Vergiss Dich nicht

Christine Leyroutz & Bettina Riepl

Ein Podcast rund ums Thema Demenz… mit Herz, Hirn und Humor begleiten wir Betroffene, Angehörige und professionelle Betreuer:innen.

  1. 4d ago

    Demenz – Wenn die Nacht zur Belastung wird: „Er schläft nicht – und ich auch nicht.“ | Folge 34

    Es ist drei Uhr morgens. Schritte im Flur. Eine Tür geht auf. Dein Angehöriger möchte zur Arbeit, sucht seine Mutter oder will nach Hause – obwohl er zu Hause ist. Du stehst auf, beruhigst, begleitest. Irgendwann wird es wieder still. Aber du schläfst nicht mehr. Du liegst da und horchst. Auch dann, wenn gerade nichts passiert. Und am Morgen geht der Alltag weiter. Vielleicht kennst du den Gedanken: „Ich hab dich lieb. Aber ich kann nicht noch eine Nacht.“ Darüber sprechen wir in Folge 34 von „Vergiss Dich nicht – der Demenzpodcast“. Bettina und Christine nehmen euch mit in diese Nächte, über die oft viel zu wenig gesprochen wird. Warum geraten Schlaf und Tagesrhythmus bei Demenz durcheinander? Was kann hinter nächtlicher Unruhe stecken? Wie reagieren wir, wenn jemand mitten in der Nacht unbedingt losgehen möchte? Und was kann helfen, damit beide wieder mehr Ruhe finden? Wir sprechen über vertraute Rituale, Sicherheit und den Umgang mit schwierigen Momenten. Und darüber, wie Angehörige Entlastung bekommen können, wenn die Nächte an ihren Kräften zehren. ❤️ Du darfst müde sein. Du darfst ungeduldig werden. Und du darfst sagen, dass du Unterstützung brauchst. Deine Erholung zählt genauso. Hör in Folge 34 hinein – vielleicht findest du deine eigenen Nächte darin wieder und einen Gedanken, der dich entlastet. Mehr zum Nachlesen findest du auf unserem Blog unter www.damalswieheute.com. Folge unserem Podcast und teile die Folge gerne mit anderen Angehörigen oder Menschen, die verstehen möchten, was Begleitung bei Demenz auch nachts bedeutet. Vergiss Dich nicht. Auch dann nicht, wenn du nachts für jemanden da bist.

  2. Oct 18

    Demenz: „Ich kann nicht mehr“ – wenn Angehörige an ihre Grenzen kommen ; Folge 32

    „Ich habe meine Mutter lieb. Aber ich kann nicht mehr.“ Vielleicht denkst du diesen Satz nur ganz leise. Vielleicht hast du ihn schon ausgesprochen – und dich gleich danach dafür geschämt. Weil du doch versprochen hast, da zu sein. Weil der andere nichts für seine Erkrankung kann. Und weil du dich fragst: Wer übernimmt, wenn ich ausfalle? Wenn du einen Menschen mit Demenz begleitest, ist oft vieles gleichzeitig da: Liebe und Wut. Verantwortung und der Wunsch, einfach einmal wegzufahren. Mitgefühl und eine Erschöpfung, die auch nach einer Nacht Schlaf nicht verschwunden ist. Irgendwann reicht dann eine weitere Frage, ein Anruf oder eine unruhige Nacht – und du merkst: Es geht gerade nicht mehr. In dieser Folge von „Vergiss Dich nicht“ sprechen Christine und Bettina über einen Satz, den viele Angehörige kennen und trotzdem kaum auszusprechen wagen. Wann wird aus Belastung Überforderung? Warum fällt es so schwer, Hilfe anzunehmen oder Grenzen zu setzen? Und wie lässt sich ein nächster Schritt finden, wenn schon das Organisieren von Unterstützung zu viel erscheint? Wir sprechen über Schuldgefühle, eigene Bedürfnisse und darüber, dass auch die Kraft der Menschen Grenzen hat, die sich liebevoll kümmern. Du musst nicht erst zusammenbrechen, damit deine Erschöpfung ernst genommen werden darf. Eine Folge für dich, wenn du gerade viel trägst. Und für alle, die besser verstehen möchten, wie es Angehörigen geht. Was würdest du dir wünschen, wenn du sagst: „Ich kann nicht mehr“? Wenn du magst, schreib es uns in die Kommentare. 🌷 Folge „Vergiss Dich nicht“, damit du keine neue Folge verpasst. Wenn dir unser Podcast hilft, freuen wir uns über deine Bewertung. Teile diese Folge mit einem Menschen, dem es guttun könnte, sich verstanden zu fühlen. Vergiss Dich nicht – auch du brauchst Fürsorge.

  3. Oct 11

    Folge 32: das macht sie doch mit Absicht - wenn Demenz wie Sturheit aussieht

    „Bei mir stellt sie sich absichtlich so an. Aber wenn Besuch kommt, geht es plötzlich!“ Kommt dir das bekannt vor? Du erinnerst ans Essen, legst die Kleidung bereit und versuchst zum dritten Mal, zum Duschen zu motivieren. Trotzdem passiert nichts. Doch kaum klingelt die Nachbarin, wird gelacht und geplaudert. Und du stehst daneben und denkst: Warum klappt es bei anderen – und bei mir nicht? Solche Momente können wehtun. Sie machen wütend, hilflos und manchmal auch misstrauisch: Ist das wirklich die Demenz? Ist es Sturheit? Oder macht sie das, um mich zu provozieren? Über diese Gedanken sprechen viele Angehörige nur ungern. Dabei kennen sie so viele. In dieser Folge schauen Christine, klinische Psychologin und Gerontopsychologin, und Bettina genauer hin: Warum kann jemand einen Löffel halten und trotzdem nicht selbstständig essen? Weshalb gelingt ein lebhaftes Gespräch, während Anziehen, Duschen oder Medikamente zum täglichen Kampf werden? Und wie kann es sein, dass ein Mensch überzeugt ist, allein zurechtzukommen, obwohl du jeden Tag erlebst, wie viel Unterstützung er braucht? Wir erklären verständlich, was hinter diesen scheinbaren Widersprüchen steckt. Du erfährst, warum „Du musst doch nur …“ häufig nicht weiterhilft, weshalb Druck Widerstand verstärken kann und wie du Unterstützung so gestalten kannst, dass sie leichter angenommen wird. Mit Fallbeispielen aus der Praxis, einer Zuschrift aus unserer Community und einer gemeinsam durchgespielten Morgenroutine machen wir das Thema greifbar. Du bekommst konkrete Sätze und Anregungen für deinen Alltag – auch für Momente, in denen Körperpflege abgelehnt wird, das Essen stehen bleibt oder immer wieder der Wunsch kommt: „Ich muss nach Hause.“ Und wir sprechen darüber, warum nicht jede Veränderung automatisch zur Demenz gehört. Wenn du schon einmal gedacht hast: „Er könnte doch, wenn er nur wollte“, ist diese Folge für dich. Vielleicht erkennst du deinen Alltag wieder. Vielleicht wird ein Verhalten verständlicher, das dich bisher verletzt hat. Und vielleicht entsteht dadurch wieder mehr Verbindung. Hör dir die Folge an und folge „Damals wie heute“ auf Spotify, damit du keine neue Episode verpasst. Welche Situation kennst du selbst? Schreib uns deine Fragen und Erfahrungen. Sie helfen uns, die Themen aufzugreifen, die Angehörige wirklich beschäftigen. 💕Wenn dir die Folge hilft, freuen wir uns über deine Bewertung auf Spotify. Teile sie auch mit deiner Familie, mit Freunden oder mit jemandem, der gerade einen Menschen mit Demenz begleitet. Manchmal kann eine Folge helfen, einander besser zu verstehen. Mehr Beiträge und Anregungen findest du auf unserem Blog unter damalswieheute.com. Entdecke auch Auguste und bleib mit uns auf Instagram und Facebook in Verbindung. Folge uns dort, diskutiere mit und teile Beiträge, die auch anderen helfen könnten. Du bist mit deinen Fragen und Gefühlen nicht allein. Vergiss dich nicht.

  4. Oct 4

    Folge 31:Warum folgt mir der Mensch mit Demenz überallhin? – Wenn Nähe zur einzigen Sicherheit wird

    „Ich kann keinen Schritt mehr alleine machen.“„Kaum stehe ich auf, steht er auch auf.“„Selbst ins Bad kommt sie mir hinterher.“ Viele Angehörige kennen genau dieses Gefühl. Und irgendwann wird aus Nähe Enge. Aus Fürsorge Erschöpfung. Vielleicht entsteht sogar der Gedanke: „Warum verfolgt er mich ständig?“ Doch was für Angehörige wie permanentes Hinterhergehen erlebt wird, hat bei einer Demenzerkrankung häufig eine ganz andere Bedeutung. Der betroffene Mensch verliert zunehmend Orientierung und innere Sicherheit. Räume werden fremder, Abläufe unverständlich, Zeit lässt sich schwer einordnen. Und dann bleibt manchmal vor allem eines: der vertraute Mensch. Du wirst zum Orientierungspunkt.Zur Sicherheit.Zum vertrauten Gesicht in einer Welt, die immer weniger vorhersehbar wird. Das bedeutet nicht, dass Angehörige diese Nähe immer aushalten müssen. Im Gegenteil: Dauernde Präsenz kann enorm belastend sein. Deshalb sprechen wir in dieser Folge auch darüber, warum dieses Verhalten entsteht, wie Angehörige Grenzen setzen können und wie kleine Momente von Abstand wieder möglich werden können – ohne Schuldgefühle. In der neuen Folge von „Vergiss Dich nicht – Der Demenzpodcast“ sprechen wir über ein Verhalten, das sehr viele Familien kennen und über das trotzdem viel zu selten gesprochen wird. Denn manchmal bedeutet:„Geh nicht weg.“eigentlich:„Ich weiß gerade nicht, wie ich ohne dich sicher sein soll.“ Mehr Wissen, Hintergrund und praktische Impulse findest du auch in unserem Blog unter www.damalswieheute.com, sowie auf Facebook und Instagram unter: 💕Vergiss Dich nicht.Denn auch Angehörige brauchen Raum, Sicherheit und Momente nur für sich.

  5. Sep 20

    Folge 30:Körperpflege ohne Kampf – wenn Hilfe plötzlich zur Bedrohung wird

    „Ich will doch nur helfen.“Und trotzdem wird die Hand weggeschoben. Die Tür wird zugeschlagen. Ein sonst vertrauter Mensch wird laut, wehrt sich oder beginnt zu weinen. Körperpflege gehört zu den intimsten Bereichen unseres Lebens. Wenn ein Mensch mit Demenz beim Waschen, Duschen, Zähneputzen, Anziehen oder beim Toilettengang Unterstützung benötigt, kann das für alle Beteiligten sehr emotional werden. Was für Angehörige oder Pflegepersonen notwendige Hilfe ist, kann sich für den betroffenen Menschen wie ein Übergriff, eine Beschämung oder sogar wie eine Bedrohung anfühlen. Für Angehörige bleiben danach oft Hilflosigkeit, Erschöpfung und Schuldgefühle zurück:Warum lässt sie sich von mir nicht helfen?Warum reagiert er gerade bei mir so heftig?Was mache ich falsch?Und wie soll ich das jeden Tag aufs Neue schaffen? Auch professionell Pflegende geraten unter Druck: wenig Zeit, notwendige Abläufe und gleichzeitig der Wunsch, die Würde und Selbstbestimmung des Menschen zu bewahren. Wenn Körperpflege zum Kampf wird, verlieren am Ende oft beide Seiten – obwohl eigentlich beide nur Sicherheit brauchen. In dieser sehr persönlichen und praxisnahen Folge von „Vergiss Dich nicht – Der Demenzpodcast“ sprechen wir darüber, warum Körperpflege bei Demenz Angst, Scham und Widerstand auslösen kann, weshalb Berührungen und gut gemeinte Aufforderungen plötzlich bedrohlich wirken, was hinter Abwehr, Beschimpfungen oder aggressivem Verhalten stecken kann, warum Druck und Überreden die Situation häufig verschärfen, und wie Körperpflege mit mehr Ruhe, Respekt und Verbindung gelingen kann. Es geht nicht darum, jede Situation perfekt zu lösen. Es geht darum, den Menschen hinter seinem Verhalten zu sehen – und zugleich auch auf die eigenen Grenzen zu achten. Vielleicht ist Widerstand kein „Nicht-Wollen“.Vielleicht ist er ein „Ich verstehe nicht, was gerade mit mir geschieht.“Vielleicht ist er ein „Ich habe Angst.“Oder ein „Bitte lass mir meine Würde.“ Diese Folge richtet sich an Angehörige, Pflegekräfte und alle Menschen, die Demenzkranke begleiten. Sie möchte entlasten, Verständnis schaffen und Mut machen, neue Wege auszuprobieren – damit aus einem täglichen Kampf wieder ein Moment von Vertrauen werden kann. Jetzt auf Spotify anhören. Weitere Gedanken, praktische Impulse und Beiträge rund um Demenz findet ihr auf unserem Blog www.damalswieheute.com und auf der Homepage www.christineleyroutz.at sowie auf Facebook und Instagram.

  6. Sep 13

    Folge 29:Heute klar, morgen wie ausgewechselt – Warum Demenz so stark schwankt

    Am Montag sitzt Herbert am Küchentisch und erzählt seiner Tochter Anna ausführlich, wie er den alten Traktor repariert hat. Er erinnert sich an jede Schraube, jedes Ersatzteil und jedes technische Detail. Anna ist erleichtert und denkt: Heute ist Papa wieder ganz der Alte. Doch nur einen Tag später weiß Herbert nichts mehr davon. Er fragt: „Welcher Traktor?“ Kein Wiedererkennen, keine Erinnerung an das Gespräch. Anna fährt nach Hause und fragt sich: Habe ich etwas falsch gemacht? Habe ich ihn unter Druck gesetzt? Oder ist diese plötzliche Veränderung ein Warnsignal? Viele Angehörige kennen diese scheinbar unerklärlichen Wechsel: An einem Tag gelingt das Anziehen, ein vertrautes Gespräch oder sogar eine komplizierte Tätigkeit. Am nächsten Tag scheint dieselbe Fähigkeit verschwunden zu sein. Warum schwanken Fähigkeiten bei Demenz so stark? Welche Rolle spielen Schlaf, Schmerzen, Infekte, Medikamente, Flüssigkeitsmangel, Reizüberflutung und die emotionale Verfassung? Und woran erkennt man, ob es sich um eine typische Fluktuation oder möglicherweise um ein akutes Delir handelt? In dieser Folge sprechen wir darüber, warum gute und schlechte Tage bei Demenz nebeneinander bestehen können,weshalb die Lewy-Körper-Demenz besonders starke Schwankungen verursachen kann,welche Veränderungen ärztlich abgeklärt werden sollten,wie ein einfaches Beobachtungsprotokoll helfen kann,und wie Angehörige mit ihrer eigenen Unsicherheit und ihren Schuldgefühlen umgehen können.Die wichtigste Botschaft: Ein schlechter Tag ist keine persönliche Ablehnung, kein Sturkopf und kein fehlender Wille. Und ein guter Tag bedeutet nicht, dass morgen wieder alles genauso funktionieren muss. Die Schwankung liegt im Gehirn – nicht in der Beziehung. Hört jetzt die neue Folge von „Vergiss Dich nicht – Der Demenzpodcast“ mit Christine Leyroutz und Bettina. Weitere Informationen und vertiefende Beiträge findet ihr auf unserer Homepage und in unserem Blog. Folgt uns auch auf Facebook und Instagram – dort teilen wir regelmäßig Wissen, Alltagstipps und kurze Impulse rund um Demenz unter Vergiss Dich nicht. Schreibt uns gerne, welche guten und schwierigen Tage ihr erlebt und was euch im Alltag hilft. Eure Fragen und Erfahrungen dürfen auch Thema einer unserer nächsten Folgen werden. Vergesst die Menschen mit Demenz nicht – und vergesst euch selbst nicht.

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