Erzähl mir was vom Pferd – Journalismus meets Podcast

Jan Tönjes und Anja Nehls

Der Pferde-Podcast, in dem Journalismus auf Pferdeliebe stößt. Anja Nehls und Jan Tönjes beleuchten Hintergründe, stellen die Ergebnisse ihrer Recherchen dar, erzählen True Cases und fragen nach.

Episodes

  1. #10 Bundestrainer Otto Becker: "Ich habe früher immer gesagt, es reicht, wenn man gut zum Sprung reitet"

    May 20

    #10 Bundestrainer Otto Becker: "Ich habe früher immer gesagt, es reicht, wenn man gut zum Sprung reitet"

    Rasen! Das ist ein zentraler Begriff. Denn anders als bei vergangenen Weltmeisterschaften wird 2026 in Aachen nicht auf Sand entschieden, wer für vier Jahre als „Weltmeisterin“ oder „Weltmeister" in den Arenen der Welt angekündigt wird. Was lag da näher, als bei einem anderen „Rasen-Klassiker“, dem Deutschen Spring-Derby in Hamburg Klein Flottbek mit Bundestrainer Otto Becker über alles zu sprechen, was die Hosts Anja Nehls und Jan Tönjes rund um das Thema Spring-WM so interessiert. Aber nicht nur rund um die WM auf Rasen gab es viele Dinge, die uns rasend interessiert haben. Wir wollten auch wissen, wie Otto Becker die Entwicklung des Springsports sieht. Ob Menschen aus Nicht-Reiterfamilien überhaupt noch eine Chance haben, im Spitzensport Fuß zu fassen und welche Rolle das Thema Social Media spielt. Und die Fitness der Pferde, die bei einer WM, gerade wenn es gut läuft, noch etas mehr gefragt ist als bei normalen Turnieren. Den Reiterinnen und Reitern attestierte der Bundestrainer übrigens eine Top-Fitness. Es klang an, dass das nicht immer so war… Welche anderen Nationen er auf dem Schirm hat? Mehr als eine Handvoll! Und wenn er sich ein Traumpferd aussuchen dürfte, dann wäre das ein Schimmel. Spoiler: Sein Mannschafts-Olympiasieger Cento ist es nicht. Im Quiz geht es um Handwechsel im Derby-Parcours und Badminton – die Vielseitigkeit und Federball.

    33 min
  2. #9 Dante Weltino - der Dressurhengst, von dem die Welt spricht und wie er zu dem wurde, was er ist

    May 6

    #9 Dante Weltino - der Dressurhengst, von dem die Welt spricht und wie er zu dem wurde, was er ist

    Dante Weltino ist so etwas wie die pferdgewordene Goldie Hawn - ein internationaler Superstar mit grandiosen Nachkommen. Nur dass es, um im Bild zu bleiben, jede Menge vierbeinige Kate Hudsons gibt, die Dante Weltino zum Vater haben. Diese Kate Hudsons heißen Jagerbomb, DSP Dieudonné, Dante’s Pearl OLD oder Dantania. Der Oldenburger Hengst war für drei Olympische Spiele nominiert und hat es bei jedem WM- oder EM-Auftritt ins Finale geschafft. Dante Weltinos Geschichte beginnt bei seinem Züchter Olaf Bahls, der schon früh wusste, dass sein Hengstfohlen etwa ganz Besonderes war. Dass er dann „nur” 17.000 Euro auf der Fohlenauktion gekostet hat, hat ihn ein bisschen gewurmt. Aber am Ende hat er die besonderen Momente am TV genossen, manchmal mit „Schnappatmung”. Mit ihm haben wir genauso gesprochen wie mit Urs Schweizer, der erzählt, warum er Dante erst im zweiten Anlauf bei der Hengstauktion ersteigert hat. Und Dantes Reiterin Therese Nilshagen erzählt von der gemeinsamen Karriere, von tiefer Dankbarkeit, warum sie Dante Weltino, der seit den Olympischen Spielen von Paris in Sportrente ist, immer noch jeden Morgen reitet und was für ein Mensch Dante wäre (Spoiler: Goldie Hawn ist es nicht 😉). Außerdem geht ihre Liebe zu Dante tief unter ihre Haut - im Wortsinn. Auch im Quiz geht es nochmal um Dante Weltino. Die Hosts Anja Nehls und Jan Tönjes haben dafür gut recherchiert. Zu gut, denn es geht 0:0 aus. Eine Folge für alle Dressurfans, Zucht-Nerds und alle Menschen, die eintauchen wollen in die Geschichte eines hochsensiblen Pferdes, bei dem das ein oder andere Mal der Zufall die Weichen gestellt hat. Ein True Case, der viel erzählt über die moderne Pferdezucht und vielleicht auch ein bisschen dazu beiträgt, zu verstehen, wie viele Gedanken hinter der Entstehung eines Pferdes stecken.

    51 min
  3. #6 Moritz Treffinger treffen – Stallbesuch bei einem der jüngsten Dressur-Weltcup-Finalisten

    Mar 25

    #6 Moritz Treffinger treffen – Stallbesuch bei einem der jüngsten Dressur-Weltcup-Finalisten

    Er ist unerschrocken, sein Hund Fridolin (ein „amerikanischer Zwergdackel“) ist ein Konditionswunder und wer Moritz Treffinger auf dem Gestüt Bonhomme in Werder bei Potsdam besucht, muss sich mit Hildegard gut stellen. Das ist eine Ziege, die ein paar Boxen neben den Cracks von Moritz Treffinger, Cadeau Noir und Fiderdance im Hengststall von Bonhomme ihr Domizil hat. Mit den beiden Deckhengsten hat Moritz Treffinger, 22, es geschafft, sich für das Dressur Weltcup-Finale zu qualifizieren. Im April 2026 geht es in die USA, nach Fort Worth in Texas. Für den ehemaligen Ponyeuropameister ist es der erste lange Flug und das erste Mal USA. Gut, dass er mit Fiderdance, „Fidel“, einen Partner hat, der über ausreichend Flug- und Weltcup-Erfahrung verfügt. Moritz sagt von sich, er sei „unerschrocken“. Sein Motto: „einfach fragen – mehr als ein „nein“ kannst du nicht bekommen.“ Und unerschrocken zu sein, ist Programm. Viel ausreiten, weiterreiten, wenn Hildegard spontan mal in der Halle vorbeischaut und seine Alltagsroutinen nicht ändern, auch wenn es bald zum Weltcup-Finale geht. Von „In-Watte-packen“ hält er nichts, „lasst die Pferde Pferde sein“. Das heißt beispielsweise, dass jedes Pferd bei jedem Wetter aufs Paddock geht. Ziele für die Zukunft? Ziel - das wäre zu groß, aber von Olympia träumen, das tut doch jeder Reiter, findet Moritz Treffinger. Im Quiz geht es um Bundesstaaten der USA und den Menschen, der „reite dein Pferd vorwärts und richte es gerade“ formuliert hat. Ob da einer der fast 70.000 Follower von Moritz Treffinger auf Instagram helfen kann?

    53 min

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