausgerechnet frühere Ikonen der MAGA-Bewegung beginnen, sich von Trump abzuwenden, und was das über Radikalisierung, politische Mythen und die innere Erosion der Bewegung verrät. Der Blick geht nach vorn: auf die Midterm-Wahlen, die Machtbalance im Kongress, Trumps Regierungsstil per Executive Order – und ein Jahr voller Symbolik. Fußball-WM 2026, 250 Jahre USA und die Frage, wie ein tief gespaltenes Land sich selbst feiert – und was politisch auf dem Spiel steht. Eine Auftaktfolge über Macht, Militär und Mythen – und über ein Amerika zwischen Selbstinszenierung und Zerreißprobe: THE WILD HOUSE – Das neue Amerika verstehen. – Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.

    33 min
  8. Das neue Amerika verstehen (Trailer)

    EPISODE 1

    Das neue Amerika verstehen (Trailer)

    Der „Sheriff“ ist zurück – zurück im Weißen Haus. So sehen es seine Anhängerinnen und Anhänger. Donald Trump 2.0 sitzt im Oval Office – und mit ihm eine ideologische Zeitenwende. Mit noch mehr America First. In Rekordzeit hat er die Weltordnung erschüttert: Die Regierung geht demonstrativ auf Distanz zu WTO und NATO, kürzt die internationale Entwicklungshilfe drastisch und verlässt das Pariser Klimaabkommen. Gleichzeitig inszeniert sich Trump bewusst als Cowboy-Präsident – als Macher, der Probleme im Duell löst, schnell entscheidet und sein Recht durchsetzt. Weniger Regulierung, mehr Konfrontation. Also: Wilder Westen statt westlicher Werte? Wie viel Strategie steckt hinter diesem radikalen Kurs – und wie viel Inszenierung? Wie kalkulierbar ist der 47. Präsident wirklich? Wer beeinflusst ihn hinter den Kulissen? Und warum wird in den USA plötzlich alles politisch – von Football über Pizza bis hin zu Katzen? Was verraten diese kulturellen Konflikte über das neue Amerika? In THE WILD HOUSE blickt Podcast-Host Angela van Brakel mit ihren Gästen tief in die amerikanische Machtzentrale. Sie analysiert die tektonischen Verschiebungen der Innen- und Außenpolitik, ordnet Erfolge, Fehleinschätzungen, Narrative und Mythen ein – und erklärt, warum die Welt unter Präsident Trump nicht mehr dieselbe ist. Und was dieser Kurs für Europa – und ganz besonders für Deutschland – bedeutet. Angela van Brakel ist Journalistin, Fernsehmoderatorin und Korrespondentin. Immer wieder berichtet sie direkt aus Washington D.C. Mit Wild-West-Mythen beschäftigt sie sich seit ihrer Schulzeit in Texas – damals im Geschichtsunterricht. Heute diskutiert sie darüber wieder on air und ab jetzt auch jede Woche hier in THE WILD HOUSE - Das neue Amerika verstehen. Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.

    2 min

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Der „Sheriff“ ist zurück – zurück im Weißen Haus. So sehen es seine Anhängerinnen und Anhänger. Donald Trump 2.0 sitzt im Oval Office - und mit ihm eine ideologische Zeitenwende. Mit noch mehr America First. In Rekordzeit hat er die Weltordnung erschüttert: Die Regierung geht demonstrativ auf Distanz zu WTO und NATO, kürzt die internationale Entwicklungshilfe drastisch und verlässt das Pariser Klimaabkommen. Gleichzeitig inszeniert sich Trump bewusst als Cowboy-Präsident - als Macher, der Probleme im Duell löst, schnell entscheidet und sein Recht durchsetzt. Weniger Regulierung, mehr Konfrontation. Also: Wilder Westen statt westlicher Werte? Wie viel Strategie steckt hinter diesem radikalen Kurs - und wie viel Inszenierung? Wie kalkulierbar ist der 47. Präsident wirklich? Wer beeinflusst ihn hinter den Kulissen? Und warum wird in den USA plötzlich alles politisch - von Football über Pizza bis hin zu Katzen? Was verraten diese kulturellen Konflikte über das neue Amerika? In THE WILD HOUSE blickt Podcast-Host Angela van Brakel mit ihren Gästen tief in die amerikanische Machtzentrale. Sie analysiert die tektonischen Verschiebungen der Innen- und Außenpolitik, ordnet Erfolge, Fehleinschätzungen, Narrative und Mythen ein – und erklärt, warum die Welt unter Präsident Trump nicht mehr dieselbe ist. Und was dieser Kurs für Europa – und ganz besonders für Deutschland – bedeutet. Angela van Brakel ist Journalistin, Fernsehmoderatorin und Korrespondentin. Immer wieder berichtet sie direkt aus Washington D.C. Mit Wild-West-Mythen beschäftigt sie sich seit ihrer Schulzeit in Texas – damals im Geschichtsunterricht. Heute diskutiert sie darüber wieder on air und ab jetzt auch jede Woche hier in THE WILD HOUSE - Das neue Amerika verstehen. Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.

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