Sprechstunde Weltschmerz

LSD

Drei Deutsche in Chicago. Der Versuch eines Gesprächs. Über Zugehörigkeit, Frausein in einer Männerwelt, Wut, Kulturclash und das Leben im Dazwischen. Zwischen Alltag, Haltung und latentem Crash-out – schließlich leben sie schon rein geographisch mitten im Epizentrum des Weltschmerzes. Und dann sind da auch noch (tendenziell etwas zu viele) Kinder, die das Stresslevel zuverlässig erhöhen. Wie man dabei nicht komplett durchdreht? Keine Ahnung – ambitioniert wäre schon, es halbwegs würdevoll zu schaffen. Mal klug, mal lustig, meist keins von beidem. Aber stets bemüht, Widersprüche auszuhalten.

Episodes

  1. May 22

    „How are you??“ durchgespielt #1

    Amerikaner fragen: „How are you?“ Deutsche antworten ehrlich. Und genau da beginnt das Problem. Eigentlich wollten wir diesmal eine leicht verdauliche Folge machen. Ein bisschen Kulturunterschiede, ein wenig Small Talk über Small Talk. Mit dem offensichtlichen Take, dass Deutsche auf die Frage „How are you?“ zuverlässig verbal komplett eskalieren — während Amerikaner eigentlich nur kurz checken wollten, ob man gesellschaftlich noch stabil online ist. Eskalationsstufe „How are you?“ quasi. Dann fiel uns auf: Es geht gar nicht um Small Talk. Sondern darum, wie unterschiedlich Menschen Nähe, Höflichkeit und Ehrlichkeit verstehen. „How are you?“ ist weniger Frage als Ritual. Eine Art soziales Schmiermittel. Und vielleicht ist oberflächliche Freundlichkeit eben auch einfach Freundlichkeit — nicht perfekt, aber dennoch angenehmer als Grantlerei im REWE an einem Dienstagmorgen. Amerikaner: „How are you?“ Deutsche: Trauma Dump Speedrun. Wir reden über: – Small Talk als soziales Schmiermittel – deutsche Direktheit vs. amerikanische Freundlichkeit – kulturelle Missverständnisse im Alltag – warum „We should get coffee sometime“ kein rechtsverbindlicher Vertrag ist – und weshalb „Muss ja…“ vermutlich die deutscheste aller Grundemotionen bleibt. Außerdem habt ihr euch offenbar kollektiv unsere erste Rubrik gewünscht. Also kommt hier…Trommelwirbel…„Was ist dein Lieblings?“ Und deshalb müssen wir leider schon in Folge 1 dringend über Tiefsee-Evolution sprechen. Genauer gesagt über den buckligen Anglerfisch (Melanocetus johnsonii). Den Tiefseefisch, bei dem das Zwergmännchen nach dem ersten Date dauerhaft mit dem Weibchen verwächst. Evolution, are you ok? Aus Versehen haben wir dieses glamouröse Beispiel für Body Positivity im Tierreich direkt als Podcast-Maskottchen adoptiert. Hoppla! Wie immer: mit Weltschmerz, Humor und drei Deutschen irgendwo zwischen Chicago, kultureller Fehlkommunikation, latentem Crash-out und neuerdings auch deep sea als Ersatz für deep talk. Send us Fan Mail Follow us on Instagram: https://www.instagram.com/sprechstundeweltschmerz?igsh=MWk5aGI1cm82am50cw%3D%3D&utm_source=qr

    49 min

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Drei Deutsche in Chicago. Der Versuch eines Gesprächs. Über Zugehörigkeit, Frausein in einer Männerwelt, Wut, Kulturclash und das Leben im Dazwischen. Zwischen Alltag, Haltung und latentem Crash-out – schließlich leben sie schon rein geographisch mitten im Epizentrum des Weltschmerzes. Und dann sind da auch noch (tendenziell etwas zu viele) Kinder, die das Stresslevel zuverlässig erhöhen. Wie man dabei nicht komplett durchdreht? Keine Ahnung – ambitioniert wäre schon, es halbwegs würdevoll zu schaffen. Mal klug, mal lustig, meist keins von beidem. Aber stets bemüht, Widersprüche auszuhalten.

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